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Mittwoch, 30. September 2015

Vollmond und Finsternis 28.9.2015 Teil 2



Ich nehme den Faden bei Venus/Uranus wieder auf.

Venus/Uranus
die Bindungslosigkeit, die Entwurzelung und Heimatlosigkeit,
das Unterwegssein,
die Brückenfunktion,
der Sprung nach vorne,
die Fähigkeit, in einer fremden Umgebung zurechtzukommen

Das Trigon (der „blaue Strich“) zwischen der gut trainierten Löwe-Venus und der feurigen, Krisen überwindenden Liebeswelle des Widder-Uranus schwebt völlig losgelöst über dem „großen Denkschritt“, dem Quinkunx (grüner Aspekt) von Mars-Mond in der Strömer-Figur…. bindungslos, heimatlos, befreit vom Zwang der sozialen Integration, befreit vom Zwang nach Anerkennung und Bestätigung. Damit ist eine Brücke gebaut in eine völlig andere und neue Ebene einer geistigen Zugehörigkeit. Dieses Trigon ist ein Angebot für den Sprung auf eine andere höhere Bewusstseinebene.

Das 12. Haus

Venus steht ebenso wie Mars im 12. Haus. Die Funktionen beider sind für den körperlichen und materiellen 1. Quadranten aufgehoben – sowohl die persönliche Durchsetzung (Mars) als auch die Abgrenzung und Absicherung im sozialen Gefüge (Stier-Venus). Dies zeigt sich auch in der Position von Sonne und Mond auf 5° Widder/Waage, den Gruppenschicksalspunkten der Revierunsicherheit von Mars-Neptun und Venus-Neptun, die mit einer Phase der Schwäche, Unsicherheit und Orientierungslosigkeit einher geht. Damit soll sichergestellt sein, dass weder das polarisierende und projizierende Mein-Dein-Denken noch subjektiv gefärbte Bedürfnisse das Wirken der schöpferischen Kräfte verhindert können.

Auch die persönlichen Lebens- und Willenskräfte sowie die Selbstdarstellung (Löwe) sind im 12. Haus geschwächt und müssen einer tieferen und höheren geistigen Erkenntnis weichen. Diese ist nur dann gewährleistet, wenn der Mensch durch Schwäche, Krankheit oder Fehlverhalten aus dem Verkehr gezogen wird und sich im Stillen mit seinem inneren Leben auseinandersetzen muss. Oder er wählt freiwillig die Stille und Einsamkeit, um sich den inneren Prozessen hinzugeben, in der Tiefenschau die losgelösten, abgespalteten oder verdrängten Aspekte zu erkennen und sie wieder in die allumfassende Einheit zu intergrieren.

Die WAAGE-SONNE im Talpunkt („Nullpunkt“) des 1. Hauses kommt aus diesem schöpferischen Seinsbereich der Ur-Einheit (12. Haus) und bringt von dort das „innere Wissen“ mit (Symbol auf 5° Waage). Dieser Mann/Mensch ist ein Meisterlehrer, ein Gerechter und ein König, ein Herr des Karma, der über ein ausgleichendes Denken verfügt und Körper und Geist in der Mitte im Gleichgewicht hält. Zu dieser Waage-Sonne gehört ein Bewusstsein, das gerechte und gute Beziehungen zu anderen Menschen herstellen und pflegen will. Sie ist bestrebt, die gefühlten Gegensätze durch Objektivität auszugleichen und entscheidet sich bewusst für den geistigen Weg der Selbstlosigkeit (bzw. des Selbst).

Mit dieser Konstellation ist jeder Mensch aufgerufen, seine Wahl zu treffen, sich für die materiellen oder die geistigen Belange zu entscheiden, und wo er erkennt, dass beide Seiten zu einer Münze gehören (Liebe und Hass, Krieg und Frieden, der andere und ich), den Weg der Mitte zu wählen. Wer aus dieser inneren Entschiedenheit, Klarheit und Herzlichkeit heraus auf die Menschen zugeht, wird auch die Seinskräfte im anderen erwecken und zum Leuchten bringen und statt Geiz, Angst und Besitzgier ihren inneren Großmut, ihre Strahlkraft   
und ihr Mitgefühl erwecken.

Der Traum von der Geburt einer neuen Zeit

Die LÖWE-Energie der Venus im 12. Haus zeigt den Traum und das Potenzial der reinen, göttlichen Liebe. In den Wasserhäusern erträumen wir unsere Zukunft. Eltern träumen von ihrem künftigen Kind. Sie wünschen sich ein gesundes, glückliches, talentiertes Kind und projizieren ihre Wünsche darauf. Das ungeborene Kind träumt von seiner Geburt. Im 8. Haus schmieden wir unser Schicksal, binden uns schon vor der Geburt an eine familiäre Schicksalsgemeinschaft, mit deren Erbe wir uns nach der Geburt auseinandersetzen müssen. Das alles ist größtenteils unbewusst.

URANUS im Widder im 8. Haus bringt hier ein geistiges Erbe in Form einer völlig neuen Energie herein. Er lässt uns hinter die Form, durch die äußere Situation hindurch blicken und das Innere wahrnehmen. Hinter dem Erscheinungsbild liegen die inneren Schichten unseres Tiefenbewusstseins. Uranus bildet die Brücke zwischen Innen und Außen, Geist und Materie. Mit Hilfe von Symbolen, einem Bewusstsein für Entsprechungen und einer immer sicherer sich entfaltenden Intuition tauchen wir zugleich in unsere Umgebung, auch in unser Land, ein und tauchen gleichzeitig tief in das große Selbst ein. In unserer Offenheit für alle Schichten (innen wie außen) werden wir eins mit dem „inneren Wissen“ (Sonne 5° Waage). Wir sind in der Lage, Symbole und Zeichen zu deuten und auch die großen Rhythmen und Strömungen, die die Menschheit jetzt erfassen.

Uranus bewirkt ein Umdenken, eine plötzliche Bewusstseinsveränderung durch krisenhafte Ereignisse und zeigt gleichzeitig, wie der Mensch sich von schmerzhaften, leidvollen, d.h. karmischen Bindungen befreien kann. Wenn wir uns darin üben, eins mit den inneren und äußeren Schichten und auch eins mit der Menschheit zu sein, werden die einströmenden kosmischen Energien von Uranus den Rhythmus unseres Körpers auf den größeren, universellen Rhythmus des Kosmos anheben.

Das Sabische Symbol für den Tierkreisgrad von Uranus (20° Widder) zeigt, wie durch Mitgefühl eine Krise überwunden werden kann (Beschreibung siehe Neumond-Blog zum 13.9.15). Uranus zeigt auch die Notwendigkeit, anstelle eines individuellen Bewusstseins ein globales Bewusstsein zu entwickeln und die Menschheit als eine Einheit zu sehen. Auf diese Weise werden die widerstreitenden Tendenzen des eigenen Wesens im Bewusstsein vereint und wir können uns in Einklang bringen mit der Harmonie und der Zeitströmung des Ganzen.

Die Akrobatin auf ihrem Zirkuspferd  (Venus 23° Löwe) ist ein Traumbild für die Einheit von Körper-Seele-Geist, für ein kosmisches Bewusstsein, das den Menschen zur Einheit mit sich selbst führt. Die Zeit der Mondfinsternis, die energetisch bis zur Sonnenwende anhält, markiert eine Trainingssituation für die Menschheit – das zeigen auch die vielen Lerndreiecke im Aspektbild.
Das Trigon von Venus-Uranus zwischen den beiden Wasserhäusern ist ein Angebot, sich der neuen kosmischen Energiewelle von Liebe, Weisheit und Mitgefühl hinzugeben. Der RAUM oder die Lücke zwischen Venus und Mars im 12. Haus und Mond-Uranus im Widder im 7./8. Haus ist eine Brücke ins Innere, ist zugleich ein langer Gang, der zum Tor des inneren Tempels führt. Jede Anhebung des Bewusstseins ist ein Gang nach Innen.

Nicht zufällig fällt der ASZENDENT des Finsternishoroskops von 11° Jungfrau (10°49’) mit der Stellung von JUPITER (10°15’) zusammen (für Berlin/Deutschland).

Jupiter ist der Guru, der innere Meister und auch das Christusbewusstsein in der Menschheit. Als esoterischer Herrscher vom Zeichen Wassermann hilft er uns beim Erkennen von Seelenverwandtschaften und bei der Erkenntnis, dass die Menschheit ein eigenes und einheitliches Bewusstsein hat, das über das Tiefenbewusstsein (das Unbewusste) alle Menschen miteinander verbindet. Auf der geistigen Ebene ist JUPITER der Herrscher der JUNGFRAU und kennzeichnet in diesem Zeichen (in der Einheit mit den Fischen) das Endziel der menschlichen Entwicklung:

Der Menschensohn wird zum Gottessohn.

Das Sabische Symbol für 11° Jungfrau (AS und Jupiter) lautet:
„In ihrem Baby sieht eine Mutter die Antwort auf ihre tiefe Sehnsucht nach einem Sohn“

Die „Mutter“ ist der gewandelte, geläuterte und gereinigte „Seelenstoff“ im Menschen. Die Mutter ist in allen Kulturen und Religionen die kosmische Jungfrau und Weltseele (Isis, Maria), die den „Welterlöser“, das göttliche Kind, den Gottessohn, zur Welt bringt – was im Mythos von Isis und Osiris der Geburt des Horus entspricht. Dieses Kind ist der neue Gott eines neuen Universums, der neue Mensch einer Neuen Zeit, der Gottessohn. Er bringt die Liebe und Weisheit der Seele zum Ausdruck.

Auch dieses Symbol nimmt Bezug auf die Traumebene der Wasserzeichen und Wasserhäuser. Die Mutter träumt während der Schwangerschaft (bewusst oder unbewusst) von ihrem künftigen Sohn und projiziert ihre Wünsche in das Kind. Jeder echte Jünger, der ein Schüler des Geistes ist (und die Menschheit als Ganzes ist in diesem Stadium der Jüngerschaft), muss zur „Mutter des lebendigen Gottes“ werden und schließlich auch selbst die innere Wandlung (den Bewusstseinswandel) vom Menschenkind zum Gottessohn vollziehen.
Dieser Prozess des inneren Imaginierens wirkt sich prägend auf den neuen Menschen aus. Damit legen wir auch den Samen für einen neuen Zyklus frei (Aufsteigender Mondknoten 2° Waage).


 PLUTO auf 13° Steinbock liefert das Potenzial zur notwendigen Transformation:

„Ein Feueranbeter meditiert über die letzte, die höchste Wirklichkeit seines Daseins.“

Das Feuer offenbart das große Mysterium vom Leben und Sterben und geht noch darüber hinaus. Wir kennen das Feuer, das die Materie zerstört, das reinigende Feuer für die Seele, das durch die Reibung der Gegensätze wirkt, das geistige Feuer, in dem Gott dem Moses (im brennenden Dornbusch) sich offenbart… Feuer steht für das Geheimnis des „Stirb und Werde“.

Von den Elementen ist Feuer das Element der feinsten und höchsten Schwingungen. Es kann alle anderen Elemente reinigen, läutern und zur Transformation animieren. Materiell nehmen wir es als Sonne, Blitz, Vulkanfeuer, Flamme und Glut wahr, auch im letzten Aufglühen der Sonnenkraft in den leuchtenden Farben des Herbstlaubs. Auf der geistigen Ebene ist Feuer identisch mit LICHT.

Eine Meditation über das Feuer kann uns zu einer Meditation über die drei Feuerzeichen im Tierkreis einladen… auch zum Erforschen und Erleben des alchemistischen Läuterungsfeuers, das unseren Seelenstoff reinigt… Es ist auch die äußere Konfrontation der Menschen mit dem Feuer der Zerstörung aufgrund von Hass…

Das Symbol gibt einen Hinweis für den Umgang mit dem Symbol des Feuers: Die Meditation. Über das Feuer zu meditieren bedeutet in letzter Konsequenz, mit dem Feuer eins zu werden, eins zu sein. So wie es im Yoga gelehrt wird und erfahren werden kann. Wer ein Meister der Feuerenergie sein will, sollte sich fragen, ob er bereit ist, TOD UND AUFERSTEHUNG in demselben Körper zu erfahren. Das ist der Weg der Grenzüberschreitung (Transzendenz) der Materie und zugleich der Einswerdung des menschlichen Willens mit dem göttlichen Willen – so wie es für den Mars im Schoße der Jungfrau (im 12. Haus) vorgesehen ist: Nicht mein Wille sondern dein Wille geschehe.

Hier möchte ich nun wirklich zu einem Ende kommen und hoffe, dass ich die Schwingung dieser Finsternis und dieses Vollmonds inspirierend rüberbringen konnte. Die Neue Zeit und damit auch der Neue Mensch liegen in den Geburtswehen. Jeder kann durch seine innigen Wünsche und durch seine äußeren Unterscheidungen und Entscheidungen zum künftigen Wesen des Neuen beitragen. Alle können mithelfen, den Samen des neuen Bewusstseins zu pflegen und nähren.

Eure Sundra
Beratung (schriftl./tel.) möglich über Vidensus 
LisaLine und Wengo

 
Literatur:


Bruno, Louise und Michael Huber: Aspektbild-Astrologie. API-Verlag.
Dane Rhudhyar: Astrologischer Tierkreis und Bewusstsein, Hugendubel Verlag, München 1984
Gunda Scholdt: „Praxisbuch der Esoterischen Astrologie“, Ebertin Verlag, 1998
K. Parvathi Kumar: „Uranus – Der Alchemist des Zeitalters“, Edition Kulapati
Claudia von Schierstedt: "Finsternisse astrologisch deuten", Chiron Verlag
Dane Rudhyar u. Leyla Rael-Rudhyar "Der Sonne/Mond-Zyklus", Edition Astrodata

Helen Fritsch: "Die Wasserhäuser im Horoskop" http://www.astrologie.de/astrologie/b/5265/





Montag, 28. September 2015

Vollmond am 28.9.2015 mit Eklipse

  

Vollmond am 28.9.2015 mit totaler Mondfinsternis
4:50 Uhr für den Ort Berlin /D

Eigentlich wollte ich gar nichts zu diesem Vollmond schreiben und mich aus dem Medienrummel um die „Katastrophen-Konstellation“ mit dem Finsternis-Blutmond und Supervollmond heraushalten. Das Wesentliche spielt sich ja bereits im Verborgenen ab – auf der seelischen Ebene und in den Herzen der Menschen. Doch als ich mir das Aspektbild mit der blau-rot-grünen Aspektfigur, dem langschenkligen roten Kreuz darin und dem einzelnen blauen „Strich“ darüber genauer ansah, zog mich die Dynamik dieser Struktur wie ein Magnet an. Ob ich es schaffen werde, das innere Wissen dieses kosmischen und menschlichen  Potenzials zu vermitteln, wird sich zeigen.


Erntemond, Supervollmond, Blutmond, Mondfinsternis …

Hier über dem westlichen Horizont „leuchtet“ um 4:50 Uhr ein verdunkelter Herbst-Vollmond, den die Alten Erntemond nannten. Er schimmert im Erdschatten rötlich und erscheint auch viel größer als sonst („Supervollmond“) da er sich in seiner größten Erdnähe befindet.
Totale Finsternisse bringen erfahrungsgemäß dem Land, in dem sie erscheinen, große Umwälzungen und Veränderungen. Europa ist davon betroffen – und vor allem Deutschland, denn es zieht durch seine Willkommenspolitik einen mächtigen Flüchtlingsstrom ins Land und wird sich bei der Leitung diesen gewaltigen Stroms nun auch bewähren müssen.


Struktur und Dynamik des Aspektbilds

Es handelt sich um eine Zeit großer Strömungen (Neptun in den Fischen). Hier und heute sind es Flüchtlingsströme, Ströme von Menschen, die entwurzelt und heimatlos (Venus/Uranus) geworden sind und bei den reicheren Ländern Europas Schutz suchen. Diese großen Strömungen wollen gelenkt und gerecht verteilt werden, damit das Gleichgewicht der Kräfte gewahrt bleibt.

Aus der intuitiven Aspektbild-Astrologie der Schweizer Huberschule ist die „Strömer“-Figur bekannt, ein großes dreifarbiges Viereck zwischen Nordknoten/Sonne/Merkur, Saturn, Mond und Mars. Darin eingebaut ist noch eine Reiz- oder Suchfigur (grün-rot), angehängt ist ein Lerndreieck. Während die Figur des Strömers nach außen hin harmonisch und talentiert, suchend, denkend, hinterfragend wirken und äußerst selektiv die Spreu vom Weizen trennen kann (blau-grün), verfügt sie im Inneren über große Willenskraft, Macht und Selbstkontrolle (sich kreuzende rote Linien). Wenn diese innere Hochspannung, der fließende Starkstrom, beherrscht und kontrolliert wird, kann der Strömer auch die schwierigsten Ziele erreichen. Er kann nicht nur mit dem Strom schwimmen, er kann den Strom auch erzeugen und leiten.

Mit diesem Aspektbild können Kraft, Wissen und Erfahrungen gesammelt, intellektuell und denkerisch verarbeitet werden. Das Gelernte verbindet sich mit dem passenden Know-how und kann gezielt und strategisch eingesetzt werden. Mit einem Energie-Fahrzeug wie dem Strömer können große Bewegungen ins Rollen kommen, kritische Situationen gelenkt und gewaltige Kräfte beherrscht werden.

Das oppositionelle Konfliktpotenzial im Inneren, das zugleich ein Erkenntnispotenzial ist (Vollmond Widder-Waage) betrifft das Verhältnis von Ich und Du, die Beziehungs- oder Begegnungsachse (Widder-Waage) und den Raum des ersten und dritten Quadranten. Widder und Waage herrschen über mein und dein (1.Haus und 7. Haus), meine Werte und deine Werte, meinen und deinen Besitz (2. Haus und 8. Haus). Es geht um das rechte Maß im Geben und Nehmen, um ausgleichendes und gerechtes Verteilen von Besitz und Werten. Im 2. Haus geht es um Sicherheit und Abgrenzung, Bewahren und Absichern materieller Besitztümer und im 8. Haus um das Loslassen und den Verlust materiellen Werten zugunsten geistiger und ideeller Werte. Auf dieser Werteachse schauen wir auch tief in die Abgründe der menschlichen Seele, begegnen Habgier und Geiz, Macht- und Kontrollstreben über andere. JUPITER am Aszendenten kennt die Lösung und sagt: Es geht um Menschen, um unseren Wert als Mensch, um unsere Liebe, die ein gleichzeitiges „Gib!Nimm!“ ist.

Die Strömer-Figur

Der Strömer setzt sich aus mehreren Dreiecken zusammen (Ambivalenz-, Reiz- und Lerndreieck). Im Dreieck wird die Polarität überwunden durch Hinzufügen eines relativierenden dritten Standpunkts. Aus drei Dreiecken entsteht ein dreifarbiges Viereck, das in der Entfernung einem schräg fliegenden Drachen gleicht, der extrem kopflastig ist. Der „Kopf“ weist eine weite Konjunktion von Mondknoten, Lilith, Sonne und Merkur zwischen 1° und 10° Waage auf und zielt auf die Hausspitze des 2. Hauses in der Waage, wo der MERKUR (Denken, Kommunikation, Vermittlung, Bewegung, Funktionalität) mit viel Geschick und einem feinen Gespür für Gerechtigkeit in Beziehungen die Balance halten und einen Weg finden muss: zwischen einem pionierhaften, wild entschlossenen, mutigen und spontanen Handeln, um Menschen in Not zu retten, ihnen ihre notwendigen Bedürfnisse zu erfüllen, eine neue Heimat zu geben (Widder-Mond mit Aspekten zu Mars, Saturn, Sonne/Merkur), und den eigenen Bedürfnissen nach persönlicher Absicherung über die Pflege von partnerschaftlichen, menschlichen Beziehungen (Waage-Sonne). Die Waage im 2. Haus kann auch ein Hinweis darauf sein, dass friedliche und freundschaftliche Beziehungen, gemeinsames Lernen und Austauschen von Gedanken die verbindenden, geistigen Werte dieser Zeitschwingung sind.

Bei so viel Kampf, Krieg, Streit und Blutvergießen (Widder) sollten nun auch die friedlichen Aktionen und freundschaftlichen Beziehungen gefördert werden (Waage) sowie das Lernen voneinander und miteinander, wie neue Situation gemeistert werden kann . Die Lösung heißt Teilen und Mitteilen (MC in den Zwillingen). In dieser Zeit ist es in keinem Land der Erde eine Lösung, die Grenzen dicht zu machen, die Mauern noch höher zu ziehen und vor dem Leid der Menschen die Augen zu verschließen. Wenn die Grenzen nicht freiwillig und aus Einsicht geöffnet werden, werden sie vom Strom der Zeit überspült und einfach aufgelöst. Was wir nicht sehen und wahrhaben wollten, wird uns dann einfach wie eine Lawine überrollen oder eine gigantische Flut überschwemmen.
Ein einzelner Mensch und ein einziges Land kann mit dieser Aufgabe überfordert. Es braucht die Mitarbeit aller, den guten Willen zur Synthese und Nächstenliebe, für uns selbst und unsere Mitmenschen. In der Figur des Strömers sind „Wille, Wissen und Können vereint“, doch da es sich um eine völlig neue Erfahrung handelt, ist das Ergebnis noch nicht klar erkennbar. Doch – der Weg ist das Ziel. Es macht einen Unterschied, ob wir über den Tellerrand schauen und uns gegenseitig „füttern“ oder ob jeder gierig vor seinem „eigenen“ Teller sitzt und verschmachtet (siehe Geschichte am Ende).

Da in der Strömer-Figur zusätzlich noch ein Lerndreieck und ein zweites Reiz-Dreieck angehängt sind, ragen deren "scharfe Spitzen" in die rechte Du-Hälfte hinein. Die Ruhe und der gewohnte Zustand werden empfindlich gestört, eine große Spannung entsteht, es muss unmittelbar eine Entscheidung getroffen und eine Leistung erbracht werden. Dies ist notwendig, da der alte Zustand nicht mehr zu halten ist, er ist reif für eine Wandlung. Nach der Überwindung von emotionalen Stromschnellen wird das Kanu jedoch ruhige Gewässer erreichen und alle (!) werden erleichtert sein (siehe 10° Waage, dem Sabischen Symbol von Merkur). Der Strömer zeigt, wie es geht: Selbstkontrolle und Gleichgewicht sind notwendig, um einen stabilen Zustand innerer Festigkeit zu erreichen (siehe auch Venus 23° Löwe als Zirkusreiterin)

Lassen wir die Gruppenschicksalspunkte und die Sabischen Symbole sprechen.

Der Finsternisgrad

Der wichtigste Punkt bei der Finsternis ist der Tierkreisgrad, auf dem die Verdunklung des Lichts stattfindet. Es ist hier der MOND auf 5° im Feuerzeichen WIDDER. Für Deutschland steht er im 7. Haus des DU oder der Außenpolitik. Der Mond steht im Ereignishoroskop für das Volk, die Seele und allgemein für mütterlichen Schutz. Es fällt gleich auf, dass der Widder, das Zeichen der Ich-Behauptung und Selbstdurchsetzung hier im Du-Bereich des anderen erscheint.
Es ist eine gute Voraussetzung, sich in die Lage und die Bedürfnisse der Schutzsuchenden hineinzuversetzen und gerne zu geben und zu teilen. Schließlich sind es allgemein menschliche Bedürfnisse, die wir alle miteinander haben und uns gegenseitig befriedigen können. Das zeigt aber auch, dass die aggressive Durchsetzungskraft, wenn der Blick nur auf den „eigenen Teller“ gerichtet ist, gerne auf „die anderen“ projiziert wird, die hier scheinbar in das „eigene Land“ eindringen, den gewohnten Wohlstand, Genuss und Bequemlichkeit stören.

Mond auf 5° Widder
Gruppenschicksalspunkt Mars/Neptun

Der Gruppenschicksalspunkt (Münchner Rhythmenlehre) für 4,5° Widder ist
Mars-Neptun: die Flucht oder Revierunsicherheit aufgrund einer religiösen Selbstreinigung. Damit einher geht eine Handlungsschwäche, die angenommen und gelebt sein muss. Diese Schwäche ist ein Regulativ, damit das schöpferische Potenzial des 4. Quadranten (Uranus) sich durchsetzen kann. Ein starkes Ego kann niemals schöpferisch sein. Diese „Zigeunerkonstellation“ bringt auch die Fähigkeit zum Hellsehen mit sich. Unter Mars/Neptun kann durch unklare Handlungen und die Unterstützung von korrupten Regimes der Weltfrieden gefährdet sein.
Mars/Neptun ist eine Konstellation der spirituellen Suche, der Befreiung und Reinigung von verdrängten Inhalten aus dem Unbewussten.

Das Sabische Symbole für Mond 5° Widder:
„Ein Dreieck mit Flügeln“

Nach Dane Rudhyar zeigt das geflügelte Dreieck die Fähigkeit zur Selbst-Transzendierung und ein Verlangen, eine höhere Ebene des Daseins zu erreichen. Im Moment, da wir uns selbst erkennen, entsteht etwas Drittes und Höheres. Es ist das Bewusstsein, das die Wahrnehmung der irdischen Dualität (z.B. die Trennung von Materie und Geist) übersteigt und die dahinterstehende Einheit erkennt. Die Einheit (Punkt oder Kreis) steht für das Ganze, das Sein. Die Zweiheit oder Dualität für Geist und Materie, Yang und Yin, Ich und Du. Die Dreiheit ist das verbindende Bewusstsein, das beide Pole als wesensgleich erkennt.
Beflügelnd wirkt das DREIECK, wenn es mit der Spitze nach oben weist.
Im Aspektbild liegt der WIDDER-MOND an der Spitze eines Dominant-Dreiecks zwischen Mars, Saturn und Mond. Somit ist das Quadrat (rot) zwischen Mars/Saturn eine spannungsgeladene Grundlage: „Die Vertreibung von der Herde“ (Döbereiner), ein Bestimmungswechsel, der einen aus dem alten Milieu herausplatzen lässt. Diese Konstellation gibt den Mut für einen Neuanfang und für ein Herauslösen aus den alten Lebensbedingungen, die der eigenen Bestimmung im Wege standen.
Die Flügel beflügeln zum Aufstieg und sind u.a. auch ein Attribut der Göttlichen Jungfrau in ihrer Erscheinung als Isis, Demeter, Ceres und Maria. Sie repräsentiert die Weltseele (Anima Mundi), die sich im Stoff (Mater, Materie) verbirgt, der zugleich auch der Urstoff ist, aus dem alle Schöpfung entsteht. Auch Vögel sind Symbole der zur geistigen Ebene aufsteigenden Seelen.

Mars steht auf 2° Jungfrau:
„Ein großes weißes Kreuz beherrscht die Landschaft“

Das heißt, Weisheit, Mitgefühl und Verständnis bilden das innere Gerüst. In der Strömer-Figur wird dieses durch das langschenklige, rote Kreuz angezeigt, die innere Kreuzigung und Bereitschaft, seine Bestimmung und irdische Begrenzung anzunehmen, die Seele für das Golgatha-Erlebnis tragfähig zu machen. Die Jungfrau-Energie führt den Menschen in letzter Konsequenz immer durch Krisen und das „Tal der Tiefenerfahrungen“, bis er sein Denken und seine Intuition nutzt, um sich des verborgenen geistigen Lebens in seinem Inneren bewusst zu werden. Erst wenn der Mensch sein Herz für andere Menschen öffnet und bereit ist, ihnen zu dienen, wird er die die Wirklichkeit hinter allen äußeren Formen gewahr, entdeckt das Leben der Seele und das Wirken des innewohnenden Christus. Saturn nahe am IC zeigt die tiefe und notwendige Talerfahrung im Zeichen Schütze an, wo viele Menschen ihre Heimat verlassen müssen, vom Strom ihrer inneren Bestimmung zu einer neuen Grundlage geführt werden… und auch von einem Strom menschlichen Mitgefühls getragen und begleitet werden.

Mit zunehmender seelisch-geistiger Reinheit, Reife und Klarheit wird der Mensch die Marsenergie nicht mehr zur Durchsetzung nur persönlicher Begierden und Bedürfnisse einsetzen wollen (Widder) und auch nicht mehr lediglich auf seinen inneren Kampf zwischen Begierde und Hingabe fixiert sein (Skorpion), sondern auf unpersönlicher Ebene für die Durchsetzung eines Ideals kämpfen können (Schütze): das Ideal des wahren Menschseins.
(Das weiße Kreuz war das Kreuz des Johanniterordens, erst auf schwarzem, dann auf rotem Grund)

Sonne auf 5° Waage
„Ein Mann offenbart seinen Schülern die Grundlagen inneren Wissens, auf denen eine »neue Welt« gebaut werden kann.“

In einer Vollmond-Konstellation, bei der der Mond in Opposition zur Sonne steht und ihr Licht in aller Klarheit widerspiegelt, können wir die Früchte früheren Wirkens klar erkennen und bewusst machen, ebenso die eigenen Projektionen. Diese Erkenntnis kann zu einer befriedigenden Erfüllung und dem Abschluss einer Phase führen. Sie kann aber auch Trennung von unerfüllten Projekten, Plänen und Wünschen bedeuten, z.B. auch das Loslassen von alten Ansichten, Bequemlichkeiten und Gewohnheiten, die für den kommenden neuen Zyklus nicht mehr gebraucht werden und eher hinderlich sind.

Bei einer Mondfinsternis sehen wir nicht klar. Auch die Jupiter-Neptun-Opposition spiegelt Verwirrung, rosarote Brillen und Schwarzmalerei als allgemeine Verunsicherung wider. Ein Glaube steht gegen einen anderen Glauben, meine Weltanschauung gegen deine und unsere gegen die der „anderen“.

Noch in der Finsternis bricht ein neuer Tag an, und in der Morgendämmerung eines neuen Zyklus sollen die Grundlagen für die „neue Welt“ als „Saat-Gedanken“ in den Boden der Erde gelegt werden. Damit das innere Wissen empfangen werden kann, braucht es offene und empfangsbereite Seelen. Eine alte östliche Weisheit sagt: Wenn der Schüler bereit ist, erscheint der Lehrer. Doch er bedient sich vieler Erscheinungsformen… er kann als Buddha und „blauer Fluss“ kommen, als Sintflut oder Flüchtlingsstrom, er kann in einem Traumbild erscheinen oder uns als Symbol begegnen, es kann uns entgegenfliegen…. Das geflügelte Dreieck von 5° Widder kann ein Anhaltspunkt und wichtiges neues Symbol sein für uns – so wie bei den Altägyptern die geflügelte Sonnenscheibe ein Symbol der Auferstehung war. Im Mythos fügt Isis den zerstückelten Leichnam ihres Gatten Osiris wieder zusammen, fächert ihm mit ihren Flügeln den Lebenshauch zu, holt ihn ins Leben zurück und zeugt mit ihm Horus, den neuen Sohn.

Die äußere Form des Meisters oder Lehrers ist unbedeutend (siehe auch Jupiter am AS). Es ist der JUPITER (Guru) in jedem Menschen, das integrierende Prinzip im innersten Kern allen Daseins – unabhängig von unterschiedlichen Glaubensformen und religiösen Praktiken. Es ist der Zadik, der Gerechte, der König und der Prophet, das Christusbewusstsein in uns, die zentrale einigende Kraft des Selbst. Von dieser einigenden zentralen Kraft geht eine innere Gewissheit aus, die alles äußere Wissen der Babel-Sprachen dieser Welt übersteigt. Was wirklich übermittelt wird, ist die Kraft des Seins, die als inneres Licht durch die Wirren äußerer Finsternis führen kann.

Der Gruppenschicksalspunkt für 4,5° Waage ist
Venus/Neptun: auch hier das Gefühl der Revierunsicherheit, das Gefühl von Fremdheit in der Gemeinschaft (im „eigenen“ Land), was sowohl für die Flüchtlinge und heimatlos gewordenen Schutzsuchenden gilt als auch für die „Einheimischen“. Doch es ist eine Zeit, da die Denkweise „This land is your land – this land is my land“ keinen Sinn mehr macht und bedeutungslos wird, da eine neue Zeit anbricht.

Manche mögen Albträume haben, dass fremde Leute in ihre Wohnung eindringen, obwohl sie doch die Tür abgeschlossen haben. Das kleine Ich oder dicke Ego ist um das eigene persönliche Wohl besorgt, will sich in Sicherheit wiegen können, seinen Besitz geschützt wissen. Die schutzsuchenden Menschen haben nichts mehr zum Abgrenzen und Absichern. Sie haben sogar ihren Stolz und ihre alte Identität verloren, sind durch die Umstände tief gedemütigt worden, sind in einem fremden Land recht- und schutzlos und der Willkür menschlichen Verhaltens ausgesetzt. Sie erfahren Liebe und Mitgefühl, aber auch Hass und Feindseligkeit.
Der innere Boden muss vorbereitet werden für diese neue Zeit eines Miteinander und Füreinander. Das Gefühl existenzieller Unsicherheit bei vielen Menschen ist vor allem da, weil ihr „innerer Boden“ gefährdet ist, weil er verseucht, vertrocknet, unfruchtbar oder verrottet ist von Habgier und Besitzdenken.

Schauen wir nach der Venus-Stellung im Löwen, welche Werte und schönen Künste sie in dieser schwierigen Zeit anzubieten hat.

Venus 23° LÖWE
„In einem Zirkus demonstriert eine Reiterin auf ungesatteltem Pferd ihr gefährliches Können“.

Im Feuerzeichen Löwe pulsiert das Leben. Jeder ist mit seiner Selbstdarstellung beschäftigt, von sich eingenommen, auf sich selbst konzentriert, strebt nach Macht und Privilegien. Doch kommt das nach außen gezeigte Selbstbewusstsein wirklich aus dem Herzen? Ist es echt oder gespielt, eine gekonnte Zurschaustellung seiner Statussymbole? Hält sich der Mensch für den Nabel der Welt oder hat er das Bewusstsein entwickelt, dass er ein Gleicher unter Gleichen ist und damit auch Verantwortung für seine Mitmenschen hat? Ein Mensch, der seine Lebens- und Vitalkräfte (Pferd) beherrschen, zähmen und in eine Richtung lenken kann, ist ein Meister seiner Lebensenergien. Er ist ein Meister des Lebens, ein Yogi oder ein großer Lebenskünstler. Er hat mit seiner Willenskraft und seinem Können etwas Außergewöhnliches erreicht. Indem er es vorführt und anderen Menschen zeigt, entsteht in ihnen der Wunsch, ihm nachzueifern und ihr Leben ebenfalls in die eigene Hand zu nehmen und das Beste daraus zu machen.

Ohne sicheren Halt, ohne Seil und doppelten Boden, ja sogar ohne Zügel führt sie ihr Pferd / ihre Vitalenergien mit ihrem Bewusstsein und ihrer Willenskraft. Es sieht leicht und spielerisch aus, und ist doch das Ergebnis jahrelangen Bewusstseinstrainings, bei dem sie Wagemut und Ausdauer bewiesen hat.

Das Trigon der selbstbewussten und mutigen Löwe-Venus zum stürmischen und vorpreschenden Widder-Uranus schwebt völlig losgelöst über dem „großen Denkschritt“ von Mars-Mond (Quninkunx in der Strömer-Figur).

Der Mars will handeln, kann es aber nicht, hat vielleicht im Denken die Integration noch nicht recht vollzogen… er sucht noch nach Lösungen, wie er vielleicht doch im alten System bleiben und überleben kann … Vielleicht kann und darf er (vor seinem Gewissen) nicht, weil ihn im 12. Haus das „Feindbild“ belastet, das er in sich trägt und von dem er sich erst lösen muss. Er kämpft noch gegen den bösen Feind, der in sein Revier eindringt und ihn bedroht… Eigentlich träumt er diesen Kampf nur oder stellt ihn sich vor, denn er findet in ihm selbst statt.

Der Mars kommt aus dem 8. Haus des Finsternis-Horoskops und er ist hier in die Verbannung des 12. Hauses geschickt worden, weil JETZT keine Zeit für die Durchsetzung egoistischer und persönlich gefärbter Bedürfnisse ist. Der persönliche Überlebenswille darf sich nur mit seinen inneren Angst machenden Bildern auseinandersetzen. JUPITER, sein großer Lehrmeister, ist ganz in seiner Nähe, und auch der große Lehrmeister SATURN wird ihm über das Quadrat (rot) die für seine Golgatha-Erfahrung nötigen tiefen Einsichten vermitteln und seiner KREUZIGUNG und Wandlung beistehen… Der Feind wird ihm dann in der Todesstunde sein wahres Wesen offenbaren… und der Mars wird erkennen müssen, dass der WILLE DES (Gottes-)SOHNS (Mars) mit dem WILLEN DES VATERS (siehe Sonne) identisch ist: Nicht mein Wille, sondern dein Wille geschehe (Mars-Quadrat Saturn). Dann wird das Mars-Symbol von 2° Jungfrau Wirklichkeit: Das ROTE KREUZ  des inneren Konflikts zwischen Geist und Materie verwandelt sich in das große WEISSE KREUZ, das die ganze Landschaft überragt. Die Wörter mein und dein sind inzwischen aus seinem Bewusstsein gelöscht worden… Der Ritter Parzival hat ihn gesucht und gefunden… den Gral.

Fortsetzung im nächsten Blog.
Körper und Geist brauchen eine Pause.
Doch die angekündigte Geschichte von Himmel und Hölle füge ich noch hinzu.
Literatur:
Bruno, Louise und Michael Huber: Aspektbild-Astrologie. API-Verlag.

Dane Rhudhyar: Astrologischer Tierkreis und Bewusstsein, Hugendubel Verlag, München 1984



 Diese Geschichte existiert in unterschiedlichen spirituellen Traditionen und Varanten als eine Geschichte von Himmel und Hölle.

„Ein Mann aus der Menschenwelt bat einmal einen Engel (Deva) darum, Himmel und Hölle, also die höheren und niederen Bereiche von Lebewesen, sehen zu dürfen. Der Engel war einverstanden und begleitete den Mann. Er führte ihn zuerst in einen großen Raum, in dessen Mitte eine reich gedeckte Tafel mit den köstlichsten Speisen stand. Rundum saßen Wesen mit langen Löffeln und versuchten zu essen. Aber sie sahen trotz der wunderbaren Gerichte blass, mager und elend aus. Es herrschte eine eisige Stille. Denn die Stiele ihrer Löffel waren so lang, dass sie das herrliche Essen nicht in den Mund bringen konnten. Als die beiden Besucher wieder draußen waren, fragte der Mann den Engel, welch ein seltsamer Ort das gewesen sei. Es war die christliche Hölle, die Welt der Hungergeister, der Begierde und des Geizes.
Daraufhin führte der Engel den Mann in einen zweiten Raum, der genauso aussah wie der erste. In der Mitte stand wieder die reich gedeckte Tafel mit köstlichem Essen. Die Wesen dort hatten auch alle lange Löffel in der Hand. Aber sie waren gut genährt, gesund und glücklich. Sie unterhielten sich angeregt. Sie versuchten nicht, sich selbst zu füttern, sondern benutzten die langen Löffel, um sich gegenseitig das Essen in den Mund zu schieben. Dieser Raum war der christliche Himmel, eine Brahma-Welt voller Mitgefühl, Nächstenliebe und Güte.

Eure Sundra

Sonntag, 19. Dezember 2010

21.12.2010 Vollmond mit Mondfinsternis

Vollmond am 21.12.2010 um 9:14 h MEZ für Kassel



Welch eine gewaltige Energieballung am Punkt des Übergangs von den veränderlichen zu den kardinalen Zeichen! Alpha & Omega gleichzeitig. Eine Zeit der Erfüllung, des Abschlusses und Neuanfangs, der Überprüfung der Konten, der Soll- und Habenseite – einige mögen es Dharma und Karma nennen.

Mehrere Faktoren kommen zusammen und sorgen für einen kräftigen Energieschub: Vollmond & totale Mondfinsternis & Wintersonnenwende & Stellium am Nordknoten am Punkt der Kardinalen Klimax-Konstellation (Anfang der kardinalen Zeichen). Für unsere Breiten (Mitteleuropa) kommt ein Steinbock-Aszendent hinzu. Merkur ist seit dem 10. Dezember rückläufig und bleibt es exakt bis zum Jahresende.

Die totale Mondfinsternis vom 21. Dezember 2010 gehört zum Saros-Zyklus Nr. 125, der am 17. Juni 1704 begann (Großer Nordischer Krieg in Nord-, Mittel- und Osteuropa, Französische Revolution, Amerikanischer Unabhängigkeitskrieg). Die letzte Finsternis aus diesem Zyklus war am 9.12.1992 und die nächste wird am 19.3.2155 sein. Die Finsternisse aus den Saros-Zyklen erscheinen immer im Abstand von ca. 18 Jahren (Mondknoten-Zyklus).

Die veränderlichen Zeichen (Zwillinge, Jungfrau, Schütze, Fische) stehen in Beziehung zur Formwelt, zur Persönlichkeit des Menschen und zur Intelligenz der Materie. Die kardinalen Zeichen (Widder, Krebs, Waage, Steinbock) beziehen sich auf geistiges Bewusstsein und schöpferische Willenskraft.

SONNE und MOND befinden sich auf dem letzten Grad von Schütze und Zwillinge im T-Quadrat zu Jupiter/Uranus am Ende der Fische und spiegeln diesen Konflikt zwischen Formnatur (Mond) und Bewusstsein (Sonne), zwischen Intellekt (Zwillinge) und Intuition (Schütze) oder Wissen und Glauben.

Der reifen Schütze-Energie geht um höhere (geistige) Bildung, höheres Streben, Erweiterung des Bewusstseins, um neue umfassende Einsichten, Toleranz, Weitsicht und ein sinnerfülltes Leben. Die Schwächen des Zeichens sind geistige Überheblichkeit, Fanatismus in Glaubensangelegenheiten, Bekehrungswahn und Selbstüberschätzung.

Die entwickelte ZWILLINGS-Energie ist offen, lern- und wissbegierig, fähig zur Aufnahme, Sammlung und Weitergabe von kollektivem Wissen und Werten, fähig zur Erkenntnis, Unterscheidung, Interpretation und Assoziation. Die Neutralität dieses Luftzeichens ermöglicht eine wertfreie Annahme der unterschiedlichsten Standpunkte. Die Schwäche liegt im Theoretisieren, im Hängen bleiben an der Oberfläche, Überbewerten von Einzelheiten und einem ständigen Wechseln des Standpunkts. Es fehlt an Tiefgründigkeit und persönlichen Erfahrungen.

Es folgt nun eine Betrachtung der einzelnen Tierkreisgrade nach den Sabischen Symbolen.

MOND 30° ZWILLINGE
Eine Parade von Badeschönheiten vor großem Strandpublikum.
Schlüssel: Die Bildung sozialer Standards durch persönliche Leistung und Wettbewerb.



Mit diesem Bild endet in unserem Erfahrungsraum des natürlichen Jahres der Frühling, denn bei einer Sonnenstellung von 1° Krebs ist die Sommersonnenwende erreicht, ein Punkt des radikalen Wechsels der Zugehörigkeit ohne Rückkehr. Die Stunde der Entscheidung/ Bekenntnis/ Bestimmung des eigenen Standorts steht an – in Übereinstimmung mit dem eigenen Dharma. Dane Rudhyar schreibt hierzu: „Die VORSTELLUNG, die Show ist vorbei.“
Ich denke bei diesem Grad an den schönen Schein, von dem wir uns so gerne blenden lassen: die verschiedenen Statussymbole unserer Gesellschaft und Kulturen, vom Autokult, Badekult, Körperkult (Bräunungsstudios, Fitnesswahn), Urlaubskult zu den von uns gemachten und hoch gepäppelten Schönheitsidealen, Luxusgütern und oberflächlichen Werten. Hinzu kommen die von der Gesellschaft verliehenen Belohnungen für die Erfüllung der kollektiven Maßstäbe an Personen, die diese Standard-Ideale, Statussymbole und kulturellen Werte repräsentieren – in Form von Ruhm, Prestige, Geld und Titel. Die Medienindustrie hält dem Esel tagtäglich diese Statussymbole, Ideale und Werte als Karotte vor die Nase. Die Masse eifert diesen Idealen nach, will sie manifestiert sehen, erbringt große Leistungen und hofft auf die gesellschaftliche Anerkennung, Bewunderung und Belohnung, sei es auch nur im Guinness-Buch der Rekorde.
Die ZWILLINGE-Phase der Äußerung und Veräußerlichung ist hier abgeschlossen und hat ihre Erfüllung gefunden. Der Mensch möchte vielleicht in seiner Entwicklung hier stehen bleiben und sich Zeit nehmen für den Genuss der Statussymbole und sozialen Standards, doch seine evolutionären Kräfte lassen dies JETZT nicht zu. Eine NeuOrientierung und neue Ausrichtung seiner Gedanken und Energien liegt an. Was ist sein Zuhause, seine Grundlage, zu der er sich bekennt?

SONNE 30° SCHÜTZE
Der Papst segnet die Gläubigen.
Schlüssel: Das Bedürfnis, traditionellen Werten die Ehre zu erweisen, auf denen die unsichtbare Gemeinschaft des Geistes aufbaut.


Gegenüber im Zeichen Schütze endet in der Natur der Herbst, bei 1° Steinbock ist die Wintersonnenwende erreicht, ein Punkt der radikalen Umkehr, Entscheidung und Machtübernahme.

Die SCHÜTZE-Phase findet in gesellschaftlichen Kulturen und Zivilisationen ihre Erfüllung in der Verkörperung eines geistigen Oberhaupts über eine geistige Gemeinschaft. Ein Kollektiv gläubiger Menschen überträgt sein spirituelles Wertgefühl auf eine Person, die ihre Ideale verkörpert und als „Stellvertreter Gottes“ angebetet wird. Jeder Mensch mit einer Besetzung dieses Tierkreisgrads durch einen Planeten mag sich fragen, ob er bereit sei, ein überpersönliches Leben als Symbol oder Archetyp zu leben. Doch diese Rolle kann ebenso ein Segen wie ein Fluch sein.

Das Symbol dürfte sich auch auf die traditionelle Stellung und die mehr oder weniger mächtige Position diverser weltlicher Kircheninstitutionen und ihrer Repräsentanten beziehen. Wir dürfen die Grundschwingung der Kardinalen Klimax-Konstellation nicht aus den Augen verlieren,
einerseits das Gerangel um den Fortbestand der alten traditionellen Werte und Ideale (Beispiel Glaubenskriege), die auch in der Zukunft den Menschen noch zu Höchstleistungen antreiben sollen, und andererseits den stetig wachsenden Werte- und Bewusstseinswandel – symbolisiert durch den PLUTO am Nordknoten im kardinalen Erdezeichen Steinbock, gerade aktiviert durch den transitierenden Merkur und Mars.
Die Stühle, Sessel und Throne der Inhaber der alten Macht – der spirituellen wie der weltlichen - beginnen zu wackeln, das Volk (MOND am Südknoten) spielt nicht mehr mit, hat genug vom politischen, kirchlichen und kulturellen Theater, den Vorstellungen, Versprechungen, Moralpredigten, Gesetzen und Vorschriften. Öffentliche Machthaber, die ihre Macht und Stellung für persönliche Ziele und Zwecke missbrauchen, werden für ihre Taten zur Rechenschaft gezogen (Beispiel Erich Honecker, dessen Pluto auf 30° in den Zwillingen stand, dessen SHOW auch nicht weiterging).

JUPITER, der am 22. Januar 2011 endgültig in den Widder eintritt, läuft durch die letzten Grade des veränderlichen Fische-Zeichens, schenkt uns Mut und Zuversicht, und mit neuen Vorhaben auf den Weg zu machen, nachdem wir uns von alten Glaubenssätzen, Lebensmustern und Lebensweisen verabschiedet haben. Die Spannung zwischen den beiden Erfahrungen oder Phasen kurz vor den Sonnenwenden (siehe 30° Zwillinge – 30° Schütze), die zu einer Entscheidung zwingen, findet ihre Lösung in der JU/UR Konjunktion.
Bild: Sternenreise (C) Sundra Kanigowski

JUPITER 26° Fische:
Während sie die sehr schmale Mondsichel beobachten, die beim Sonnenuntergang erscheint, erkennen verschiedene Menschen, dass die Zeit gekommen ist, sich mit ihren unterschiedlichen Vorhaben aufzumachen.


Die sehr schmale Mondsichel, die bei Sonnenuntergang im Westen erscheint, ist das erste Zeichen des jungen Mondes (Neumonds). Jupiterkraft – die Fähigkeit zur Expansion, Vision (Ex-Pan-Vision!) und Erforschung neuer Dimensionen – steht auf diesem Grad der Mondfinsternis und des Horoskops der Wintersonnenwende für einen kosmisch-spirituellen Grundimpuls, der alle Menschen dieses Planeten mit der Botschaft erreicht „Mach dich auf den Weg – Es ist an der Zeit!“
Das I GING weist in diesem Zusammenhang auf das Hexagramms 49 GO, die Umwälzung hin: „Am eigenen Tag, da findest du Glauben.“ Es wird empfohlen, die Zeiten (Zeitrechnung) zu ordnen und zu klären, sich auf die erkennbaren Zeiterfordernisse einzustellen und so Herr über den Wechsel der Natur zu werden.
Der Übergang von Fische zu Widder heißt hier Abschied nehmen von lieb gewonnenen EinBildungen, Gefühlen, VorStellungen und Träumen, wenn diese keine konkrete Bedeutung und Berechtigung für unser weiteres Leben haben. In unserem individuellen Leben führt diese Zeit der BeReinigung und LosLösung zu einer Befreiung von lange brachliegenden oder angestauten passiven Kräften, zu einer fruchtbaren Aktivität unter neuen Gesichtspunkten und veränderten klareren Perspektiven.

Der Impuls des „Sich auf den Weg Machens“ kann von innen kommen oder durch andere Menschen. Mutig und stark dürfen wir jetzt die Dinge unseres Lebens neu ordnen, nach Gewicht und Bedeutung. Was ohne Bedeutung ist, zerfällt von selbst, das Wertvolle zeigt sich von einer neuen Seite. Lediglich die physische Realität zu verändern, bewirkt allerdings nichts. Zuerst müssen die zugrunde liegenden alten Haltungen, Einstellungen und Vorstellungen erkannt und geändert werden, die zu den alten, unerträglich gewordenen Zuständen und Bedingungen geführt haben. Die neu gewonnene EINSICHT wird dann ganz von selbst die Grundlage zu einer neuen Wirklichkeit schaffen.

Zum Abschied und Neuanfang möchte ich euch diese Zeilen mit auf den Weg geben, aus Hermann Hesses Gedicht „Stufen“:

…
Wir sollen heiter Raum um Raum durchschreiten,
An keinem wie an einer Heimat hängen,
Der Weltgeist will nicht fesseln uns engen,
Er will uns Stuf’ um Stufe heben, weiten.
Kaum sind wir heimisch einem Lebenskreise
Und traulich eingewohnt, so droht Erschlaffen,
Nur wer bereit zu Aufbruch ist und Reise,
Mag lähmender Gewöhnung sich entraffen.
…

Brilon, 20. Dez. 2010
Sundra

Freitag, 25. Juni 2010

Vollmond im Steinbock mit part. Mondfinsternis


Der von Astrologen geprägte Ausdruck „Kardinale Klimax“ (Quelle in „Astrologie Heute“) wird für die Phase von 2008 – 2015 verwendet, in der sich die langsam laufenden Planeten SATURN, URANUS und PLUTO in den ersten Graden der drei Kardinalzeichen Waage, Widder und Steinbock befinden und untereinander harte, d.h. schwierige, herausfordernde Aspekte bilden. Die heiße Phase dieses Sommers zeigt sich nun darin, dass ab Juni der JUPITER als 4. Planet diese kardinale Aufbruchstimmung mit anheizt und SONNE /MERKUR im Krebs und der MOND im Steinbock (Vollmond-Stellung und Mondfinsternis) das KARDINALE KREUZ vollenden.
Der Ordnung halber muss ich erwähnen, dass Saturn sich aufgrund vorheriger Rückläufigkeit noch auf den letzten beiden Graden in der Jungfrau befindet und erst am 21. Juli den kardinalen Nullpunkt in der Waage erreicht, sein Einfluss ist jedoch bereits spürbar. Somit sind die 4 kardinalen Eckpunkte des Tierkreises (Widder, Krebs, Waage, Steinbock) von insgesamt 7 Planeten besetzt und forcieren mit großer Macht und Spannung Initiation, Aufbruch, Veränderung, Erneuerung im persönlichen wie gesellschaftlichen Bereich. Bei einer Konstellation wie dieser – der Betonung und Aktivierung der kardinalen Zeichen in ihren ersten fünf Graden, vor allem durch die langsam laufenden Planeten – ist die WELT ALS GANZES betroffen, die ganze Menschheit, das globale Bewusstsein, die Energie und Weltwirtschaft mit ihren Ressourcen, das Klima, Natur und Umwelt, die gesellschaftliche Struktur etc.

Es geht jetzt wirklich ‚Schlag auf Schlag’ weiter - mit herausfordernden Krisen, Umbrüchen, Zusammenbrüchen, da die Kräfte des Alten, Verhärteten und Starren (Saturn, Mond und Pluto im Steinbock) erst gebrochen werden müssen durch Mobilisierung aller Energien – aber auch mit Erkenntnissen, Durchbrüchen, großen, mutigen und zukunftsweisenden Taten. Diese Mondfinsternis aktiviert die kardinale Höhepunkts--Konstellation schon spürbar einen Monat vor der exakten Stellung und hält von der Wirkung her auch noch bis November 2010 an. Im nächsten Monat (Juli) folgt eine Sonnenfinsternis. Die USA, besonders die Region von Mittelamerika und der Golf von Mexiko (Ölkatastrophe), fallen in den Bereich der Sichtbarkeit … ebenso China, Burma, Thailand, Malaysia, Singapur und der östliche Teil Indonesiens (Sumatra). Auch in Europa sind die Spannungskonstellationen der Mondfinsternis zu spüren. Ich verweise hier weiter an die großen Astrologieschulen /Zeitschriften und ihre Seiten im Netz. Ein weiterer Höhepunkt ist Ende Juli erreicht, wenn MARS und SATURN sich auf 1° Waage treffen und das kardinale T-Quadrat exakt wird. Es ist mit großen Machtkonflikten und unerwarteten Einbrüchen / Ereignissen zu rechnen.

Wer sich für den ganzen Artikel interessiert, lese bitte weiter auf meiner Webseite unter ASTRO AKTUELL



SonneMondundSternengrüße
Sundra