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Montag, 16. November 2015

Der Neumond vom 11.11.2015 für Paris/F – eine Untersuchung

Auch:

Gedanken zum "Schleier der ISIS" nach den Terror-Attentaten von Paris am 13.11.2015

 Astrologisch wird das fixe Feuerzeichen Löwe den Ländern Frankreich und Ägypten zugeordnet, auch der Hauptstadt Paris. Paris ist nicht nur die Stadt der Liebe, Romantik und Eleganz, in der Blütezeit des Mittelalters war sie auch die Stadt der Alchemie.

In der astrologischen und alchemistischen Symbolik ist der Löwe ein Bild des Schwefels, der ichzentrierten, bewussten Lebenskraft und seelischen Wandlungssubstanz (Seelenstoff).  Diese innere Stärke liegt dem Neumond-Horoskop für Paris als IC zugrunde: ein mutiges selbstbewusstes Potenzial, große Liebeskraft und die Fähigkeit, die verschiedenen Extreme seiner Triebnatur (Leidenschaft, Macht- und Herrschertrieb) zu zähmen und zu wandeln.
Während alle Planetenstellungen und auch das Aspektbild mit dem Neumond-Horoskop für Berlin und andere Hauptstädte gleich bleiben, verändern sich mit jedem anderen Ort der Erde die vier Eckpunkte von Aszendent-Deszendent, Imum Coeli und Medium Coeli.

Ich suche wieder den Einstieg über die Sabischen Symbole und beginne mit der Anlage, dem AS.

AS 20° Zwillinge (mit Quinkunx zum SO/MO-Neumond 20° Skorpion): 
"Eine moderne Cafeteria bietet eine Fülle von Speisen, Produkte verschiedenster Regionen, an."

Am Ende jeder Fünfersequenz (der Tierkreisgrade) wird eine mögliche Synthese oder die Vorbereitung für eine neue Ebene gezeigt. In diesem Symbol geht es um den nährenden Aspekt der „Großen Mutter“, um die Aufnahme einer Fülle an physischer, seelischer und intellektueller Nahrung.
Der Mensch der Moderne steht am Ende eines Kulturzyklus und einer Zivilisationsepoche. Lebensmittel, Mittel zum Lebensunterhalt und zur Unterhaltung des Menschen erscheinen  heute im Bild der Cafeteria und eines abwechslungsreichen Angebots in der Unterhaltungsindustrie. Wir sind heute in der Lage, Produkte der ganzen Welt einzukaufen, zu sammeln und zu uns zu nehmen. Der Handel mit allen Ländern der Welt ist möglich. Das zur Verfügung stehende Sortiment an Unterhaltung, Lebensmitteln, Wissen, Informationen und Produkten für Körper, Seele und Geist ist groß. Die Fülle an Abfall in den weiter wachsenden Großstädten ist ebenso groß.

Mögliche Fragen: Wächst und reift der Mensch an der Vielfalt von Produkten, die er in sich aufnimmt, an dem Wissen und den Erfahrungen, die er täglich konsumiert? Wandelt er sich? Kann er ein anderer werden? Ist er in tausenden Jahren jemals ein anderer geworden, als er war? Nach der Entsprechung wie oben so unten, wie innen so außen ist der Mensch das, was er isst.

Kann der Mensch in diesem Stadium der Äußerlichkeit (im Zeichen Zwillinge) schon unterscheiden, was ihm bekommt und was nicht… was er wirklich zum Leben braucht? Er mag verwirrt sein wegen der Fülle, er kann übersättigt sein und Probleme bei der Integration oder Verdauung haben.

Kann der Mensch im Hinblick auf die anstehende notwendige Integration diese FÜLLE, eine beinahe beängstigende Vielfalt an menschlichen Eigenschaften, Funktionen und Lebenserfahrungen überhaupt AUFNEHMEN geschweige denn ordnen, analysieren, bewältigen? Denken wir an den Schmelztiegel Paris...

Die Frage ist auch, inwieweit er mit seinem Konsum- und Nahrungsverhalten zu einem Ungleichwicht in der sozialen Struktur der Welt beiträgt, die Kluft zwischen arm und reich vergrößert, die planetaren Ressourcen plündert? Ist er bereit und in der Lage, den Reichtum gerecht zu teilen und eine natürliche Versorgung aller Menschen auf diesem Planeten zu garantieren?

Das vielfältige Angebot in der Großstadt zur Versorgung vieler Menschen mit mehr oder weniger nahrhaftem Stoff führt zur Notwendigkeit einer aktiven Vorsorge für die Zukunft – im Symbol des Deszendenten.

DS 20° Schütze = "In einem altertümlichen Dorf des Nordens schlagen Männer Eis aus einem gefrorenen Weiher, um es im Sommer zu gebrauchen."

Den Tätigkeiten des modernen Menschen mit seiner Fähigkeit des Handelns, Aufteilens und Verteilens von Lebensmitteln aller Art wird ein altertümliches Dorf gegenüber gestellt: Die Männer des Dorfes tun sich zu harter Arbeit zusammen und treffen VORSORGE für die Zukunft. Es ist Winter, der Dorfweiher ist zugefroren. Der Handel mit den Nachbarn ist erstorben. Das Dorf ist isoliert und auf sich allein gestellt. Der Norden und der Winter stehen für die spirituelle Welt, die äußerlich mit Dunkelheit, Leere und eingefrorenen Beziehungen assoziiert wird. Der Umgang mit natürlichen Ressourcen ist hier gefragt. So wie der Mensch es versteht, sich auf einen jahreszeitlichen Wechsel von Wärme und Kälte in der Natur einzustellen und aus allen Hindernissen etwas Nützliches „herauszuschlagen“, wird er auch in der Lage sein, mit größeren Wandlungszyklen umzugehen.

Das Ernährungs- und Wohnproblem der vielen eingewanderten Flüchtlinge im eigenen Land sowie aller Migranten in Europa kann beispielsweise zu so einer großen und schwierigen Aufgabe werden, für die manche Bequemlichkeit und Gewohnheit geopfert und manche Härte ertragen werden muss. Jeder muss entsprechend seiner Fähigkeiten den ihm gemäßen Platz finden und seine individuelle Fähigkeit zum Wohl der Allgemeinheit einbringen. Dieses Symbol betont die Notwendigkeit einer aktiven Zukunftsplanung und weisen Voraussicht.

Auch das französische Volk muss Zugeständnisse machen (wie beim Neumond-Horoskop für Deutschland), das Wohl der Allgemeinheit kommt vor dem des Individuums und der persönlichen Freiheit. Wenn alle sich zusammentun, wie die Männer im Beispielsymbol, können sowohl die Einzelnen der Gruppe als auch die Gruppe selbst ihre besonderen Fähigkeiten unter Beweis stellen. Manche Lösungen können nur im Team bewerkstelligt werden – wie das Sprengen von alten Grenzen oder das Herausschlagen von harten Eisbrocken, um an das fließende Lebenswasser im gefrorenen Dorfbrunnen zu kommen.

Welches grundlegende Handeln ist notwendig, um optimale Lösungen in Bezug auf die Versorgung und den Unterhalt aller Menschen in der Zukunft zu sichern?  Auf welche tragende Kraft kann sich Frankreich in dieser Zeit berufen?

IC 18° Löwe = "Ein Chemiker führt vor seinen Studenten ein Experiment durch." 

Der Alchemistengrad (18° Löwe) am Punkt der seelischen Wurzeln (Löwe-IC) kann bedeuten, dass sich die Menschen in Frankreich ihres königlichen Erbes und ihrer alchemistischen Fähigkeiten bewusst werden sollten. Alchemie ist eine Methode zur Transformation des Menschen und meint symbolisch die „Verwandlung von Blei in Gold“, was einer Läuterung gleichkommt. Der Mensch hat die Fähigkeit, seine irdische, sterbliche und biologische Natur zu kontrollieren und sie in geistige Energie umzuwandeln. Denn der Mensch ist ein Sprössling des göttlichen Geistes. Seine wahre Natur ist reiner Geist.
Die aktuelle Situation für das französische Volk gleicht einer Schulungssituation, einem Experiment. Wir mögen das Land und vor allem auch die Stadt Paris als einen großen Schmelztiegel von Menschen unterschiedlicher Herkunft, Prägung und Kultur sehen. Was geschieht nun, wenn die Gemüter sich an einem konträren Thema (dem Thema mein und dein) entzünden und erhitzen, wenn sie gegeneinander kämpfen statt füreinander wirken? Was sehen und erleben wir, wenn der Schleier der Unwissenheit fortgezogen wird - wie es das Neumond-Symbol verheißt?

Nun, wir haben es inzwischen miterlebt und mitgefühlt – zwei Tage nach diesem Neumond… Es ist keine neue Erfahrung, sondern eine uralte... die so alt ist wie der Mensch. Jeder Mensch ist unter gewissen Bedingungen zu so einer Tat fähig. Es gibt keinen Menschen, der nicht für diesen furchtbaren Akt der Grausamkeit mitverantwortlich ist.

 URANUS - der Große Alchemist

Der große Chemiker und Alchemist des neuen Zeitalters erscheint als Planet URANUS mit geballter zerstörischer Kraft als geistiger Herrscher des Feuerzeichens WIDDER. Uranus sprengt jede Art von UNTERDRÜCKUNG, GEWALT, MANIPULATION und MISSBRAUCH der schöpferischen Kräfte. Alles, was jemals von Menschen und der Menschheit unterdrückt worden ist, wird durch Uranus wieder hervorgeholt und schlägt mit ebensolcher unbarmherzigen Kraft nach dem Prinzip des Bumerangs wieder zurück auf den Urheber.

Uranus ist gegen religiöse Unterdrückung, gegen imperialistische Unterdrückung durch Regierungen, gegen Unterdrückung der Sexualität, Unterdrückung der Schwachen durch die Starken, Unterdrückung des Körpers und seiner Bedürfnisse, die Unterdrückung von Krankheiten durch chemische Drogen und gegen die Unterdrückung von Wissen. Da gibt es noch viel zu läutern und zu wandeln.

Die Bestimmung – das 10. Haus
„Die geheimen Beweggründe eines Menschen werden öffentlich enthüllt."

Für Paris/F gilt ebenso wie für Berlin/D ein Wassermann-MC mit Fische-Neptun im 10. Haus und dem Herrscher Uranus im Widder, hier im 11. Haus geistiger Erneuerung. Hier bringt Uranus alle dunklen Machenschaften ans Licht.

Das Sabische Symbol für MC 18° Wassermann lautet: „Die geheimen Beweggründe eines Menschen werden öffentlich enthüllt." An anderer Stelle wird das Symbol so formuliert:
„Ein Mann nimmt seine Maske ab.“ Der höchste Punkt im Horoskop (MC) enthüllt das Werk oder Amt eines Menschen oder eines Landes, zeigt das Ziel und Schicksal an, das ihm bestimmt ist, die überpersönlichen, regierenden Kräfte, die seinem Dasein einen Sinn geben.

Die Enthüllung kann sich auf bisher Geheimgehaltenes beziehen, auf Geheimnisse der Regierung, des Präsidenten, auf die Publikation eines Verhaltens in der Vergangenheit, für das "man" sich schämt, für das man sich schuldig fühlt. In der heutigen Zeit der Telekommunikation und sozialen Netzwerke wird es immer schwieriger für das Individuum, seine private Vergangenheit oder seine tieferen Beweggründe geheim zu halten. Der Kampf zwischen der Macht der Gesellschaft und den Rechten des Individuums führt schließlich zu einer Niederlage des Individuums. Die tiefsten Geheimnisse des Menschen werden erforscht, analysiert und veröffentlicht, seine Psyche, sein Unbewusstes, seine Gedanken, sein Kauf- und Konsumverhalten, etc.

Hier besteht eine innere Verbindung zum Dunkelmond-Symbol SONNE und MOND auf 20° Skorpion: „Eine Frau zieht zwei dunkle Vorhänge am Zugang zu einem geheiligten Pfad auf.“ In den Mysterien heißt es: Wer unvorbereitet (als Sterblicher) den Schleier der Illusion hebt, ist des Todes. Denn was dort zuerst geschaut wird, ist das Antlitz des Todes, der schreckliche, dunkle Aspekt der mütterlichen Göttin Isis: das Gorgonenhaupt, der verschlingende dämonenhafte Drache, Terror und Grauen. Wir werden mit unseren abgespaltenen, projizierten Eigenschaften konfrontiert. Der Schock, dieses unverhüllte Bild von uns selbst zu sehen, ist so groß, dass wir sterben können.

Und im übertragenen Sinne war dies der Sinn der antiken Mysterien: Der Mythos von Isis und Osiris wurde auf so eine dramatische Weise aufgeführt, dass die Zuschauer emotional in das Geschehen eingebunden waren… den Vorgang des Enthüllens, des Sterbens und der Wiedergeburt leibhaftig miterleben konnten. Sie verließen den Tempel innerlich gereinigt (von Schuld) und von geistiger Kraft aufgeladen.
In seiner Ballade „Das verschleierte Bild zu Sais“ lässt Friedrich Schiller einen von Wissen getriebenen Jüngling in die ägyptische Stadt Sais reisen, um sich von einen Priester in die Mysterien einweihen zu lassen. Er lüftet den Schleier… und wird am nächsten Morgen tot vor dem Bild der Göttin, der Isis-Statue, aufgefunden. Es ist nun an der Zeit, dem Menschen seine eigenen Motive zu enthüllen, vor allem dem Menschen, der sich selbst für „gut“ und die anderen für „schlecht“ hält, der Unterschiede macht zwischen Mensch und Mensch, zwischen mein und dein, zwischen Gewalt im außen und dem Wunsch nach Gewalt und Vergeltung im geheimen…. dem Menschen, der den Frieden will und heimlich (oder unbewusst) Gewalt sät. Er unterscheidet sich nicht von dem Menschen, der bewusst Gewalt sät.  

Anthrowiki zum verschleierten Bild der Isis: 
Anthrowiki zu den ägyptischen Mysterien 

 
Paris am 13.11.2015 und danach

Wir haben miterlebt, was geschieht, wenn der Vorhang der Dualität – in den Mysterien heißt es „der Schleier der Isis“ – beiseite gezogen wird: Wir werden mit unserer Angst konfrontiert und mit all den hässlichen, dunklen Seiten von uns selbst, die wir uns bemühen, im Alltag zu verbergen, die wir nach außen projiziert haben - auf die anderen.
Kann der Mensch, der dies alles selbst ist, diesem Anblick und diesen Enthüllungen standhalten, ohne gleich wieder zur Waffe gegen seine Mitmenschen (Brüder) zu greifen, ohne Vergeltung zu wollen?

Kann sich der Mensch vor seiner eigenen Zerstörung retten und schützen?

Die menschlichen Werte Freiheit – Gleichheit – Brüderlichkeit  sind eng mit der Geschichte Frankreichs verwoben und die meisten Menschen und Nationen haben sie auf ihre Fahnen geschrieben.

Um welche Freiheit geht es?
Wie steht es um die Gleichheit der Menschen?
Wo beginnt die Brüderlichkeit und wo endet sie? 

Sind diese Worte lediglich eine Kopfgeburt, eine Vorstellung und ein Bild, das man je nach Bedarf hervorholt, anschaut und hochhält und dann wieder verhüllt und verdrängt, wenn Kriege, Racheakte und Vergeltungsschläge an der Tagesordnung sind? Enden diese Werte an den Grenzen des eigenen Körpers, des eigenen Hauses, des eigenen Landes? Kapitulieren und Scheitern sie an ausländischen Pässen? Geht es um meine und deine Freiheit? 

Wo beginnt der Fanatismus, die Verteidigung von mein und dein, die Spaltung von meinem Gott und deinem Gott, meinem und deinem Glauben?
Die Gespaltenheit des Menschen und der Menschheit in mein und dein sind die Ursache aller Kriege. Eigeninteresse und Begehren sind die Ursache für das Leiden.

Aspektbild Yod-Figur: der „Fingerzeig Gottes“

O je – jetzt gibt es auch noch dieses astrologische "Projektionsdreieck", die Yod-Figur, die „Fingerzeig Gottes“ genannt wird. Und ich lese über den Streit dieses von den Medien erfundenen „Isis-Grußes“ mit einem Finger… Dabei handelt es sich lediglich um eine rituelle Gebetsgeste aus dem muslimischen Glaubensbekenntnis. Die Geste des erhobenen Zeigefingers wird Tauhid genannt und besagt: „Es gibt keinen Gott/ keine Götter, außer den einen Gott.“ Tatsache ist, dieser eine Gott hat bei den verschiedenen  Gläubigen verschiedene Namen. Ebenso sind die verschiedenen Glaubensrituale nicht zu leugnende Tatsachen. Religionen wurden von Menschen geschaffen, um ihre spirituellen Kräfte zu bündeln und zu einen. Sie tragen aber auch zur Spaltung bei in meine und deine Religion, in christliche, jüdische und muslimische Praktiken und Gesten.
Das Heben des Zeigefingers ist im Islam eine religiöse Pflicht im Gebet, die in der Schariah, dem religiösen Gesetzt, festgelegt ist. Sie ist vorrangig eine Glaubensbekundung – so wie das „Schlagen des Kreuzes“ im christlichen Katholizismus und den Ritualen anderer Glaubensgemeinschaften. Um beim Islam zu bleiben: Diese Pflicht äußerer Glaubensbekundung ist die unterste Stufe.  

Die mystische Bedeutung der Schariah und den folgenden Erkenntnisstufen kann hier unter WIKI nachgelesen werden:

"Mein und dein" als Anfangsstufe der Erkenntnis auf dem Weg zu Gott

 

Ibn Arabi, der bekannte islamische Mystiker (Sufi) des Mittelalters, beschreibt vier Stufen der Erkenntnis bzw. des Bewusstseins: 

Auf dem Niveau der religiösen Pflicht (Scharia) gibt es „dein und mein“. Das heißt, dass das religiöse Gesetz individuelle Rechte und ethische Beziehungen zwischen den Menschen regelt.

Auf dem Niveau des mystisches Weges (Tariqa) „ist meins deins und deins ist meins“. Von den Sufis wird erwartet, dass sie sich gegenseitig als Brüder und Schwestern behandeln, den jeweils anderen an seinen Freuden, seiner Liebe und seinem Eigentum teilhaben lassen.

Auf dem Niveau der Wahrheit (Haqiqa) gibt es „weder meins noch deins“. Fortgeschrittene Sufis erkennen, dass alle Dinge von Gott kommen, dass sie selbst nur die Verwalter sind und in Wirklichkeit nichts besitzen. Diejenigen, die die Wahrheit erkennen, interessieren sich nicht für Besitz und allgemeine Äußerlichkeiten, Bekanntheit und gesellschaftlichen Stand inbegriffen.

Auf dem Niveau der Erkenntnis (Ma’rifa) gibt es „kein ich und kein du“. Der Einzelne erkennt, dass nichts und niemand von Gott getrennt ist.

Im nächsten Blog erforsche ich die Zusammenhänge des ISIS-Symbolik ...

Sundra
 

verwendete Literatur:
Dane Rhudhyar: Astrologischer Tierkreis und Bewusstsein, Hugendubel Verlag, München 1984
Gunda Scholdt: „Praxisbuch der Esoterischen Astrologie“, Ebertin Verlag, 1998
K. Parvathi Kumar: „Uranus – Der Alchemist des Zeitalters“, Edition Kulapati, 2010
Bruno, Louise und Michael Huber: Aspektbild-Astrologie. API-Verlag

Alle Bilder: © Sundra Kanigowski
Quelle Horoskopzeichnung: www.astro.com

Mittwoch, 30. September 2015

Vollmond und Finsternis 28.9.2015 Teil 2



Ich nehme den Faden bei Venus/Uranus wieder auf.

Venus/Uranus
die Bindungslosigkeit, die Entwurzelung und Heimatlosigkeit,
das Unterwegssein,
die Brückenfunktion,
der Sprung nach vorne,
die Fähigkeit, in einer fremden Umgebung zurechtzukommen

Das Trigon (der „blaue Strich“) zwischen der gut trainierten Löwe-Venus und der feurigen, Krisen überwindenden Liebeswelle des Widder-Uranus schwebt völlig losgelöst über dem „großen Denkschritt“, dem Quinkunx (grüner Aspekt) von Mars-Mond in der Strömer-Figur…. bindungslos, heimatlos, befreit vom Zwang der sozialen Integration, befreit vom Zwang nach Anerkennung und Bestätigung. Damit ist eine Brücke gebaut in eine völlig andere und neue Ebene einer geistigen Zugehörigkeit. Dieses Trigon ist ein Angebot für den Sprung auf eine andere höhere Bewusstseinebene.

Das 12. Haus

Venus steht ebenso wie Mars im 12. Haus. Die Funktionen beider sind für den körperlichen und materiellen 1. Quadranten aufgehoben – sowohl die persönliche Durchsetzung (Mars) als auch die Abgrenzung und Absicherung im sozialen Gefüge (Stier-Venus). Dies zeigt sich auch in der Position von Sonne und Mond auf 5° Widder/Waage, den Gruppenschicksalspunkten der Revierunsicherheit von Mars-Neptun und Venus-Neptun, die mit einer Phase der Schwäche, Unsicherheit und Orientierungslosigkeit einher geht. Damit soll sichergestellt sein, dass weder das polarisierende und projizierende Mein-Dein-Denken noch subjektiv gefärbte Bedürfnisse das Wirken der schöpferischen Kräfte verhindert können.

Auch die persönlichen Lebens- und Willenskräfte sowie die Selbstdarstellung (Löwe) sind im 12. Haus geschwächt und müssen einer tieferen und höheren geistigen Erkenntnis weichen. Diese ist nur dann gewährleistet, wenn der Mensch durch Schwäche, Krankheit oder Fehlverhalten aus dem Verkehr gezogen wird und sich im Stillen mit seinem inneren Leben auseinandersetzen muss. Oder er wählt freiwillig die Stille und Einsamkeit, um sich den inneren Prozessen hinzugeben, in der Tiefenschau die losgelösten, abgespalteten oder verdrängten Aspekte zu erkennen und sie wieder in die allumfassende Einheit zu intergrieren.

Die WAAGE-SONNE im Talpunkt („Nullpunkt“) des 1. Hauses kommt aus diesem schöpferischen Seinsbereich der Ur-Einheit (12. Haus) und bringt von dort das „innere Wissen“ mit (Symbol auf 5° Waage). Dieser Mann/Mensch ist ein Meisterlehrer, ein Gerechter und ein König, ein Herr des Karma, der über ein ausgleichendes Denken verfügt und Körper und Geist in der Mitte im Gleichgewicht hält. Zu dieser Waage-Sonne gehört ein Bewusstsein, das gerechte und gute Beziehungen zu anderen Menschen herstellen und pflegen will. Sie ist bestrebt, die gefühlten Gegensätze durch Objektivität auszugleichen und entscheidet sich bewusst für den geistigen Weg der Selbstlosigkeit (bzw. des Selbst).

Mit dieser Konstellation ist jeder Mensch aufgerufen, seine Wahl zu treffen, sich für die materiellen oder die geistigen Belange zu entscheiden, und wo er erkennt, dass beide Seiten zu einer Münze gehören (Liebe und Hass, Krieg und Frieden, der andere und ich), den Weg der Mitte zu wählen. Wer aus dieser inneren Entschiedenheit, Klarheit und Herzlichkeit heraus auf die Menschen zugeht, wird auch die Seinskräfte im anderen erwecken und zum Leuchten bringen und statt Geiz, Angst und Besitzgier ihren inneren Großmut, ihre Strahlkraft   
und ihr Mitgefühl erwecken.

Der Traum von der Geburt einer neuen Zeit

Die LÖWE-Energie der Venus im 12. Haus zeigt den Traum und das Potenzial der reinen, göttlichen Liebe. In den Wasserhäusern erträumen wir unsere Zukunft. Eltern träumen von ihrem künftigen Kind. Sie wünschen sich ein gesundes, glückliches, talentiertes Kind und projizieren ihre Wünsche darauf. Das ungeborene Kind träumt von seiner Geburt. Im 8. Haus schmieden wir unser Schicksal, binden uns schon vor der Geburt an eine familiäre Schicksalsgemeinschaft, mit deren Erbe wir uns nach der Geburt auseinandersetzen müssen. Das alles ist größtenteils unbewusst.

URANUS im Widder im 8. Haus bringt hier ein geistiges Erbe in Form einer völlig neuen Energie herein. Er lässt uns hinter die Form, durch die äußere Situation hindurch blicken und das Innere wahrnehmen. Hinter dem Erscheinungsbild liegen die inneren Schichten unseres Tiefenbewusstseins. Uranus bildet die Brücke zwischen Innen und Außen, Geist und Materie. Mit Hilfe von Symbolen, einem Bewusstsein für Entsprechungen und einer immer sicherer sich entfaltenden Intuition tauchen wir zugleich in unsere Umgebung, auch in unser Land, ein und tauchen gleichzeitig tief in das große Selbst ein. In unserer Offenheit für alle Schichten (innen wie außen) werden wir eins mit dem „inneren Wissen“ (Sonne 5° Waage). Wir sind in der Lage, Symbole und Zeichen zu deuten und auch die großen Rhythmen und Strömungen, die die Menschheit jetzt erfassen.

Uranus bewirkt ein Umdenken, eine plötzliche Bewusstseinsveränderung durch krisenhafte Ereignisse und zeigt gleichzeitig, wie der Mensch sich von schmerzhaften, leidvollen, d.h. karmischen Bindungen befreien kann. Wenn wir uns darin üben, eins mit den inneren und äußeren Schichten und auch eins mit der Menschheit zu sein, werden die einströmenden kosmischen Energien von Uranus den Rhythmus unseres Körpers auf den größeren, universellen Rhythmus des Kosmos anheben.

Das Sabische Symbol für den Tierkreisgrad von Uranus (20° Widder) zeigt, wie durch Mitgefühl eine Krise überwunden werden kann (Beschreibung siehe Neumond-Blog zum 13.9.15). Uranus zeigt auch die Notwendigkeit, anstelle eines individuellen Bewusstseins ein globales Bewusstsein zu entwickeln und die Menschheit als eine Einheit zu sehen. Auf diese Weise werden die widerstreitenden Tendenzen des eigenen Wesens im Bewusstsein vereint und wir können uns in Einklang bringen mit der Harmonie und der Zeitströmung des Ganzen.

Die Akrobatin auf ihrem Zirkuspferd  (Venus 23° Löwe) ist ein Traumbild für die Einheit von Körper-Seele-Geist, für ein kosmisches Bewusstsein, das den Menschen zur Einheit mit sich selbst führt. Die Zeit der Mondfinsternis, die energetisch bis zur Sonnenwende anhält, markiert eine Trainingssituation für die Menschheit – das zeigen auch die vielen Lerndreiecke im Aspektbild.
Das Trigon von Venus-Uranus zwischen den beiden Wasserhäusern ist ein Angebot, sich der neuen kosmischen Energiewelle von Liebe, Weisheit und Mitgefühl hinzugeben. Der RAUM oder die Lücke zwischen Venus und Mars im 12. Haus und Mond-Uranus im Widder im 7./8. Haus ist eine Brücke ins Innere, ist zugleich ein langer Gang, der zum Tor des inneren Tempels führt. Jede Anhebung des Bewusstseins ist ein Gang nach Innen.

Nicht zufällig fällt der ASZENDENT des Finsternishoroskops von 11° Jungfrau (10°49’) mit der Stellung von JUPITER (10°15’) zusammen (für Berlin/Deutschland).

Jupiter ist der Guru, der innere Meister und auch das Christusbewusstsein in der Menschheit. Als esoterischer Herrscher vom Zeichen Wassermann hilft er uns beim Erkennen von Seelenverwandtschaften und bei der Erkenntnis, dass die Menschheit ein eigenes und einheitliches Bewusstsein hat, das über das Tiefenbewusstsein (das Unbewusste) alle Menschen miteinander verbindet. Auf der geistigen Ebene ist JUPITER der Herrscher der JUNGFRAU und kennzeichnet in diesem Zeichen (in der Einheit mit den Fischen) das Endziel der menschlichen Entwicklung:

Der Menschensohn wird zum Gottessohn.

Das Sabische Symbol für 11° Jungfrau (AS und Jupiter) lautet:
„In ihrem Baby sieht eine Mutter die Antwort auf ihre tiefe Sehnsucht nach einem Sohn“

Die „Mutter“ ist der gewandelte, geläuterte und gereinigte „Seelenstoff“ im Menschen. Die Mutter ist in allen Kulturen und Religionen die kosmische Jungfrau und Weltseele (Isis, Maria), die den „Welterlöser“, das göttliche Kind, den Gottessohn, zur Welt bringt – was im Mythos von Isis und Osiris der Geburt des Horus entspricht. Dieses Kind ist der neue Gott eines neuen Universums, der neue Mensch einer Neuen Zeit, der Gottessohn. Er bringt die Liebe und Weisheit der Seele zum Ausdruck.

Auch dieses Symbol nimmt Bezug auf die Traumebene der Wasserzeichen und Wasserhäuser. Die Mutter träumt während der Schwangerschaft (bewusst oder unbewusst) von ihrem künftigen Sohn und projiziert ihre Wünsche in das Kind. Jeder echte Jünger, der ein Schüler des Geistes ist (und die Menschheit als Ganzes ist in diesem Stadium der Jüngerschaft), muss zur „Mutter des lebendigen Gottes“ werden und schließlich auch selbst die innere Wandlung (den Bewusstseinswandel) vom Menschenkind zum Gottessohn vollziehen.
Dieser Prozess des inneren Imaginierens wirkt sich prägend auf den neuen Menschen aus. Damit legen wir auch den Samen für einen neuen Zyklus frei (Aufsteigender Mondknoten 2° Waage).


 PLUTO auf 13° Steinbock liefert das Potenzial zur notwendigen Transformation:

„Ein Feueranbeter meditiert über die letzte, die höchste Wirklichkeit seines Daseins.“

Das Feuer offenbart das große Mysterium vom Leben und Sterben und geht noch darüber hinaus. Wir kennen das Feuer, das die Materie zerstört, das reinigende Feuer für die Seele, das durch die Reibung der Gegensätze wirkt, das geistige Feuer, in dem Gott dem Moses (im brennenden Dornbusch) sich offenbart… Feuer steht für das Geheimnis des „Stirb und Werde“.

Von den Elementen ist Feuer das Element der feinsten und höchsten Schwingungen. Es kann alle anderen Elemente reinigen, läutern und zur Transformation animieren. Materiell nehmen wir es als Sonne, Blitz, Vulkanfeuer, Flamme und Glut wahr, auch im letzten Aufglühen der Sonnenkraft in den leuchtenden Farben des Herbstlaubs. Auf der geistigen Ebene ist Feuer identisch mit LICHT.

Eine Meditation über das Feuer kann uns zu einer Meditation über die drei Feuerzeichen im Tierkreis einladen… auch zum Erforschen und Erleben des alchemistischen Läuterungsfeuers, das unseren Seelenstoff reinigt… Es ist auch die äußere Konfrontation der Menschen mit dem Feuer der Zerstörung aufgrund von Hass…

Das Symbol gibt einen Hinweis für den Umgang mit dem Symbol des Feuers: Die Meditation. Über das Feuer zu meditieren bedeutet in letzter Konsequenz, mit dem Feuer eins zu werden, eins zu sein. So wie es im Yoga gelehrt wird und erfahren werden kann. Wer ein Meister der Feuerenergie sein will, sollte sich fragen, ob er bereit ist, TOD UND AUFERSTEHUNG in demselben Körper zu erfahren. Das ist der Weg der Grenzüberschreitung (Transzendenz) der Materie und zugleich der Einswerdung des menschlichen Willens mit dem göttlichen Willen – so wie es für den Mars im Schoße der Jungfrau (im 12. Haus) vorgesehen ist: Nicht mein Wille sondern dein Wille geschehe.

Hier möchte ich nun wirklich zu einem Ende kommen und hoffe, dass ich die Schwingung dieser Finsternis und dieses Vollmonds inspirierend rüberbringen konnte. Die Neue Zeit und damit auch der Neue Mensch liegen in den Geburtswehen. Jeder kann durch seine innigen Wünsche und durch seine äußeren Unterscheidungen und Entscheidungen zum künftigen Wesen des Neuen beitragen. Alle können mithelfen, den Samen des neuen Bewusstseins zu pflegen und nähren.

Eure Sundra
Beratung (schriftl./tel.) möglich über Vidensus 
LisaLine und Wengo

 
Literatur:


Bruno, Louise und Michael Huber: Aspektbild-Astrologie. API-Verlag.
Dane Rhudhyar: Astrologischer Tierkreis und Bewusstsein, Hugendubel Verlag, München 1984
Gunda Scholdt: „Praxisbuch der Esoterischen Astrologie“, Ebertin Verlag, 1998
K. Parvathi Kumar: „Uranus – Der Alchemist des Zeitalters“, Edition Kulapati
Claudia von Schierstedt: "Finsternisse astrologisch deuten", Chiron Verlag
Dane Rudhyar u. Leyla Rael-Rudhyar "Der Sonne/Mond-Zyklus", Edition Astrodata

Helen Fritsch: "Die Wasserhäuser im Horoskop" http://www.astrologie.de/astrologie/b/5265/





Donnerstag, 10. September 2015

Saturn im Zeichen Schütze




Saturn trat am 23.12.2014 ins Zeichen Schütze ein – stattet dann am 15.6. im Rahmen seiner Rückläufigkeit dem Skorpion noch einmal einen Besuch ab und befindet sich ab dem 18.9.2015 nun endgültig im Feuerzeichen Schütze. Dort verweilt er für die nächsten zwei Jahre bis zum 20.12.2017.

Wer ist betroffen?
Vom Saturn-Transit betroffen sind zuerst einmal alle Schütze-Geborenen mit einer Sonne auf 1° bis 5° im Schützen. Zeitlich sind es die Geburtstage vom 22. bis 26. November. Ebenso betroffen sind die Geburtssonnen der frühen Zwillinge, Jungfrauen und Fischegeborenen. Die beiden anderen Feuerzeichen Widder und Löwe profitieren vom stabilisierenden Saturneinfluss. Natürlich erfährt jeder die Einwirkung des "Hüters der Schwelle" in einem anderen Lebensbereich – in dem Haus, wo die Schütze-Sonne steht und in dem Bereich, wo sich Saturn aufhält. Die später geborenen Schützen erfahren den Saturneinfluss entsprechend später.
Neben der Sonne können auch der Mond und andere Planeten auf den ersten fünf Tierkreisgraden der beweglichen Zeichen stehen und die strukturierende, Grenzen setzende Kraft Saturns spüren.

Während Saturns Besuch im Zeichen Skorpion (2012-2015) wurden wir auf unbarmherzige Weise mit unseren Schwachstellen, Schattenthemen und Grenzen konfrontiert: mit inneren und äußeren Missständen, wie Schulden, Versäumnissen, Arbeits- oder Geldmangel oder mit karmischen Verwicklungen und Krankheiten aufgrund tief sitzender Ängste. Manches Opfer wurde gebracht, unangenehme Erfahrungen mussten noch einmal in aller Schärfe und Härte durchlitten werden. Wir hatten und haben auch weiterhin die Gelegenheit, uns von altem Ballast zu befreien, unsere projizierten Ängste anzuschauen wieder zurückzunehmen, unerledigte Dinge oder schwierige Abhängigkeitsverhältnisse zu beenden.

  Die Sinnsuche

Was bedeuten diese Erfahrungen für uns?
Welchen SINN geben wir ihnen?
Sind wir daran gereift und gewachsen?
Sind wir stärker, selbstbewusster und weiser geworden?
Welche EINSICHTEN haben wir gewonnen?
Wie steht es um unsere TOLERANZ, um Verständnis und Mitgefühl?
Welcher VISION und welchem Ideal folgen wir?
Wer ist uns ein VORBILD und wem folgen wir?

Antworten auf diese Fragen werden wir finden, während Saturn die geistige Feuerenergie des Schützen unter die Lupe nimmt und prüft.


Die Schütze-Themen

Wichtige Schütze-Themen, die vor unserer Nase auf dem Tisch liegen und die jetzt von uns im Hinblick auf ihre Tauglichkeit in der Realität überprüft werden dürfen (Saturn), sind:

Glaubens- und Religionsfragen, Bildung und Weiterbildung, Kult- Kultur- und Multikulti, SINNSUCHE, geistiges Streben, gebremstes/ verzögertes Wachstum, Umgang mit moralischen Werten, Suche nach höherem Wissen und Erkenntnis, Verständnis und Toleranz für alles Fremde und Andersartige, Schützen der Schwächeren, Verwirklichen von Idealen und Visionen durch begeistertes Mit-Hand-Anlegen… 

Bundes- und landesweit brennen die Flüchtlings- und Einwanderungsfragen unter den Nägeln… der Umgang mit den Grenzen …. inwieweit der Migrantenstrom per Gesetz geregelt wird (Öffnen/ Schließen der Grenzen innerhalb des eurasischen Kontinents)…  Integration der Migranten.

Im persönlichen Bereich wird der Einzelne geprüft, in welchem Maße er Mitgefühl und Verständnis für andere Menschen hat, wie viel FREIHEIT und individuellen Raum zur Entfaltung er sich selbst und anderen zugesteht und mit welchem Maß er andere Menschen misst, bewertet und urteilt.


Gute und schlechte Zeiten

Saturn in Schütze – dem Zeichen des Guten Hirten (Jupiter) – bringt eine gute Zeit, eine gute Entwicklung und neue Einsichten für alle ernsthaften Wahrheitssucher, für die kämpferischen Geister, Visionäre und Himmelsstürmer, die JETZT ihren Traum realisieren und ihre hohen Ideale von Freundschaft leben wollen. Es ist eine gute Zeit für alle, die lernen und sich weiterentwickeln wollen, die höhere Ziele anstreben als materiellen Erfolg und Reichtum, die nicht das Goldene Kalb anbeten, sondern den schenkenden Nikolaus spielen.

Es ist eine Zeit, wo die Seher nicht nur von ihren Visionen sprechen, sondern auch handeln sollten. Was wir als gut und wertvoll für unser Leben erkannt haben, soll nun auch gelebt, in den Alltag integriert und als Einsicht oder Lehre an andere weitergegeben werden. Ist der Glaube in uns stark, gewachsen und gereift, wird er nun Früchte zeigen. Dagegen werden Lippenbekenntnisse und Lauheiten öffentlich entlarvt und getadelt.  

Saturn in Schütze bringt vor allem denjenigen schwierige oder schlechte Zeiten, die sich weiterhin von ihren Ängsten leiten lassen, die auf Panikmacher hören, ungeprüft die Glaubensvorstellungen anderer übernehmen und diesen nach dem Mund reden. Schlechte Zeiten ebenso für Moralapostel, Dogmatiker und Fremdenhasser, für Korinthenkacker und Erbsenzähler, für Leichtgläubige, Heuchler und Hochstapler. Auch Theoretiker ohne qualifizierte Erfahrungen werden vom »Hüter der Schwelle« abgewiesen.

Wer in dieser Zeit den Hals nicht voll kriegt, wer weiterhin mit fremden Energien wild wuchert, andere Menschen und Länder ausbeutet und unterdrückt, wird physisch unter Wucherungen, Geschwülsten, eitrigen Entzündungen und Ansteckungen leiden und für einen weiteren Zyklus an die Materie gefesselt bleiben. So will es das Gesetz der Analogie.

„Schütze“ sein heißt nicht, mit dem Finger (oder gar mit dem Gewehr) auf andere zeigen und sie zu treffen, sondern heißt auch „Schützer“ sein, schwächeren oder weniger entwickelten Menschen / Ländern zu helfen, sie unter ihre Obhut zu nehmen wie ein guter Hirte ans Wasser zu führen.

Wer Angst vor Überfremdung, Vermischung und Multikultur hat, wird sich in Zeiten wie dieser wohl oder übel mit der großen SYNTHESE schaffenden Kraft Jupiters arrangieren müssen, wenn er nicht in eine tiefe Sinnkrise fallen und an der eigenen Bedeutungslosigkeit verzweifeln will. Der eigene Glaube und die eigene Lebenseinstellung stehen auf dem Prüfstand.

Der Bespaßung und Verdummung ganzer Volksmassen wird erst einmal ein Riegel vorgeschoben. Die Zeitqualität erfordert eine ernste, verantwortungsvolle und gewissenhafte Auseinandersetzung, sowohl mit Glaubens- und Sinnfragen als auch der Integration von Fremden und Migranten. Wer in der Gesellschaft eine scheinbare Vorbildfunktion hat, wie die fünf großsprecherischen „P“-Autoritäten – Prediger, Politiker, Professoren, Pädagogen, Psychos – wird von Saturn geröntgt und auf Herz und Nieren geprüft werden. Wessen Weisheit nur Einbildung, wessen Gerechtigkeit nur Rechthaberei ist, wer äußerlich mit Größe und Gelehrtentum glänzt, doch nur großspurig, leer und innen hohl ist, wird aussortiert und fällt aus der Rolle. Er gehört zu den Lauen, die aus dem Munde des Großen Hirten ausgespuckt werden… oder zu denen, die zu leicht befunden werden von der ausgleichenden Waage der Göttin Maat.
 
»Glaube nicht an die Macht von Traditionen, auch wenn sie über viele Generationen hinweg und an vielen Orten in Ehren gehalten wurden. Glaube an nichts, nur weil viele Leute davon sprechen. Glaube nicht an die Weisheiten aus alter Zeit. Glaube nicht an deine eigenen Vorstellungen und meine, sie seien dir von Gott eingegeben worden. Glaube nichts, was nur auf der Autorität deiner Lehrer und Priester basiert. Glaube das, was du durch Nachforschungen selbst geprüft und für richtig befunden hast und was gut ist für dich und andere.«
(Buddha, Kalama Sutra)

Wer für einen Rat empfänglich ist, kann mich beim Vidensus-Team erreichen
eure Sundra


Bildquellen:
Johfra-Poster "Schütze"
alle anderen Bilder: (C) Copyright Sundra Kanigowski

Freitag, 1. April 2011

Uranus und Widder

Liebe Leser,
der letzte März-Neumond im Zeichen Fische fiel mit meiner Radix-Merkurstellung (zugleich Geburtsherrscher) zusammen, bescherte mir eine schmerzhafte Erfahrung von Krankheit & Krise und Rückzug ins Krankenhaus. Daher gab es keine weiteren Artikel zu den aktuellen Ereignissen.

URANUS hat am 12.3. den schöpferischen Nullpunkt (Widderpunkt)passiert und nicht nur Japan, sondern der ganzen Menschheit einen Vorgeschmack auf seine Sprengkraft im Feuerzeichen WIDDER demonstriert, die mit schlagartigen Entwicklungen, Erschütterungen und Überraschungen einher geht – erschütternde, aufrüttelnde Erdbebenstöße gefolgt von einer großen Flutwelle - die uns alle mit einer Katastrophe globalen Ausmaßes konfrontiert und zu einem Umdenken bzw. einer radikalen Umkehr unseres bisherigen Verhaltens zwingt.

Zum Erdbeben mit Tsunami und der Atommeiler-Explosion in Japan gibt es inzwischen im Internet einige Artikel mit den dazu gehörigen Horoskopen, wie z.B. die Artikel von Claude Weiss in Astrologie Heute

Die Explosion von Block 2 des Atomreaktors in Fukushima (15.3.2011 6:10 h LT) weist den Uranus im Feuerzeichen Widder am Aszendenten auf – ebenso beim Unglück von Tschernobyl(26.4.1986 1:23 LT), wo sich Uranus im Feuerzeichen Schützen direkt am Aszendenten befindet. Pluto steht bei beiden Katastrophen am MC in Spannung zu Uranus. Pluto-Uranus – die Atomtechnologie.

WIDDER ist die Energie des neuen Tages, des Morgenlichts, des Sonnenaufgangs (Japan ist das Land der „aufgehenden Sonne“ mit der roten Sonne in der Flagge), die Energie der strahlenden Entfaltung, des Aufbrechens und Vorstoßes in die Welt – und sie geht einher mit dem Willen zur Eindeutigkeit, zum Bestimmten, zur Neu-Einstellung, zum rücksichtslosen Überwinden von Hindernissen und Widerständen. Bisherige Grenzen werden überschritten, die Phase der Nacht und Dunkelheit wird überwunden. Brausende Tatenlust, Kampfbereitschaft und Frühlingssturm drängen zum Betreten von Neuland. Die Idee vom ‚Aufbruch zur Freiheit’ zieht wie ein Lauffeuer durch die Welt, steckt Menschen, Völker und Gruppen an, die unter Enge und Sklaverei leiden, begeistert und entzündet einen ‚Weltbrand’ neuer Ideen und Lösungen.
Pioniere, Helden und geistige Idealisten sind gefragt, ebenso unerschrockenes, mutiges Eintreten für die Lebensrechte, für Freiheit, eine freie Gesinnung /unter persönlichen Opfern.

Esoterisch betrachtet ist das Feuerzeichen WIDDER Anfang und Ende, Alpha und Omega des Tierkreises, der Wille zur Inkarnation, der Wille zu sein, der Wille zum Leben. Die Widder-Energie liefert unserem Sonnensystem das elektrische Feuer, die ursprüngliche Elektrizität, den dynamischen Aspekt Gottes, der sowohl wärmt als auch läutert und zerstört. Widder ist das Licht des Lebens selbst und veranlasst den Menschen, Erfahrungen auf der physischen Ebene zu machen, den ersten Schritt zur Inkarnation und in die Individualität zu tun und schließlich auch den Rückweg anzutreten, den Weg der geistigen Erneuerung (geistigen Geburt) und Befreiung.

Die höchste Entfaltungs- und Verwirklichungsebene der Willens-Energie im Widder liegt in der Beherrschung der mentalen Ebene. Selbstkontrolle, Gedankenkontrolle, Prüfen, Infragestellen sind notwendig, um die Eingebungen und Inspirationen von der geistigen Ebene zu verstehen und sich von ihnen nicht emotional überwältigen zu lassen. Persönliche Zurückhaltung in Wort und Tat sind notwendig, um anderen Menschen Gelegenheit und Raum für die eigenen Erfahrungen zu geben. So wird der Wille gestärkt und der Mensch ist in der Lage, alle Kräfte (besonders die des Todes) und Menschenmassen zu beherrschen und andere geistig zu inspirieren.

Die drei Planetenherrscher im Widder
(Mars, Merkur, Uranus)

Die unreife Widder-Energie (mit dem Mars als exoterischem Herrscher) ist roh, spontan, direkt, kriegerisch, noch unbeherrscht und impulsiv, oft rücksichtslos und gewalttätig, immer widerstandsorientiert, streitlustig, kampfbereit, mit dem Drang zur Durchsetzung, Selbstbehauptung, Eroberung, neigt zum Bestimmen und Befehlen, kämpft gegen jede Art von Einschränkung und Enge, legt als Erster mit Hand an, setzt Entwicklungsprozesse in Gang – zögert nicht, alles auf eine Karte zu setzen, sogar sein Leben aufs Spiel zu setzen für eine Sache, eine Idee oder Ideologie.

Wenn statt der unbewussten Triebkräfte die Seelenkräfte als Motor und Handlungskraft wirken, werden die Konflikte nicht mehr auf der körperlichen Ebene ausgetragen. Das Denken, Abstrahieren und Reflektieren kommt ins Spiel (esoterischer Herrscher Merkur). Der Einzelne stellt sich dem inneren Zwiespalt und dem äußeren Konflikt, sucht den Dialog, das klärende Gespräch und bemüht sich um eine Harmonie zwischen den widerstreitenden Gefühlen und Gedanken. Durch innere Kämpfe geläutert und seelisch gestärkt und durch die erhellende Kraft des Denkens fähig, das geistige Ziel zu schauen, zeigt der Mensch jetzt Mut und Entschlossenheit, den geistigen Weg zu seiner Befreiung anzutreten.

Ist das Gegensatzpaar Widder-Waage im Geiste zu einer Einheit verschmolzen, tritt als geistiger und hierarchischer Herrscher der Uranus auf den Plan. Materie und Geist, Ich und Du, Persönlichkeit und Seele bilden keinen Gegensatz mehr. Das Ichbewusstsein (der Tropfen) ist ein Teil des kosmischen Bewusstseins (dem Ozean). Der Wille dient nicht mehr der eigenen Durchsetzung und Behauptung sondern wirkt mit an der Verwirklichung des kosmischen Harmonieprinzips, am Schöpfungsplan, indem er geistige Ideen und Energien in die Welt bringt, die den Fortschritt der Menschen beschleunigen. Durch Uranus ist Widder mit Wassermann verbunden, dem Zeichen des Weltdieners, und mit dem Sternbild des Großen Bären (göttliches Urbild), durch das kosmische Transformationskraft in unser Sonnensystem und auf die Erde übermittelt wird (Esoter. Astrologie nach A.A.Bailey).

Der Neumond-Artikel ist in Vorbereitung - im Wechsel mit der Gartenarbeit.
Sternen- und Frühlingsgrüße,
Sundra Kanigowski

Bild oben: Aquarell "Licht-Explosion" (nach Nicholas Flamel)
Bild Mitte: Aquarell "Widder"
Bild unten: Aquarell "Sprengung des Saturnrings"
(C) Sundra Kanigowski

Sonntag, 5. Dezember 2010

Neumond im Schütze mit Pyramiden-Sphinx


SCHÜTZE-NEUMOND 5-12-2010
um 18.37 h (für Brilon / Kassel)
Ein neuer „Ton“ wird von der Sonne auf den Mond übertragen - in einem mystischen Prozess – als Antwort auf das gegenwärtige Bedürfnis der Erde. Dieser noch im Unsichtbaren liegende Impuls soll helfen, Druck und Trägheit der Vergangenheit zu überwinden und neue psychische Fähigkeiten auszubilden. Dafür muss der Boden in uns und in unserem Umfeld vorbereitet sein. Unsere Offenheit und Empfänglichkeit entscheiden in großem Maße über die Verankerung und Wachstumskraft des neuen Impulses.

Beim Neuen Mond melden sich die neuen Energien ja zuerst als unbewusste AnTriebe, intuitive Impulse, als Drängen, Streben und Sehnen nach einer neuen Ausrichtung, einem neuen Betätigungsfeld oder Vorhaben. Wir freunden uns innerlich mit neuen Ideen an, probieren Neues aus, gehen freudig auf Herausforderungen zu und sind allgemein zu dieser Zeit offen und empfänglich für Eingebungen, die sich in unserer psycho-mentalen Struktur (Mond) verankern wollen. Denn die dunkle Mondin ist zu dieser Zeit das Gefäß (der See, die See-le), in das sich geistige Inhalte ergießen, die dann an den ganzen Organismus und besonders an die Teile des Ganzen weiter geleitet werde, die dieser Kraft bedürfen.

Sonne und Mond vereinen sich im veränderlichen Feuerzeichen Schütze. Die Dreiheit der Feuerzeichen (Widder-Löwe-Schütze) steht mit ihrer aktiven Dynamik für die drei Stufen der Selbst-Entfaltung, der bewussten Ausbildung und Stärkung von Ich-Kern und Wille. Nach der Erfahrung von Durchsetzung & Selbst-Behauptung (kardinal: Widder), von Selbst-Bewusstsein und persönlicher Integration (fix: Löwe) geht es im veränderlichen Zeichen Schütze um die Erweiterung des Bewusstseins durch Vereinen und Ausrichten aller mentalen Energien auf ein höheres Ziel. Allen Feuerzeichen gemeinsam ist die Eigendynamik, eine mitreißende BeGeisterung, ein starker Freiheits- und Unabhängigkeitsdrang sowie ein starker Glaube an sich selbst.

Eine weitere Unterteilung der drei Feuerzeichen steht für die Dreiheit der göttlichen Aspekte: Geist (Widder), Seele (Löwe) und Körper (Schütze) und für die drei Feuer in unserem Sonnensystem:
Widder: elektrisches, geistiges Feuer, jenseits des Subjektiven, unsichtbar, als Schwingung im Raum ein summender Ton
Löwe: das Sonnenfeuer (Licht), transformierend, das Licht oder die Flamme der Seele als Quelle des Bewusstseins, (als Weltseele, individuelle Seele, All-Bewusstsein), das höhere Denken
Schütze: das planetarische Feuer, genannt Reibungsfeuer oder Feuer der Materie kennzeichnet die innewohnende Intelligenz der Materie, vom Mineral-, Pflanzen-, Tier- und Menschenreich bis ins niedere Denken.

Untersuchen wir den neuen feurigen Ton oder Impuls, der uns vom Sonnenfeuer über den Mond und die Erde erreicht, anhand der Sabischen Symbole.


Sonne/Mond 14° Schütze:
Die große Pyramide und die Sphinx

Schlüssel: Die anhaltende Kraft okkulten Wissens und seiner quasi-göttlichen Hüter, „Sämänner“ eines früheren Existenzzyklus.


Pyramide und Sphinx stehen seit Menschengedenken für die großen existentiellen Fragen der Menschheit nach dem Woher & Wohin, dem Sinn & Zweck des Daseins und der Evolution. Und sie stehen auch für die Antworten, denn wer sie sucht, der findet sie auch bzw. trägt sie bereits als Code und Info in sich.

Die Pyramide ist eine zentrale geometrische Grundform, die allen Formen biophysikalischen Beziehungen und Lebensvorgängen, vom Wasserstoff-Atom über die Gitternetze der Kristalle, des Blutes, den Pyramidenzellen des Gehirns bis zu den großen Stern-Formationen zugrunde liegt. In jeder Struktur ist der Universelle Geist, für den die Pyramide steht, allgegenwärtig. Es ist das zentrale (kosmische) geistige Feuer, die Energie, die jeder Lebensform innewohnt.

Nach Jakob Lorber kommt das Wort Pyramide ursprachlich von pyr a mi dai, "Feuer an mich gib!" Pyr ist ein griechisches Präfix mit der Bedeutung „Feuer“.
Ich habe dieses Wort innerlich als eine Synthese von PYR und AMITAI erfahren. Amitai ist hebräisch und heißt „Wahrheit“, in Zahlen geschrieben 1-40-400-1. Es enthält also die schöpferische Wortstruktur der 1 + 4. PYR-AMITAI ist demnach die „Feuer-Wahrheit“, das „Grenzenlose Licht“ (Amida). Es wird auch als „Feuer in der Mitte“ bezeichnet, weil der Geist jede Pyramide als Urform des Bewusstseins annimmt und ihr Licht-Zentrum als Bewusstseins-Brennpunkt besetzt.

Die Pyramiden verkörpern einen geophysikalischen Baustein der Evolution. Im „Buch des Wissens“ * heißt es in Schlüssel 1-0-5:
Der Schlüssel zu unseren astrophysikalischen Zeitzonen ist die „Drei und Eins - Ausrichtung“ von Bewusstseinskräften in der Grossen Pyramide mit den „Zwölf und Eins“ - Energien von Zeitkrümmungs-Pyramiden, zentriert und kontrolliert durch die „Viele und Eins“ – Thron -Energien von ORION und den Plejaden. Das heißt, unsere Bewusstseins-Programmierung ist mit der Großen Pyramide (Giseh) verbunden, auf die sich die mystischen Schriften des alten Nahen Ostens als „Grundstein“ beziehen (der „Eben Schetijah“ – Stein des Ewigen oder „Fluss des Jah“ = die Pyramide). Jede Evolutions-Ebene hat eine Lichtpyramide, die die menschliche Schöpfung auf ihrem Weg ind die Höhere Schöpfung durchlaufen muss. Wenn wir über unsere dreidimensionale Schöpfung hinaus gelangen wollen, müssen wir durch unser dreidimensionales Energiefeld in die multidimensionalen Felder pyramidaler Lichtenergie gehen (key 1-0-4; 1). Die Menschliche Intelligenz muss in die pyramidalen Lichtfunktionen eingeweiht sein, bevor sie zur nächsten Evolutionsordnung, zur nächsten Bewusstseins-Zeitzelle, befördert werden kann (1-0-4; 17).
Schlüssel 1-0-8 spricht von der PYRAMIDEN-SPHINX in der „Mitte der Erde“ als einem Vehikel oder Ausbildungsfahrzeug. Die Sphinx symbolisiert innerhalb der Löwen-Sonnen-Entwicklung unseren Raum-Zeit-Körper, der vom Menschen überwunden werden muss, bevor er das Antlitz des leuchtenden Geistes tragen kann. Die Sphinx, in Ägypten gebaut, steht symbolisch für das Licht-Fahrzeug, das durch das Sonnenspektrum gehen kann und ebenso als lebendiges Modell für das menschliche Schicksal. Ähnlich dem „Löwen von Juda“ in Stein als Zeuge der Bestimmung des Menschen im Raum (s. Glossarium).

Cheops-Pyramide und Sphinx stehen als Stein-Male also nicht zufällig so nahe beieinander sondern bilden eine organische, untrennbare Einheit: die irdische und geistige Hochstufe des sowohl irdischen Entwicklungs- als auch des geistigen Einweihungsweges des Menschen. Und all dies steht auch in den Sternen, im Tierkreis der Frühvölker, z.B. dem altägyptischen Tierkreis von Dendera. Es hat den Anschein, dass die Archäologen sich über das Entstehungsdatum der Pyramide (vor ca. 5.000 Jahren) geirrt haben, dass Pyramide und Sphinx mindestens 70.000 Jahre alt sind (so Hans Sterneder in „Also sprach die Cheops-Pyramide“).

Was könnte uns also dieses Symbol von Pyramide & Sphinx auf 14° Schütze mitteilen wollen? Auf welches alte Wissen können wir zurückgreifen?
Pyramide und Sphinx symbolisieren Zeugen einer uralten Tradition, stehen für das Evolutionsmodell der Menschheit auf diesem Planeten, für die archetypischen Prinzipien und Gestalten, die allen Lebensformen auf der Erde und im Kosmos zugrunde liegen und im Bewusstsein des Menschen tief verwurzelt sind – wahrscheinlich als ein uns innewohnender Drang, die Oberflächlichkeiten unserer soziokulturellen Umgebung zu durchstoßen und tiefer einzudringen in dieses verborgene Wissen um unser göttliches Erbe. Auch heute noch und gerade jetzt im beginnenden WASSERMANN - Zeitalter können wir die polaren ergänzenden Sonnen-Energien des LÖWE - Zeichens (aus dem Löwe-Zeitalter der Alten Ägyptischen Hochkultur) wieder anzapfen und uns auf unser göttliches höheres „Antlitz“ besinnen.
Wir können es aktivieren mit der Macht des Klangs und der Macht des Wortes. Wir können z.B. die Texte und Mantren des „Ägyptischen Totenbuchs“ als Einweihungsformeln benutzen – wie ich es viele Jahre praktiziert habe, im Rhythmus und Einklang mit unterstützenden körperlichen Bewegungen wie Tanzen, Springen, Atmen.
Weiterhin können mentale Dreier-Gruppen gebildet werden, die zu bestimmten Zeiten gemeinsam meditieren oder ein bestimmtes Mantra denken / singen. Die pyramidale Dreierstruktur (wegen der dreieckigen Frontansicht einer Seite), die bei einer quadratischen Basis eigentlich eine 4 + 1 Struktur (also Fünferstruktur) ist, sollte in der schöpferischen geistigen Bauarbeit beibehalten werden – so wie die Pyramide für den menschlichen Geist allezeit eine Grundlage bleibt, auf der er seine festen Formulierungen und mentalen Formen bauen kann, wenn neue evolutionäre Entwicklungen bevorstehen – so wie jetzt. Begegnen wir der Weltkrise im schöpferischen Geist und in der inneren festen Gewissheit, dass wir die noch verborgenen Schätze in unserem Bewusstsein/ in unserer Seele zur rechten Zeit befreien und anwenden können.
Die Pyramide ist ein Zeugnis antiker Mysterien und Initiation. Die Sphinx stand am Eingang zu dem symbolischen Pfad, an dessen Ende das mächtige Erlebnis einer psychischen Transformation stand, während der Adept im Trancezustand in der Mitte der Königskammer im Sarkophag lag.
Dieser Vorschlag ist ein Weg (und auch mein Weg), mit diesem Symbol umzugehen. Vielleicht werden andere Menschen intuitiv andere Verbindungen herstellen.

Das sehr genaue Sextil von SATURN in der Waage zur Neumond-Konstellation verhilft den neuen drängenden und expandierenden Schütze-Idealen zu einer guten Manifestationsgrundlage. Jede Disziplin und Übung, jede ernsthaft auf einen Punkt ausgerichtete Sammlung von Gedankenenergie und jede mentale Schwingung, rhythmisch wiederholt (täglich/ wöchentlich/ monatlich) wird mithelfen, die pyramidale Bewusstseins-Struktur zu festigen, unseren Lichtkörper zu aktivieren, mehr Sonnenenergie zu speichern und auf den Energiewellen dieses Lichtgefährts zu reiten – so wie wir bisher auf unserem Tierkörper geritten sind und unser geistiges Ziel anvisiert haben.

Nutzen wir die Advents-Zeit nicht als Winterschlaf sondern wieder im ursprünglichen Sinne als Erlebnis der „Ankunft“ bzw. „Erscheinung“ (griech. Epiphaneia) der Gottheit im Tempel, das Erscheinen des sonnengleichen Christus-Selbst, des Sohnes, der Sonn’ in unserem Herzen – symbolisiert durch das Antlitz der leuchtenden Pyramiden-Sphinx im Innern der Erde / im Innern unseres biophysikalischen Gefährts.

Winterliche Lichtgrüße,
Sundra Kanigwoski

Quellen:
Dane Rudhyar Astrologischer Tierkreis und Bewusstsein, Hugendubel Verlag
AAB Esoterische Astrologie, Lucis Verlag Genf
Hans Sterneder Also sprach die Cheops-Pyramide, Bauer-Verlag
JJ Hurtak „Das Buch des Wissens – Die Schlüssel des Enoch“ , The Academy for Future Science
You tube http://www.youtube.com/watch?v=wv0mr4jw-jU