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Mittwoch, 30. September 2015

Vollmond und Finsternis 28.9.2015 Teil 2



Ich nehme den Faden bei Venus/Uranus wieder auf.

Venus/Uranus
die Bindungslosigkeit, die Entwurzelung und Heimatlosigkeit,
das Unterwegssein,
die Brückenfunktion,
der Sprung nach vorne,
die Fähigkeit, in einer fremden Umgebung zurechtzukommen

Das Trigon (der „blaue Strich“) zwischen der gut trainierten Löwe-Venus und der feurigen, Krisen überwindenden Liebeswelle des Widder-Uranus schwebt völlig losgelöst über dem „großen Denkschritt“, dem Quinkunx (grüner Aspekt) von Mars-Mond in der Strömer-Figur…. bindungslos, heimatlos, befreit vom Zwang der sozialen Integration, befreit vom Zwang nach Anerkennung und Bestätigung. Damit ist eine Brücke gebaut in eine völlig andere und neue Ebene einer geistigen Zugehörigkeit. Dieses Trigon ist ein Angebot für den Sprung auf eine andere höhere Bewusstseinebene.

Das 12. Haus

Venus steht ebenso wie Mars im 12. Haus. Die Funktionen beider sind für den körperlichen und materiellen 1. Quadranten aufgehoben – sowohl die persönliche Durchsetzung (Mars) als auch die Abgrenzung und Absicherung im sozialen Gefüge (Stier-Venus). Dies zeigt sich auch in der Position von Sonne und Mond auf 5° Widder/Waage, den Gruppenschicksalspunkten der Revierunsicherheit von Mars-Neptun und Venus-Neptun, die mit einer Phase der Schwäche, Unsicherheit und Orientierungslosigkeit einher geht. Damit soll sichergestellt sein, dass weder das polarisierende und projizierende Mein-Dein-Denken noch subjektiv gefärbte Bedürfnisse das Wirken der schöpferischen Kräfte verhindert können.

Auch die persönlichen Lebens- und Willenskräfte sowie die Selbstdarstellung (Löwe) sind im 12. Haus geschwächt und müssen einer tieferen und höheren geistigen Erkenntnis weichen. Diese ist nur dann gewährleistet, wenn der Mensch durch Schwäche, Krankheit oder Fehlverhalten aus dem Verkehr gezogen wird und sich im Stillen mit seinem inneren Leben auseinandersetzen muss. Oder er wählt freiwillig die Stille und Einsamkeit, um sich den inneren Prozessen hinzugeben, in der Tiefenschau die losgelösten, abgespalteten oder verdrängten Aspekte zu erkennen und sie wieder in die allumfassende Einheit zu intergrieren.

Die WAAGE-SONNE im Talpunkt („Nullpunkt“) des 1. Hauses kommt aus diesem schöpferischen Seinsbereich der Ur-Einheit (12. Haus) und bringt von dort das „innere Wissen“ mit (Symbol auf 5° Waage). Dieser Mann/Mensch ist ein Meisterlehrer, ein Gerechter und ein König, ein Herr des Karma, der über ein ausgleichendes Denken verfügt und Körper und Geist in der Mitte im Gleichgewicht hält. Zu dieser Waage-Sonne gehört ein Bewusstsein, das gerechte und gute Beziehungen zu anderen Menschen herstellen und pflegen will. Sie ist bestrebt, die gefühlten Gegensätze durch Objektivität auszugleichen und entscheidet sich bewusst für den geistigen Weg der Selbstlosigkeit (bzw. des Selbst).

Mit dieser Konstellation ist jeder Mensch aufgerufen, seine Wahl zu treffen, sich für die materiellen oder die geistigen Belange zu entscheiden, und wo er erkennt, dass beide Seiten zu einer Münze gehören (Liebe und Hass, Krieg und Frieden, der andere und ich), den Weg der Mitte zu wählen. Wer aus dieser inneren Entschiedenheit, Klarheit und Herzlichkeit heraus auf die Menschen zugeht, wird auch die Seinskräfte im anderen erwecken und zum Leuchten bringen und statt Geiz, Angst und Besitzgier ihren inneren Großmut, ihre Strahlkraft   
und ihr Mitgefühl erwecken.

Der Traum von der Geburt einer neuen Zeit

Die LÖWE-Energie der Venus im 12. Haus zeigt den Traum und das Potenzial der reinen, göttlichen Liebe. In den Wasserhäusern erträumen wir unsere Zukunft. Eltern träumen von ihrem künftigen Kind. Sie wünschen sich ein gesundes, glückliches, talentiertes Kind und projizieren ihre Wünsche darauf. Das ungeborene Kind träumt von seiner Geburt. Im 8. Haus schmieden wir unser Schicksal, binden uns schon vor der Geburt an eine familiäre Schicksalsgemeinschaft, mit deren Erbe wir uns nach der Geburt auseinandersetzen müssen. Das alles ist größtenteils unbewusst.

URANUS im Widder im 8. Haus bringt hier ein geistiges Erbe in Form einer völlig neuen Energie herein. Er lässt uns hinter die Form, durch die äußere Situation hindurch blicken und das Innere wahrnehmen. Hinter dem Erscheinungsbild liegen die inneren Schichten unseres Tiefenbewusstseins. Uranus bildet die Brücke zwischen Innen und Außen, Geist und Materie. Mit Hilfe von Symbolen, einem Bewusstsein für Entsprechungen und einer immer sicherer sich entfaltenden Intuition tauchen wir zugleich in unsere Umgebung, auch in unser Land, ein und tauchen gleichzeitig tief in das große Selbst ein. In unserer Offenheit für alle Schichten (innen wie außen) werden wir eins mit dem „inneren Wissen“ (Sonne 5° Waage). Wir sind in der Lage, Symbole und Zeichen zu deuten und auch die großen Rhythmen und Strömungen, die die Menschheit jetzt erfassen.

Uranus bewirkt ein Umdenken, eine plötzliche Bewusstseinsveränderung durch krisenhafte Ereignisse und zeigt gleichzeitig, wie der Mensch sich von schmerzhaften, leidvollen, d.h. karmischen Bindungen befreien kann. Wenn wir uns darin üben, eins mit den inneren und äußeren Schichten und auch eins mit der Menschheit zu sein, werden die einströmenden kosmischen Energien von Uranus den Rhythmus unseres Körpers auf den größeren, universellen Rhythmus des Kosmos anheben.

Das Sabische Symbol für den Tierkreisgrad von Uranus (20° Widder) zeigt, wie durch Mitgefühl eine Krise überwunden werden kann (Beschreibung siehe Neumond-Blog zum 13.9.15). Uranus zeigt auch die Notwendigkeit, anstelle eines individuellen Bewusstseins ein globales Bewusstsein zu entwickeln und die Menschheit als eine Einheit zu sehen. Auf diese Weise werden die widerstreitenden Tendenzen des eigenen Wesens im Bewusstsein vereint und wir können uns in Einklang bringen mit der Harmonie und der Zeitströmung des Ganzen.

Die Akrobatin auf ihrem Zirkuspferd  (Venus 23° Löwe) ist ein Traumbild für die Einheit von Körper-Seele-Geist, für ein kosmisches Bewusstsein, das den Menschen zur Einheit mit sich selbst führt. Die Zeit der Mondfinsternis, die energetisch bis zur Sonnenwende anhält, markiert eine Trainingssituation für die Menschheit – das zeigen auch die vielen Lerndreiecke im Aspektbild.
Das Trigon von Venus-Uranus zwischen den beiden Wasserhäusern ist ein Angebot, sich der neuen kosmischen Energiewelle von Liebe, Weisheit und Mitgefühl hinzugeben. Der RAUM oder die Lücke zwischen Venus und Mars im 12. Haus und Mond-Uranus im Widder im 7./8. Haus ist eine Brücke ins Innere, ist zugleich ein langer Gang, der zum Tor des inneren Tempels führt. Jede Anhebung des Bewusstseins ist ein Gang nach Innen.

Nicht zufällig fällt der ASZENDENT des Finsternishoroskops von 11° Jungfrau (10°49’) mit der Stellung von JUPITER (10°15’) zusammen (für Berlin/Deutschland).

Jupiter ist der Guru, der innere Meister und auch das Christusbewusstsein in der Menschheit. Als esoterischer Herrscher vom Zeichen Wassermann hilft er uns beim Erkennen von Seelenverwandtschaften und bei der Erkenntnis, dass die Menschheit ein eigenes und einheitliches Bewusstsein hat, das über das Tiefenbewusstsein (das Unbewusste) alle Menschen miteinander verbindet. Auf der geistigen Ebene ist JUPITER der Herrscher der JUNGFRAU und kennzeichnet in diesem Zeichen (in der Einheit mit den Fischen) das Endziel der menschlichen Entwicklung:

Der Menschensohn wird zum Gottessohn.

Das Sabische Symbol für 11° Jungfrau (AS und Jupiter) lautet:
„In ihrem Baby sieht eine Mutter die Antwort auf ihre tiefe Sehnsucht nach einem Sohn“

Die „Mutter“ ist der gewandelte, geläuterte und gereinigte „Seelenstoff“ im Menschen. Die Mutter ist in allen Kulturen und Religionen die kosmische Jungfrau und Weltseele (Isis, Maria), die den „Welterlöser“, das göttliche Kind, den Gottessohn, zur Welt bringt – was im Mythos von Isis und Osiris der Geburt des Horus entspricht. Dieses Kind ist der neue Gott eines neuen Universums, der neue Mensch einer Neuen Zeit, der Gottessohn. Er bringt die Liebe und Weisheit der Seele zum Ausdruck.

Auch dieses Symbol nimmt Bezug auf die Traumebene der Wasserzeichen und Wasserhäuser. Die Mutter träumt während der Schwangerschaft (bewusst oder unbewusst) von ihrem künftigen Sohn und projiziert ihre Wünsche in das Kind. Jeder echte Jünger, der ein Schüler des Geistes ist (und die Menschheit als Ganzes ist in diesem Stadium der Jüngerschaft), muss zur „Mutter des lebendigen Gottes“ werden und schließlich auch selbst die innere Wandlung (den Bewusstseinswandel) vom Menschenkind zum Gottessohn vollziehen.
Dieser Prozess des inneren Imaginierens wirkt sich prägend auf den neuen Menschen aus. Damit legen wir auch den Samen für einen neuen Zyklus frei (Aufsteigender Mondknoten 2° Waage).


 PLUTO auf 13° Steinbock liefert das Potenzial zur notwendigen Transformation:

„Ein Feueranbeter meditiert über die letzte, die höchste Wirklichkeit seines Daseins.“

Das Feuer offenbart das große Mysterium vom Leben und Sterben und geht noch darüber hinaus. Wir kennen das Feuer, das die Materie zerstört, das reinigende Feuer für die Seele, das durch die Reibung der Gegensätze wirkt, das geistige Feuer, in dem Gott dem Moses (im brennenden Dornbusch) sich offenbart… Feuer steht für das Geheimnis des „Stirb und Werde“.

Von den Elementen ist Feuer das Element der feinsten und höchsten Schwingungen. Es kann alle anderen Elemente reinigen, läutern und zur Transformation animieren. Materiell nehmen wir es als Sonne, Blitz, Vulkanfeuer, Flamme und Glut wahr, auch im letzten Aufglühen der Sonnenkraft in den leuchtenden Farben des Herbstlaubs. Auf der geistigen Ebene ist Feuer identisch mit LICHT.

Eine Meditation über das Feuer kann uns zu einer Meditation über die drei Feuerzeichen im Tierkreis einladen… auch zum Erforschen und Erleben des alchemistischen Läuterungsfeuers, das unseren Seelenstoff reinigt… Es ist auch die äußere Konfrontation der Menschen mit dem Feuer der Zerstörung aufgrund von Hass…

Das Symbol gibt einen Hinweis für den Umgang mit dem Symbol des Feuers: Die Meditation. Über das Feuer zu meditieren bedeutet in letzter Konsequenz, mit dem Feuer eins zu werden, eins zu sein. So wie es im Yoga gelehrt wird und erfahren werden kann. Wer ein Meister der Feuerenergie sein will, sollte sich fragen, ob er bereit ist, TOD UND AUFERSTEHUNG in demselben Körper zu erfahren. Das ist der Weg der Grenzüberschreitung (Transzendenz) der Materie und zugleich der Einswerdung des menschlichen Willens mit dem göttlichen Willen – so wie es für den Mars im Schoße der Jungfrau (im 12. Haus) vorgesehen ist: Nicht mein Wille sondern dein Wille geschehe.

Hier möchte ich nun wirklich zu einem Ende kommen und hoffe, dass ich die Schwingung dieser Finsternis und dieses Vollmonds inspirierend rüberbringen konnte. Die Neue Zeit und damit auch der Neue Mensch liegen in den Geburtswehen. Jeder kann durch seine innigen Wünsche und durch seine äußeren Unterscheidungen und Entscheidungen zum künftigen Wesen des Neuen beitragen. Alle können mithelfen, den Samen des neuen Bewusstseins zu pflegen und nähren.

Eure Sundra
Beratung (schriftl./tel.) möglich über Vidensus 
LisaLine und Wengo

 
Literatur:


Bruno, Louise und Michael Huber: Aspektbild-Astrologie. API-Verlag.
Dane Rhudhyar: Astrologischer Tierkreis und Bewusstsein, Hugendubel Verlag, München 1984
Gunda Scholdt: „Praxisbuch der Esoterischen Astrologie“, Ebertin Verlag, 1998
K. Parvathi Kumar: „Uranus – Der Alchemist des Zeitalters“, Edition Kulapati
Claudia von Schierstedt: "Finsternisse astrologisch deuten", Chiron Verlag
Dane Rudhyar u. Leyla Rael-Rudhyar "Der Sonne/Mond-Zyklus", Edition Astrodata

Helen Fritsch: "Die Wasserhäuser im Horoskop" http://www.astrologie.de/astrologie/b/5265/





Montag, 28. September 2015

Vollmond am 28.9.2015 mit Eklipse

  

Vollmond am 28.9.2015 mit totaler Mondfinsternis
4:50 Uhr für den Ort Berlin /D

Eigentlich wollte ich gar nichts zu diesem Vollmond schreiben und mich aus dem Medienrummel um die „Katastrophen-Konstellation“ mit dem Finsternis-Blutmond und Supervollmond heraushalten. Das Wesentliche spielt sich ja bereits im Verborgenen ab – auf der seelischen Ebene und in den Herzen der Menschen. Doch als ich mir das Aspektbild mit der blau-rot-grünen Aspektfigur, dem langschenkligen roten Kreuz darin und dem einzelnen blauen „Strich“ darüber genauer ansah, zog mich die Dynamik dieser Struktur wie ein Magnet an. Ob ich es schaffen werde, das innere Wissen dieses kosmischen und menschlichen  Potenzials zu vermitteln, wird sich zeigen.


Erntemond, Supervollmond, Blutmond, Mondfinsternis …

Hier über dem westlichen Horizont „leuchtet“ um 4:50 Uhr ein verdunkelter Herbst-Vollmond, den die Alten Erntemond nannten. Er schimmert im Erdschatten rötlich und erscheint auch viel größer als sonst („Supervollmond“) da er sich in seiner größten Erdnähe befindet.
Totale Finsternisse bringen erfahrungsgemäß dem Land, in dem sie erscheinen, große Umwälzungen und Veränderungen. Europa ist davon betroffen – und vor allem Deutschland, denn es zieht durch seine Willkommenspolitik einen mächtigen Flüchtlingsstrom ins Land und wird sich bei der Leitung diesen gewaltigen Stroms nun auch bewähren müssen.


Struktur und Dynamik des Aspektbilds

Es handelt sich um eine Zeit großer Strömungen (Neptun in den Fischen). Hier und heute sind es Flüchtlingsströme, Ströme von Menschen, die entwurzelt und heimatlos (Venus/Uranus) geworden sind und bei den reicheren Ländern Europas Schutz suchen. Diese großen Strömungen wollen gelenkt und gerecht verteilt werden, damit das Gleichgewicht der Kräfte gewahrt bleibt.

Aus der intuitiven Aspektbild-Astrologie der Schweizer Huberschule ist die „Strömer“-Figur bekannt, ein großes dreifarbiges Viereck zwischen Nordknoten/Sonne/Merkur, Saturn, Mond und Mars. Darin eingebaut ist noch eine Reiz- oder Suchfigur (grün-rot), angehängt ist ein Lerndreieck. Während die Figur des Strömers nach außen hin harmonisch und talentiert, suchend, denkend, hinterfragend wirken und äußerst selektiv die Spreu vom Weizen trennen kann (blau-grün), verfügt sie im Inneren über große Willenskraft, Macht und Selbstkontrolle (sich kreuzende rote Linien). Wenn diese innere Hochspannung, der fließende Starkstrom, beherrscht und kontrolliert wird, kann der Strömer auch die schwierigsten Ziele erreichen. Er kann nicht nur mit dem Strom schwimmen, er kann den Strom auch erzeugen und leiten.

Mit diesem Aspektbild können Kraft, Wissen und Erfahrungen gesammelt, intellektuell und denkerisch verarbeitet werden. Das Gelernte verbindet sich mit dem passenden Know-how und kann gezielt und strategisch eingesetzt werden. Mit einem Energie-Fahrzeug wie dem Strömer können große Bewegungen ins Rollen kommen, kritische Situationen gelenkt und gewaltige Kräfte beherrscht werden.

Das oppositionelle Konfliktpotenzial im Inneren, das zugleich ein Erkenntnispotenzial ist (Vollmond Widder-Waage) betrifft das Verhältnis von Ich und Du, die Beziehungs- oder Begegnungsachse (Widder-Waage) und den Raum des ersten und dritten Quadranten. Widder und Waage herrschen über mein und dein (1.Haus und 7. Haus), meine Werte und deine Werte, meinen und deinen Besitz (2. Haus und 8. Haus). Es geht um das rechte Maß im Geben und Nehmen, um ausgleichendes und gerechtes Verteilen von Besitz und Werten. Im 2. Haus geht es um Sicherheit und Abgrenzung, Bewahren und Absichern materieller Besitztümer und im 8. Haus um das Loslassen und den Verlust materiellen Werten zugunsten geistiger und ideeller Werte. Auf dieser Werteachse schauen wir auch tief in die Abgründe der menschlichen Seele, begegnen Habgier und Geiz, Macht- und Kontrollstreben über andere. JUPITER am Aszendenten kennt die Lösung und sagt: Es geht um Menschen, um unseren Wert als Mensch, um unsere Liebe, die ein gleichzeitiges „Gib!Nimm!“ ist.

Die Strömer-Figur

Der Strömer setzt sich aus mehreren Dreiecken zusammen (Ambivalenz-, Reiz- und Lerndreieck). Im Dreieck wird die Polarität überwunden durch Hinzufügen eines relativierenden dritten Standpunkts. Aus drei Dreiecken entsteht ein dreifarbiges Viereck, das in der Entfernung einem schräg fliegenden Drachen gleicht, der extrem kopflastig ist. Der „Kopf“ weist eine weite Konjunktion von Mondknoten, Lilith, Sonne und Merkur zwischen 1° und 10° Waage auf und zielt auf die Hausspitze des 2. Hauses in der Waage, wo der MERKUR (Denken, Kommunikation, Vermittlung, Bewegung, Funktionalität) mit viel Geschick und einem feinen Gespür für Gerechtigkeit in Beziehungen die Balance halten und einen Weg finden muss: zwischen einem pionierhaften, wild entschlossenen, mutigen und spontanen Handeln, um Menschen in Not zu retten, ihnen ihre notwendigen Bedürfnisse zu erfüllen, eine neue Heimat zu geben (Widder-Mond mit Aspekten zu Mars, Saturn, Sonne/Merkur), und den eigenen Bedürfnissen nach persönlicher Absicherung über die Pflege von partnerschaftlichen, menschlichen Beziehungen (Waage-Sonne). Die Waage im 2. Haus kann auch ein Hinweis darauf sein, dass friedliche und freundschaftliche Beziehungen, gemeinsames Lernen und Austauschen von Gedanken die verbindenden, geistigen Werte dieser Zeitschwingung sind.

Bei so viel Kampf, Krieg, Streit und Blutvergießen (Widder) sollten nun auch die friedlichen Aktionen und freundschaftlichen Beziehungen gefördert werden (Waage) sowie das Lernen voneinander und miteinander, wie neue Situation gemeistert werden kann . Die Lösung heißt Teilen und Mitteilen (MC in den Zwillingen). In dieser Zeit ist es in keinem Land der Erde eine Lösung, die Grenzen dicht zu machen, die Mauern noch höher zu ziehen und vor dem Leid der Menschen die Augen zu verschließen. Wenn die Grenzen nicht freiwillig und aus Einsicht geöffnet werden, werden sie vom Strom der Zeit überspült und einfach aufgelöst. Was wir nicht sehen und wahrhaben wollten, wird uns dann einfach wie eine Lawine überrollen oder eine gigantische Flut überschwemmen.
Ein einzelner Mensch und ein einziges Land kann mit dieser Aufgabe überfordert. Es braucht die Mitarbeit aller, den guten Willen zur Synthese und Nächstenliebe, für uns selbst und unsere Mitmenschen. In der Figur des Strömers sind „Wille, Wissen und Können vereint“, doch da es sich um eine völlig neue Erfahrung handelt, ist das Ergebnis noch nicht klar erkennbar. Doch – der Weg ist das Ziel. Es macht einen Unterschied, ob wir über den Tellerrand schauen und uns gegenseitig „füttern“ oder ob jeder gierig vor seinem „eigenen“ Teller sitzt und verschmachtet (siehe Geschichte am Ende).

Da in der Strömer-Figur zusätzlich noch ein Lerndreieck und ein zweites Reiz-Dreieck angehängt sind, ragen deren "scharfe Spitzen" in die rechte Du-Hälfte hinein. Die Ruhe und der gewohnte Zustand werden empfindlich gestört, eine große Spannung entsteht, es muss unmittelbar eine Entscheidung getroffen und eine Leistung erbracht werden. Dies ist notwendig, da der alte Zustand nicht mehr zu halten ist, er ist reif für eine Wandlung. Nach der Überwindung von emotionalen Stromschnellen wird das Kanu jedoch ruhige Gewässer erreichen und alle (!) werden erleichtert sein (siehe 10° Waage, dem Sabischen Symbol von Merkur). Der Strömer zeigt, wie es geht: Selbstkontrolle und Gleichgewicht sind notwendig, um einen stabilen Zustand innerer Festigkeit zu erreichen (siehe auch Venus 23° Löwe als Zirkusreiterin)

Lassen wir die Gruppenschicksalspunkte und die Sabischen Symbole sprechen.

Der Finsternisgrad

Der wichtigste Punkt bei der Finsternis ist der Tierkreisgrad, auf dem die Verdunklung des Lichts stattfindet. Es ist hier der MOND auf 5° im Feuerzeichen WIDDER. Für Deutschland steht er im 7. Haus des DU oder der Außenpolitik. Der Mond steht im Ereignishoroskop für das Volk, die Seele und allgemein für mütterlichen Schutz. Es fällt gleich auf, dass der Widder, das Zeichen der Ich-Behauptung und Selbstdurchsetzung hier im Du-Bereich des anderen erscheint.
Es ist eine gute Voraussetzung, sich in die Lage und die Bedürfnisse der Schutzsuchenden hineinzuversetzen und gerne zu geben und zu teilen. Schließlich sind es allgemein menschliche Bedürfnisse, die wir alle miteinander haben und uns gegenseitig befriedigen können. Das zeigt aber auch, dass die aggressive Durchsetzungskraft, wenn der Blick nur auf den „eigenen Teller“ gerichtet ist, gerne auf „die anderen“ projiziert wird, die hier scheinbar in das „eigene Land“ eindringen, den gewohnten Wohlstand, Genuss und Bequemlichkeit stören.

Mond auf 5° Widder
Gruppenschicksalspunkt Mars/Neptun

Der Gruppenschicksalspunkt (Münchner Rhythmenlehre) für 4,5° Widder ist
Mars-Neptun: die Flucht oder Revierunsicherheit aufgrund einer religiösen Selbstreinigung. Damit einher geht eine Handlungsschwäche, die angenommen und gelebt sein muss. Diese Schwäche ist ein Regulativ, damit das schöpferische Potenzial des 4. Quadranten (Uranus) sich durchsetzen kann. Ein starkes Ego kann niemals schöpferisch sein. Diese „Zigeunerkonstellation“ bringt auch die Fähigkeit zum Hellsehen mit sich. Unter Mars/Neptun kann durch unklare Handlungen und die Unterstützung von korrupten Regimes der Weltfrieden gefährdet sein.
Mars/Neptun ist eine Konstellation der spirituellen Suche, der Befreiung und Reinigung von verdrängten Inhalten aus dem Unbewussten.

Das Sabische Symbole für Mond 5° Widder:
„Ein Dreieck mit Flügeln“

Nach Dane Rudhyar zeigt das geflügelte Dreieck die Fähigkeit zur Selbst-Transzendierung und ein Verlangen, eine höhere Ebene des Daseins zu erreichen. Im Moment, da wir uns selbst erkennen, entsteht etwas Drittes und Höheres. Es ist das Bewusstsein, das die Wahrnehmung der irdischen Dualität (z.B. die Trennung von Materie und Geist) übersteigt und die dahinterstehende Einheit erkennt. Die Einheit (Punkt oder Kreis) steht für das Ganze, das Sein. Die Zweiheit oder Dualität für Geist und Materie, Yang und Yin, Ich und Du. Die Dreiheit ist das verbindende Bewusstsein, das beide Pole als wesensgleich erkennt.
Beflügelnd wirkt das DREIECK, wenn es mit der Spitze nach oben weist.
Im Aspektbild liegt der WIDDER-MOND an der Spitze eines Dominant-Dreiecks zwischen Mars, Saturn und Mond. Somit ist das Quadrat (rot) zwischen Mars/Saturn eine spannungsgeladene Grundlage: „Die Vertreibung von der Herde“ (Döbereiner), ein Bestimmungswechsel, der einen aus dem alten Milieu herausplatzen lässt. Diese Konstellation gibt den Mut für einen Neuanfang und für ein Herauslösen aus den alten Lebensbedingungen, die der eigenen Bestimmung im Wege standen.
Die Flügel beflügeln zum Aufstieg und sind u.a. auch ein Attribut der Göttlichen Jungfrau in ihrer Erscheinung als Isis, Demeter, Ceres und Maria. Sie repräsentiert die Weltseele (Anima Mundi), die sich im Stoff (Mater, Materie) verbirgt, der zugleich auch der Urstoff ist, aus dem alle Schöpfung entsteht. Auch Vögel sind Symbole der zur geistigen Ebene aufsteigenden Seelen.

Mars steht auf 2° Jungfrau:
„Ein großes weißes Kreuz beherrscht die Landschaft“

Das heißt, Weisheit, Mitgefühl und Verständnis bilden das innere Gerüst. In der Strömer-Figur wird dieses durch das langschenklige, rote Kreuz angezeigt, die innere Kreuzigung und Bereitschaft, seine Bestimmung und irdische Begrenzung anzunehmen, die Seele für das Golgatha-Erlebnis tragfähig zu machen. Die Jungfrau-Energie führt den Menschen in letzter Konsequenz immer durch Krisen und das „Tal der Tiefenerfahrungen“, bis er sein Denken und seine Intuition nutzt, um sich des verborgenen geistigen Lebens in seinem Inneren bewusst zu werden. Erst wenn der Mensch sein Herz für andere Menschen öffnet und bereit ist, ihnen zu dienen, wird er die die Wirklichkeit hinter allen äußeren Formen gewahr, entdeckt das Leben der Seele und das Wirken des innewohnenden Christus. Saturn nahe am IC zeigt die tiefe und notwendige Talerfahrung im Zeichen Schütze an, wo viele Menschen ihre Heimat verlassen müssen, vom Strom ihrer inneren Bestimmung zu einer neuen Grundlage geführt werden… und auch von einem Strom menschlichen Mitgefühls getragen und begleitet werden.

Mit zunehmender seelisch-geistiger Reinheit, Reife und Klarheit wird der Mensch die Marsenergie nicht mehr zur Durchsetzung nur persönlicher Begierden und Bedürfnisse einsetzen wollen (Widder) und auch nicht mehr lediglich auf seinen inneren Kampf zwischen Begierde und Hingabe fixiert sein (Skorpion), sondern auf unpersönlicher Ebene für die Durchsetzung eines Ideals kämpfen können (Schütze): das Ideal des wahren Menschseins.
(Das weiße Kreuz war das Kreuz des Johanniterordens, erst auf schwarzem, dann auf rotem Grund)

Sonne auf 5° Waage
„Ein Mann offenbart seinen Schülern die Grundlagen inneren Wissens, auf denen eine »neue Welt« gebaut werden kann.“

In einer Vollmond-Konstellation, bei der der Mond in Opposition zur Sonne steht und ihr Licht in aller Klarheit widerspiegelt, können wir die Früchte früheren Wirkens klar erkennen und bewusst machen, ebenso die eigenen Projektionen. Diese Erkenntnis kann zu einer befriedigenden Erfüllung und dem Abschluss einer Phase führen. Sie kann aber auch Trennung von unerfüllten Projekten, Plänen und Wünschen bedeuten, z.B. auch das Loslassen von alten Ansichten, Bequemlichkeiten und Gewohnheiten, die für den kommenden neuen Zyklus nicht mehr gebraucht werden und eher hinderlich sind.

Bei einer Mondfinsternis sehen wir nicht klar. Auch die Jupiter-Neptun-Opposition spiegelt Verwirrung, rosarote Brillen und Schwarzmalerei als allgemeine Verunsicherung wider. Ein Glaube steht gegen einen anderen Glauben, meine Weltanschauung gegen deine und unsere gegen die der „anderen“.

Noch in der Finsternis bricht ein neuer Tag an, und in der Morgendämmerung eines neuen Zyklus sollen die Grundlagen für die „neue Welt“ als „Saat-Gedanken“ in den Boden der Erde gelegt werden. Damit das innere Wissen empfangen werden kann, braucht es offene und empfangsbereite Seelen. Eine alte östliche Weisheit sagt: Wenn der Schüler bereit ist, erscheint der Lehrer. Doch er bedient sich vieler Erscheinungsformen… er kann als Buddha und „blauer Fluss“ kommen, als Sintflut oder Flüchtlingsstrom, er kann in einem Traumbild erscheinen oder uns als Symbol begegnen, es kann uns entgegenfliegen…. Das geflügelte Dreieck von 5° Widder kann ein Anhaltspunkt und wichtiges neues Symbol sein für uns – so wie bei den Altägyptern die geflügelte Sonnenscheibe ein Symbol der Auferstehung war. Im Mythos fügt Isis den zerstückelten Leichnam ihres Gatten Osiris wieder zusammen, fächert ihm mit ihren Flügeln den Lebenshauch zu, holt ihn ins Leben zurück und zeugt mit ihm Horus, den neuen Sohn.

Die äußere Form des Meisters oder Lehrers ist unbedeutend (siehe auch Jupiter am AS). Es ist der JUPITER (Guru) in jedem Menschen, das integrierende Prinzip im innersten Kern allen Daseins – unabhängig von unterschiedlichen Glaubensformen und religiösen Praktiken. Es ist der Zadik, der Gerechte, der König und der Prophet, das Christusbewusstsein in uns, die zentrale einigende Kraft des Selbst. Von dieser einigenden zentralen Kraft geht eine innere Gewissheit aus, die alles äußere Wissen der Babel-Sprachen dieser Welt übersteigt. Was wirklich übermittelt wird, ist die Kraft des Seins, die als inneres Licht durch die Wirren äußerer Finsternis führen kann.

Der Gruppenschicksalspunkt für 4,5° Waage ist
Venus/Neptun: auch hier das Gefühl der Revierunsicherheit, das Gefühl von Fremdheit in der Gemeinschaft (im „eigenen“ Land), was sowohl für die Flüchtlinge und heimatlos gewordenen Schutzsuchenden gilt als auch für die „Einheimischen“. Doch es ist eine Zeit, da die Denkweise „This land is your land – this land is my land“ keinen Sinn mehr macht und bedeutungslos wird, da eine neue Zeit anbricht.

Manche mögen Albträume haben, dass fremde Leute in ihre Wohnung eindringen, obwohl sie doch die Tür abgeschlossen haben. Das kleine Ich oder dicke Ego ist um das eigene persönliche Wohl besorgt, will sich in Sicherheit wiegen können, seinen Besitz geschützt wissen. Die schutzsuchenden Menschen haben nichts mehr zum Abgrenzen und Absichern. Sie haben sogar ihren Stolz und ihre alte Identität verloren, sind durch die Umstände tief gedemütigt worden, sind in einem fremden Land recht- und schutzlos und der Willkür menschlichen Verhaltens ausgesetzt. Sie erfahren Liebe und Mitgefühl, aber auch Hass und Feindseligkeit.
Der innere Boden muss vorbereitet werden für diese neue Zeit eines Miteinander und Füreinander. Das Gefühl existenzieller Unsicherheit bei vielen Menschen ist vor allem da, weil ihr „innerer Boden“ gefährdet ist, weil er verseucht, vertrocknet, unfruchtbar oder verrottet ist von Habgier und Besitzdenken.

Schauen wir nach der Venus-Stellung im Löwen, welche Werte und schönen Künste sie in dieser schwierigen Zeit anzubieten hat.

Venus 23° LÖWE
„In einem Zirkus demonstriert eine Reiterin auf ungesatteltem Pferd ihr gefährliches Können“.

Im Feuerzeichen Löwe pulsiert das Leben. Jeder ist mit seiner Selbstdarstellung beschäftigt, von sich eingenommen, auf sich selbst konzentriert, strebt nach Macht und Privilegien. Doch kommt das nach außen gezeigte Selbstbewusstsein wirklich aus dem Herzen? Ist es echt oder gespielt, eine gekonnte Zurschaustellung seiner Statussymbole? Hält sich der Mensch für den Nabel der Welt oder hat er das Bewusstsein entwickelt, dass er ein Gleicher unter Gleichen ist und damit auch Verantwortung für seine Mitmenschen hat? Ein Mensch, der seine Lebens- und Vitalkräfte (Pferd) beherrschen, zähmen und in eine Richtung lenken kann, ist ein Meister seiner Lebensenergien. Er ist ein Meister des Lebens, ein Yogi oder ein großer Lebenskünstler. Er hat mit seiner Willenskraft und seinem Können etwas Außergewöhnliches erreicht. Indem er es vorführt und anderen Menschen zeigt, entsteht in ihnen der Wunsch, ihm nachzueifern und ihr Leben ebenfalls in die eigene Hand zu nehmen und das Beste daraus zu machen.

Ohne sicheren Halt, ohne Seil und doppelten Boden, ja sogar ohne Zügel führt sie ihr Pferd / ihre Vitalenergien mit ihrem Bewusstsein und ihrer Willenskraft. Es sieht leicht und spielerisch aus, und ist doch das Ergebnis jahrelangen Bewusstseinstrainings, bei dem sie Wagemut und Ausdauer bewiesen hat.

Das Trigon der selbstbewussten und mutigen Löwe-Venus zum stürmischen und vorpreschenden Widder-Uranus schwebt völlig losgelöst über dem „großen Denkschritt“ von Mars-Mond (Quninkunx in der Strömer-Figur).

Der Mars will handeln, kann es aber nicht, hat vielleicht im Denken die Integration noch nicht recht vollzogen… er sucht noch nach Lösungen, wie er vielleicht doch im alten System bleiben und überleben kann … Vielleicht kann und darf er (vor seinem Gewissen) nicht, weil ihn im 12. Haus das „Feindbild“ belastet, das er in sich trägt und von dem er sich erst lösen muss. Er kämpft noch gegen den bösen Feind, der in sein Revier eindringt und ihn bedroht… Eigentlich träumt er diesen Kampf nur oder stellt ihn sich vor, denn er findet in ihm selbst statt.

Der Mars kommt aus dem 8. Haus des Finsternis-Horoskops und er ist hier in die Verbannung des 12. Hauses geschickt worden, weil JETZT keine Zeit für die Durchsetzung egoistischer und persönlich gefärbter Bedürfnisse ist. Der persönliche Überlebenswille darf sich nur mit seinen inneren Angst machenden Bildern auseinandersetzen. JUPITER, sein großer Lehrmeister, ist ganz in seiner Nähe, und auch der große Lehrmeister SATURN wird ihm über das Quadrat (rot) die für seine Golgatha-Erfahrung nötigen tiefen Einsichten vermitteln und seiner KREUZIGUNG und Wandlung beistehen… Der Feind wird ihm dann in der Todesstunde sein wahres Wesen offenbaren… und der Mars wird erkennen müssen, dass der WILLE DES (Gottes-)SOHNS (Mars) mit dem WILLEN DES VATERS (siehe Sonne) identisch ist: Nicht mein Wille, sondern dein Wille geschehe (Mars-Quadrat Saturn). Dann wird das Mars-Symbol von 2° Jungfrau Wirklichkeit: Das ROTE KREUZ  des inneren Konflikts zwischen Geist und Materie verwandelt sich in das große WEISSE KREUZ, das die ganze Landschaft überragt. Die Wörter mein und dein sind inzwischen aus seinem Bewusstsein gelöscht worden… Der Ritter Parzival hat ihn gesucht und gefunden… den Gral.

Fortsetzung im nächsten Blog.
Körper und Geist brauchen eine Pause.
Doch die angekündigte Geschichte von Himmel und Hölle füge ich noch hinzu.
Literatur:
Bruno, Louise und Michael Huber: Aspektbild-Astrologie. API-Verlag.

Dane Rhudhyar: Astrologischer Tierkreis und Bewusstsein, Hugendubel Verlag, München 1984



 Diese Geschichte existiert in unterschiedlichen spirituellen Traditionen und Varanten als eine Geschichte von Himmel und Hölle.

„Ein Mann aus der Menschenwelt bat einmal einen Engel (Deva) darum, Himmel und Hölle, also die höheren und niederen Bereiche von Lebewesen, sehen zu dürfen. Der Engel war einverstanden und begleitete den Mann. Er führte ihn zuerst in einen großen Raum, in dessen Mitte eine reich gedeckte Tafel mit den köstlichsten Speisen stand. Rundum saßen Wesen mit langen Löffeln und versuchten zu essen. Aber sie sahen trotz der wunderbaren Gerichte blass, mager und elend aus. Es herrschte eine eisige Stille. Denn die Stiele ihrer Löffel waren so lang, dass sie das herrliche Essen nicht in den Mund bringen konnten. Als die beiden Besucher wieder draußen waren, fragte der Mann den Engel, welch ein seltsamer Ort das gewesen sei. Es war die christliche Hölle, die Welt der Hungergeister, der Begierde und des Geizes.
Daraufhin führte der Engel den Mann in einen zweiten Raum, der genauso aussah wie der erste. In der Mitte stand wieder die reich gedeckte Tafel mit köstlichem Essen. Die Wesen dort hatten auch alle lange Löffel in der Hand. Aber sie waren gut genährt, gesund und glücklich. Sie unterhielten sich angeregt. Sie versuchten nicht, sich selbst zu füttern, sondern benutzten die langen Löffel, um sich gegenseitig das Essen in den Mund zu schieben. Dieser Raum war der christliche Himmel, eine Brahma-Welt voller Mitgefühl, Nächstenliebe und Güte.

Eure Sundra

Sonntag, 20. September 2015

Sundras "Reise nach innen"


Heute möchte ich an dieser Stelle eine Verbindung zur Künstlerin Sundra herstellen und einen Einblick in ihr kreatives Schaffen geben.

Auf Sundras Webseite Kulturserver-NRW habe ich eine kleine "Reise nach innen" zusammengestellt.

Bilder und Zeichnungen finden sich auch in der Galerie der Webseite "Lebensspuren" .

Im Artikel "Experiment Malen" stellt sie drei Bilder vor und erzählt, wie das Malen begonnen hat.

Ich wünsche euch eine faszinierende Reise in Sundras innere Bilderwelt.




   eure Sundra


Donnerstag, 17. September 2015

Jupiter-Neptun-Opposition am 17. September




Jupiter, der größte Planet unseres Sonnensystems, befindet sich seit August im Erdzeichen Jungfrau. Durch die Sinnesfunktionen von Jupiter können wir die Welt wahrnehmen und bewerten. Als Herrscher des feurigen Schütze-Zeichens steht Jupiter in unserem Horoskop für die Suche nach dem Sinn des Lebens, für Mitmenschlichkeit und das Erkennen von ganzheitlichen Zusammenhängen.

Steht er in der Jungfrau, schenkt uns Jupiter einen Sinn für Gerechtigkeit und das rechte Maß. Er sorgt dafür, dass wir uns nicht in den Details verzetteln und in der Vereinzelung stecken bleiben, sondern immer das Wohl des Ganzen im Auge haben. Jupiter strebt im Zeichen Jungfrau die Heilung, Synthese und Integration an. Als alter Herrscher des Fische-Zeichens bringt er eine allumfassende Güte, Gnade und Barmherzigkeit mit. Er ist der „Gute Hirte“, der seine Herde (die Menschheit) beschützt und zum frischen Wasser führt, der sich um jedes verlorene Schaf, um Minderheiten, Kranke und Ausgestoßene kümmert und sie dem Ganzen wieder zufügt. Als „Gerechter“ und „König“ ist er das zentrierende Prinzip in unserer Mitte, unserem inneren Reich.
Die richtige Sichtweise, das rechte Urteilsvermögen und Maß werden allerdings empfindlich gestört und irritiert, wenn sich Jupiter in der Gegenüberstellung zu Neptun befindet. Das ist zwischen August und Oktober 2015 der Fall. Der geistige Planet Neptun befindet sich seit vier Jahren in seinem eigenen Zeichen Fische (2011-2026). Sein Ziel ist das Auflösen der Isolation und des Getrenntseins – sei es als Gefühl, als Vorstellung oder Idee. Wir werden in dieser Zeit erfahren, was es heißt, wenn Landesgrenzen, persönliche Grenzen und Grenzen im Bewusstsein der Menschheit als Ganzes aufgelöst und überschritten werden. Der Fokus liegt auf der Allverbundenheit. Es geht nicht um das, was uns trennt, sondern um das, was alle Menschen und alle Lebewesen auf diesem Planeten verbindet.

Wir werden aber auch erfahren, welchem Irrglauben wir selbst verfallen sind, wo wir zu idealistisch oder nihilistisch eingestimmt sind und nun desillusioniert werden. Lügen, Betrug und Täuschungen sind ebenso an der Tagesordnung wie Versprechungen und „göttliche“ Eingebungen. Wie wir diese Zeit erfahren, hängt also nur von unserem Standpunkt ab.

Wer die Wachstumsenergie von Jupiter in der Jungfrau missversteht und missbraucht, indem er mit den Kräften von Mutter Erde Raubbau treibt, indem er andere Menschen oder Länder ausbeutet und nur in die eigene Tasche wirtschaftet, dem wird Neptun in den Fischen alles nehmen, was er für sein Eigen hält. Es geht darum, mit unseren körperlichen, seelischen und geistigen Energien so verantwortlich umzugehen, dass sie dem Ganzen zugute kommen – dem Team, der Gruppe, dem Volk und letztendlich der ganzen Menschheit und dem Planeten.

Bilderflut und Menschenflut –
     Wasser- und Flüchtlingsströme

Neptun herrscht über das Meer, während Jupiter über die Erde und den Himmel herrscht. In der Mythologie gibt es Ähnlichkeiten zwischen dem Himmelsgott Jupiter und dem Gott der Meere (Neptun). Beide können Blitze schleudern, Erdbeben verursachen und sorgen für reiche Vermehrung, indem sie die Zeugungskraft anregen. Man denke nur an die Fischschwärme und den Samenerguss.

Erde und Wasserenergie (Jungfrau und Fische) ergänzen, vermischen und befruchten sich. Rationale, nüchterne Gedanken- und Unterscheidungskraft (Jungfrau) kanalisiert den chaotischen Gefühlsstrom der Fische, und die Wasserströme (Fische) befruchten die harte, trockene Erde und Rationalität (Jungfrau). Allumfassende Liebe und grenzenloses Mitgefühl, die Wasserqualitäten des Zeichens Fische, sind für die vertrocknete Erde bzw. das analytische Denken der Jungfrau wie ein Jungbrunnen oder ein frischer, heilsamer Fluss.

Wir haben die Bilder täglich vor Augen, wie Wasser- und Gefühlsströme und nun auch Flüchtlingsströme den Planeten überziehen. Und auch die Bilder erscheinen nicht mehr vereinzelt, sondern gleich als Bilderflut in den Medien. Hinzu kommt der Gedanken-, Rede- und Meinungstrom aus dem Internt. Die Vereinzelung und das zweckorientierte Nützlichkeitsdenken, die im Zeichen Jungfrau am weitesten fortgeschritten sind, erfahren nun durch den Einfluss von Jupiter und Neptun den Impuls zur Synthese. Statt analytisch-wissenschaftlicher Beobachtung von Einzelheiten wird man nun tiefer und zugleich höher schauen müssen, um die ganzheitlichen Zusammenhänge erkennen zu können.


Unzufriedenheit mit dem Istzustand

Die Sonnenfinsternis in der Jungfrau und die Jupiter-Neptun-Opposition auf der Jungfrau-Fische- Achse sind ein Zeichen dafür, dass wir durch eine existenzielle Krise gehen, sowohl der Einzelne als auch die Menschheit, der einzelne Staat und die Staatenbündnisse, besonders Europa und Amerika. Dazu gehört auch die Krise der Sinnfindung (Saturn im Schützen). Wir mögen mit einer inneren Leere und Sinnlosigkeit konfrontiert werden, der wir zu entfliehen suchen  - z.B. durch Überbeschäftigung und Ablenkung, durch Bespaßung oder durch Wegschauen und Vogel-Strauß-Politik.

Es geht uns etwas an, wenn in China ein Sack Reis umfällt, wenn die Meere verseucht werden, Menschen Krieg führen mit unseren Waffen und unseren Geldern, wenn Länder und Menschen ausgebeutet werden, weil wir bequem im Luxus leben wollen. Wir, die wir glauben, den Wohlstand verdient zu  haben, weil wir so "fleißig und hart gearbeitet" haben, werden nun Opfer bringen und den Gürtel enger schnallen müssen. Jeder Einzelne ist für den Istzustand seines eigenen kleinen Lebens und des größeren Lebens auf diesem Planeten mitverantwortlich. Und jeder kann etwas ändern, z.B. seine Lebens- und Denkweise, oder sein Konsumverhalten mal genauer durchleuchten.

Die zwei Seiten gehören zu einer Münze

Die Jungfrau-Fische-Energie lehrt uns, dass alles seine Zeit hat, seinen Anfang und sein Ende – auch der Wohlstand. Sie lehrt uns, dass wir säen müssen, wenn wir ernten wollen und dass die vielen persönlichen Alltagsdinge, mit denen wir beschäftigt sind, niemandem nützen, wenn sie nicht in einer Beziehung zum größeren Ganzen stehen.

Wir sind in unseren Vorstellungen von Gut und Böse gefangen, möchten nur gut sein und alles Böse in uns beseitigen oder von uns wegschieben. Am bequemsten erscheint es, das Fremde, das Unbequeme und Böse anderen in die Schuhe zu schieben. Doch Frieden ist nur möglich, weil es auch Krieg gibt. Erfolg und Gewinn des einen sind nur möglich, weil ein anderer dafür verliert und versagt. Der Wohlstand auf der einen Seite der Welt basiert auf Armut und Mangel auf der anderen Seite.

Ganz egal, auf welcher Seite wir stehen und wofür wir Partei ergreifen – wir fordern damit die Opposition heraus. Sobald wir Partei ergreifen (für etwas und damit gleichzeitig gegen etwas sind), schließen wir die andere Hälfte der Wirklichkeit aus. Und dann kann es geschehen, dass diese Energien der ausgeschlossenen, ins Exil geschickten Minderheit zurückschlägt, um ihre Rechte kämpft oder sich auf andere Art wieder in unser Leben schleicht. So entsteht auf jeder Seite der Irrglaube, ohne die andere Seite viel besser leben zu können. 

Mit dieser alten, längst überfälligen dualistischen Betrachtungsweise spalten wir die Welt in Gut und Böse, spalten die Menschheit in Freunde und Feinde, schauen optimistisch oder pessimistisch drein. Jede Seite gibt vor, die gute zu sein und das Gute zu wollen. Wir sind heute an dem Punkt unserer Entwicklung angekommen, wo die Menschheit nur als Ganzes überleben kann. Und das Individuum hat nur als ganzheitliches Selbst eine Bedeutung. Kann der Süden nicht überleben, muss auch der Norden zugrunde gehen. Das Leid der Dritten Welt ist auch das Leid der Ersten und Zweiten Welt.

Im Staatenbündnis zeugen die Schulden eines Landes von der Schuld und dem Versäumnis der anderen Länder. Jeder, der mit dem Finger auf einen anderen zeigt, hat selbst Dreck am Stecken und will von sich ablenken. Auch wenn wir als Einzelner das Böse und Schlechte in uns verbergen und die Augen davor schließen, ist es doch da. Es ist ein Teil von uns, Teil unserer Realität.

Wenn wir Entscheidungen zu treffen haben, sollten wir unser Herz fragen und in unserer eigenen Mitte zentriert bleiben. Die Erfahrungen unter dem Einfluss von Jupiter und Neptun wollen uns innerlich reifen und wachsen lassen und uns die Weisheit des großen Zusammenhangs und der Allverbundenheit lehren.

Was können wir angesichts der Verwirrung, der Glaubens- und Sinnkrise tun?

Wir können untersuchen oder erkennen, wo wir stehen und welchen Teil der Realität oder des Ganzen wir aufgrund unserer Stellung wahrnehmen.
Wir können uns einstimmen auf die Menschen der andere Seite, auch ihre Stellung, Sichtweise und Nöte verstehen, Mitgefühl für sie empfinden, ihnen das geben, was ihnen fehlt und wovon wir genug haben.
Wir können uns öffnen für die andere Seite, unsere Grenze öffnen, das Verbindende sehen statt des Trennenden, das andere einladen, akzeptieren und integrieren und die Anforderungen der Realität nun gemeinsam meistern.
Dann können wir zurücktreten und das Ganze sehen, die ganze Welt, die Menschheit, den Planeten und seinen Zustand.
Und wir können unsere Sicht von außen nach innen wenden und dort unsere eigene verborgene oder verdrängte Hälfte der Wirklichkeit entdecken – vielleicht die seelische oder geistige Welt. Wir können die versprengten, zerteilten und teilweise auseinander strebenden Energien wieder zusammenfügen und auf diese Weise erste Schritte zu unserer Heilung (Integration) tun.

Wir können uns um Antworten bemühen auf die Fragen:

- Mit welchen irdischen Umständen sind wir unzufrieden?
- Welchen Sinn und welche Bedeutung geben wir unserem Leben? Woran glauben wir? Wer sollte unserer Meinung nach diese Situation (für uns) verändern?
- Worunter leiden wir? Woran sind wir erkrankt?
- Wie versuchen wir dieser leidvollen Realität zu entfliehen?
- Womit kompensieren wir unseren Frust, die innere Leere oder unser Schuldgefühl? Stürzen wir uns in die Arbeit oder ins Vergnügen, lenke wir uns ab mit Äußerlichkeiten oder sammeln wir Informationen und ordnen sie in Schubkästchen?
- Überlassen wir uns der großen Kicksuche durch Drogen, Rauschmittel und Abenteuer am laufenden Meter? Oder driften wir ab in eine Vorstellung vom Jenseits und vom Paradies, wo alle eins sind, alle gleich sind und es Friede-Freude-Eierkuchen zum Frühstück, zu Mittag und zum Abendessen gibt?  
- Und was bringt uns DAS alles in einer existenziellen Krise wie dieser?

Was lösen Worte wie »Grenzenlosigkeit… grenzenlose Entfaltung… Allverbundenheit … Mystik und Spiritualität… Verlust des Glaubens, der Heimat, des Besitzes… Haltlosigkeit… Heimatlosigkeit… Entwurzelung… Verlassenheit… Verfolgung… Flucht… Suche… Sucht und Sehnsucht« in uns aus?

Nur Werte wie Allverbundenheit in Freiheit, Barmherzigkeit, Mitgefühl und Nächstenliebe entscheiden über den Reifegrad und die evolutionären Entwicklungsschritte eines Menschen – weder sein Bankkonto noch sein Glaube noch seine gesellschaftliche Machtstellung. Auch Länder, Staatenbündnisse und Volksgruppen dürfen Farbe bekennen und zeigen, inwieweit sie dem Idealbild des Wassermanns und damit dem Bild des Neuen Menschen entsprechen. 

In Verbundenheit
Sundra 

Bildnachweis: Jungfrau- und Fische-Poster von Johfra
alle anderen Bilder: (C) Sundra Kanigowski

Sonntag, 13. September 2015

Neumond Jungfrau am 13.9.2015



     Neumond oder Schwarzmond – das ist die Hochzeit von Sonne & Mond am Himmel. Die dunkle Mondin ist nun wieder einmal zum Gefäß geworden, in das sich die geistigen Inhalte der Sonne ergießen – in aller Stille im Verborgenen. Neumond ist eine Zeit innerer Neuorientierung, eine Zeit, neue Kräfte in sich zu entdecken, sie auszuprobieren und auszubilden. Diese Energie ist vorerst unbewusst. Die Idee des neuen Samens liegt noch im Dunkeln, doch im Unsichtbaren wird der Boden für das Neue vorbereitet. 

     Die Zeit ist günstig, sich auf Herausforderungen und neue Beziehungen einzulassen, Projekte zu initiieren und neue Impulse zu setzen. Doch es sollte mit vermehrter Behutsamkeit und Achtsamkeit geschehen, denn die Neumond-Stellung ist aus mehreren Gründen unberechenbar und mag uns mit unerwarteten Turbulenzen überraschen.

  1. Der Jungfrau-Neumond im 12. Haus (für Europa)
Das Fische-Haus wird allgemein als „Ort des Rückzugs“, des „Exils“ oder als „Isolation“ erfahren, ein Ort und Moment der Stille… zugleich ein Zeit-Raum des Endes und des Neuanfangs, an dem alles möglich ist… wo alles miteinander verbunden ist… der Bereich des kollektiven Unbewussten… ein finsterer Ort in uns, ähnlich dem vorgeburtlichen Chaos im Mutterleib, wo das ungeborene Kind noch mit der Mutter verbunden ist… Und es ist ein Ort der „verborgenen Feinde“ in uns selbst, an den wir „die Bösen“, „die Anderen“, „die Schlechten“ und generell alles Fremde und Angstmachende abschieben.

     Bei Sonne und Mond im 12. Haus sind Geist und Seele, Kopf und Herz, im Unsichtbaren vereint, schwingen in Übereinstimung und halten Hochzeit…  Die Welt kann als ein Ganzes wahrgenommen oder zumindest geahnt werden – von einem Bewusstsein, das „Welt“ ist… Der Einzelne ist aufgehoben in einem größeren Ganzen… die Grenzen zwischen Ich und Du, mein und dein, sind aufgelöst, es gibt sie noch nicht oder nicht mehr… Darüber mag sich jeder Einzelne seine eigenen Gedanken machen, mag dieses oder jenes wollen und fühlen (Erleichterung und Freude, Sorge, Angst oder Hass…). 

     Ein Strom von kollektiven und gemischten Gefühlen (und Flüchtlingen) überflutet und überwältigt den Einzelnen, der Lebensstrom löst Mauern und Grenzen auf… der Einzelne ist hilflos… Einige versinken in den Tiefen des Ozeans und der Dunkelheit, andere werden vom Fluss des Lebens getragen und irgendwo an Land gespült…  Die einen fühlen sich und ihre Existenz bedroht – die anderen erhoffen sich einen Ort des Friedens und Überlebens… die einen fühlen sich wohl genährt, gut versorgt und leben im Überfluss – die anderen sind aus lebensfeindlichen Gebieten geflohen, haben eine qualvolle Odyssee hinter sich, Hab und Gut und Heimat hinter sich gelassen, brauchen Asyl, eine neue Existenzgrundlage.
          

 Das 12. Haus - ein Ort der Isolation, des Exils, des Verdrängten
     Seit August 2015 befindet sich auch der Planet Jupiter (der Gute Hirte) im „Exil“, nämlich im Erdzeichen Jungfrau, denn er ist ja der alte Herrscher des gegenüber liegenden Fische-Zeichens und gleichzeitig Regent des nach Entwicklung drängenden Schütze-Zeichens. Alle trennenden polaren Vorstellungen, die von Zwillinge-Schütze (Inland - Ausland, bekannt - fremd, meine Sicht-deine Sicht), von Widder-Waage (ich - du), von Stier-Skorpion (meine Werte - deine Werte), von Löwe-Wassermann (Individuum - Menschheit, Ich-Bewusstsein und Wir-Bewusstsein) und die von Krebs-Steinbock (privat – öffentlich, Anfang bzw. Ende des Lebens) sind im 12. Haus aufgehoben und führen zur Quintessenz und Großen Synthese der geeinten Jungfrau-Fische-Polarität (meine = deine = unsere Existenz). Aus spiritueller Erfahrung entspricht das 12. Haus der dreifachen wahren Natur des Menschen: Sat-Chit-Ananda, d.h. reinem Sein (sat), Bewusstsein (chit) und Glückseligkeit (ananda).

      Die „verborgenen Feinde“, von denen wir sozusagen „von hinten durch die Brust ins Knie“ angegriffen werden, sind nichts anderes als unbewusste Projektionen, die wir ins Exil geschickt haben, mit denen sich „die anderen“ rumschlagen sollen, für die andere verantwortlich sind. So glauben wir. Das ist eine Selbsttäuschung. Auch wenn Europa jetzt nicht auf dem „moonshadow“ der Sonnenfinsternis herumhüpfen kann, da der Schatten nur in Südafrika und Südindien etc. sichtbar ist, so reichen die Wurzeln für die Ängste der Menschen viel tiefer, sind archaischer und archetypischer Natur.

  1. Neumond auf 21° Jungfrau
     Im 12. Haus ist alles und nichts ist möglich. Alles ist mit allem verbunden. Das Kollektive macht dem Individuellen angst. Die Welt ist ein Ganzes. Menschen begegnen sich. Menschen sind füreinander da. Es geht nicht um das Trennende, um Arme und Reiche, um Inländer und Ausländer, um Schwarze oder Weiße, um unser Land und euer Land. Es geht um das Verbindende, um das, was alle eint.
Das globale Leid der Menschen und auch der Weltschmerz von Mutter Erde (Sonne/Mond Opposition Chiron in Fische) findet nun in Europa ein „öffentliches Aufbrucherlebnis“. 

     So nennt Wolfgang Döbereiner den Gruppenschicksalspunkt von Sonne-Uranus auf 22° Jungfrau/Fische. Es ist eine Konstellation zur Befreiung aus einer unechten und fremden Lebenssituation. Hungersnot, Kriege und Unterdrückung sind das Resultat menschlichen Handelns, das Resultat von Ausbeutung, Ehrgeiz und Gier nach ausschließlich materiellem Reichtum und Wohlstand. Menschen, Staaten und Gruppen, die sich durch Ausbeutung schwächerer Menschen, Staaten und Minderheiten bereichert haben oder entwickeln konnten, haben nun die Gelegenheit, ihr Bewusstsein auszuweiten, ihre Verantwortung zu erkennen, „global zu denken und lokal zu handeln“.

Das so genannte Wirtschaftswachstum in Europa und der westlichen Industriestaaten beruht eindeutig auf dem Diebstahl fremder Identitäten, Lebensformen, Werte und Bedeutungen, um ja selbst keinen Mangel erfahren und die eigenen Grenzen bzw. das eigene Schicksal (Saturn) akzeptieren zu müssen. Jetzt MUSS der Gürtel enger geschnallt werden. Wir dürfen abgeben und teilen!

    Ein anderer für das Flüchtingsthema hoch aktueller Gruppenschicksalspunkt der Münchner Rhythmenlehre ist Mars-Uranus auf 17,5 ° = 18° Widder mit seinem Spiegelpunkt auf 13° Fische. URANUS hat im Jahr 2015 zweimal diesen Punkt aktiviert: im April/Mai und im Oktober/November und wird ihn letztmalig im Februar 2016 aktivieren. Und CHIRON hat den Spiegelpunkt 12,5° = 13° Fische bereits im April/Mai 2013 und im Februar 2014 passiert.

           
3. MC 14° Krebs für das Neumond-Horoskop in Europa

     Gemästet und satt gegessen an den geraubten Lebensmitteln der Entwicklungsländer sitzt Europa mit seinen Gästen „in einem prächtigen Speisesaal“, ruht sich nach einem „üppigen Bankett“ aus. So erzählt es der Tierkreisgrad mit dem Sabischen Symbol von 15° Krebs. Ein Bild für das wirtschaftlich gesättigte bis übersättigte Europa, das nur für sein materielles Wachstum gesorgt hat und dabei die menschlichen Herzensqualitäten, wie die Nächstenliebe und das Teilen völlig ignoriert hat.

     Jupiter, der für Mehrung, Wachstums- und Entwicklungsprozesse steht, ist im Krebs (15°) erhöht, drängt nach Fülle und Fruchtbarkeit: Seid fruchtbar und mehret euch! Er steht allerdings im Neumond-Horoskop im „Exil“ (Jungfrau) und sorgt dort als „Gerechter“ (Zadik) für karmische Gerechtigkeit, führt die Heimatlosen, Entrechteten und Ausgestoßenen nun zum frischen Wasser … zwar nicht ins „Paradies“, doch in ein Land, wo Milch und Honig fließen, wo es Menschen gibt, die „willkommen!“ rufen und ihre Herzen öffnen… wo es Menschen gibt, die bereit sind, den Gürtel enger zu schnallen und den Migrantenstrom als Heilmittel für ihre Ignoranz, Übersättigung und Bedeutungslosigkeit begrüßen – wenn auch noch unbewusst oder unfreiwillig.  

     Der trennende Verstand kommt an seine Grenzen…Nun darf das Herz sprechen. Nur das Herz ist groß genug, um alles, was ist (oder nicht ist) in Liebe zu erfassen. Europa hat nun die Chance, etwas gut zu machen und darf den riesigen Flüchtlingsstrom, der sich bei ihm im Exil befindet, nun an seine Tafel lassen, ihm für die geraubten Entwicklungsmöglichkeiten neue anbieten.

4. Denebola in Konjunktion mit Neumond /Sonnenfinsternis

     Eine weitere Besonderheit ergibt sich durch die Konjunktion von Sonne/Mond mit dem Fixstern Denebola (Beta Leonis im Sternbild Löwe), der sich im Neumond-Horoskop auf 21°50’ in der Jungfrau befindet. Er kennzeichnet den „Schwanz des Löwen“. Aufgrund seiner uranischen Natur wird er mit plötzlichen, unberechenbaren Energien gleich einer Sprengkraft in Verbindung gebracht. Wer sich selbst erhöht hat und zu Ruhm aufgestiegen ist, kann ebenso plötzlich wieder zu Fall kommen. und erniedrigt werden.

     Denebola wird auch mit ungewöhnlichen Vorgehensweisen assoziiert, mit einem Verhalten, das außerhalb der Norm liegt, das alles Bekannte sprengt und etwas noch nicht Dagewesenes ins Leben bringt. Außergewöhnliche Zustände verlangen außergewöhnliche Lösungen. Uranusenergie ist angesagt. Das Sabische Symbol für den Uranus-Grad lautet „Ein junges Mädchen füttert im Winter Vögel“ und zeigt, dass die winterliche Krise – die Gefühlskälte – durch Mitgefühl überwunden werden kann. Während im Winter die Zugvögel nach Süden fliegen, erreichen Europa nun andere Zugvögel, die Hilfe brauchen. Sie konnten sich dem drohenden Tod und dem Verlust ihres Heims nur durch Flucht entziehen und sind auf die Partnerschaft und Teilhaberschaft anderer Geschöpfe angewiesen.

     Die Schwärme von Zugvögeln sind ein treffender Vergleich für den Strom der Flüchtlinge auf der geistigen Ebene (Vögel). Das heißt übersetzt für Europa: Durch das Willkommenheißen der Migranten und durch den Aufbau einer Partnerschaft mit ihnen wird Europa gleichzeitig den schöpferischen Geist willkommen heißen, ihn erhalten und nähren – durch alle weiteren Krisen hindurch. Wenn Europa sein Schicksal und seine Bestimmung annimmt, wird es gegen alle Anfeindungen und Bedrohungen geschützt sein, da es mit der geistigen Kraft auch seinen Ursprung annimmt und eine unangreifbare Identität erhält.

5. Neumond plus Sonnenfinsternis

     Gleichzeitig mit dem Jungfrau-Neumond findet auch eine partielle Sonnenfinsternis statt (in Europa nicht sichtbar) mit der Opposition zu Chiron in den Fischen, dazu eine Opposition von Jupiter in der Jungfrau zu Neptun in den Fischen, und last but not least wird Merkur wird mal wieder rückläufig (17.9.-9.10.15) und gibt allen Zeit und Raum, die aktuellen Gedanken, Herausforderungen und Entscheidungen zu prüfen, zu besprechen und zu überarbeiten.

     Mit der Sonnenfinsternis verdunkelt sich das Licht. Aus irdischer Sicht schiebt sich der Mond vor die Sonne – Gefühle und emotionale Bedürfnisse überschatten das Bewusstsein (Sonne). Jede Finsternis ist ein globales Ereignis und betrifft die eine Weltseele, die Gemüter aller Menschen, die ganze Menschheit. Es geht um das Bewusstsein der Menschheit als ein ganzes energetisches Kraftzentrum. Jeder Einzelne ringt hier & jetzt um Bewusstsein, um Kontrolle, um Licht und Klarheit.
Umso mehr werden die reifen, also geeinten Jungfrau- und Fischequalitäten benötigt, das Unterscheidungsvermögen ebenso wie Verständnis und Mitgefühl. Die Opposition zu Chiron

Die Jungfrau-Fische-Energie

     Die Skala jungfräulicher Entsprechungen in der menschlichen Persönlichkeit reicht von ängstlicher Vorsorge um die eigene Existenz und einem Nützlichkeitsdenken für die persönliche Befriedigung (Niveau des unbewussten Massenbewusstseins) über die Fähigkeit zur Selbstanalyse und kritischen Innenschau (innere Reife und Bewusstsein) bis zur bewussten Wahrnehmung der einen Seele, dem verschmolzenen Bewusstsein von Jungfrau-Fische, das zwischen eigenem Erleben und dem der anderen keinen Unterschied macht (allumfassende Weisheit auf der Grundlage von Liebe).

     Auf dieser höchsten Ebene erkennt der Jungfrau-Mensch die innere Verbundenheit mit allen Wesen und widmet sein Leben ausschließlich dem Dienst an der Menschheit und Welt. Mit diesem Bewusstsein, das auch bereit ist für das "Einsammeln der Ernte" (karmischer Ausgleich) hat er auch das Potenzial des gegenüber liegenden Fische-Zeichens integriert.


       Die Kraft und Freude des Neuanfangs – aber adagio

Das Neumond-Horoskop zeigt Sonne und Mond im 12. Haus und einen Waage-Aszendent. VENUS als Regentin dieser 14-tägigen Neumond-Periode beherrscht auch den Zeitraum der Sonnenfinsternis-Auswirkung von ca. 6 Monaten. Die Venus steht im Zeichen Löwe im 10. Haus der Bestimmung und öffentlichen Berufung. Nun wird es sich zeigen, ob wir die vorbereitende Venus-Löwe-Lektion ihrer rückläufigen Phase in unseren Charakter und unser Bewusstsein integriert haben.

     In der Neumond-Venus-Stellung in der Mitte des Löwezeichens (16°) beginnt ein neuer Zyklus. Die Zeichen stehen auf „Befreiung“. All denen, die den schweren Sturm einer persönlichen Krise überwunden haben, die sich ihre Freiheit wieder erkämpft oder erhungert haben, winken ein neues Leben und eine neue Liebe. Trotz vieler Verletzungen und Enttäuschungen auf der emotionalen Ebene ist das Bewusstsein wieder klar und der Geist erfrischt. Wir kennen unsere Stärken und Schwächen - zumindest sollten wir sie kennen.

     Bei aller Freude und Kraft des Neubeginns sollten wir allerdings nicht gleich blind vorwärts stürmen, denn die Sonnenfinsternis mahnt zur Vorsicht. Zu viele Energien sind noch unbewusst und wollen erst noch von uns erkannt, bewusst erfasst und integriert sein (vor allem die „verborgenen Feinde“). Jede Art von emotionaler Einengung und Verstrickung will erkannt und gelöst sein. Ebenso verhält es sich mit der Neumond-Energie. Sie kann zuerst auf der inneren Ebene, in der Innenwelt, erfahren werden (12. Haus). Wir gehen nach innen, meditieren, er-innern uns an das Wesentliche, an das wir wirklich wollen und schließen bewusst mit dem Alten ab. Über Träume, Ahnungen und Visionen erhalten wir Hinweise über den neuen Weg und die einzuschlagende Richtung.

       Ambivalenz von Nähe oder Distanz

     Der Zustand von Selbstsicherheit und Selbstbewusstheit ist noch schwankend und erfordert ein sorgfältiges Auspendeln unserer Bedürfnisse. Die Verbindung von Venus mit Uranus zeigt einen Konflikt zwischen dem Bedürfnis nach Partnerschaft und dem Wunsch nach mehr Autonomie. Jeder möge sich fragen und prüfen, was ihm lebenswerter erscheint, das Bedürfnis nach Nähe und Zusammensein (Venus) oder der Drang nach Freiheit (Uranus). Wer diesen Konflikt in sich kennt, wird auch erkennen, dass er den nicht gelebten Part auf den Partner projiziert. Dieser nimmt ihm entweder die Luft zum Atmen oder er ist nicht da, wenn man ihn braucht.

     Für ein ausgewogenes Verhältnis von Freiheit und Nähe ist es notwendig, dass wir uns selbst von einschränkenden Gedanken und Ängsten (Angst vor Verlassensein, vor Bindung, vor Unsicherheit) befreien. Dann können wir uns da, wo es uns wichtig ist, auf Nähe einlassen oder uns distanzieren und abgrenzen. Wir haben es in der Hand, diese Bedürfnisse zu erkennen und zu steuern – ebenso, sie mit den jeweiligen Bedürfnissen des anderen in Einklang zu bringen. Wenn wir innerlich frei, d.h. ohne Vorurteile und Ängste sind, können wir auch für andere Menschen offen sein und ihnen mit mehr Verständnis begegnen.

     MERKUR, die alles verbindende Kraft der Kommunikation, steht am Aszendenten in einer sehr herausfordernden, spannungsgeladenen Verbindung zu Uranus und Pluto. Hier müssen zwingend und dringend große Veränderungen vorgenommen werden. Alle Ungleichgewichte müssen ausgeglichen werden – zwischen ich und dem anderen, zwischen arm und reich, Ost und West, vertraut und fremd. Die Standpunkte von Fremden wollen ebenso verstanden sein wie des Partners und der Kinder! Das beginnt im Denken. Das Projizierte darf integriert werden!

     Uranus wird für unvorhergesehne Wendungen sorgen, wird uns radikal aus zu engen oder nicht stimmigen Bindungen herausreißen, und uns damit mehr Freiraum für die individuelle Entwicklung und Eigenständigkeit schenken. Wir erhalten eine neue Gelegenheit zu völlig neuen und andersartigen Beziehungen, zu mehr Freiraum, zu einem Orts- oder Jobwechsel, zu einer neuen Aus- oder Fortbildung.

Lesen Sie mehr zur gegenwärtigen Aufgabe in meinem Text „Saturn im Schütze“
und der noch folgenden aktuellen Jupiter-Neptun-Schwingung.

Ich wünsche Ihnen Licht auf Ihrem Weg
Sundra

alle Bildquellen: (C) Sundra Kanigowski
Horoskopformular von www.astro.com

Freitag, 11. September 2015

Warum ich kein Mitglied im DAV bin

DAV = Deutschen Astrologen-Verband e.V.


    Ich zitiere Herbert Weiler:  »Wer der Astrologie aufrichtig und unbefangen nachgeht, weiß, dass sie mit Verbänden und formalen Zusammenschlüssen unvereinbar ist. Ein von Gemeinplätzen unabhängiges Denken, wie es die Astrologie erfordert, ist in Verbänden und Kollektiven ausgeschlossen. Ein Astrologenverband ist daher ein Widerspruch in sich.«
  
   Auch ich habe meinen Part bei Wolfgang Döbereiner gelernt und verstanden, warum ich niemals das Bedürfnis nach einem schriftlichen Diplom, einer Bewertung oder einem Berufsschild an der Tür verspürt habe.

   Nachdem ich bei Hans-Hinrich Taeger die astro-energetischen Grundlagen unter spirituellem Gesichtspunkt erlernt hatte, entdeckte ich vier Jahre später die Münchner Rhythmenlehre, den Weg der Aphrodite
und die genialen Gedanken des Münchner Astrologen Wolfgang Döbereiner. Für mich war er der Beste - der »Guru« unter den lebenden Astrologen - ein klarer Denker, der mir ähnlich wie Krishnamurti half, meine Einsamkeit zu begrüßen und gedanklich ohne Bindung, Anhaftung und Identifiation zu bleiben. Gedankenfreiheit ist mir immer wichtiger gewesen als das Ergebnis ihrer Anwendung.
   Ein Astrologe, der einem Verband angehört und von diesem beurteilt und bewertet wird, kann nicht schöpferisch sein und unabhängig denken. Er wird sich den Zwecken des Verbands unterordnen, sich an Regeln und Formen halten müssen. Das ist nichts für Menschen wie mich, die eine Abneigung gegen alle Arten von Bindungen haben, die sich für den Input des Schöpferischen lieber eine innere Leere und ein reines Herz erhalten.
 
   Außerdem sträubt sich meine eingebaute Unabhängigkeits-Konstellation (Mond-Mars-Mondknoten) dagegen, mich von irgendwelchen Wertsystemen abhängig zu machen oder gar mit einem Anflug von Selbstwertgefühl durch Bestätigung meines Wertes als Astrologin und Mensch zu kokettieren.

   Nur aufgrund der Tatsache, dass ich als Astrologin / Beraterin nicht zugehörig, Nicht-Mitglied und damit auch eine Nicht-Anerkannte in diesem System bin, aufgrund der Nichtigkeit auch durch die Maschen des staatlich anerkannten Bewertungsnetzes falle, bin ich frei für den Einfluß des Schöpferischen. Aufgrund einer geistigen und emotionalen Unabhängigkeit ziehe ich ähnlich veranlagte Menschen an, die ebenso vom System oder einem sozialen Verband (Verein, Kirche, Familie etc.) vertrieben oder ausgeschlossen sind und darunter leiden. Sobald sie allerdings die Mechanismen der Verdrängung in allen Verbänden durchschaut haben und den Preis kennen, den sie für ihre Mitgliedschaft und die Anerkennung durch das System zahlen müssen, können sie von ihrem Wunsch nach Zugehörigkeit und Bestätigung erlöst werden und einfach so sein, wie sie sind. Sie können auf ihr  Bauchgefühl hören und ihrer Intuition vertrauen, müssen nicht erst jemanden um Erlaubnis fragen.


Sundra