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Donnerstag, 17. September 2015

Jupiter-Neptun-Opposition am 17. September




Jupiter, der größte Planet unseres Sonnensystems, befindet sich seit August im Erdzeichen Jungfrau. Durch die Sinnesfunktionen von Jupiter können wir die Welt wahrnehmen und bewerten. Als Herrscher des feurigen Schütze-Zeichens steht Jupiter in unserem Horoskop für die Suche nach dem Sinn des Lebens, für Mitmenschlichkeit und das Erkennen von ganzheitlichen Zusammenhängen.

Steht er in der Jungfrau, schenkt uns Jupiter einen Sinn für Gerechtigkeit und das rechte Maß. Er sorgt dafür, dass wir uns nicht in den Details verzetteln und in der Vereinzelung stecken bleiben, sondern immer das Wohl des Ganzen im Auge haben. Jupiter strebt im Zeichen Jungfrau die Heilung, Synthese und Integration an. Als alter Herrscher des Fische-Zeichens bringt er eine allumfassende Güte, Gnade und Barmherzigkeit mit. Er ist der „Gute Hirte“, der seine Herde (die Menschheit) beschützt und zum frischen Wasser führt, der sich um jedes verlorene Schaf, um Minderheiten, Kranke und Ausgestoßene kümmert und sie dem Ganzen wieder zufügt. Als „Gerechter“ und „König“ ist er das zentrierende Prinzip in unserer Mitte, unserem inneren Reich.
Die richtige Sichtweise, das rechte Urteilsvermögen und Maß werden allerdings empfindlich gestört und irritiert, wenn sich Jupiter in der Gegenüberstellung zu Neptun befindet. Das ist zwischen August und Oktober 2015 der Fall. Der geistige Planet Neptun befindet sich seit vier Jahren in seinem eigenen Zeichen Fische (2011-2026). Sein Ziel ist das Auflösen der Isolation und des Getrenntseins – sei es als Gefühl, als Vorstellung oder Idee. Wir werden in dieser Zeit erfahren, was es heißt, wenn Landesgrenzen, persönliche Grenzen und Grenzen im Bewusstsein der Menschheit als Ganzes aufgelöst und überschritten werden. Der Fokus liegt auf der Allverbundenheit. Es geht nicht um das, was uns trennt, sondern um das, was alle Menschen und alle Lebewesen auf diesem Planeten verbindet.

Wir werden aber auch erfahren, welchem Irrglauben wir selbst verfallen sind, wo wir zu idealistisch oder nihilistisch eingestimmt sind und nun desillusioniert werden. Lügen, Betrug und Täuschungen sind ebenso an der Tagesordnung wie Versprechungen und „göttliche“ Eingebungen. Wie wir diese Zeit erfahren, hängt also nur von unserem Standpunkt ab.

Wer die Wachstumsenergie von Jupiter in der Jungfrau missversteht und missbraucht, indem er mit den Kräften von Mutter Erde Raubbau treibt, indem er andere Menschen oder Länder ausbeutet und nur in die eigene Tasche wirtschaftet, dem wird Neptun in den Fischen alles nehmen, was er für sein Eigen hält. Es geht darum, mit unseren körperlichen, seelischen und geistigen Energien so verantwortlich umzugehen, dass sie dem Ganzen zugute kommen – dem Team, der Gruppe, dem Volk und letztendlich der ganzen Menschheit und dem Planeten.

Bilderflut und Menschenflut –
     Wasser- und Flüchtlingsströme

Neptun herrscht über das Meer, während Jupiter über die Erde und den Himmel herrscht. In der Mythologie gibt es Ähnlichkeiten zwischen dem Himmelsgott Jupiter und dem Gott der Meere (Neptun). Beide können Blitze schleudern, Erdbeben verursachen und sorgen für reiche Vermehrung, indem sie die Zeugungskraft anregen. Man denke nur an die Fischschwärme und den Samenerguss.

Erde und Wasserenergie (Jungfrau und Fische) ergänzen, vermischen und befruchten sich. Rationale, nüchterne Gedanken- und Unterscheidungskraft (Jungfrau) kanalisiert den chaotischen Gefühlsstrom der Fische, und die Wasserströme (Fische) befruchten die harte, trockene Erde und Rationalität (Jungfrau). Allumfassende Liebe und grenzenloses Mitgefühl, die Wasserqualitäten des Zeichens Fische, sind für die vertrocknete Erde bzw. das analytische Denken der Jungfrau wie ein Jungbrunnen oder ein frischer, heilsamer Fluss.

Wir haben die Bilder täglich vor Augen, wie Wasser- und Gefühlsströme und nun auch Flüchtlingsströme den Planeten überziehen. Und auch die Bilder erscheinen nicht mehr vereinzelt, sondern gleich als Bilderflut in den Medien. Hinzu kommt der Gedanken-, Rede- und Meinungstrom aus dem Internt. Die Vereinzelung und das zweckorientierte Nützlichkeitsdenken, die im Zeichen Jungfrau am weitesten fortgeschritten sind, erfahren nun durch den Einfluss von Jupiter und Neptun den Impuls zur Synthese. Statt analytisch-wissenschaftlicher Beobachtung von Einzelheiten wird man nun tiefer und zugleich höher schauen müssen, um die ganzheitlichen Zusammenhänge erkennen zu können.


Unzufriedenheit mit dem Istzustand

Die Sonnenfinsternis in der Jungfrau und die Jupiter-Neptun-Opposition auf der Jungfrau-Fische- Achse sind ein Zeichen dafür, dass wir durch eine existenzielle Krise gehen, sowohl der Einzelne als auch die Menschheit, der einzelne Staat und die Staatenbündnisse, besonders Europa und Amerika. Dazu gehört auch die Krise der Sinnfindung (Saturn im Schützen). Wir mögen mit einer inneren Leere und Sinnlosigkeit konfrontiert werden, der wir zu entfliehen suchen  - z.B. durch Überbeschäftigung und Ablenkung, durch Bespaßung oder durch Wegschauen und Vogel-Strauß-Politik.

Es geht uns etwas an, wenn in China ein Sack Reis umfällt, wenn die Meere verseucht werden, Menschen Krieg führen mit unseren Waffen und unseren Geldern, wenn Länder und Menschen ausgebeutet werden, weil wir bequem im Luxus leben wollen. Wir, die wir glauben, den Wohlstand verdient zu  haben, weil wir so "fleißig und hart gearbeitet" haben, werden nun Opfer bringen und den Gürtel enger schnallen müssen. Jeder Einzelne ist für den Istzustand seines eigenen kleinen Lebens und des größeren Lebens auf diesem Planeten mitverantwortlich. Und jeder kann etwas ändern, z.B. seine Lebens- und Denkweise, oder sein Konsumverhalten mal genauer durchleuchten.

Die zwei Seiten gehören zu einer Münze

Die Jungfrau-Fische-Energie lehrt uns, dass alles seine Zeit hat, seinen Anfang und sein Ende – auch der Wohlstand. Sie lehrt uns, dass wir säen müssen, wenn wir ernten wollen und dass die vielen persönlichen Alltagsdinge, mit denen wir beschäftigt sind, niemandem nützen, wenn sie nicht in einer Beziehung zum größeren Ganzen stehen.

Wir sind in unseren Vorstellungen von Gut und Böse gefangen, möchten nur gut sein und alles Böse in uns beseitigen oder von uns wegschieben. Am bequemsten erscheint es, das Fremde, das Unbequeme und Böse anderen in die Schuhe zu schieben. Doch Frieden ist nur möglich, weil es auch Krieg gibt. Erfolg und Gewinn des einen sind nur möglich, weil ein anderer dafür verliert und versagt. Der Wohlstand auf der einen Seite der Welt basiert auf Armut und Mangel auf der anderen Seite.

Ganz egal, auf welcher Seite wir stehen und wofür wir Partei ergreifen – wir fordern damit die Opposition heraus. Sobald wir Partei ergreifen (für etwas und damit gleichzeitig gegen etwas sind), schließen wir die andere Hälfte der Wirklichkeit aus. Und dann kann es geschehen, dass diese Energien der ausgeschlossenen, ins Exil geschickten Minderheit zurückschlägt, um ihre Rechte kämpft oder sich auf andere Art wieder in unser Leben schleicht. So entsteht auf jeder Seite der Irrglaube, ohne die andere Seite viel besser leben zu können. 

Mit dieser alten, längst überfälligen dualistischen Betrachtungsweise spalten wir die Welt in Gut und Böse, spalten die Menschheit in Freunde und Feinde, schauen optimistisch oder pessimistisch drein. Jede Seite gibt vor, die gute zu sein und das Gute zu wollen. Wir sind heute an dem Punkt unserer Entwicklung angekommen, wo die Menschheit nur als Ganzes überleben kann. Und das Individuum hat nur als ganzheitliches Selbst eine Bedeutung. Kann der Süden nicht überleben, muss auch der Norden zugrunde gehen. Das Leid der Dritten Welt ist auch das Leid der Ersten und Zweiten Welt.

Im Staatenbündnis zeugen die Schulden eines Landes von der Schuld und dem Versäumnis der anderen Länder. Jeder, der mit dem Finger auf einen anderen zeigt, hat selbst Dreck am Stecken und will von sich ablenken. Auch wenn wir als Einzelner das Böse und Schlechte in uns verbergen und die Augen davor schließen, ist es doch da. Es ist ein Teil von uns, Teil unserer Realität.

Wenn wir Entscheidungen zu treffen haben, sollten wir unser Herz fragen und in unserer eigenen Mitte zentriert bleiben. Die Erfahrungen unter dem Einfluss von Jupiter und Neptun wollen uns innerlich reifen und wachsen lassen und uns die Weisheit des großen Zusammenhangs und der Allverbundenheit lehren.

Was können wir angesichts der Verwirrung, der Glaubens- und Sinnkrise tun?

Wir können untersuchen oder erkennen, wo wir stehen und welchen Teil der Realität oder des Ganzen wir aufgrund unserer Stellung wahrnehmen.
Wir können uns einstimmen auf die Menschen der andere Seite, auch ihre Stellung, Sichtweise und Nöte verstehen, Mitgefühl für sie empfinden, ihnen das geben, was ihnen fehlt und wovon wir genug haben.
Wir können uns öffnen für die andere Seite, unsere Grenze öffnen, das Verbindende sehen statt des Trennenden, das andere einladen, akzeptieren und integrieren und die Anforderungen der Realität nun gemeinsam meistern.
Dann können wir zurücktreten und das Ganze sehen, die ganze Welt, die Menschheit, den Planeten und seinen Zustand.
Und wir können unsere Sicht von außen nach innen wenden und dort unsere eigene verborgene oder verdrängte Hälfte der Wirklichkeit entdecken – vielleicht die seelische oder geistige Welt. Wir können die versprengten, zerteilten und teilweise auseinander strebenden Energien wieder zusammenfügen und auf diese Weise erste Schritte zu unserer Heilung (Integration) tun.

Wir können uns um Antworten bemühen auf die Fragen:

- Mit welchen irdischen Umständen sind wir unzufrieden?
- Welchen Sinn und welche Bedeutung geben wir unserem Leben? Woran glauben wir? Wer sollte unserer Meinung nach diese Situation (für uns) verändern?
- Worunter leiden wir? Woran sind wir erkrankt?
- Wie versuchen wir dieser leidvollen Realität zu entfliehen?
- Womit kompensieren wir unseren Frust, die innere Leere oder unser Schuldgefühl? Stürzen wir uns in die Arbeit oder ins Vergnügen, lenke wir uns ab mit Äußerlichkeiten oder sammeln wir Informationen und ordnen sie in Schubkästchen?
- Überlassen wir uns der großen Kicksuche durch Drogen, Rauschmittel und Abenteuer am laufenden Meter? Oder driften wir ab in eine Vorstellung vom Jenseits und vom Paradies, wo alle eins sind, alle gleich sind und es Friede-Freude-Eierkuchen zum Frühstück, zu Mittag und zum Abendessen gibt?  
- Und was bringt uns DAS alles in einer existenziellen Krise wie dieser?

Was lösen Worte wie »Grenzenlosigkeit… grenzenlose Entfaltung… Allverbundenheit … Mystik und Spiritualität… Verlust des Glaubens, der Heimat, des Besitzes… Haltlosigkeit… Heimatlosigkeit… Entwurzelung… Verlassenheit… Verfolgung… Flucht… Suche… Sucht und Sehnsucht« in uns aus?

Nur Werte wie Allverbundenheit in Freiheit, Barmherzigkeit, Mitgefühl und Nächstenliebe entscheiden über den Reifegrad und die evolutionären Entwicklungsschritte eines Menschen – weder sein Bankkonto noch sein Glaube noch seine gesellschaftliche Machtstellung. Auch Länder, Staatenbündnisse und Volksgruppen dürfen Farbe bekennen und zeigen, inwieweit sie dem Idealbild des Wassermanns und damit dem Bild des Neuen Menschen entsprechen. 

In Verbundenheit
Sundra 

Bildnachweis: Jungfrau- und Fische-Poster von Johfra
alle anderen Bilder: (C) Sundra Kanigowski

Donnerstag, 10. September 2015

Saturn im Zeichen Schütze




Saturn trat am 23.12.2014 ins Zeichen Schütze ein – stattet dann am 15.6. im Rahmen seiner Rückläufigkeit dem Skorpion noch einmal einen Besuch ab und befindet sich ab dem 18.9.2015 nun endgültig im Feuerzeichen Schütze. Dort verweilt er für die nächsten zwei Jahre bis zum 20.12.2017.

Wer ist betroffen?
Vom Saturn-Transit betroffen sind zuerst einmal alle Schütze-Geborenen mit einer Sonne auf 1° bis 5° im Schützen. Zeitlich sind es die Geburtstage vom 22. bis 26. November. Ebenso betroffen sind die Geburtssonnen der frühen Zwillinge, Jungfrauen und Fischegeborenen. Die beiden anderen Feuerzeichen Widder und Löwe profitieren vom stabilisierenden Saturneinfluss. Natürlich erfährt jeder die Einwirkung des "Hüters der Schwelle" in einem anderen Lebensbereich – in dem Haus, wo die Schütze-Sonne steht und in dem Bereich, wo sich Saturn aufhält. Die später geborenen Schützen erfahren den Saturneinfluss entsprechend später.
Neben der Sonne können auch der Mond und andere Planeten auf den ersten fünf Tierkreisgraden der beweglichen Zeichen stehen und die strukturierende, Grenzen setzende Kraft Saturns spüren.

Während Saturns Besuch im Zeichen Skorpion (2012-2015) wurden wir auf unbarmherzige Weise mit unseren Schwachstellen, Schattenthemen und Grenzen konfrontiert: mit inneren und äußeren Missständen, wie Schulden, Versäumnissen, Arbeits- oder Geldmangel oder mit karmischen Verwicklungen und Krankheiten aufgrund tief sitzender Ängste. Manches Opfer wurde gebracht, unangenehme Erfahrungen mussten noch einmal in aller Schärfe und Härte durchlitten werden. Wir hatten und haben auch weiterhin die Gelegenheit, uns von altem Ballast zu befreien, unsere projizierten Ängste anzuschauen wieder zurückzunehmen, unerledigte Dinge oder schwierige Abhängigkeitsverhältnisse zu beenden.

  Die Sinnsuche

Was bedeuten diese Erfahrungen für uns?
Welchen SINN geben wir ihnen?
Sind wir daran gereift und gewachsen?
Sind wir stärker, selbstbewusster und weiser geworden?
Welche EINSICHTEN haben wir gewonnen?
Wie steht es um unsere TOLERANZ, um Verständnis und Mitgefühl?
Welcher VISION und welchem Ideal folgen wir?
Wer ist uns ein VORBILD und wem folgen wir?

Antworten auf diese Fragen werden wir finden, während Saturn die geistige Feuerenergie des Schützen unter die Lupe nimmt und prüft.


Die Schütze-Themen

Wichtige Schütze-Themen, die vor unserer Nase auf dem Tisch liegen und die jetzt von uns im Hinblick auf ihre Tauglichkeit in der Realität überprüft werden dürfen (Saturn), sind:

Glaubens- und Religionsfragen, Bildung und Weiterbildung, Kult- Kultur- und Multikulti, SINNSUCHE, geistiges Streben, gebremstes/ verzögertes Wachstum, Umgang mit moralischen Werten, Suche nach höherem Wissen und Erkenntnis, Verständnis und Toleranz für alles Fremde und Andersartige, Schützen der Schwächeren, Verwirklichen von Idealen und Visionen durch begeistertes Mit-Hand-Anlegen… 

Bundes- und landesweit brennen die Flüchtlings- und Einwanderungsfragen unter den Nägeln… der Umgang mit den Grenzen …. inwieweit der Migrantenstrom per Gesetz geregelt wird (Öffnen/ Schließen der Grenzen innerhalb des eurasischen Kontinents)…  Integration der Migranten.

Im persönlichen Bereich wird der Einzelne geprüft, in welchem Maße er Mitgefühl und Verständnis für andere Menschen hat, wie viel FREIHEIT und individuellen Raum zur Entfaltung er sich selbst und anderen zugesteht und mit welchem Maß er andere Menschen misst, bewertet und urteilt.


Gute und schlechte Zeiten

Saturn in Schütze – dem Zeichen des Guten Hirten (Jupiter) – bringt eine gute Zeit, eine gute Entwicklung und neue Einsichten für alle ernsthaften Wahrheitssucher, für die kämpferischen Geister, Visionäre und Himmelsstürmer, die JETZT ihren Traum realisieren und ihre hohen Ideale von Freundschaft leben wollen. Es ist eine gute Zeit für alle, die lernen und sich weiterentwickeln wollen, die höhere Ziele anstreben als materiellen Erfolg und Reichtum, die nicht das Goldene Kalb anbeten, sondern den schenkenden Nikolaus spielen.

Es ist eine Zeit, wo die Seher nicht nur von ihren Visionen sprechen, sondern auch handeln sollten. Was wir als gut und wertvoll für unser Leben erkannt haben, soll nun auch gelebt, in den Alltag integriert und als Einsicht oder Lehre an andere weitergegeben werden. Ist der Glaube in uns stark, gewachsen und gereift, wird er nun Früchte zeigen. Dagegen werden Lippenbekenntnisse und Lauheiten öffentlich entlarvt und getadelt.  

Saturn in Schütze bringt vor allem denjenigen schwierige oder schlechte Zeiten, die sich weiterhin von ihren Ängsten leiten lassen, die auf Panikmacher hören, ungeprüft die Glaubensvorstellungen anderer übernehmen und diesen nach dem Mund reden. Schlechte Zeiten ebenso für Moralapostel, Dogmatiker und Fremdenhasser, für Korinthenkacker und Erbsenzähler, für Leichtgläubige, Heuchler und Hochstapler. Auch Theoretiker ohne qualifizierte Erfahrungen werden vom »Hüter der Schwelle« abgewiesen.

Wer in dieser Zeit den Hals nicht voll kriegt, wer weiterhin mit fremden Energien wild wuchert, andere Menschen und Länder ausbeutet und unterdrückt, wird physisch unter Wucherungen, Geschwülsten, eitrigen Entzündungen und Ansteckungen leiden und für einen weiteren Zyklus an die Materie gefesselt bleiben. So will es das Gesetz der Analogie.

„Schütze“ sein heißt nicht, mit dem Finger (oder gar mit dem Gewehr) auf andere zeigen und sie zu treffen, sondern heißt auch „Schützer“ sein, schwächeren oder weniger entwickelten Menschen / Ländern zu helfen, sie unter ihre Obhut zu nehmen wie ein guter Hirte ans Wasser zu führen.

Wer Angst vor Überfremdung, Vermischung und Multikultur hat, wird sich in Zeiten wie dieser wohl oder übel mit der großen SYNTHESE schaffenden Kraft Jupiters arrangieren müssen, wenn er nicht in eine tiefe Sinnkrise fallen und an der eigenen Bedeutungslosigkeit verzweifeln will. Der eigene Glaube und die eigene Lebenseinstellung stehen auf dem Prüfstand.

Der Bespaßung und Verdummung ganzer Volksmassen wird erst einmal ein Riegel vorgeschoben. Die Zeitqualität erfordert eine ernste, verantwortungsvolle und gewissenhafte Auseinandersetzung, sowohl mit Glaubens- und Sinnfragen als auch der Integration von Fremden und Migranten. Wer in der Gesellschaft eine scheinbare Vorbildfunktion hat, wie die fünf großsprecherischen „P“-Autoritäten – Prediger, Politiker, Professoren, Pädagogen, Psychos – wird von Saturn geröntgt und auf Herz und Nieren geprüft werden. Wessen Weisheit nur Einbildung, wessen Gerechtigkeit nur Rechthaberei ist, wer äußerlich mit Größe und Gelehrtentum glänzt, doch nur großspurig, leer und innen hohl ist, wird aussortiert und fällt aus der Rolle. Er gehört zu den Lauen, die aus dem Munde des Großen Hirten ausgespuckt werden… oder zu denen, die zu leicht befunden werden von der ausgleichenden Waage der Göttin Maat.
 
»Glaube nicht an die Macht von Traditionen, auch wenn sie über viele Generationen hinweg und an vielen Orten in Ehren gehalten wurden. Glaube an nichts, nur weil viele Leute davon sprechen. Glaube nicht an die Weisheiten aus alter Zeit. Glaube nicht an deine eigenen Vorstellungen und meine, sie seien dir von Gott eingegeben worden. Glaube nichts, was nur auf der Autorität deiner Lehrer und Priester basiert. Glaube das, was du durch Nachforschungen selbst geprüft und für richtig befunden hast und was gut ist für dich und andere.«
(Buddha, Kalama Sutra)

Wer für einen Rat empfänglich ist, kann mich beim Vidensus-Team erreichen
eure Sundra


Bildquellen:
Johfra-Poster "Schütze"
alle anderen Bilder: (C) Copyright Sundra Kanigowski

Sonntag, 15. Juni 2014

Vollmond am 13.6.2014


Vollmond am Freitag, 13.6.2014 um 6:13 h MEZ für Berlin/D

Die Energien von Neumond und Vollmond
VOLLMOND entspricht einer Phase der ERFÜLLUNG. Ein Höhepunkt in der äußeren Entwicklung und Wachstumsphase ist erreicht. Der Mond erstrahlt in vollem Licht, da er der Sonne genau gegenüber steht (Opposition 180°). Das am Neu- oder Dunkelmond empfangene Potential (ein Ton, eine Kraft, eine Schwingung) ist nun zu einem konkreten Bild (Form) heran gereift, kann form-uliert und be-griffen werden. 
Der NEUMOND am 28.5.14 aktivierte die 7° Zwillinge mit dem Sabischen Symbol "Ein Brunnen mit Eimer und Seil im Schatten majestätischer Bäume". Damit wurde der Menschheit von oben (Himmel, Regen) und unten her (Erde, Grundwasser) ein Zugang zur großen lebenspendenden Energiequelle WASSER garantiert - wenn jeder Einzelne bereit ist, sich aktiv an der Suche nach dem inneren Weisheitsquell zu beteiligen.Dem Menschen wurde ein Geschenk gemacht, das sein Urvertrauen in die verborgene tragende Lebenskraft stärkt.

Der VOLLMOND ist eine Zeit erhöhter Spannung und erhöhten Bewusstseins, in der es gilt, die auseinander strebenden Kräfte der Opposition zu halten, auszuhalten und zu integrieren. Hat der Mensch die Kraft, die Gegensätze in sich und außerhalb von sich zu versöhnen und mit ihnen zu leben, wird diese Kraft ihm zu einem erweiterten Bewusstsein und großer Klarheit verhelfen. Scheitert er an der Vereinigung der Gegensätze, kann er von Zweifeln, Unsicherheiten und Ängsten hin und her gerissen werden, unfähig eine Entscheidung zu treffen, wohin er sich wenden soll.
Ob die Zeit subjektiv als Erfolg oder Fehlschlag erlebt wird – in jedem Fall offenbart sich das Resultat im grellen Licht des Vollmonds, bringt Erleuchtung und Klarheit. Die Tatsache der Niederlage ist nicht entscheidend; wichtig ist allein der Sinn, den wir unserer vermeintlichen Niederlage beimessen. Was immer sich zeigt, will uns helfen, den bisherigen Zyklus klar und objektiv zu sehen und zwingt uns zu einer akzeptierenden Haltung als Grundlage für den nun folgenden Zyklus des abnehmenden Mondes, bei dem es um die Suche nach dem Sinn und um die Verfeinerung des Manifestierten geht. 
    
Der Zwillinge-Vollmond im Juni (Sonne in Zwillinge - Mond in Schütze) ist der Vollmond der Menschheit, denn die luftige, gedankliche Zwillingsenergie fördert die guten Beziehungen untereinander und verhilft bei entsprechender Einsicht zur Einheit und Überwindung der Dualität.  Beim Zwillinge-Vollmond erhält die Menschheit als Ganzes die Chance, sich zu einem höheren Bewusstsein aufzuschwingen, sich von der Fixierung auf die Persönlichkeit im Bereich des Solar Plexus zu lösen (persönlicher Wille, Machtstreben, Kontrolle etc.) und die Energien des höher gelegenen Sprach- und Kehlzentrums zu entfalten, wo das Gleichgewicht zwischen Fühlen und Denken hergestellt wird und das Bewusstsein konstant im Herzen verankert bleibt. Sind Gedanken wie Gefühle rein, wahrhaftig und offen für höhere Einsichten, kann sich der Mensch mit Leichtigkeit auf feinstoffliche Seinsebenen einschwingen.

Die höhere Erkenntnis der Zwillinge-Schütze-Energie dieses Vollmonds liegt in der Synthesemöglichkeit aller scheinbaren Gegensätze, die durch den verbindenden Bogen über den Gegensätzen, den beiden Zwillings-Säulen, angezeigt wird: Brücken schlagen, den unsichtbaren Bogen spannen über alle scheinbaren Gegensätzlichkeiten, entspannt und offen in der eigenen Mitte verweilen, sich empfangsbereit halten für intuitive Wahrnehmungen, um größere Zusammenhänge zu erfahren. Ein Mensch, der das Bewusstsein von Integration / Synthese / Einheit der Gegensätze auch lebt, praktiziert und für andere nachvollziehbar verkörpert, kann für viele Menschen Vorbild und Lehrer sein und dürfte bald Nachahmer gefunden haben. 

 Die SABISCHEN SYMBOLE auf dem Grad des Monds und der im Tierkreis gegenüberstehenden Sonne beschreiben das Spannungsfeld der Gegensätze, durch das Energie gespeichert und angestaut wird. 


 
Sonne 23° Zwillinge:
„Drei junge Vögel in einem Nest hoch auf dem Baum“
Die drei jungen Vögel (geistige Kräfte) im großen (Stamm-)Baum der Menschheit weisen auf die schöpferische Dreiheit eines noch jungen, wachsenden Bewusstseins der Menschheit hin. Das Gruppenbewusstsein ist noch in einem unreifen Stadium, abhängig von Nestwärme, Pflege und Fütterung durch die Älteren. Die  Dreiheit steht für die göttliche Trinität, die Einheit von Körper-Seele-Geist und/oder von Denken, Fühlen und Handeln.

Das Bewusstsein des Menschen wird durch wiederholte Erfahrungen in großen Zeitzyklen geprägt. Wie überall in der Natur lernt der Mensch durch Nachahmung. Die Jungen lernen von den Alten, übernehmen von ihnen Sprache, Verhalten, Denk- und Lebensweise. Es braucht Zeit, bis der Mensch seine Persönlichkeit, ein unterscheidendes Denken und die Bewusstheit seiner Seele entwickelt hat. Nach anfänglicher Identifikation mit seiner Persönlichkeit schreitet er fort zur seelischen Identität, entwickelt seine Intuition und ein Verständnis für übergeordnete, geistige Zusammenhänge. Mit zunehmender Selbsterkenntnis erkennt er seine Zugehörigkeit zu einem größeren Ganzen (Menschheit, Weltseele, planetares und kosmisches Leben), sein Streben und Denken sind fortan auf Verbindung, Synthese und Einigung gerichtet. Der Mensch ist in der Lage, zu allem, was existiert, eine Beziehung herzustellen und sich sein Leben mittels schöpferischer Gedankenkraft frei zu gestalten – in harmonischem Einklang mit seiner Umgebung und in Übereinstimmung mit der natürlichen Evolution.

Das reife und höhere Bewusstsein (Denken) des Menschen hat die Aufgabe, das niedere Denken oder das noch unentwickelte Bewusstsein mit geistiger Nahrung und seelischer Fürsorge zu füttern – so lange, bis das junge Menschheitsbewusstsein flügge ist, das elterliche Nest verlassen kann und sich in Harmonie mit seinen Artgenossen und der gesamten Natur spontan äußern (zwitschern) kann. Das Fliegen der Vögel entspricht einer zielgerichteten Anwendung der Gedankenkräfte, die dem Menschen die Freiheit gibt, sein Leben schöpferisch zu gestalten und sich von der Bindung an die Materie (irdische Anziehungskraft) zu befreien. Der Mensch schwingt sich auf zu höheren geistigen Zielen, lässt sich vom Licht seiner Seele (Intuition) leiten und lässt seine Seele frei sprechen.


Mond 23° Schütze:

„Eine Gruppe von Einwanderern erfüllt die erforderlichen Einreiseformalitäten beim Einzug in das neue Land“

Auch im Vollmond-Symbol des gegenüber liegenden Tierkreisgrades im Schütze geht es nicht um den einzelnen Menschen oder die Betonung von Individualität, sondern um den Menschen als Teil einer größeren Gemeinschaft. Die Gruppe ist ein Hinweis auf das Volk, auf Völkergruppen im Allgemeinen und die ganze Menschheit im globalen Sinne. Zu den Erfahrungen auf dem Lebensweg, die das Bewusstsein der Menschheit wachsen und reifen lassen, gehören Wandlungen und Veränderungen, das Überschreiten von Schwellen, Stufen und Grenzen.
In Anlehnung an das gegenüber liegende Symbol von 23° Zwillinge (Drei junge Vögel im Nest) wird hier im Feuerzeichen Schütze der Zeitpunkt des Übergangs in eine neue Lebensphase gezeigt – nicht als einzelner Mensch, sondern als Gruppe, Volk oder Menschheit. Das Bewusstsein ist reif und flügge, das alte Heim (Nest, Elternhaus, Land, Planet) zu verlassen und sich auf neue Lebensbedingungen und Erfahrungen einzustimmen. Beim Umzug vom alten Haus in ein neues Haus wie auch bei der Einreise in ein neues Land sind gewisse Formalitäten notwendig. Die Form verändert sich, die Landschaft verändert sich, vielleicht auch das Aussehen und Verhalten der Menschen, ihre Sprache, ihre Denk- und Lebensweise, ihr Umgang miteinander. 

Bei der Achse der veränderlichen Zeichen Zwillinge-Schütze geht es um Denken, Lernen und Kommunikation, um Beziehungsfähigkeit und ein ständig wachsendes, sich erweiterndes Bewusstsein. Die Bereitschaft und Fähigkeit des Menschen zur Flexibilität, Veränderung und Anpassung werden geprüft. Der Zeitpunkt für Veränderung ist da.

Mögliche Fragen, Methoden und Ziele sind zu klären.

Bild: Mandala "Garten der Menschheit"

-        Sind wir gemeinsam bereit für neue Verhältnisse und neue Erfahrungen?
-        Mit welchem Bewusstsein überschreiten wir die Schwelle in einen neuen Daseinsbereich?
-        Empfinden wir uns überhaupt als Gruppe, als Menschen, die gemeinsam durch die gleichen Erfahrungen gehen, die gemeinsam fortschreiten und gemeinsam lernen?
-        Welche Aufgaben, Verantwortlichkeiten haben wir als Mensch? Was heißt es, ein Mensch zu sein? Was verbindet uns mit Tieren, Pflanzen und Steinen, mit Planeten, Galaxien und Göttern?
-        Wohin bewegt sich die Menschheit? Worin besteht das Ziel?
-        Beharren wir als Volk oder beharren unsere Regierungen auf Trennung, Isolation und Vereinzelung, auf dem Nähren des Feindbildes, auf Kampf, Krieg und Manipulation?
-        Oder leben wir nach dem Motto der Goldenen Regel: „Was du nicht willst, das man dir tu, das füg auch keinem anderen zu.“ Mit anderen Worten: „Behandle andere so, wie du von ihnen behandelt werden willst.“
-        Von welchen Vorbildern oder Idealen lassen wir uns nähren, bilden und formen?
-        Welche Formalitäten zur Einreise in ein neues Land (Grundlage, Bewusstsein, Verkörperung) müssen von uns erfüllt werden? Was könnte von uns verlangt werden?
-        Welchem Fühlen, Denken und Handeln müssen wir jetzt Ade sagen? 
-        Was bedeutet es, eine Einheit zu sein, als Einheit zu fühlen, zu denken und zu handeln?
-         Was bedeuten die Worte einen, einmütig, einstimmig, einhellig, Einverständnis, Einigkeit, Einigung, Einsicht, Universum, universal?

In welchem Geist und Bewusstsein wir als Menschheit fühlen, denken und handeln, können wir an der aktuellen Situation erkennen, in unserem persönlichen Alltag wie im täglichen Weltgeschehen, gespiegelt durch die Bilder und Nachrichten in den Medien.

Prüfen wir uns - sozial, politisch, wirtschaftlich, global oder körperlich-seelisch-geistig.

-        Handeln wir im Bewusstsein eines Menschheitskörpers?
-        Fühlen wir uns als ein Herz und eine Seele? Wie steht es um unser Mitgefühl mit anderen Lebewesen, um die Pflege von Natur, Elementen, Landschaft?
-        Erkennen wir das Wirken und Walten des einen Geistes in allen Kulturen, Rassen, Völkern, in Schriften, Sprachen, Religionen und Denkweisen? Wie steht es mit unserer Toleranz im Denken?

Bild: Sternenreise