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Sonntag, 13. September 2015

Neumond Jungfrau am 13.9.2015



     Neumond oder Schwarzmond – das ist die Hochzeit von Sonne & Mond am Himmel. Die dunkle Mondin ist nun wieder einmal zum Gefäß geworden, in das sich die geistigen Inhalte der Sonne ergießen – in aller Stille im Verborgenen. Neumond ist eine Zeit innerer Neuorientierung, eine Zeit, neue Kräfte in sich zu entdecken, sie auszuprobieren und auszubilden. Diese Energie ist vorerst unbewusst. Die Idee des neuen Samens liegt noch im Dunkeln, doch im Unsichtbaren wird der Boden für das Neue vorbereitet. 

     Die Zeit ist günstig, sich auf Herausforderungen und neue Beziehungen einzulassen, Projekte zu initiieren und neue Impulse zu setzen. Doch es sollte mit vermehrter Behutsamkeit und Achtsamkeit geschehen, denn die Neumond-Stellung ist aus mehreren Gründen unberechenbar und mag uns mit unerwarteten Turbulenzen überraschen.

  1. Der Jungfrau-Neumond im 12. Haus (für Europa)
Das Fische-Haus wird allgemein als „Ort des Rückzugs“, des „Exils“ oder als „Isolation“ erfahren, ein Ort und Moment der Stille… zugleich ein Zeit-Raum des Endes und des Neuanfangs, an dem alles möglich ist… wo alles miteinander verbunden ist… der Bereich des kollektiven Unbewussten… ein finsterer Ort in uns, ähnlich dem vorgeburtlichen Chaos im Mutterleib, wo das ungeborene Kind noch mit der Mutter verbunden ist… Und es ist ein Ort der „verborgenen Feinde“ in uns selbst, an den wir „die Bösen“, „die Anderen“, „die Schlechten“ und generell alles Fremde und Angstmachende abschieben.

     Bei Sonne und Mond im 12. Haus sind Geist und Seele, Kopf und Herz, im Unsichtbaren vereint, schwingen in Übereinstimung und halten Hochzeit…  Die Welt kann als ein Ganzes wahrgenommen oder zumindest geahnt werden – von einem Bewusstsein, das „Welt“ ist… Der Einzelne ist aufgehoben in einem größeren Ganzen… die Grenzen zwischen Ich und Du, mein und dein, sind aufgelöst, es gibt sie noch nicht oder nicht mehr… Darüber mag sich jeder Einzelne seine eigenen Gedanken machen, mag dieses oder jenes wollen und fühlen (Erleichterung und Freude, Sorge, Angst oder Hass…). 

     Ein Strom von kollektiven und gemischten Gefühlen (und Flüchtlingen) überflutet und überwältigt den Einzelnen, der Lebensstrom löst Mauern und Grenzen auf… der Einzelne ist hilflos… Einige versinken in den Tiefen des Ozeans und der Dunkelheit, andere werden vom Fluss des Lebens getragen und irgendwo an Land gespült…  Die einen fühlen sich und ihre Existenz bedroht – die anderen erhoffen sich einen Ort des Friedens und Überlebens… die einen fühlen sich wohl genährt, gut versorgt und leben im Überfluss – die anderen sind aus lebensfeindlichen Gebieten geflohen, haben eine qualvolle Odyssee hinter sich, Hab und Gut und Heimat hinter sich gelassen, brauchen Asyl, eine neue Existenzgrundlage.
          

 Das 12. Haus - ein Ort der Isolation, des Exils, des Verdrängten
     Seit August 2015 befindet sich auch der Planet Jupiter (der Gute Hirte) im „Exil“, nämlich im Erdzeichen Jungfrau, denn er ist ja der alte Herrscher des gegenüber liegenden Fische-Zeichens und gleichzeitig Regent des nach Entwicklung drängenden Schütze-Zeichens. Alle trennenden polaren Vorstellungen, die von Zwillinge-Schütze (Inland - Ausland, bekannt - fremd, meine Sicht-deine Sicht), von Widder-Waage (ich - du), von Stier-Skorpion (meine Werte - deine Werte), von Löwe-Wassermann (Individuum - Menschheit, Ich-Bewusstsein und Wir-Bewusstsein) und die von Krebs-Steinbock (privat – öffentlich, Anfang bzw. Ende des Lebens) sind im 12. Haus aufgehoben und führen zur Quintessenz und Großen Synthese der geeinten Jungfrau-Fische-Polarität (meine = deine = unsere Existenz). Aus spiritueller Erfahrung entspricht das 12. Haus der dreifachen wahren Natur des Menschen: Sat-Chit-Ananda, d.h. reinem Sein (sat), Bewusstsein (chit) und Glückseligkeit (ananda).

      Die „verborgenen Feinde“, von denen wir sozusagen „von hinten durch die Brust ins Knie“ angegriffen werden, sind nichts anderes als unbewusste Projektionen, die wir ins Exil geschickt haben, mit denen sich „die anderen“ rumschlagen sollen, für die andere verantwortlich sind. So glauben wir. Das ist eine Selbsttäuschung. Auch wenn Europa jetzt nicht auf dem „moonshadow“ der Sonnenfinsternis herumhüpfen kann, da der Schatten nur in Südafrika und Südindien etc. sichtbar ist, so reichen die Wurzeln für die Ängste der Menschen viel tiefer, sind archaischer und archetypischer Natur.

  1. Neumond auf 21° Jungfrau
     Im 12. Haus ist alles und nichts ist möglich. Alles ist mit allem verbunden. Das Kollektive macht dem Individuellen angst. Die Welt ist ein Ganzes. Menschen begegnen sich. Menschen sind füreinander da. Es geht nicht um das Trennende, um Arme und Reiche, um Inländer und Ausländer, um Schwarze oder Weiße, um unser Land und euer Land. Es geht um das Verbindende, um das, was alle eint.
Das globale Leid der Menschen und auch der Weltschmerz von Mutter Erde (Sonne/Mond Opposition Chiron in Fische) findet nun in Europa ein „öffentliches Aufbrucherlebnis“. 

     So nennt Wolfgang Döbereiner den Gruppenschicksalspunkt von Sonne-Uranus auf 22° Jungfrau/Fische. Es ist eine Konstellation zur Befreiung aus einer unechten und fremden Lebenssituation. Hungersnot, Kriege und Unterdrückung sind das Resultat menschlichen Handelns, das Resultat von Ausbeutung, Ehrgeiz und Gier nach ausschließlich materiellem Reichtum und Wohlstand. Menschen, Staaten und Gruppen, die sich durch Ausbeutung schwächerer Menschen, Staaten und Minderheiten bereichert haben oder entwickeln konnten, haben nun die Gelegenheit, ihr Bewusstsein auszuweiten, ihre Verantwortung zu erkennen, „global zu denken und lokal zu handeln“.

Das so genannte Wirtschaftswachstum in Europa und der westlichen Industriestaaten beruht eindeutig auf dem Diebstahl fremder Identitäten, Lebensformen, Werte und Bedeutungen, um ja selbst keinen Mangel erfahren und die eigenen Grenzen bzw. das eigene Schicksal (Saturn) akzeptieren zu müssen. Jetzt MUSS der Gürtel enger geschnallt werden. Wir dürfen abgeben und teilen!

    Ein anderer für das Flüchtingsthema hoch aktueller Gruppenschicksalspunkt der Münchner Rhythmenlehre ist Mars-Uranus auf 17,5 ° = 18° Widder mit seinem Spiegelpunkt auf 13° Fische. URANUS hat im Jahr 2015 zweimal diesen Punkt aktiviert: im April/Mai und im Oktober/November und wird ihn letztmalig im Februar 2016 aktivieren. Und CHIRON hat den Spiegelpunkt 12,5° = 13° Fische bereits im April/Mai 2013 und im Februar 2014 passiert.

           
3. MC 14° Krebs für das Neumond-Horoskop in Europa

     Gemästet und satt gegessen an den geraubten Lebensmitteln der Entwicklungsländer sitzt Europa mit seinen Gästen „in einem prächtigen Speisesaal“, ruht sich nach einem „üppigen Bankett“ aus. So erzählt es der Tierkreisgrad mit dem Sabischen Symbol von 15° Krebs. Ein Bild für das wirtschaftlich gesättigte bis übersättigte Europa, das nur für sein materielles Wachstum gesorgt hat und dabei die menschlichen Herzensqualitäten, wie die Nächstenliebe und das Teilen völlig ignoriert hat.

     Jupiter, der für Mehrung, Wachstums- und Entwicklungsprozesse steht, ist im Krebs (15°) erhöht, drängt nach Fülle und Fruchtbarkeit: Seid fruchtbar und mehret euch! Er steht allerdings im Neumond-Horoskop im „Exil“ (Jungfrau) und sorgt dort als „Gerechter“ (Zadik) für karmische Gerechtigkeit, führt die Heimatlosen, Entrechteten und Ausgestoßenen nun zum frischen Wasser … zwar nicht ins „Paradies“, doch in ein Land, wo Milch und Honig fließen, wo es Menschen gibt, die „willkommen!“ rufen und ihre Herzen öffnen… wo es Menschen gibt, die bereit sind, den Gürtel enger zu schnallen und den Migrantenstrom als Heilmittel für ihre Ignoranz, Übersättigung und Bedeutungslosigkeit begrüßen – wenn auch noch unbewusst oder unfreiwillig.  

     Der trennende Verstand kommt an seine Grenzen…Nun darf das Herz sprechen. Nur das Herz ist groß genug, um alles, was ist (oder nicht ist) in Liebe zu erfassen. Europa hat nun die Chance, etwas gut zu machen und darf den riesigen Flüchtlingsstrom, der sich bei ihm im Exil befindet, nun an seine Tafel lassen, ihm für die geraubten Entwicklungsmöglichkeiten neue anbieten.

4. Denebola in Konjunktion mit Neumond /Sonnenfinsternis

     Eine weitere Besonderheit ergibt sich durch die Konjunktion von Sonne/Mond mit dem Fixstern Denebola (Beta Leonis im Sternbild Löwe), der sich im Neumond-Horoskop auf 21°50’ in der Jungfrau befindet. Er kennzeichnet den „Schwanz des Löwen“. Aufgrund seiner uranischen Natur wird er mit plötzlichen, unberechenbaren Energien gleich einer Sprengkraft in Verbindung gebracht. Wer sich selbst erhöht hat und zu Ruhm aufgestiegen ist, kann ebenso plötzlich wieder zu Fall kommen. und erniedrigt werden.

     Denebola wird auch mit ungewöhnlichen Vorgehensweisen assoziiert, mit einem Verhalten, das außerhalb der Norm liegt, das alles Bekannte sprengt und etwas noch nicht Dagewesenes ins Leben bringt. Außergewöhnliche Zustände verlangen außergewöhnliche Lösungen. Uranusenergie ist angesagt. Das Sabische Symbol für den Uranus-Grad lautet „Ein junges Mädchen füttert im Winter Vögel“ und zeigt, dass die winterliche Krise – die Gefühlskälte – durch Mitgefühl überwunden werden kann. Während im Winter die Zugvögel nach Süden fliegen, erreichen Europa nun andere Zugvögel, die Hilfe brauchen. Sie konnten sich dem drohenden Tod und dem Verlust ihres Heims nur durch Flucht entziehen und sind auf die Partnerschaft und Teilhaberschaft anderer Geschöpfe angewiesen.

     Die Schwärme von Zugvögeln sind ein treffender Vergleich für den Strom der Flüchtlinge auf der geistigen Ebene (Vögel). Das heißt übersetzt für Europa: Durch das Willkommenheißen der Migranten und durch den Aufbau einer Partnerschaft mit ihnen wird Europa gleichzeitig den schöpferischen Geist willkommen heißen, ihn erhalten und nähren – durch alle weiteren Krisen hindurch. Wenn Europa sein Schicksal und seine Bestimmung annimmt, wird es gegen alle Anfeindungen und Bedrohungen geschützt sein, da es mit der geistigen Kraft auch seinen Ursprung annimmt und eine unangreifbare Identität erhält.

5. Neumond plus Sonnenfinsternis

     Gleichzeitig mit dem Jungfrau-Neumond findet auch eine partielle Sonnenfinsternis statt (in Europa nicht sichtbar) mit der Opposition zu Chiron in den Fischen, dazu eine Opposition von Jupiter in der Jungfrau zu Neptun in den Fischen, und last but not least wird Merkur wird mal wieder rückläufig (17.9.-9.10.15) und gibt allen Zeit und Raum, die aktuellen Gedanken, Herausforderungen und Entscheidungen zu prüfen, zu besprechen und zu überarbeiten.

     Mit der Sonnenfinsternis verdunkelt sich das Licht. Aus irdischer Sicht schiebt sich der Mond vor die Sonne – Gefühle und emotionale Bedürfnisse überschatten das Bewusstsein (Sonne). Jede Finsternis ist ein globales Ereignis und betrifft die eine Weltseele, die Gemüter aller Menschen, die ganze Menschheit. Es geht um das Bewusstsein der Menschheit als ein ganzes energetisches Kraftzentrum. Jeder Einzelne ringt hier & jetzt um Bewusstsein, um Kontrolle, um Licht und Klarheit.
Umso mehr werden die reifen, also geeinten Jungfrau- und Fischequalitäten benötigt, das Unterscheidungsvermögen ebenso wie Verständnis und Mitgefühl. Die Opposition zu Chiron

Die Jungfrau-Fische-Energie

     Die Skala jungfräulicher Entsprechungen in der menschlichen Persönlichkeit reicht von ängstlicher Vorsorge um die eigene Existenz und einem Nützlichkeitsdenken für die persönliche Befriedigung (Niveau des unbewussten Massenbewusstseins) über die Fähigkeit zur Selbstanalyse und kritischen Innenschau (innere Reife und Bewusstsein) bis zur bewussten Wahrnehmung der einen Seele, dem verschmolzenen Bewusstsein von Jungfrau-Fische, das zwischen eigenem Erleben und dem der anderen keinen Unterschied macht (allumfassende Weisheit auf der Grundlage von Liebe).

     Auf dieser höchsten Ebene erkennt der Jungfrau-Mensch die innere Verbundenheit mit allen Wesen und widmet sein Leben ausschließlich dem Dienst an der Menschheit und Welt. Mit diesem Bewusstsein, das auch bereit ist für das "Einsammeln der Ernte" (karmischer Ausgleich) hat er auch das Potenzial des gegenüber liegenden Fische-Zeichens integriert.


       Die Kraft und Freude des Neuanfangs – aber adagio

Das Neumond-Horoskop zeigt Sonne und Mond im 12. Haus und einen Waage-Aszendent. VENUS als Regentin dieser 14-tägigen Neumond-Periode beherrscht auch den Zeitraum der Sonnenfinsternis-Auswirkung von ca. 6 Monaten. Die Venus steht im Zeichen Löwe im 10. Haus der Bestimmung und öffentlichen Berufung. Nun wird es sich zeigen, ob wir die vorbereitende Venus-Löwe-Lektion ihrer rückläufigen Phase in unseren Charakter und unser Bewusstsein integriert haben.

     In der Neumond-Venus-Stellung in der Mitte des Löwezeichens (16°) beginnt ein neuer Zyklus. Die Zeichen stehen auf „Befreiung“. All denen, die den schweren Sturm einer persönlichen Krise überwunden haben, die sich ihre Freiheit wieder erkämpft oder erhungert haben, winken ein neues Leben und eine neue Liebe. Trotz vieler Verletzungen und Enttäuschungen auf der emotionalen Ebene ist das Bewusstsein wieder klar und der Geist erfrischt. Wir kennen unsere Stärken und Schwächen - zumindest sollten wir sie kennen.

     Bei aller Freude und Kraft des Neubeginns sollten wir allerdings nicht gleich blind vorwärts stürmen, denn die Sonnenfinsternis mahnt zur Vorsicht. Zu viele Energien sind noch unbewusst und wollen erst noch von uns erkannt, bewusst erfasst und integriert sein (vor allem die „verborgenen Feinde“). Jede Art von emotionaler Einengung und Verstrickung will erkannt und gelöst sein. Ebenso verhält es sich mit der Neumond-Energie. Sie kann zuerst auf der inneren Ebene, in der Innenwelt, erfahren werden (12. Haus). Wir gehen nach innen, meditieren, er-innern uns an das Wesentliche, an das wir wirklich wollen und schließen bewusst mit dem Alten ab. Über Träume, Ahnungen und Visionen erhalten wir Hinweise über den neuen Weg und die einzuschlagende Richtung.

       Ambivalenz von Nähe oder Distanz

     Der Zustand von Selbstsicherheit und Selbstbewusstheit ist noch schwankend und erfordert ein sorgfältiges Auspendeln unserer Bedürfnisse. Die Verbindung von Venus mit Uranus zeigt einen Konflikt zwischen dem Bedürfnis nach Partnerschaft und dem Wunsch nach mehr Autonomie. Jeder möge sich fragen und prüfen, was ihm lebenswerter erscheint, das Bedürfnis nach Nähe und Zusammensein (Venus) oder der Drang nach Freiheit (Uranus). Wer diesen Konflikt in sich kennt, wird auch erkennen, dass er den nicht gelebten Part auf den Partner projiziert. Dieser nimmt ihm entweder die Luft zum Atmen oder er ist nicht da, wenn man ihn braucht.

     Für ein ausgewogenes Verhältnis von Freiheit und Nähe ist es notwendig, dass wir uns selbst von einschränkenden Gedanken und Ängsten (Angst vor Verlassensein, vor Bindung, vor Unsicherheit) befreien. Dann können wir uns da, wo es uns wichtig ist, auf Nähe einlassen oder uns distanzieren und abgrenzen. Wir haben es in der Hand, diese Bedürfnisse zu erkennen und zu steuern – ebenso, sie mit den jeweiligen Bedürfnissen des anderen in Einklang zu bringen. Wenn wir innerlich frei, d.h. ohne Vorurteile und Ängste sind, können wir auch für andere Menschen offen sein und ihnen mit mehr Verständnis begegnen.

     MERKUR, die alles verbindende Kraft der Kommunikation, steht am Aszendenten in einer sehr herausfordernden, spannungsgeladenen Verbindung zu Uranus und Pluto. Hier müssen zwingend und dringend große Veränderungen vorgenommen werden. Alle Ungleichgewichte müssen ausgeglichen werden – zwischen ich und dem anderen, zwischen arm und reich, Ost und West, vertraut und fremd. Die Standpunkte von Fremden wollen ebenso verstanden sein wie des Partners und der Kinder! Das beginnt im Denken. Das Projizierte darf integriert werden!

     Uranus wird für unvorhergesehne Wendungen sorgen, wird uns radikal aus zu engen oder nicht stimmigen Bindungen herausreißen, und uns damit mehr Freiraum für die individuelle Entwicklung und Eigenständigkeit schenken. Wir erhalten eine neue Gelegenheit zu völlig neuen und andersartigen Beziehungen, zu mehr Freiraum, zu einem Orts- oder Jobwechsel, zu einer neuen Aus- oder Fortbildung.

Lesen Sie mehr zur gegenwärtigen Aufgabe in meinem Text „Saturn im Schütze“
und der noch folgenden aktuellen Jupiter-Neptun-Schwingung.

Ich wünsche Ihnen Licht auf Ihrem Weg
Sundra

alle Bildquellen: (C) Sundra Kanigowski
Horoskopformular von www.astro.com

Donnerstag, 2. Juli 2015

Vollmond am 2.7.2015



Der volle Mond bringt nun an den Tag und ins Bewusstsein, was vorher nur gefühlt und geahnt worden ist. Ob es sich bei uns um eine Erleuchtung, Erfüllung und Erkenntnis handelt oder wir den Vollmond als einen Aufruf zur Trennung und Lösung oder als innere Zerrissenheit erfahren, hängt davon ab, auf welchen Boden der Neumond-Same (von 26° Zwillinge) bei uns gefallen ist und wie wir ihn in den letzten 14 Tagen genährt haben.

Die Schwierigkeiten, die sich den beim letzten Neumond (16.6.) begonnenen Vorhaben, Angelegenheiten und Plänen entgegen stellen, wollen aus dem Weg geräumt und überwunden werden. Die Tage vor Vollmond sind immer eine Zeit des Kampfes und persönlichen Einsatzes, bis wir am Tag des vollen Mondes unser Ziel / unseren Weg / unsere Situation klar erkennen. Mit der Zunahme des Lichts wächst auch die Erkenntnis – dem, der sich dafür öffnet und ein geeignetes Gefäß zur Verfügung stellt.

Mit der Vollmondstellung auf der Krebs-Steinbock-Achse geht es um Eltern-Kind-Konflikte, um den Zwiespalt zwischen Privatsphäre und Öffentlichkeit, Familie und Beruf. Der Eltern-Kind-Konflikt der frühen Kindheit setzt sich später fort in Problemen mit Autoritätspersonen, zeigt sich in der Beziehung zwischen den Partnern, zwischen einem Angestellten und seinem Chef sowie auch in der Beziehung zwischen Volk (Krebs, Mond) und Regierung (Steinbock, Saturn). Auf der persönlichen Ebene handelt es sich um einen Konflikt zwischen unserem Gefühl und dem Grenzen setzenden Prinzip des Gewissens, einer Art Übervater, Über-Ich oder schicksalhafter Komponente aufgrund unseres früheren Handelns. Beide Pole haben mit Verantwortung zu tun, gegenüber der Familie und gegenüber der Gemeinschaft.

Mit Sonne/Mars im 1. Haus Krebs in Opposition zu Mond/Pluto im 7. Haus Steinbock geht es um das Recht des Einzelnen auf Individualität und Selbstausdruck, um das er schwer zu kämpfen hat, denn der Einzelne will sich hier aus der Umklammerung der Familie oder des Mütterlichen dringend „abnabeln“, seine Eigenart durchsetzen und sein eigenes Leben leben. Der Steinbock-Mond wirkt in der frühen Prägung mit dem „Du darfst nicht“ oder „Wenn du das tust, dann...“ musst du mit Liebesentzug, Strafe oder einer Kündigung / Trennung rechnen. Es muss hier also eine bewusste Entscheidung getroffen werden, die vom Einzelnen Selbstverantwortung für das eigene Leben und seine Handlungen erfordert. Der Konflikt spielt sich ab zwischen dem inneren Kind und dem selbstverantwortlichen Menschen, der auch in der Öffentlichkeit „seinen Mann“ und „seine Frau“ steht und dort bereit ist, eine verantwortliche Position einzunehmen.

Die Entscheidung, die getroffen werden muss, wenn der Einzelne wachsen und erwachsen werden will, ist extrem angstbesetzt (Mond Konjunktion Pluto). Denn der Partner oder das festhaltende, kontrollierende und beherrschende Elternprinzip (Autorität), gegenüber dem er sich durchsetzen will, macht enormen Druck und wendet Macht an, entweder öffentlich oder sehr subtil. Trotz all dieser herrschenden autoritären Machenschaften, emotionalen Unterdrückungen und Besatzerallüren, die den Einzelnen beherrschen, vereinnahmen und unter Kontrolle halten wollen, und trotz der furchtbaren Angst vor dem Schritt ins Unbekannte, muss hier eine Entscheidung getroffen werden, um sich von der besetzenden Kraft zu befreien. Hier gilt es, sich auf die eigene Mitte zu besinnen, sich auf die Macht und Kraft des eigenen Schicksals und Lebens zu verlassen, die niemanden im Stich lässt, der mutig seinen eigenen Weg geht.

Die Sabischen Symbole der beteiligten Planeten sprechen für sich:
Sonne auf 10° Krebs:
Ein großer Diamant in den ersten Stadien des Schleifprozesses.

In diesem Krebs-Stadium der Evolution des Bewusstseins und der Persönlichkeit befindet sich der Einzelne oder die Menschheit in einem Anfangsstadium. Bei O° Krebs, dem Krisen- und Wendepunkt der Sommersonnenwende, hat er eine Entscheidung getroffen und einen radikalen Wechsel der Zugehörigkeit vorgenommen. Er ist beglückt von der Erfahrung, als ein Wesen handeln zu können, das in der Lage ist, freie Entscheidungen treffen zu können, sich selbst sein Ziel und seine Zugehörigkeit im Leben auswählen zu können – mit allen karmischen Konsequenzen.

Auf 10° Krebs geht es um die mühsame Ausbildung und Arbeit des Bewusstseins – auch Selbstverwirklichung genannt. Das Potenzial eines vollendet gebildeten Geistes offenbart sich, wird bewusst, und drängt nach Verwirklichung. Für den „rohen unbehauenen Stein“ steht eine schmerzhafte Operation an, das Schleifen zu einem kristallklaren festen Diamanten. Der Schliff ist an dieser Stelle der Bewusstseinsentfaltung keinesfalls beendet, er beginnt gerade. Das DENKEN  muss erst Festigkeit erlangen, damit es von höheren Kräften bearbeitet werden kann.
Diese kardinale Konstellation ruft auch nach Lehrern und Ausbildern für diesen Bewusstseinsprozess der Menschheit!! Diese Lehrer und Anleiter wissen, um welchen Prozess es sich handelt, welche Arbeit anliegt und an welcher Stelle angesetzt werden muss. Sie wissen um das Leiden und die Schmerzen dieser Operation (des Grossen Werkes), durch den die Menschheit gerade geht und durch die auch der Einzelne in seinem Selbstwerdungsprozess geht … die Hitze… das geräuschvolle Schleifen. Nur wer selbst durch diesen Prozess gegangen ist, kann andere inspirieren, sich diesem Prozess mutig hinzugeben. Während unseres Strebens und Mühens um Vollkommenheit entwickeln wir selbst die Kunstfertigkeit des Schleifens und können diese dann weitergeben an andere. 

Bild rechts:

Doppelvajra mit tibetischem Buchstaben AH
in der Mitte (Zeichnung Sundra)

Der Vajra (Diamant) im tibetischen Buddhismus


Es lohnt sich also, das Schwert der Selbsterkenntnis wieder in die Hand zu nehmen und neu zu schmieden.

Auf dem Weg der geistig-spirituellen Verwirklichung ist der Diamant (Vajra) der Inbegriff höchster geistiger Macht, einer Macht, der nichts widerstehen kann und die selbst unangreifbar und unüberwindlich ist wie der Diamant, der härteste aller Substanzen. Der Diamant kann alle anderen Materialien zerschneiden, ohne selbst von irgendetwas zerschnitten zu werden. Er ist imstande, alle Farben hervorzubringen und von seiner eigenen Natur her farblos zu bleiben (Zustand der Leere oder Abwesenheit aller Bestimmungen). Die Eigenschaften der Kostbarkeit, des höchsten Wertes, der Unvergänglichkeit, Reinheit, Strahlkraft und Klarheit trugen dazu bei, dass im Buddhismus der Vajra (früher einfach nur „Donnerkeil“ genannt) als Diamant und Symbol des Erleuchtungsbewusstseins aufgefasst wurde.

Im Höchsten Yoga Tantra verkörpert der Diamant das diamantene feste Bewusstsein, die untrennbare Einheit von Methode (Glückseligkeit) und Weisheit (Erkenntnis der Leerheit) auf dem Weg zur Vollkommenheit. Ein Vjradhara ist ein „Diamantträger“ oder „Diamanthalter“ , jemand, der einen Vajra in seinem Geistesstrom trägt, ein Mensch, der die Buddhaschaft verwirklicht hat, die Stufe des vollkommenen Lichts… ein Vollendeter, ein Vajrasattva („Diamantgeist“), ein transzendenter Buddha. Dieser Weg steht allen Menschen offen.

Dieser Vollmond mit dem Symbolgehalt des Diamanten setzt ein Zeichen der  Hoffnung für unsere apokalyptische Zeit! Die Menschen sind jetzt bereit und aufgerufen, bewusst ihren unzerstörbaren zeitlosen Diamantkörper (subtle body, Hauchkörper, Ewigkeitsleib, Lichtkörper) aufzubauen – aus ihrem vegetativen Nervensystem heraus - und das trotz aller Ängste!

 Das Sabische Symbol für den Mond im Steinbock:
Mond 10° Steinbock: "Ein Albatros frisst aus der Hand eines Seemanns"

Dabei geht es um die Überwindung der Angst und ihr Lohn. Hier wird ein Mensch gezeigt, der völlige Gewaltlosigkeit und Mitgefühl ausstrahlt und mit den wildesten Tieren, Trieben und Menschen (!) eine Partnerschaft aufbauen kann, die auf gegenseitigem Respekt und Vertrauen basiert.


Diese Kraft der  gewaltfreien Kommunikation und Auseinandersetzung spiegelt sich auch in der Venus-Jupiter-Konjunktion im Löwen, die zeitgleich und sicher auch synchronistisch mit dieser Vollmond-Aufgabe verbunden ist. Hier mag es um die Kunst gehen, Entscheidungen mit dem Herzen zu treffen, und zwar auf der Grundlage von Großzügigkeit und Mitgefühl. Die Konjunktion fand gestern um 9:52 h auf 22° im Zeichen Löwe statt und ist eingebunden in ein großes stabiles Viereck (ein Trapez), an dem noch Merkur, Chiron und Saturn beteiligt sind. Es erscheint wie ein Turm oder stabiler Sockel und verspricht demjenigen ein sicheres, solides Fundament, der sich auf den Prozess der Selbstverwirklichung eingelassen hat. Da es die innere Wesensmitte umfasst, geht es bei dieser Figur darum, sich selbst und seinen Werten treu zu bleiben und nichts gegen seine innere Überzeugung zu tun. Das erfordert eine enorme innere Sicherheit und ein Vertrauen in die göttliche Ordnung.

In diesem Viereck steckt die große heilsame Erbauerkraft von 5 Planeten: Merkur, Venus, Jupiter, Saturn und Chiron. Im harmonischen Wechselspiel von Aktivität (rot) und Passivität (blau) und mit der Kraft der Gedanken/Sprache (grün) ist alles möglich und jedes Problem zu lösen. Durch Planung und konzentriertes Arbeiten und durch den Entwurf von harmonischen Formen und Strukturen wird sowohl das Grundbedürfnis nach kreativer Gestaltung des eigenen Lebens erfüllt als auch das Bedürfnis nach einer dominanten Position in der Gesellschaft. Denn ein Mensch, der diese Qualitäten in sich vereint und zu handhaben weiß, ist eine voluminöse Persönlichkeit mit einem ausgesprochen großen Herzen, die einer Gruppe von Menschen als Vorbild dienen kann. Sie kann ihre ganze Begeisterung und Aufmerksamkeit in den gegenwärtigen Moment oder in ein Gespräch legen, sie arbeitet fleißig, ist verlässlich und authentisch. 

Bei aller Härte und Festigkeit (Steinbock, Diamant, Sicherheit) gibt es im Vollmond-Horoskop auch den weichen Kern (Krebs, Venus-Jupiter, Mitgefühl, Verständis, Toleranz).

Die Sabischen Symbole von Mars und Pluto zeigen, dass unsere Handlungen und Entscheidungen jetzt die Weichen setzen für das Wohl des Gemeinwesens und zukünftiger Generationen.

Symbol Pluto 15° Steinbock: „Die Kinderstation eines Krankenhauses ist voll Spielzeug.“
Hier geht es um die Verantwortlichkeit der Gesellschaft für das Wohl und die umfassende Gesundheit einer neuen Generation.[1]

Symbol Mars 6° Krebs: „Jagdvögel polstern ihr Nest aus.“
Im Hinblick auf die Konstellation des Neuanfangs bei 1° Krebs ist auch diese Handlung eindeutig auf die Zukunft ausgerichtet (wie bei 10° Krebs der Diamant). Die geistigen Kräfte (Vögel) richten sich aus auf eine neue Welle von Leben, treffen Vorbereitungen für den Aufbau einer neuen Kultur, planen den „Nestbau“ für kommende Generationen. Negativ kann hier ein zu großes Bedürfnis nach Absicherung in der Zukunft gesehen werden, vielleicht gibt  es zu viele oder übertriebene Sorgen um die Absicherung der zukünftigen Generation (Renten etc.). Positiv ist die instinktive Bereitschaft und Vorbereitung geistig bewusster Menschen zum reifen und vollen Ausdruck des Selbst, in dem auch die vielen anderen „Selbste“ Platz haben und integriert sind. Das Nest ist ein Symbol der Ganzheit und des Selbst.

Jeder Neuanfang, jede Handlung und jede Entscheidung, die wir im Licht dieser Vollmondenergie treffen, sollte unter dem Aspekt der Freiheit, der Verbrüderung und dem Wohl der Menschheit in der Zukunft gesehen werden (MC Wassermann für die geografischen Daten von Berlin).
(Für München rutscht der MC auf 25° Wassermann und die Plutoenergie wirkt noch fixierter, da sie schon ins 8. Haus hinein wirkt.








Sonntag, 15. Juni 2014

Vollmond am 13.6.2014


Vollmond am Freitag, 13.6.2014 um 6:13 h MEZ für Berlin/D

Die Energien von Neumond und Vollmond
VOLLMOND entspricht einer Phase der ERFÜLLUNG. Ein Höhepunkt in der äußeren Entwicklung und Wachstumsphase ist erreicht. Der Mond erstrahlt in vollem Licht, da er der Sonne genau gegenüber steht (Opposition 180°). Das am Neu- oder Dunkelmond empfangene Potential (ein Ton, eine Kraft, eine Schwingung) ist nun zu einem konkreten Bild (Form) heran gereift, kann form-uliert und be-griffen werden. 
Der NEUMOND am 28.5.14 aktivierte die 7° Zwillinge mit dem Sabischen Symbol "Ein Brunnen mit Eimer und Seil im Schatten majestätischer Bäume". Damit wurde der Menschheit von oben (Himmel, Regen) und unten her (Erde, Grundwasser) ein Zugang zur großen lebenspendenden Energiequelle WASSER garantiert - wenn jeder Einzelne bereit ist, sich aktiv an der Suche nach dem inneren Weisheitsquell zu beteiligen.Dem Menschen wurde ein Geschenk gemacht, das sein Urvertrauen in die verborgene tragende Lebenskraft stärkt.

Der VOLLMOND ist eine Zeit erhöhter Spannung und erhöhten Bewusstseins, in der es gilt, die auseinander strebenden Kräfte der Opposition zu halten, auszuhalten und zu integrieren. Hat der Mensch die Kraft, die Gegensätze in sich und außerhalb von sich zu versöhnen und mit ihnen zu leben, wird diese Kraft ihm zu einem erweiterten Bewusstsein und großer Klarheit verhelfen. Scheitert er an der Vereinigung der Gegensätze, kann er von Zweifeln, Unsicherheiten und Ängsten hin und her gerissen werden, unfähig eine Entscheidung zu treffen, wohin er sich wenden soll.
Ob die Zeit subjektiv als Erfolg oder Fehlschlag erlebt wird – in jedem Fall offenbart sich das Resultat im grellen Licht des Vollmonds, bringt Erleuchtung und Klarheit. Die Tatsache der Niederlage ist nicht entscheidend; wichtig ist allein der Sinn, den wir unserer vermeintlichen Niederlage beimessen. Was immer sich zeigt, will uns helfen, den bisherigen Zyklus klar und objektiv zu sehen und zwingt uns zu einer akzeptierenden Haltung als Grundlage für den nun folgenden Zyklus des abnehmenden Mondes, bei dem es um die Suche nach dem Sinn und um die Verfeinerung des Manifestierten geht. 
    
Der Zwillinge-Vollmond im Juni (Sonne in Zwillinge - Mond in Schütze) ist der Vollmond der Menschheit, denn die luftige, gedankliche Zwillingsenergie fördert die guten Beziehungen untereinander und verhilft bei entsprechender Einsicht zur Einheit und Überwindung der Dualität.  Beim Zwillinge-Vollmond erhält die Menschheit als Ganzes die Chance, sich zu einem höheren Bewusstsein aufzuschwingen, sich von der Fixierung auf die Persönlichkeit im Bereich des Solar Plexus zu lösen (persönlicher Wille, Machtstreben, Kontrolle etc.) und die Energien des höher gelegenen Sprach- und Kehlzentrums zu entfalten, wo das Gleichgewicht zwischen Fühlen und Denken hergestellt wird und das Bewusstsein konstant im Herzen verankert bleibt. Sind Gedanken wie Gefühle rein, wahrhaftig und offen für höhere Einsichten, kann sich der Mensch mit Leichtigkeit auf feinstoffliche Seinsebenen einschwingen.

Die höhere Erkenntnis der Zwillinge-Schütze-Energie dieses Vollmonds liegt in der Synthesemöglichkeit aller scheinbaren Gegensätze, die durch den verbindenden Bogen über den Gegensätzen, den beiden Zwillings-Säulen, angezeigt wird: Brücken schlagen, den unsichtbaren Bogen spannen über alle scheinbaren Gegensätzlichkeiten, entspannt und offen in der eigenen Mitte verweilen, sich empfangsbereit halten für intuitive Wahrnehmungen, um größere Zusammenhänge zu erfahren. Ein Mensch, der das Bewusstsein von Integration / Synthese / Einheit der Gegensätze auch lebt, praktiziert und für andere nachvollziehbar verkörpert, kann für viele Menschen Vorbild und Lehrer sein und dürfte bald Nachahmer gefunden haben. 

 Die SABISCHEN SYMBOLE auf dem Grad des Monds und der im Tierkreis gegenüberstehenden Sonne beschreiben das Spannungsfeld der Gegensätze, durch das Energie gespeichert und angestaut wird. 


 
Sonne 23° Zwillinge:
„Drei junge Vögel in einem Nest hoch auf dem Baum“
Die drei jungen Vögel (geistige Kräfte) im großen (Stamm-)Baum der Menschheit weisen auf die schöpferische Dreiheit eines noch jungen, wachsenden Bewusstseins der Menschheit hin. Das Gruppenbewusstsein ist noch in einem unreifen Stadium, abhängig von Nestwärme, Pflege und Fütterung durch die Älteren. Die  Dreiheit steht für die göttliche Trinität, die Einheit von Körper-Seele-Geist und/oder von Denken, Fühlen und Handeln.

Das Bewusstsein des Menschen wird durch wiederholte Erfahrungen in großen Zeitzyklen geprägt. Wie überall in der Natur lernt der Mensch durch Nachahmung. Die Jungen lernen von den Alten, übernehmen von ihnen Sprache, Verhalten, Denk- und Lebensweise. Es braucht Zeit, bis der Mensch seine Persönlichkeit, ein unterscheidendes Denken und die Bewusstheit seiner Seele entwickelt hat. Nach anfänglicher Identifikation mit seiner Persönlichkeit schreitet er fort zur seelischen Identität, entwickelt seine Intuition und ein Verständnis für übergeordnete, geistige Zusammenhänge. Mit zunehmender Selbsterkenntnis erkennt er seine Zugehörigkeit zu einem größeren Ganzen (Menschheit, Weltseele, planetares und kosmisches Leben), sein Streben und Denken sind fortan auf Verbindung, Synthese und Einigung gerichtet. Der Mensch ist in der Lage, zu allem, was existiert, eine Beziehung herzustellen und sich sein Leben mittels schöpferischer Gedankenkraft frei zu gestalten – in harmonischem Einklang mit seiner Umgebung und in Übereinstimmung mit der natürlichen Evolution.

Das reife und höhere Bewusstsein (Denken) des Menschen hat die Aufgabe, das niedere Denken oder das noch unentwickelte Bewusstsein mit geistiger Nahrung und seelischer Fürsorge zu füttern – so lange, bis das junge Menschheitsbewusstsein flügge ist, das elterliche Nest verlassen kann und sich in Harmonie mit seinen Artgenossen und der gesamten Natur spontan äußern (zwitschern) kann. Das Fliegen der Vögel entspricht einer zielgerichteten Anwendung der Gedankenkräfte, die dem Menschen die Freiheit gibt, sein Leben schöpferisch zu gestalten und sich von der Bindung an die Materie (irdische Anziehungskraft) zu befreien. Der Mensch schwingt sich auf zu höheren geistigen Zielen, lässt sich vom Licht seiner Seele (Intuition) leiten und lässt seine Seele frei sprechen.


Mond 23° Schütze:

„Eine Gruppe von Einwanderern erfüllt die erforderlichen Einreiseformalitäten beim Einzug in das neue Land“

Auch im Vollmond-Symbol des gegenüber liegenden Tierkreisgrades im Schütze geht es nicht um den einzelnen Menschen oder die Betonung von Individualität, sondern um den Menschen als Teil einer größeren Gemeinschaft. Die Gruppe ist ein Hinweis auf das Volk, auf Völkergruppen im Allgemeinen und die ganze Menschheit im globalen Sinne. Zu den Erfahrungen auf dem Lebensweg, die das Bewusstsein der Menschheit wachsen und reifen lassen, gehören Wandlungen und Veränderungen, das Überschreiten von Schwellen, Stufen und Grenzen.
In Anlehnung an das gegenüber liegende Symbol von 23° Zwillinge (Drei junge Vögel im Nest) wird hier im Feuerzeichen Schütze der Zeitpunkt des Übergangs in eine neue Lebensphase gezeigt – nicht als einzelner Mensch, sondern als Gruppe, Volk oder Menschheit. Das Bewusstsein ist reif und flügge, das alte Heim (Nest, Elternhaus, Land, Planet) zu verlassen und sich auf neue Lebensbedingungen und Erfahrungen einzustimmen. Beim Umzug vom alten Haus in ein neues Haus wie auch bei der Einreise in ein neues Land sind gewisse Formalitäten notwendig. Die Form verändert sich, die Landschaft verändert sich, vielleicht auch das Aussehen und Verhalten der Menschen, ihre Sprache, ihre Denk- und Lebensweise, ihr Umgang miteinander. 

Bei der Achse der veränderlichen Zeichen Zwillinge-Schütze geht es um Denken, Lernen und Kommunikation, um Beziehungsfähigkeit und ein ständig wachsendes, sich erweiterndes Bewusstsein. Die Bereitschaft und Fähigkeit des Menschen zur Flexibilität, Veränderung und Anpassung werden geprüft. Der Zeitpunkt für Veränderung ist da.

Mögliche Fragen, Methoden und Ziele sind zu klären.

Bild: Mandala "Garten der Menschheit"

-        Sind wir gemeinsam bereit für neue Verhältnisse und neue Erfahrungen?
-        Mit welchem Bewusstsein überschreiten wir die Schwelle in einen neuen Daseinsbereich?
-        Empfinden wir uns überhaupt als Gruppe, als Menschen, die gemeinsam durch die gleichen Erfahrungen gehen, die gemeinsam fortschreiten und gemeinsam lernen?
-        Welche Aufgaben, Verantwortlichkeiten haben wir als Mensch? Was heißt es, ein Mensch zu sein? Was verbindet uns mit Tieren, Pflanzen und Steinen, mit Planeten, Galaxien und Göttern?
-        Wohin bewegt sich die Menschheit? Worin besteht das Ziel?
-        Beharren wir als Volk oder beharren unsere Regierungen auf Trennung, Isolation und Vereinzelung, auf dem Nähren des Feindbildes, auf Kampf, Krieg und Manipulation?
-        Oder leben wir nach dem Motto der Goldenen Regel: „Was du nicht willst, das man dir tu, das füg auch keinem anderen zu.“ Mit anderen Worten: „Behandle andere so, wie du von ihnen behandelt werden willst.“
-        Von welchen Vorbildern oder Idealen lassen wir uns nähren, bilden und formen?
-        Welche Formalitäten zur Einreise in ein neues Land (Grundlage, Bewusstsein, Verkörperung) müssen von uns erfüllt werden? Was könnte von uns verlangt werden?
-        Welchem Fühlen, Denken und Handeln müssen wir jetzt Ade sagen? 
-        Was bedeutet es, eine Einheit zu sein, als Einheit zu fühlen, zu denken und zu handeln?
-         Was bedeuten die Worte einen, einmütig, einstimmig, einhellig, Einverständnis, Einigkeit, Einigung, Einsicht, Universum, universal?

In welchem Geist und Bewusstsein wir als Menschheit fühlen, denken und handeln, können wir an der aktuellen Situation erkennen, in unserem persönlichen Alltag wie im täglichen Weltgeschehen, gespiegelt durch die Bilder und Nachrichten in den Medien.

Prüfen wir uns - sozial, politisch, wirtschaftlich, global oder körperlich-seelisch-geistig.

-        Handeln wir im Bewusstsein eines Menschheitskörpers?
-        Fühlen wir uns als ein Herz und eine Seele? Wie steht es um unser Mitgefühl mit anderen Lebewesen, um die Pflege von Natur, Elementen, Landschaft?
-        Erkennen wir das Wirken und Walten des einen Geistes in allen Kulturen, Rassen, Völkern, in Schriften, Sprachen, Religionen und Denkweisen? Wie steht es mit unserer Toleranz im Denken?

Bild: Sternenreise






Dienstag, 26. März 2013

Frühlings-Vollmond 2013

Ein imponierendes, mächtiges dreifarbiges Energiebild, großräumig angeordnet um die Wesensmitte  - eine fünfeckige Aspektfigur mit einer kritischen LÜCKE zwischen MOND und SATURN im kollektiven Bereich... für einige ein Abgrund, für andere der Einstieg in ihr Inneres... ein Tor zur Inkarnation oder Exkarnation, zur Involution und Evolution...
Ein starkes Streben nach Sicherheit und Erhaltung von substanziellen Werten und Energien für die Zukunft führt weiterhin zu anstrengenden und verlustreichen Kämpfen um die Ressourcen des Planeten. Ein wirtschaftlicher Krieg tobt um die besten Plätze. Ausbeutung der Schwächeren durch die Starken ist immer noch an der Tagesordnung - in internationalen, politischen wie in persönlichen Beziehungen. Doch der Evolutions-Plan für die Menschheit sieht etwas anderes vor. Ganzheitlich zeigt sich eine Fünfeckstruktur. Vier grüne Aspekte und die zwei blau-grünen YOD-Figuren, einmal mit Jupiter einmal mit Saturn an der Spitze, deuten auf größere Transformationen und Entwicklungsprozesse, durch die BEWUSSTSEIN gebildet wird - eine Chance für viele Menschen, die bis jetzt immer nur auf Hilfe und Schutz von außen gehofft haben.
Die Töne und Zeichen des Neuen Zeitalters sind nicht mehr zu überhören und zu übersehen. Konkurrenzverhalten und Ausbeuten von friedlichen und schwächeren Nationen oder Völkern sind Relikte eines tierischen Bewusstseins, des Menschen im Zeitalter des Geistes nicht würdig. Darum: Transformation goes on.

Die wirtschaftliche Krise hält an
Merkur/Neptun in den Fischen im Quadrat zu Jupiter in Zwillinge zeigt an, dass die wirtschaftlichen Krisen auf diesem Planeten anhalten, bis die "Großen" der Weltwirtschaft gelernt haben, auf globaler Ebene frei von Eigennutz gerecht und ökonomisch zu wirken. Solange ein Teil der Menschheit in Armut lebt, bringt der Wohlstand anderer Länder diesen kein Glück.

Erblast und Traumaaufarbeitung der Deutschen
Die JUPITER-Stellung auf 12° Zwillinge aktiviert die VENUS des Gründungshoroskops der BRD (23.5.1949), die sich im 9. Haus der Außenpolitik befindet. 12° Zwillinge ist ein sensibler Tierkreisgrad, der mit der Vergangenheit der Deutschen zusammenhängt und schon im Horoskop vom Kaiserreich und vom "Deutschen Reich" auftaucht. Darum empfängt diese Venus auch ein Quadrat vom rückläufigen Neptun 13° Waage aus dem 1. Haus. Das Vollmond-Horoskop habe ich diesmal für BERLIN berechnet mit einem AS von 13° Waage. PLUTO, die Transformationskraft - zugleich die Spitze vom roten Leistungs-Dreieck und auch vom blauen kleinen Talentdreieck - befindet sich in Konjunktion mit dem Deszendenten. Zusammen mit dem Quinkunx-Aspekt zum JUPITER zeigt dies für Deutschland eine schwere traumatische Erblast (Karma) aus dem letzten Weltkrieg, die aufgearbeitet werden muss - nicht mit dem Gewehr in der Hand, nicht mit Imponiergehabe oder durch Einmischung in die Angelegenheiten anderer Länder, sondern in aller Stille im eigenen Haus. In diesem Licht betrachtet richtet sich der Groll der Zyprer gegenwärtig auf die deutsche Staatsführung.

Das Sabische Symbol von 12° Zwillinge lautet:
"Ein Negermädchen kämpft um seine Unabhängigkeit in der Stadt."

Die Vollmond-Stellung auf 7° Waage fällt mit dem ASZENDENTEN der BRD (6° Waage) zusammen.

Was beim letzten FISCHE-NEUMOND mehr geahnt und gefühlt werden konnte, darf im hellen LICHT des WIDDER-VOLLMONDS klar erkannt und geschaut werden. Jeder erkenne selbst seine innere und äußere Lage wieder und auch die der Menschheit und ihreN Beziehungen zueinander im Bild der verschiedenen Staaten, Nationalitäten, Rassen und Kulturen.Im Licht des Vollmonds manifestieren sich die kardinalen, feurigen Widderkräfte mit der ganzen Kraft von 4 Planeten: Sonne, Mars, Uranus und Venus und bringen die notwendigen Transformationsprozesse in Gang - innen und außen - persönlich, national und global.

Schauen wir uns die Sabischen Symbole von SONNE und MOND an.

Sonne 7° Widder: "Einem Menschen gelingt es, sich in zwei Bereichen zugleich auszudrücken."
Wir befinden uns in der ersten Dekade des kämpferischen, feurigen Widder-Zeichens. Es gibt drei Entwicklungsstufen des Menschen, die Widder-Energie zu handhaben. Die niederste Stufe ist die körperliche MARS-Ebene: Angetrieben von flammender Begierde und leidenschaftlichem Verlangen  verwickelt sich der Mensch in Kampf und Streit und kümmert sich nicht um die Auswirkungen und Folgen seines Handelns. Auf dieser Ebene will der Mensch andere beherrschen und reibt sich an den Widerständen auf. Die zweite Kategorie der Widdermenschen - der indogermanischen Arier - denkt erst nach, bevor sie handelt, wägt ab und bedenkt die Folgen ihres Handelns. Auf dieser Stufe wirkt die ausgleichende Kraft von MERKUR und diszipliniert das ungestüme Verlangen. Der Mensch findet duch Krisen und Konflikte zur Harmonie. Er geht kreativ mit den Gegensätzen um. Auf der höchsten Entwicklungsstufe haben wir das Bewusstsein des Magiers und Weisen, der im Einklang mit dem Willen Gottes oder dem Evolutionsplan handelt. Diese Menschen sind eins mit der SONNE, die ja im Widder erhöht ist, und manifestieren durch ihr Seelenpotenzial das LICHT und den göttlichen Plan auf diesem Planeten

Dieser Tierkreisgrad 7° Widder macht dem Menschen sein kreatives schöpferisches Potenzial bewusst, das er als geistiges Erbe in sich trägt. Statt sich an den Gegensätzen aufzureiben und die Diktatur des Guten wie die Diktatur des Bösen auf irgendjemanden / irgendetwas zu projizieren, kann er statt nach außen auch nach innen gehen und sich auf eine ganz andere Ebene begeben. Ein Jesus hat es uns vorgelebt. Er hat als Mensch in dieser Welt gelebt, doch er war nicht von dieser Welt, hat sich nicht mit ihr identifiziert: "Mein Reich ist nicht von dieser Welt." Die Tür ist immer offen.

Die rohe, unmenschliche Kraft von MARS im Widder kommt durch das Licht der Sonne ans Licht und wird von URANUS gezwungen, aus der alten Form zu mutieren. Für Berserker-Verhalten unter den Menschen ist kein Raum mehr auf der Erde. Ein mächtiger Konflikt breitet sich im einzelnen Menschen wie in der Gesellschaft aus, zwischen der von Menschen gemachten Ordnung und der himmlischen, kosmischen Ordnung, zwischen eigennützigem Verhalten und Mitmenschlichkeit.

Die Sonnenstellung des Vollmonds 7° Widder spricht hier die MERKUR-Ebene an, den Menschen als duales Wesen: Er ist zugleich Gottheit und Mensch, Geist und Materie, Mann und Frau, Himmel und Erde. Er ist von seinem Bewusstsein her der doppelgesichtige Janus (siehe Neumond-Blog), eine offene Tür, ein  Zweikanal-System. Im Aspektbild zeigt sich dieses großartige Potenzial in der imposanten, raumausfüllenden "doppelten Ambivalenz-Figur". Auf einer niedrigen Entwicklungsstufe wird der Mensch nur eine Seite seines Potenzials leben und die andere auf das Du projizieren, es als "Führer" anhimmeln oder als "bösen Feind" bekämpfen.


Mond 7° Waage:
"Eine Henne füttert Küken und schützt sie vor den Falken."
Auch hier geht es um den Antagonismus der Kräfte. Der Mensch hat die Wahl. Er kann seine Stärke disziplinieren und veredeln, sie in den Dienst von etwas Gutem stellen, die Schwächeren beschützen, unterstützen und für sie sorgen. Er kann aber auch seine Macht und Stärke demonstrieren, indem er die Schwachen, Wehrlosen und Friedfertigen beherrscht und vereinnahmt - so wie es heute in der Wirtschaft und unter den Staatenbünden Brauch ist. Mit jeder neuen Handlung setzen wir Energien frei, die sowohl konstruktiv als auch destruktiv wirken können. Meine gute Absicht kann von anderen missverstanden oder gar als böse interpretiert werden. Es ist eine Tatsache, dass Gewaltlosigkeit und Liebe die Gegenkräfte auf den Plan rufen können: Gewalt und Hass. Es liegt in der Natur des Falken, die Küken zu schlagen. Der Mensch kann jedoch den Falken zähmen und statt der Natur freien Lauf zu lassen, seine Intelligenz anwenden.
Die SATURN-Stellung auf 11° im Skorpion zeigt einen „Ertrinkenden, der gerettet wird“. So wie sich die Henne um ihre Küken sorgt, ist die soziale Gruppe oder die Menschheit als Ganzes um die Sicherheit jedes ihrer Teile besorgt. Nur mit dieser inneren Einstellung von Liebe, Menschlichkeit und gegenseitiger Fürsorge füreinander können heute und in naher Zukunft alle Menschen auf diesem Planeten überleben. Nur wenn es dem Nachbarn und den anderen gut geht, können wir unseren Seelenfrieden finden.
Sternengrüße,
Sundra


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