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Montag, 16. November 2015

Der Neumond vom 11.11.2015 für Paris/F – eine Untersuchung

Auch:

Gedanken zum "Schleier der ISIS" nach den Terror-Attentaten von Paris am 13.11.2015

 Astrologisch wird das fixe Feuerzeichen Löwe den Ländern Frankreich und Ägypten zugeordnet, auch der Hauptstadt Paris. Paris ist nicht nur die Stadt der Liebe, Romantik und Eleganz, in der Blütezeit des Mittelalters war sie auch die Stadt der Alchemie.

In der astrologischen und alchemistischen Symbolik ist der Löwe ein Bild des Schwefels, der ichzentrierten, bewussten Lebenskraft und seelischen Wandlungssubstanz (Seelenstoff).  Diese innere Stärke liegt dem Neumond-Horoskop für Paris als IC zugrunde: ein mutiges selbstbewusstes Potenzial, große Liebeskraft und die Fähigkeit, die verschiedenen Extreme seiner Triebnatur (Leidenschaft, Macht- und Herrschertrieb) zu zähmen und zu wandeln.
Während alle Planetenstellungen und auch das Aspektbild mit dem Neumond-Horoskop für Berlin und andere Hauptstädte gleich bleiben, verändern sich mit jedem anderen Ort der Erde die vier Eckpunkte von Aszendent-Deszendent, Imum Coeli und Medium Coeli.

Ich suche wieder den Einstieg über die Sabischen Symbole und beginne mit der Anlage, dem AS.

AS 20° Zwillinge (mit Quinkunx zum SO/MO-Neumond 20° Skorpion): 
"Eine moderne Cafeteria bietet eine Fülle von Speisen, Produkte verschiedenster Regionen, an."

Am Ende jeder Fünfersequenz (der Tierkreisgrade) wird eine mögliche Synthese oder die Vorbereitung für eine neue Ebene gezeigt. In diesem Symbol geht es um den nährenden Aspekt der „Großen Mutter“, um die Aufnahme einer Fülle an physischer, seelischer und intellektueller Nahrung.
Der Mensch der Moderne steht am Ende eines Kulturzyklus und einer Zivilisationsepoche. Lebensmittel, Mittel zum Lebensunterhalt und zur Unterhaltung des Menschen erscheinen  heute im Bild der Cafeteria und eines abwechslungsreichen Angebots in der Unterhaltungsindustrie. Wir sind heute in der Lage, Produkte der ganzen Welt einzukaufen, zu sammeln und zu uns zu nehmen. Der Handel mit allen Ländern der Welt ist möglich. Das zur Verfügung stehende Sortiment an Unterhaltung, Lebensmitteln, Wissen, Informationen und Produkten für Körper, Seele und Geist ist groß. Die Fülle an Abfall in den weiter wachsenden Großstädten ist ebenso groß.

Mögliche Fragen: Wächst und reift der Mensch an der Vielfalt von Produkten, die er in sich aufnimmt, an dem Wissen und den Erfahrungen, die er täglich konsumiert? Wandelt er sich? Kann er ein anderer werden? Ist er in tausenden Jahren jemals ein anderer geworden, als er war? Nach der Entsprechung wie oben so unten, wie innen so außen ist der Mensch das, was er isst.

Kann der Mensch in diesem Stadium der Äußerlichkeit (im Zeichen Zwillinge) schon unterscheiden, was ihm bekommt und was nicht… was er wirklich zum Leben braucht? Er mag verwirrt sein wegen der Fülle, er kann übersättigt sein und Probleme bei der Integration oder Verdauung haben.

Kann der Mensch im Hinblick auf die anstehende notwendige Integration diese FÜLLE, eine beinahe beängstigende Vielfalt an menschlichen Eigenschaften, Funktionen und Lebenserfahrungen überhaupt AUFNEHMEN geschweige denn ordnen, analysieren, bewältigen? Denken wir an den Schmelztiegel Paris...

Die Frage ist auch, inwieweit er mit seinem Konsum- und Nahrungsverhalten zu einem Ungleichwicht in der sozialen Struktur der Welt beiträgt, die Kluft zwischen arm und reich vergrößert, die planetaren Ressourcen plündert? Ist er bereit und in der Lage, den Reichtum gerecht zu teilen und eine natürliche Versorgung aller Menschen auf diesem Planeten zu garantieren?

Das vielfältige Angebot in der Großstadt zur Versorgung vieler Menschen mit mehr oder weniger nahrhaftem Stoff führt zur Notwendigkeit einer aktiven Vorsorge für die Zukunft – im Symbol des Deszendenten.

DS 20° Schütze = "In einem altertümlichen Dorf des Nordens schlagen Männer Eis aus einem gefrorenen Weiher, um es im Sommer zu gebrauchen."

Den Tätigkeiten des modernen Menschen mit seiner Fähigkeit des Handelns, Aufteilens und Verteilens von Lebensmitteln aller Art wird ein altertümliches Dorf gegenüber gestellt: Die Männer des Dorfes tun sich zu harter Arbeit zusammen und treffen VORSORGE für die Zukunft. Es ist Winter, der Dorfweiher ist zugefroren. Der Handel mit den Nachbarn ist erstorben. Das Dorf ist isoliert und auf sich allein gestellt. Der Norden und der Winter stehen für die spirituelle Welt, die äußerlich mit Dunkelheit, Leere und eingefrorenen Beziehungen assoziiert wird. Der Umgang mit natürlichen Ressourcen ist hier gefragt. So wie der Mensch es versteht, sich auf einen jahreszeitlichen Wechsel von Wärme und Kälte in der Natur einzustellen und aus allen Hindernissen etwas Nützliches „herauszuschlagen“, wird er auch in der Lage sein, mit größeren Wandlungszyklen umzugehen.

Das Ernährungs- und Wohnproblem der vielen eingewanderten Flüchtlinge im eigenen Land sowie aller Migranten in Europa kann beispielsweise zu so einer großen und schwierigen Aufgabe werden, für die manche Bequemlichkeit und Gewohnheit geopfert und manche Härte ertragen werden muss. Jeder muss entsprechend seiner Fähigkeiten den ihm gemäßen Platz finden und seine individuelle Fähigkeit zum Wohl der Allgemeinheit einbringen. Dieses Symbol betont die Notwendigkeit einer aktiven Zukunftsplanung und weisen Voraussicht.

Auch das französische Volk muss Zugeständnisse machen (wie beim Neumond-Horoskop für Deutschland), das Wohl der Allgemeinheit kommt vor dem des Individuums und der persönlichen Freiheit. Wenn alle sich zusammentun, wie die Männer im Beispielsymbol, können sowohl die Einzelnen der Gruppe als auch die Gruppe selbst ihre besonderen Fähigkeiten unter Beweis stellen. Manche Lösungen können nur im Team bewerkstelligt werden – wie das Sprengen von alten Grenzen oder das Herausschlagen von harten Eisbrocken, um an das fließende Lebenswasser im gefrorenen Dorfbrunnen zu kommen.

Welches grundlegende Handeln ist notwendig, um optimale Lösungen in Bezug auf die Versorgung und den Unterhalt aller Menschen in der Zukunft zu sichern?  Auf welche tragende Kraft kann sich Frankreich in dieser Zeit berufen?

IC 18° Löwe = "Ein Chemiker führt vor seinen Studenten ein Experiment durch." 

Der Alchemistengrad (18° Löwe) am Punkt der seelischen Wurzeln (Löwe-IC) kann bedeuten, dass sich die Menschen in Frankreich ihres königlichen Erbes und ihrer alchemistischen Fähigkeiten bewusst werden sollten. Alchemie ist eine Methode zur Transformation des Menschen und meint symbolisch die „Verwandlung von Blei in Gold“, was einer Läuterung gleichkommt. Der Mensch hat die Fähigkeit, seine irdische, sterbliche und biologische Natur zu kontrollieren und sie in geistige Energie umzuwandeln. Denn der Mensch ist ein Sprössling des göttlichen Geistes. Seine wahre Natur ist reiner Geist.
Die aktuelle Situation für das französische Volk gleicht einer Schulungssituation, einem Experiment. Wir mögen das Land und vor allem auch die Stadt Paris als einen großen Schmelztiegel von Menschen unterschiedlicher Herkunft, Prägung und Kultur sehen. Was geschieht nun, wenn die Gemüter sich an einem konträren Thema (dem Thema mein und dein) entzünden und erhitzen, wenn sie gegeneinander kämpfen statt füreinander wirken? Was sehen und erleben wir, wenn der Schleier der Unwissenheit fortgezogen wird - wie es das Neumond-Symbol verheißt?

Nun, wir haben es inzwischen miterlebt und mitgefühlt – zwei Tage nach diesem Neumond… Es ist keine neue Erfahrung, sondern eine uralte... die so alt ist wie der Mensch. Jeder Mensch ist unter gewissen Bedingungen zu so einer Tat fähig. Es gibt keinen Menschen, der nicht für diesen furchtbaren Akt der Grausamkeit mitverantwortlich ist.

 URANUS - der Große Alchemist

Der große Chemiker und Alchemist des neuen Zeitalters erscheint als Planet URANUS mit geballter zerstörischer Kraft als geistiger Herrscher des Feuerzeichens WIDDER. Uranus sprengt jede Art von UNTERDRÜCKUNG, GEWALT, MANIPULATION und MISSBRAUCH der schöpferischen Kräfte. Alles, was jemals von Menschen und der Menschheit unterdrückt worden ist, wird durch Uranus wieder hervorgeholt und schlägt mit ebensolcher unbarmherzigen Kraft nach dem Prinzip des Bumerangs wieder zurück auf den Urheber.

Uranus ist gegen religiöse Unterdrückung, gegen imperialistische Unterdrückung durch Regierungen, gegen Unterdrückung der Sexualität, Unterdrückung der Schwachen durch die Starken, Unterdrückung des Körpers und seiner Bedürfnisse, die Unterdrückung von Krankheiten durch chemische Drogen und gegen die Unterdrückung von Wissen. Da gibt es noch viel zu läutern und zu wandeln.

Die Bestimmung – das 10. Haus
„Die geheimen Beweggründe eines Menschen werden öffentlich enthüllt."

Für Paris/F gilt ebenso wie für Berlin/D ein Wassermann-MC mit Fische-Neptun im 10. Haus und dem Herrscher Uranus im Widder, hier im 11. Haus geistiger Erneuerung. Hier bringt Uranus alle dunklen Machenschaften ans Licht.

Das Sabische Symbol für MC 18° Wassermann lautet: „Die geheimen Beweggründe eines Menschen werden öffentlich enthüllt." An anderer Stelle wird das Symbol so formuliert:
„Ein Mann nimmt seine Maske ab.“ Der höchste Punkt im Horoskop (MC) enthüllt das Werk oder Amt eines Menschen oder eines Landes, zeigt das Ziel und Schicksal an, das ihm bestimmt ist, die überpersönlichen, regierenden Kräfte, die seinem Dasein einen Sinn geben.

Die Enthüllung kann sich auf bisher Geheimgehaltenes beziehen, auf Geheimnisse der Regierung, des Präsidenten, auf die Publikation eines Verhaltens in der Vergangenheit, für das "man" sich schämt, für das man sich schuldig fühlt. In der heutigen Zeit der Telekommunikation und sozialen Netzwerke wird es immer schwieriger für das Individuum, seine private Vergangenheit oder seine tieferen Beweggründe geheim zu halten. Der Kampf zwischen der Macht der Gesellschaft und den Rechten des Individuums führt schließlich zu einer Niederlage des Individuums. Die tiefsten Geheimnisse des Menschen werden erforscht, analysiert und veröffentlicht, seine Psyche, sein Unbewusstes, seine Gedanken, sein Kauf- und Konsumverhalten, etc.

Hier besteht eine innere Verbindung zum Dunkelmond-Symbol SONNE und MOND auf 20° Skorpion: „Eine Frau zieht zwei dunkle Vorhänge am Zugang zu einem geheiligten Pfad auf.“ In den Mysterien heißt es: Wer unvorbereitet (als Sterblicher) den Schleier der Illusion hebt, ist des Todes. Denn was dort zuerst geschaut wird, ist das Antlitz des Todes, der schreckliche, dunkle Aspekt der mütterlichen Göttin Isis: das Gorgonenhaupt, der verschlingende dämonenhafte Drache, Terror und Grauen. Wir werden mit unseren abgespaltenen, projizierten Eigenschaften konfrontiert. Der Schock, dieses unverhüllte Bild von uns selbst zu sehen, ist so groß, dass wir sterben können.

Und im übertragenen Sinne war dies der Sinn der antiken Mysterien: Der Mythos von Isis und Osiris wurde auf so eine dramatische Weise aufgeführt, dass die Zuschauer emotional in das Geschehen eingebunden waren… den Vorgang des Enthüllens, des Sterbens und der Wiedergeburt leibhaftig miterleben konnten. Sie verließen den Tempel innerlich gereinigt (von Schuld) und von geistiger Kraft aufgeladen.
In seiner Ballade „Das verschleierte Bild zu Sais“ lässt Friedrich Schiller einen von Wissen getriebenen Jüngling in die ägyptische Stadt Sais reisen, um sich von einen Priester in die Mysterien einweihen zu lassen. Er lüftet den Schleier… und wird am nächsten Morgen tot vor dem Bild der Göttin, der Isis-Statue, aufgefunden. Es ist nun an der Zeit, dem Menschen seine eigenen Motive zu enthüllen, vor allem dem Menschen, der sich selbst für „gut“ und die anderen für „schlecht“ hält, der Unterschiede macht zwischen Mensch und Mensch, zwischen mein und dein, zwischen Gewalt im außen und dem Wunsch nach Gewalt und Vergeltung im geheimen…. dem Menschen, der den Frieden will und heimlich (oder unbewusst) Gewalt sät. Er unterscheidet sich nicht von dem Menschen, der bewusst Gewalt sät.  

Anthrowiki zum verschleierten Bild der Isis: 
Anthrowiki zu den ägyptischen Mysterien 

 
Paris am 13.11.2015 und danach

Wir haben miterlebt, was geschieht, wenn der Vorhang der Dualität – in den Mysterien heißt es „der Schleier der Isis“ – beiseite gezogen wird: Wir werden mit unserer Angst konfrontiert und mit all den hässlichen, dunklen Seiten von uns selbst, die wir uns bemühen, im Alltag zu verbergen, die wir nach außen projiziert haben - auf die anderen.
Kann der Mensch, der dies alles selbst ist, diesem Anblick und diesen Enthüllungen standhalten, ohne gleich wieder zur Waffe gegen seine Mitmenschen (Brüder) zu greifen, ohne Vergeltung zu wollen?

Kann sich der Mensch vor seiner eigenen Zerstörung retten und schützen?

Die menschlichen Werte Freiheit – Gleichheit – Brüderlichkeit  sind eng mit der Geschichte Frankreichs verwoben und die meisten Menschen und Nationen haben sie auf ihre Fahnen geschrieben.

Um welche Freiheit geht es?
Wie steht es um die Gleichheit der Menschen?
Wo beginnt die Brüderlichkeit und wo endet sie? 

Sind diese Worte lediglich eine Kopfgeburt, eine Vorstellung und ein Bild, das man je nach Bedarf hervorholt, anschaut und hochhält und dann wieder verhüllt und verdrängt, wenn Kriege, Racheakte und Vergeltungsschläge an der Tagesordnung sind? Enden diese Werte an den Grenzen des eigenen Körpers, des eigenen Hauses, des eigenen Landes? Kapitulieren und Scheitern sie an ausländischen Pässen? Geht es um meine und deine Freiheit? 

Wo beginnt der Fanatismus, die Verteidigung von mein und dein, die Spaltung von meinem Gott und deinem Gott, meinem und deinem Glauben?
Die Gespaltenheit des Menschen und der Menschheit in mein und dein sind die Ursache aller Kriege. Eigeninteresse und Begehren sind die Ursache für das Leiden.

Aspektbild Yod-Figur: der „Fingerzeig Gottes“

O je – jetzt gibt es auch noch dieses astrologische "Projektionsdreieck", die Yod-Figur, die „Fingerzeig Gottes“ genannt wird. Und ich lese über den Streit dieses von den Medien erfundenen „Isis-Grußes“ mit einem Finger… Dabei handelt es sich lediglich um eine rituelle Gebetsgeste aus dem muslimischen Glaubensbekenntnis. Die Geste des erhobenen Zeigefingers wird Tauhid genannt und besagt: „Es gibt keinen Gott/ keine Götter, außer den einen Gott.“ Tatsache ist, dieser eine Gott hat bei den verschiedenen  Gläubigen verschiedene Namen. Ebenso sind die verschiedenen Glaubensrituale nicht zu leugnende Tatsachen. Religionen wurden von Menschen geschaffen, um ihre spirituellen Kräfte zu bündeln und zu einen. Sie tragen aber auch zur Spaltung bei in meine und deine Religion, in christliche, jüdische und muslimische Praktiken und Gesten.
Das Heben des Zeigefingers ist im Islam eine religiöse Pflicht im Gebet, die in der Schariah, dem religiösen Gesetzt, festgelegt ist. Sie ist vorrangig eine Glaubensbekundung – so wie das „Schlagen des Kreuzes“ im christlichen Katholizismus und den Ritualen anderer Glaubensgemeinschaften. Um beim Islam zu bleiben: Diese Pflicht äußerer Glaubensbekundung ist die unterste Stufe.  

Die mystische Bedeutung der Schariah und den folgenden Erkenntnisstufen kann hier unter WIKI nachgelesen werden:

"Mein und dein" als Anfangsstufe der Erkenntnis auf dem Weg zu Gott

 

Ibn Arabi, der bekannte islamische Mystiker (Sufi) des Mittelalters, beschreibt vier Stufen der Erkenntnis bzw. des Bewusstseins: 

Auf dem Niveau der religiösen Pflicht (Scharia) gibt es „dein und mein“. Das heißt, dass das religiöse Gesetz individuelle Rechte und ethische Beziehungen zwischen den Menschen regelt.

Auf dem Niveau des mystisches Weges (Tariqa) „ist meins deins und deins ist meins“. Von den Sufis wird erwartet, dass sie sich gegenseitig als Brüder und Schwestern behandeln, den jeweils anderen an seinen Freuden, seiner Liebe und seinem Eigentum teilhaben lassen.

Auf dem Niveau der Wahrheit (Haqiqa) gibt es „weder meins noch deins“. Fortgeschrittene Sufis erkennen, dass alle Dinge von Gott kommen, dass sie selbst nur die Verwalter sind und in Wirklichkeit nichts besitzen. Diejenigen, die die Wahrheit erkennen, interessieren sich nicht für Besitz und allgemeine Äußerlichkeiten, Bekanntheit und gesellschaftlichen Stand inbegriffen.

Auf dem Niveau der Erkenntnis (Ma’rifa) gibt es „kein ich und kein du“. Der Einzelne erkennt, dass nichts und niemand von Gott getrennt ist.

Im nächsten Blog erforsche ich die Zusammenhänge des ISIS-Symbolik ...

Sundra
 

verwendete Literatur:
Dane Rhudhyar: Astrologischer Tierkreis und Bewusstsein, Hugendubel Verlag, München 1984
Gunda Scholdt: „Praxisbuch der Esoterischen Astrologie“, Ebertin Verlag, 1998
K. Parvathi Kumar: „Uranus – Der Alchemist des Zeitalters“, Edition Kulapati, 2010
Bruno, Louise und Michael Huber: Aspektbild-Astrologie. API-Verlag

Alle Bilder: © Sundra Kanigowski
Quelle Horoskopzeichnung: www.astro.com

Mittwoch, 30. September 2015

Vollmond und Finsternis 28.9.2015 Teil 2



Ich nehme den Faden bei Venus/Uranus wieder auf.

Venus/Uranus
die Bindungslosigkeit, die Entwurzelung und Heimatlosigkeit,
das Unterwegssein,
die Brückenfunktion,
der Sprung nach vorne,
die Fähigkeit, in einer fremden Umgebung zurechtzukommen

Das Trigon (der „blaue Strich“) zwischen der gut trainierten Löwe-Venus und der feurigen, Krisen überwindenden Liebeswelle des Widder-Uranus schwebt völlig losgelöst über dem „großen Denkschritt“, dem Quinkunx (grüner Aspekt) von Mars-Mond in der Strömer-Figur…. bindungslos, heimatlos, befreit vom Zwang der sozialen Integration, befreit vom Zwang nach Anerkennung und Bestätigung. Damit ist eine Brücke gebaut in eine völlig andere und neue Ebene einer geistigen Zugehörigkeit. Dieses Trigon ist ein Angebot für den Sprung auf eine andere höhere Bewusstseinebene.

Das 12. Haus

Venus steht ebenso wie Mars im 12. Haus. Die Funktionen beider sind für den körperlichen und materiellen 1. Quadranten aufgehoben – sowohl die persönliche Durchsetzung (Mars) als auch die Abgrenzung und Absicherung im sozialen Gefüge (Stier-Venus). Dies zeigt sich auch in der Position von Sonne und Mond auf 5° Widder/Waage, den Gruppenschicksalspunkten der Revierunsicherheit von Mars-Neptun und Venus-Neptun, die mit einer Phase der Schwäche, Unsicherheit und Orientierungslosigkeit einher geht. Damit soll sichergestellt sein, dass weder das polarisierende und projizierende Mein-Dein-Denken noch subjektiv gefärbte Bedürfnisse das Wirken der schöpferischen Kräfte verhindert können.

Auch die persönlichen Lebens- und Willenskräfte sowie die Selbstdarstellung (Löwe) sind im 12. Haus geschwächt und müssen einer tieferen und höheren geistigen Erkenntnis weichen. Diese ist nur dann gewährleistet, wenn der Mensch durch Schwäche, Krankheit oder Fehlverhalten aus dem Verkehr gezogen wird und sich im Stillen mit seinem inneren Leben auseinandersetzen muss. Oder er wählt freiwillig die Stille und Einsamkeit, um sich den inneren Prozessen hinzugeben, in der Tiefenschau die losgelösten, abgespalteten oder verdrängten Aspekte zu erkennen und sie wieder in die allumfassende Einheit zu intergrieren.

Die WAAGE-SONNE im Talpunkt („Nullpunkt“) des 1. Hauses kommt aus diesem schöpferischen Seinsbereich der Ur-Einheit (12. Haus) und bringt von dort das „innere Wissen“ mit (Symbol auf 5° Waage). Dieser Mann/Mensch ist ein Meisterlehrer, ein Gerechter und ein König, ein Herr des Karma, der über ein ausgleichendes Denken verfügt und Körper und Geist in der Mitte im Gleichgewicht hält. Zu dieser Waage-Sonne gehört ein Bewusstsein, das gerechte und gute Beziehungen zu anderen Menschen herstellen und pflegen will. Sie ist bestrebt, die gefühlten Gegensätze durch Objektivität auszugleichen und entscheidet sich bewusst für den geistigen Weg der Selbstlosigkeit (bzw. des Selbst).

Mit dieser Konstellation ist jeder Mensch aufgerufen, seine Wahl zu treffen, sich für die materiellen oder die geistigen Belange zu entscheiden, und wo er erkennt, dass beide Seiten zu einer Münze gehören (Liebe und Hass, Krieg und Frieden, der andere und ich), den Weg der Mitte zu wählen. Wer aus dieser inneren Entschiedenheit, Klarheit und Herzlichkeit heraus auf die Menschen zugeht, wird auch die Seinskräfte im anderen erwecken und zum Leuchten bringen und statt Geiz, Angst und Besitzgier ihren inneren Großmut, ihre Strahlkraft   
und ihr Mitgefühl erwecken.

Der Traum von der Geburt einer neuen Zeit

Die LÖWE-Energie der Venus im 12. Haus zeigt den Traum und das Potenzial der reinen, göttlichen Liebe. In den Wasserhäusern erträumen wir unsere Zukunft. Eltern träumen von ihrem künftigen Kind. Sie wünschen sich ein gesundes, glückliches, talentiertes Kind und projizieren ihre Wünsche darauf. Das ungeborene Kind träumt von seiner Geburt. Im 8. Haus schmieden wir unser Schicksal, binden uns schon vor der Geburt an eine familiäre Schicksalsgemeinschaft, mit deren Erbe wir uns nach der Geburt auseinandersetzen müssen. Das alles ist größtenteils unbewusst.

URANUS im Widder im 8. Haus bringt hier ein geistiges Erbe in Form einer völlig neuen Energie herein. Er lässt uns hinter die Form, durch die äußere Situation hindurch blicken und das Innere wahrnehmen. Hinter dem Erscheinungsbild liegen die inneren Schichten unseres Tiefenbewusstseins. Uranus bildet die Brücke zwischen Innen und Außen, Geist und Materie. Mit Hilfe von Symbolen, einem Bewusstsein für Entsprechungen und einer immer sicherer sich entfaltenden Intuition tauchen wir zugleich in unsere Umgebung, auch in unser Land, ein und tauchen gleichzeitig tief in das große Selbst ein. In unserer Offenheit für alle Schichten (innen wie außen) werden wir eins mit dem „inneren Wissen“ (Sonne 5° Waage). Wir sind in der Lage, Symbole und Zeichen zu deuten und auch die großen Rhythmen und Strömungen, die die Menschheit jetzt erfassen.

Uranus bewirkt ein Umdenken, eine plötzliche Bewusstseinsveränderung durch krisenhafte Ereignisse und zeigt gleichzeitig, wie der Mensch sich von schmerzhaften, leidvollen, d.h. karmischen Bindungen befreien kann. Wenn wir uns darin üben, eins mit den inneren und äußeren Schichten und auch eins mit der Menschheit zu sein, werden die einströmenden kosmischen Energien von Uranus den Rhythmus unseres Körpers auf den größeren, universellen Rhythmus des Kosmos anheben.

Das Sabische Symbol für den Tierkreisgrad von Uranus (20° Widder) zeigt, wie durch Mitgefühl eine Krise überwunden werden kann (Beschreibung siehe Neumond-Blog zum 13.9.15). Uranus zeigt auch die Notwendigkeit, anstelle eines individuellen Bewusstseins ein globales Bewusstsein zu entwickeln und die Menschheit als eine Einheit zu sehen. Auf diese Weise werden die widerstreitenden Tendenzen des eigenen Wesens im Bewusstsein vereint und wir können uns in Einklang bringen mit der Harmonie und der Zeitströmung des Ganzen.

Die Akrobatin auf ihrem Zirkuspferd  (Venus 23° Löwe) ist ein Traumbild für die Einheit von Körper-Seele-Geist, für ein kosmisches Bewusstsein, das den Menschen zur Einheit mit sich selbst führt. Die Zeit der Mondfinsternis, die energetisch bis zur Sonnenwende anhält, markiert eine Trainingssituation für die Menschheit – das zeigen auch die vielen Lerndreiecke im Aspektbild.
Das Trigon von Venus-Uranus zwischen den beiden Wasserhäusern ist ein Angebot, sich der neuen kosmischen Energiewelle von Liebe, Weisheit und Mitgefühl hinzugeben. Der RAUM oder die Lücke zwischen Venus und Mars im 12. Haus und Mond-Uranus im Widder im 7./8. Haus ist eine Brücke ins Innere, ist zugleich ein langer Gang, der zum Tor des inneren Tempels führt. Jede Anhebung des Bewusstseins ist ein Gang nach Innen.

Nicht zufällig fällt der ASZENDENT des Finsternishoroskops von 11° Jungfrau (10°49’) mit der Stellung von JUPITER (10°15’) zusammen (für Berlin/Deutschland).

Jupiter ist der Guru, der innere Meister und auch das Christusbewusstsein in der Menschheit. Als esoterischer Herrscher vom Zeichen Wassermann hilft er uns beim Erkennen von Seelenverwandtschaften und bei der Erkenntnis, dass die Menschheit ein eigenes und einheitliches Bewusstsein hat, das über das Tiefenbewusstsein (das Unbewusste) alle Menschen miteinander verbindet. Auf der geistigen Ebene ist JUPITER der Herrscher der JUNGFRAU und kennzeichnet in diesem Zeichen (in der Einheit mit den Fischen) das Endziel der menschlichen Entwicklung:

Der Menschensohn wird zum Gottessohn.

Das Sabische Symbol für 11° Jungfrau (AS und Jupiter) lautet:
„In ihrem Baby sieht eine Mutter die Antwort auf ihre tiefe Sehnsucht nach einem Sohn“

Die „Mutter“ ist der gewandelte, geläuterte und gereinigte „Seelenstoff“ im Menschen. Die Mutter ist in allen Kulturen und Religionen die kosmische Jungfrau und Weltseele (Isis, Maria), die den „Welterlöser“, das göttliche Kind, den Gottessohn, zur Welt bringt – was im Mythos von Isis und Osiris der Geburt des Horus entspricht. Dieses Kind ist der neue Gott eines neuen Universums, der neue Mensch einer Neuen Zeit, der Gottessohn. Er bringt die Liebe und Weisheit der Seele zum Ausdruck.

Auch dieses Symbol nimmt Bezug auf die Traumebene der Wasserzeichen und Wasserhäuser. Die Mutter träumt während der Schwangerschaft (bewusst oder unbewusst) von ihrem künftigen Sohn und projiziert ihre Wünsche in das Kind. Jeder echte Jünger, der ein Schüler des Geistes ist (und die Menschheit als Ganzes ist in diesem Stadium der Jüngerschaft), muss zur „Mutter des lebendigen Gottes“ werden und schließlich auch selbst die innere Wandlung (den Bewusstseinswandel) vom Menschenkind zum Gottessohn vollziehen.
Dieser Prozess des inneren Imaginierens wirkt sich prägend auf den neuen Menschen aus. Damit legen wir auch den Samen für einen neuen Zyklus frei (Aufsteigender Mondknoten 2° Waage).


 PLUTO auf 13° Steinbock liefert das Potenzial zur notwendigen Transformation:

„Ein Feueranbeter meditiert über die letzte, die höchste Wirklichkeit seines Daseins.“

Das Feuer offenbart das große Mysterium vom Leben und Sterben und geht noch darüber hinaus. Wir kennen das Feuer, das die Materie zerstört, das reinigende Feuer für die Seele, das durch die Reibung der Gegensätze wirkt, das geistige Feuer, in dem Gott dem Moses (im brennenden Dornbusch) sich offenbart… Feuer steht für das Geheimnis des „Stirb und Werde“.

Von den Elementen ist Feuer das Element der feinsten und höchsten Schwingungen. Es kann alle anderen Elemente reinigen, läutern und zur Transformation animieren. Materiell nehmen wir es als Sonne, Blitz, Vulkanfeuer, Flamme und Glut wahr, auch im letzten Aufglühen der Sonnenkraft in den leuchtenden Farben des Herbstlaubs. Auf der geistigen Ebene ist Feuer identisch mit LICHT.

Eine Meditation über das Feuer kann uns zu einer Meditation über die drei Feuerzeichen im Tierkreis einladen… auch zum Erforschen und Erleben des alchemistischen Läuterungsfeuers, das unseren Seelenstoff reinigt… Es ist auch die äußere Konfrontation der Menschen mit dem Feuer der Zerstörung aufgrund von Hass…

Das Symbol gibt einen Hinweis für den Umgang mit dem Symbol des Feuers: Die Meditation. Über das Feuer zu meditieren bedeutet in letzter Konsequenz, mit dem Feuer eins zu werden, eins zu sein. So wie es im Yoga gelehrt wird und erfahren werden kann. Wer ein Meister der Feuerenergie sein will, sollte sich fragen, ob er bereit ist, TOD UND AUFERSTEHUNG in demselben Körper zu erfahren. Das ist der Weg der Grenzüberschreitung (Transzendenz) der Materie und zugleich der Einswerdung des menschlichen Willens mit dem göttlichen Willen – so wie es für den Mars im Schoße der Jungfrau (im 12. Haus) vorgesehen ist: Nicht mein Wille sondern dein Wille geschehe.

Hier möchte ich nun wirklich zu einem Ende kommen und hoffe, dass ich die Schwingung dieser Finsternis und dieses Vollmonds inspirierend rüberbringen konnte. Die Neue Zeit und damit auch der Neue Mensch liegen in den Geburtswehen. Jeder kann durch seine innigen Wünsche und durch seine äußeren Unterscheidungen und Entscheidungen zum künftigen Wesen des Neuen beitragen. Alle können mithelfen, den Samen des neuen Bewusstseins zu pflegen und nähren.

Eure Sundra
Beratung (schriftl./tel.) möglich über Vidensus 
LisaLine und Wengo

 
Literatur:


Bruno, Louise und Michael Huber: Aspektbild-Astrologie. API-Verlag.
Dane Rhudhyar: Astrologischer Tierkreis und Bewusstsein, Hugendubel Verlag, München 1984
Gunda Scholdt: „Praxisbuch der Esoterischen Astrologie“, Ebertin Verlag, 1998
K. Parvathi Kumar: „Uranus – Der Alchemist des Zeitalters“, Edition Kulapati
Claudia von Schierstedt: "Finsternisse astrologisch deuten", Chiron Verlag
Dane Rudhyar u. Leyla Rael-Rudhyar "Der Sonne/Mond-Zyklus", Edition Astrodata

Helen Fritsch: "Die Wasserhäuser im Horoskop" http://www.astrologie.de/astrologie/b/5265/





Montag, 20. Juli 2015

Venus rückläufig ab 25. Juli 2015




Venus ist der Planet der Beziehungen, der Liebe, der Schönheits- und Wertmaßstäbe. Etwa alle 18 Monate erscheint die Venus von der Erde aus für ca. 6 Wochen rückläufig. In dieser Zeit der Richtungsänderung (25.7.-26.9.2015) melden sich nun Venus-Themen aus der Vergangenheit wieder und wollen von uns aufgearbeitet, vertieft und geklärt haben, bevor es wieder vorwärts gehen kann.

Unbefriedigt, unzufrieden, ungeliebt in Beziehungen?

Irgendwie scheinen wir in dieser Zeit nicht ganz in den Genuss einer erfolgreichen Arbeit oder einer befriedigenden Beziehung zu kommen. Das Gefühlsleben ist unbefriedigt und unbewusste Inhalte stören den natürlichen Fluss von Bewusstsein und Liebe und dem eigenen Wert. Unerledigtes oder unbewusste Programme halten uns in inneren Wertvorstellungen gefangen. Es kann sein, dass wir in der Vergangenheit starke Reaktionsmuster in uns entwickelt haben, mit denen wir jede Beziehung und jedes Ereignis danach beurteilen, wie sehr wir geliebt werden oder uns diese Liebe vorenthalten wird.

Vorrangig wird es um Partnerschaften gehen. Bei bestehenden Partnerschaften kann zu einer Kurskorrektur und zu Trennungen kommen, wenn die Partner erkennen, dass sie nicht mehr zusammen harmonieren. Emotionale Abhängigkeiten treten zutage und wollen gelöst werden. Jeder muss sich fragen, was er will, was ihm selbst wichtig ist und ob er dies auch in der gegenwärtigen Beziehung leben und verwirklichen kann. Neue potenzielle Partnerschaften sind mit Vorsicht zu genießen. Besser ist es, das Date auf Mitte September zu legen. Auch eine Hochzeit in dieser Zeit ist nicht zu empfehlen. Und wenn sie doch stattfindet, wartet die Beziehung mit karmischen Verstrickungen und Abhängigkeiten auf, die früher oder später geklärt werden müssen.


Konfrontation mit der Vergangenheit

Die rückläufige Venus spiegelt uns Beziehungsthemen wider, die vor 8, 16 oder 24 Jahren wichtig waren. Frühere Partner können sich plötzlich wieder melden und uns verunsichern. Doch der Kontakt wird höchstens so lange halten, bis Venus wieder direkt läuft (Anfang September). In bestehenden Partnerschaften können Themen auf den Tisch kommen, die vor 8 oder 16 Jahren relevant waren. Oder es kommt früher erlebtes Liebesleid hoch, das noch nicht verarbeitet und geklärt worden ist. Noch nicht abgeschlossene und losgelassene Partnerschaften umschweben uns wie Gespenster der Vergangenheit, verunsichern und schwächen uns – aber nur wenn wir es zulassen. Sie können eine gegenwärtige Beziehung stark belasten.

Doch meist liegen hinter diesen ungeklärten Beziehungsthemen ganz andere Themen. Die äußeren Auslöser sind nur die Trigger für tiefer liegende Erfahrungen von Schwäche, Unsicherheit, Minderwertigkeit und Mangel. Zusammen mit unserem Selbstwert werden auch unsere Finanzen einer Prüfung unterzogen. Wichtige Investitionen und Ausgaben sollten wir auf einen späteren Zeitpunkt verschieben oder besonders vorsichtig damit umgehen. Es kann allerdings auch vorkommen, dass bei einer rückläufigen Venus verlorenes Vermögen wieder zurückkommt.

Von der Jungfrau zurück in den Löwen

Venus macht kehrt im ersten Grad der JUNGFRAU, dem Zeichen der Ernte, wo die Spreu vom Weizen getrennt wird. Das heißt, bevor wir unseren ganz eigenen, charakteristischen Platz im Leben, im Beruf und in unseren Beziehungen finden, müssen wir noch ein paar wichtige LÖWE-Themen aufarbeiten, vertiefen und bewusst machen.
Die Venus bewegt sich bis zum Tierkreisgrad von 15° Löwe zurück. Besonders betroffen sind alle Menschen mit einer Löwe-Sonne, die zwischen dem 8. und 23. August geboren sind, ebenso die Wassermann-Sonnen vom 5. bis 18. Februar sowie die Stier- und Skorpion-Geborenen (ab 5. Mai und 8. November).

Im Feuerzeichen LÖWE geht es um unser Leben und unseren Selbstausdruck. Indem wir unsere Gefühle spontan und offen zum Ausdruck bringen, entwickeln wir Selbstsicherheit und Selbstbewusstsein. Wir lösen uns aus der Kindphase der emotionalen Abhängigkeit von Eltern oder Partnern, die als Elternersatz dienen, zu größerer Eigenständigkeit. Wir erfahren, das heißt, wir nehmen unmittelbar wahr, was wir lieben, wozu wir uns hingezogen fühlen, und gestalten dementsprechend unser Leben nach den eigenen Wünschen, Vorlieben und Interessen.

Wir zeigen uns, bringen unser wahres Wesen zum Ausdruck und gehen des Weg des Herzens.
Wie ein Kind sich hingebungsvoll seinem Spiel widmet, geben wir uns dem Augenblick hin, widmen uns mit ganzem Herzen einer Aufgabe und riskieren unseren Gefühlseinsatz im Spiel mit dem Leben und der Liebe. Das ist möglich, wenn wir in Kontakt mit unserer Mitte bleiben. Wir trauen uns „Ich will“ zu sagen, denn wir kennen unsere Herzenswünsche und sind uns bewusst, wohin es uns zieht. Das LÖWE-Bewusstsein sagt von sich: Ich bin die, die ich bin. Ich bin der, der ich bin.

Wir sammeln Kraft und Mut für eine Führungsaufgabe oder die Selbständigkeit, schaffen uns einen eigenständigen Wirkungsbereich. Wir stehen mit ganzem Herzen hinter einer Aufgabe,  lieben aus ganzem Herzen, verschenken unsere Liebe großzügig, strahlen Lebensfreude und Selbstbewusstsein aus. Eitelkeit und Selbstgefälligkeiten werden in dieser Zeit jedoch gnadenlos von der Umwelt zurückgespiegelt.

Rückläufige Venus und Hochsensibilität


Ein weiterer Faktor darf nicht unerwähnt bleiben: die Hochsensibilität. Wer bereits in seinem Geburtshoroskop (Radix) eine rückläufige Venus hat, neigt dazu, hochsensibel auf jede Berührung und ebenso hochsensibel auf jede Nicht-Berührung zu reagieren. Da seine Selbstsicherheit und sein Selbstwertgefühl schwach ausgebildet sind, wird er größtenteils seine Begegnungen nach dem Kriterium bewerten, wie sehr er beachtet und geliebt wird oder in welchem Maße ihm Sympathie vorenthalten wird.

Mit der rückläufigen Venus besteht die Tendenz, Verletzungen und Erfahrungen der Ablehnung zu verinnerlichen und überzubewerten. Wir sind aufgrund vergangener Erfahrungen so sehr darauf konditioniert, den Mangel und das Unvollkommene in Beziehungen und Umständen zu sehen, dass wir es versäumen, das Geschenk der Liebe vom Partner bewusst anzunehmen. Oft erfahren wir erst den Wert und Sinn einer Beziehung für uns, wenn sie beendet ist. Wegen der alten Missverständnisse in Liebesangelegenheiten und der entwickelten negativen Reaktionsmuster darauf kann es viele Probleme mit dem anderen Geschlecht geben.

Wenn Venus jetzt die letzten 15 Tierkreisgrade des Löwe-Zeichens rückwärts durchläuft, schenkt sie uns tiefe Einsicht in unsere eigenen Schwächen, Unsicherheiten und Abhängigkeiten. Wenn sie dann am 6. September auf 15° Löwe ihren Kurs wieder ändert, hilft sie uns dabei, Herzensgüte und schöpferische Fülle in uns selbst zu entdecken und zum Ausdruck zu bringen. Dann haben wir es nicht mehr nötig, den Angeber oder Macho zu spielen, uns mit etwas zu brüsten, was wir nicht sind, oder insgeheim nach einer Machtstellung zu schielen (unerlöste Löwe-Energie). Auch hochsensible Menschen können bei sich selbst ankommen und sich von der Fremdbestimmung anderer befreien, die sie aus innerer Unsicherheit einmal zugelassen haben.

Bis zur Direktläufigkeit der Venus  am 6. September dürfen alle, die es nötig haben, üben, so fest in der eigenen Mitte verankert zu sein, dass sie unabhängig von Lob und Tadel sich selbst zum Ausdruck bringen können. Jeder kann nach einer gescheiterten Lebensphase oder Liebesbeziehung die alten düsteren Erfahrungen von sich streifen, sich wieder dem Licht zuwenden und voller Vertrauen sein Herz öffnen. Jupiter und Venus im Löwen schenken uns in dieser Zeit Selbstbewusstsein, Freude und Selbstvertrauen für einen Neubeginn. 


Innere Werte und Vorlieben entdecken

Gemessen an äußeren Werten, Beziehungs- und Schönheitsmaßstäben mögen wir uns jetzt ungeliebt, minderwertig und extrem unsicher fühlen. Erfüllung und Befriedigung, die uns im Kontakt mit der Außenwelt verwehrt bleiben, finden wir jedoch reichlich in uns selbst. Wir können die Zeit der rückläufigen Venus nutzen, um unseren eigenen Wert, unsere innere Liebenswürdigkeit und Schönheit entdecken.

Erst wenn wir unseren inneren Wert erkannt und unsere Liebe zu uns selbst wieder entdeckt und verwirklicht haben, können wir uns  die Qualitäten des Zeichens JUNGFRAU zu Eigen machen. Dann können wir aufgrund unserer Selbsterkenntnis und eines gestärkten Selbstvertrauens Entscheidungen treffen. Wir entscheiden, welche Beziehungen uns gut tun, welche wichtig, sinn- und wertvoll für uns sind und welche nicht. Und da wir unseren Eigenwert nun höher einschätzen, können wir auch anderen Menschen mit größerer Wertschätzung gegenüber treten und einen vollwertigen Platz in allen unseren Beziehungen ausfüllen.

BERATUNG:
Wer eine astrologische Beratung zu diesem Thema oder generell zu rückläufigen Planeten in seinem Horoskop hat, darf mich gerne auf meiner Berater-Line bei Vidensus anrufen.

Ich wünsche euch allen wertschätzende liebenswerte Erfahrungen mit der rückläufigen Venus.
Eure Sundra

Donnerstag, 7. Juli 2011

Edelsteine

Meine Edelsteinbilder
(Öl auf Papier)

 
Der Chalzedon (Steinbock-Energie)

Im Chalzedon ist das auf und ab flutende Pflanzenleben der lemurischen Epoche der Erdentwicklung Mineral geworden, das einst als ätherische Kieselsubstanz von der Sonne her in die Eiweißatmosphäre der Erde hereinkam. Der Chalzedon repräsentiert in höchstem Maße strukturell und auch substanziell den Mutterzustand der pflanzenmineralischen Vorwelt.

Das Himmelblau des Chalzedons ist überirdisch, von Licht getragen. Die seelische Entwicklung geht von der Überwindung des Dunklen zum Hellen hin, aus dem Vergangenen in das Zukünftige hinein, bei dauernder Durchlichtung. Der wahre Mut, der beim dunklen Blau (z.B. dem Saphir) durch Zurückhaltung, Schweigen und Stille entsteht, erstarkt mit der Durchlichtung zum hellen Blau, wird frei und verströmt nach außen, ist ganz da.

Im Chalzedon verborgen liegt der Mut, Neues zu wagen, das es noch nicht gibt, über den eigenen Schatten zu springen, etwas Unbekanntes zu entdecken, zu ergreifen und zu bearbeiten. So wird das Vergangene tragfähig für die Zukunft. Von den 12 Edelsteinen des „Himmlischen Jerusalem“ verkörpert der Chalzedon die zukünftige Steinbock-Energie.



   
Der Chrysolith (Jungfrau-Energie)

Dieser goldgelbe Stein (gr. chrysos und lithos), ein magnesiumreicher Olivin, gehört wie alle Grünsteine und Edelsteinmineralien (Nephrit, Jade, Vesuvian und auch der Diamant) dem früheren Sonnenzustand der Erde an. In ihm ist der pflanzliche Lebensprozess mineralisiert, als Sonne und Erde noch in einer Einheit verbunden waren und die Mineralpflanzen das Ergebnis der inneren Sonneneinwirkung waren.

Eine Kombination von pflanzlichem, irdischem Grün mit dem Goldton der Sonne verspricht eine angenehme Wechselbeziehung von Aktivität und Zurückhaltung, so wie es an der Beziehung zwischen Erde und Sonne zu beobachten ist. Durch ihre jährliche Eigendrehung zeigt sich die Erde der Sonne, stellt ihr Eigenleben der Sonne zur Verfügung, zieht sich auch wieder von ihr zurück. Ebenso verhält sich die Sonne. Ähnliches vollbringt das menschliche Auge: Es kann sich im Hinblicken nach Außen verströmen und ebenso die Lider senken und alles Ichhafte zurücknehmen. Im Chrysolith zeigt sich die Seelentugend echter Höflichkeit, z.B. den eigenen Willen dahingehend einzusetzen, einem anderen (und dessen Willen) den Vortritt zu lassen, zuvorkommend zu sein.

Im Chrysolith zeigt sich die geläuterte irdische Jungfrau-Energie: ins Wesen eingegangene Höflichkeit oder Zuvorkommendheit als Herzenstakt. Hat die Menschheit / der Mensch dieses Seelenstadium erreicht, wird es zwischen Wesen und Welten keinen Unterschied mehr geben, das eine trägt das andere.

Das Auge ist der Leuchter deines Leibes. Ist nun dein Auge gleichmäßig klar, so wird dein ganzer Leib durchlichtet sein. Ist aber dein Auge trübe, so wird dein ganzer Leib finster sein.
(Matth. 6, Vers 22-23)


 Der Granat(Löwe-Energie)

Auch der der Granat (von lat. granum, Korn) entstammt der Sonnenstufe der Erde. Die Alten nannten in Karfunkelstein. Als Farbe ist er das Liebe tragende Herzblut, also geläutertes und leidenschaftsloses menschliches Blut. Blut ist der Erzeuger, Vermittler und Vernichter seiner selbst. Als Träger des Lebens erzeugt das Blut Wärme, vermittelt zwischen Körper und Seele, gilt als Karmaempfänger und Vermittler zwischen Atem und Sinneswahrnehmungen. Das Blut ist in der Lage, sich im menschlichen Organismus in einer feinen Weise zu vergeistigen („Blut ist ein ganz besonderer Saft“). Blut ist Materie und Geist in einem.

Bei Angst hört das lebendige Pulsieren und Strömen des Blutes auf, es „stockt“ oder „gefriert einem das Blut in den Adern“. Angst – als Nichtübereinstimmung des Menschen mit sich selbst, als Verlust der eigenen Geistigkeit – ist die größte Blutkrankheit. Die typische Struktur der Granatkristalle ist die eines Dodekaeders (Zwölfflächners). Der Pentagondodekaeder ist der fünfte Platonische Körper in der ausgewogenen Mittelposition und steht für den universellen Geist, für ätherische, geistige Energie, für das Eine göttliche Atom und das Lichtgitternetz, das unsere Erde umspannt.

Wendet sich der Menschengeist freiwillig dem Weltengeist zu (in Denken und Wollen), wird ihm die Entängstigung seines Blutes zuteil. Denn wo Liebe ist, kann keine Angst sein. In der geistigen Zukunft kennt der Mensch keine Angst mehr und trägt in sich den Mut, aus reiner Geisteskraft aufzuleuchten.





 Sarder, aufgeschnitten (Waage-Energie)

Der Sarder (persich serd, gelbrot) gehört zu den Achaten und Chalzedonarten, bei denen die verschiedenen Arten von Kieselsäure in wechselnden Schichten und Lagen angeordnet sind, die sich auch farblich voneinander unterscheiden. Manchmal werden die Achate „Mütter des Bergkristalls“ genannt, da ihnen oft die größten und schönsten Bergkristalle oder Amethyste aufsitzen. Die rötliche Schicht zeigt seine Verwandtschaft mit dem Karneol, die weißliche Nachbarschicht gehört zum Chalzedon-Bereich.

Die Sarder-Karneol-Bildung soll in der alten Phase der Pflanzentiere und Mineralpflanzen entstanden sein, woraus sich später das Mineralreich, die Pflanzenwelt und das Tierreich mit niederen Arten entwickelt haben soll. Entsprechend dazu hat sich beim Menschen der Haut- bzw. Tastsinn ausgebildet. Als Seelenkraft entspricht diese Mineralstufe einer ruhigen Gelassenheit, einer vollkommenen Übereinstimmung der Seele mit ihrem eigenen Sein und Wesen und ihrem Dasein in der Welt.

Die früheren Gemmenschneider haben die Zweifarbigkeit von Rotbraun und Weiß des Sarders benutzt, um das Bild oder Porträt eines Menschen in der rötlichen Farbe vor dem weißen Chalzedon-Hintergrund anzufertigen, um so die Harmonie des inneren Wesens mit der äußeren Gestalt zu zeigen.  In dieser Farbschwingung von Rot und Weiß schwingt auch die Harmonie von Körper-Seele-Geist, die sich gegenseitig durchdringen. Das Geistige (Weiß) wird beseelt (Rot), das Seelische (Rot) durchgeistigt (Weiß) – im Körper, die volle Übereinstimmung mit sich selbst, das heißt, die Bejahung des eigenen wie des fremden Wesens.

Quellenmaterial:
Friedrich Benesch "Apokalypse, Die Verwandlung der Erde -
Eine okkulte Mineralogie", Urachhaus 1981

Donnerstag, 17. Februar 2011

Vollmond 30° Löwe - Sonne 30° Wassermann

VOLLMOND 18. Febr. 2011
9:37 h MEZ für Kassel / Brilon

Sonne 30° Wasserman
Mond 30° Löwe


Es fällt auf, dass die letzten 5 Vollmonde (Okt. 2010 bis einschl. Febr. 2011) auf dem 30. Grad der Tierkreiszeichen liegen. So erscheint auch bei den Monden wieder die Venus-Zahl 5 für den vollkommenen Menschen (s. Blog-Eintrag über den Venus-Fünfstern von Nov. 2010

Die 5 Vollmonde auf dem 30. Grad von Widder bis Löwe

23.10.2010 Mond 30° Widder – Sonne 30° Waage
21.11.2010 Mond 30° Stier – Sonne 30° Skorpion
21.12.2010 Mond 30° Zwillinge – Sonne 30° Schütze
19.01.2011 Mond 30° Krebs – Sonne 30° Steinbock
18.02.2011 Mond 30° Löwe – Sonne 30° Wassermann
19.03.2011 Mond 29° Jungfrau – Sonne 29° Fische

Wir befinden uns in einer bewegten Zeit des Übergangs – wie in einem Tunnel mitten durch die Materie – sei es über den markanten Punkt des Übergangs von Fische nach Wassermann, der neuen Zeitgeistströmung von 2100 Jahren im Zeichen des Menschen (Wassermann) - als auch über den Frühlingspunkt 1° Widder und die anderen Kardinalpunkte. Jupiter in Konjunktion mit Uranus bringt gute „Gott sei Dank“ - Lösungen und „sanfte Revolutionen“, was wir in den letzten Tagen miterleben durften.

Beispiel Ägypten: Im Unabhängigkeits-Horoskop von Ägypten (15.3.1922) befindet sich die Venus auf 2° Widder am IC in Opposition zum Waage-Saturn am MC und im Quadrat zu Pluto im 7. Haus. Dieses T-Quadrat von VE/SA/PL wird sowohl von der kardinalen Klimax-Konstellation als auch durch den Saturn-Umlauf (29 Jahre) aktiviert und wird dem Volk der Ägypter eine neue Regierung und den ersehnten nationalen Wohlstand schenken; den Selbstwert haben sich die Ägypter selbst zurück erobert.

Das Aspektbild für den Februar-Vollmond weist wie auch im letzten Monat wieder eine „Strömer“ - Figur auf (Huber-Schule), einer perspektivisch verschobenen Drachenfigur ähnelt. Eine neue Strömung / Entwicklung kündigt sich mit großer Macht an, die von 9 Planeten erzeugt, getragen und gesteuert wird, doch es ziehen noch nicht alle an einem Strang, da die Einsicht in die Notwendigkeit dieser neuen Entwicklung fehlt. Das Quadrat von Venus-Saturn auf der Du-Seite des Horoskops wirkt wie eine Blockade oder Sperre. Frieden, Gerechtigkeit und Wohlstand für alle sind noch gefährdet durch Doktrinen und verhärtete Gedankenstrukturen. Die Institutionen, die unsere Gelder und Güter verwalten, tun dies immer noch zum Eigennutz und nicht zum Wohle des Ganzen. Menschen werden immer noch als Arbeitstiere und in der Abhängigkeit gehalten, es zählt nur ihr Arbeitswert, nicht ihr individueller Wert. Das ist die kranke Stelle in der Gesellschaft, die von der neuen Strömung, einem neuen ganzheitlichen Bewusstsein, gereinigt und geheilt werden will. Das ist auch die schwache Stelle beim Einzelnen, der auf seine eigene Wirklichkeit und seinen Selbstwert verzichtet zugunsten einer Schein-Integration in der Herde, wo er seine soziale Brauchbarkeit und Arbeitskraft ständig unter Beweis stellen muss. Das macht krank. Der ganze III. Quadrant des Denkens und der Begegnungen ist davon betroffen: blockiert, nicht offen für die neue Strömung, das neue ganzheitliche Denken und Handeln.

Erinnern wir uns an die neue Saat des letzten Neumonds – als Symbol Ein Zug fährt in einen Tunnel. Ich weiß nicht, welche Erfahrungen ihr gemacht habt, doch ich werde täglich mit Inhalten aus dem Unbewussten (Dunkelheit, Tunnel) konfrontiert. Eine Menge an Informationen und Bildern strömt ins Licht, darf angeschaut, gewandelt, ausgeschieden oder integriert werden. Eine Menge Seelenstoff liegt zur Bearbeitung an. Und alle Symbole weisen auf die innere Alchemie und ihre Wandlungen hin. Eine Botschaft lautet V.I.T.R.I.O.L.

Visita Interiora Terrae Rectificando Invenies Occultum Lapidem
„Besuche das Innere der Erde, durch Läuterung wirst du den verborgenen Stein finden.“

Dieser alte Lehrsatz der Alchemisten hat bis heute nicht an Aktualität verloren. Auf dem Weg zur Vervollkommnung oder der Individuation - wie CG Jung es nennt - ist dieser Weg nach innen eine notwendige Station. Die Formel Vitriol ist ein alchemistisches Symbol für die Stoffumwandlung und Läuterung der Seele, für den Prozess der Wandlung vom Dunklen, Unbewussten, Kranken zu Licht, Bewusstsein und einer harmonisch ausgewogenen Ganzheit.

Die Sabischen Symbole dieses Vollmonds geben Aufschluss über das Erreichte in diesem Prozess.

Mond 30° Löwe
Ein unversiegelter Brief


Auch dieses Symbol sollte nicht isoliert vom Ganzen betrachtet werden, denn es bildet den Abschluss des Tierkreiszeichens LÖWE mit dem Geschenk des Selbstausdrucks für den Menschen als einer bewusst gewollten und zielgerichteten Konzentration, die Ebene des schöpferischen Geistes zu erreichen. Mit dem MOND in diesem Sonnenzeichen muss sich der Mensch jedoch vor dem Stolz und der Hybris hüten, selbst ein Gott-König oder Schöpfer zu sein mit einer Menge von Privilegien, Besitzrechten, Copyrights für Ideen, Erkenntnisse und Wortschöpfungen.
Der Brief ist nicht versiegelt. Sein Inhalt ist weder geheim noch für eine bestimmte Person bestimmt sondern er ist öffentlich. Jeder darf den Inhalt lesen. Die Botschaft an dieser Stelle des Tierkreises lautet einfach: Du bist es. Tat Twam Asi. Du bist ein Teil, du bist Teil-Haber des Einen Geistes der Menschheit. Alle Gedanken und Erkenntnisse, alles, was im Denken eines Menschen Gestalt annimmt, ist das geistige Eigentum aller Menschen. Wenn die Zeit reif ist, kommen vorübergehend verborgene Erkenntnisse und Gedanken an die Oberfläche, Wer in dieser mentalen Entwicklungsphase auf Besitzrechten im Bereich der Ideen beharrt, hat nichts verstanden. Wir haben alle teil am göttlichen Geist und die göttliche Stimme spricht durch jeden von uns und in jedem von uns. Unversiegelt. Mit-Teilung hat Vorrang vor dem persönlichen Willen der Selbsterhöhung.

Sonne 30° Wassermann
Tief verwurzelt in der Vergangenheit einer uralten Kultur wird einem, der mit Erfolg seine Metamorphose hinter sich gebracht hat, eine geistige Bruderschaft offenbart, in der viele Menschengeister verschmolzen sind zu einem schimmernden Licht einmütigen Bewusstseins.


Hier weht der Geist der Wassermann-Energie, auch wieder als Essenz und Errungenschaft der Bewusstseinsarbeit vieler Menschen, einer universalen Gemeinschaft von Menschen. Voraussetzung für diese Offenbarung ist jedoch die Metamorphose, der Verwandlungsprozess an der Wurzel des Seins, eine radikale Änderung des Bewusstseins, des Denkens und aller damit zusammen hängenden Strukturen, Muster und Beziehungen im Leben. Das ist auch das Ergebnis des alchemistischen Werkes, von dem ich eingangs schrieb. Das persönliche Bewusstsein (der Animus) verschmilzt mit dem göttlichen oder kosmischen Bewusstsein des Ganzen; die Individualseele (die Anima) verschmilzt mit der Weltseele, der anima mundi. Aus dem Blickwinkel der Persönlichkeit bleibt die individuelle Gestalt als Phänomen erhalten und unterscheidet sich von anderen Personen, doch aus der Entfernung oder als geistige Vision erscheinen die Lichter der Vielen als ein einziger Ort strahlenden Lichts, als „einmütiges“ und einstimmiges Bewusstsein.

Um diesen letzten Wassermann-Grad mit der Sonne versammeln sich noch vier weitere Planeten. Mit dem nächsten Neumond wird dieser Punkt für weitere fünf Wochen aktiviert – durch Neptun.

Lichtgrüße aus der Dunkelheit
Sundra
astrologie(at)sundra.eu

Montag, 9. August 2010

10.8.10 Neumond im Löwe



Der LÖWE-NEUMOND (die Konjunktion von Sonne und Mond im Löwe) führt diesmal ein Eigendasein, bleibt ohne Aspekte, kehrt der hochbrisanten kollektiven Kardinalen Klimax-Krise den Rücken, spendet jedem Einzelnen von uns diesen Monat eine Extra-Portion von kreativer kraftvoller Lebensenergie – jeder in dem Bereich (Haus), die diese Neumond-Konstellation aktiviert. Für die Regionen Deutschlands fällt die Neumond-Konstellation ins 1. Haus und aktiviert die jeweils eigenen Belange, die eigene Art der Durchsetzung und das Auftreten.
Mit der Neumond-Energie kommt der Impuls zu einer inneren Neuorientierung. Neue psychische Kräfte dürfen entdeckt und ausprobiert werden. Selbstbewusstsein, Mut, Eigeninitiative und schöpferische Verantwortung sind angesagt.

Schauen wir uns das Sabische Symbol dieses Neumonds an:

SONNE / MOND auf 18° LÖWE
Ein Chemiker führt vor seinen Studenten ein Experiment durch.

Schlüssel:
Beim Forschen nach verborgenen Naturprozessen erlebt das menschliche Denken die Spannung des Entdeckens.

Es ist eine Schulsituation beschrieben, in der der Einzelne seine erworbenen Fähigkeiten, sein gereiftes Wissen um Zusammenhänge und Naturprozesse an die jüngere Generation weitergibt. Als Lehrer oder Meister der Chemie demonstriert er sein praktisches Können, zeigt seine Kunst der Elemente- oder Stoffumwandlung, die Beherrschung des Stoffes. Ein moderner Alchemist! – wenn er denn auch das Feinstoffliche (Unstoffliche), Geist und Seele, in der Natur erkennt und mit der Natur arbeitet statt sie zu unterdrücken!

Der Tierkreisgrad von 18° Löwe ist auch als „Alchemistengrad“ bekannt.
Die überlieferte Lehre der Alchemie oder hermetischen Philosophie geht von der Erfahrung aus, dass der Mensch nichts anderes als eine Miniaturausgabe des Kosmos ist – „Der Mensch – eine kleine Welt“ (Demokrit), und die Einzelseele Bestandteil der großen Weltenseele (anima mundi) ist.

Im Menschen wohnt die Sehnsucht nach Vollkommenheit, nach Verfeinerung und Vergeistigung, nach einem Bewusstsein der Einheit, dem Überwinden der Dualität.
Die alchemistischen Stufen und Vorgänge, z.B. die Umwandlung der Metalle, entsprechen Entwicklungsprozessen und Vorgängen auf der innerpsychischen Ebene, dem Verwandeln der unedlen Stoffe in der Seele in Gold, in reines Bewusstsein, in das goldene Licht der Sonne im Herzen des Löwen. Die Erschaffung des „Steins der Weisen“ kommt der Geburt des „göttlichen Kindes“ gleich. Die Formel „VITRIOL“ besagt (aus dem Lateinischen übersetzt): „Besuche das Innere der Erde, durch Läuterung wirst du den verborgenen Stein finden.“ Das ist mit kurzen Worten das Ziel des „Großen Werkes.“
So kitzelt dieser LÖWE-Neumond – eine Sonne-Mond-Konjunktion im goldenen Sonnenzeichen LÖWE – eben auch den schlafenden Löwen in uns wach – einige mögen den Hahnenschrei hören, anderen mag ein Licht aufgehen, und manch einer wird gar ein goldenes Ei legen können. Jeder hat die Möglichkeit, seine unedlen und groben Anteile in Gold zu verwandeln und mag auf die Träume in dieser Zeit achten, die von energetischen Beziehungen und Wandlungen in seiner Psyche berichten.
Zum ganzen Artikel über den Neumonds geht es hier lang ASTRO AKTUELL
"Wer mit dem Lauf des Tao übereinstimmt und den natürlichen Vorgängen des Himmels und der Erde folgt, findet es leicht, die Welt zu lenken." (Huai Nan-Tzu)

Mit Sternengrüßen,
Sundra