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Donnerstag, 17. September 2015

Jupiter-Neptun-Opposition am 17. September




Jupiter, der größte Planet unseres Sonnensystems, befindet sich seit August im Erdzeichen Jungfrau. Durch die Sinnesfunktionen von Jupiter können wir die Welt wahrnehmen und bewerten. Als Herrscher des feurigen Schütze-Zeichens steht Jupiter in unserem Horoskop für die Suche nach dem Sinn des Lebens, für Mitmenschlichkeit und das Erkennen von ganzheitlichen Zusammenhängen.

Steht er in der Jungfrau, schenkt uns Jupiter einen Sinn für Gerechtigkeit und das rechte Maß. Er sorgt dafür, dass wir uns nicht in den Details verzetteln und in der Vereinzelung stecken bleiben, sondern immer das Wohl des Ganzen im Auge haben. Jupiter strebt im Zeichen Jungfrau die Heilung, Synthese und Integration an. Als alter Herrscher des Fische-Zeichens bringt er eine allumfassende Güte, Gnade und Barmherzigkeit mit. Er ist der „Gute Hirte“, der seine Herde (die Menschheit) beschützt und zum frischen Wasser führt, der sich um jedes verlorene Schaf, um Minderheiten, Kranke und Ausgestoßene kümmert und sie dem Ganzen wieder zufügt. Als „Gerechter“ und „König“ ist er das zentrierende Prinzip in unserer Mitte, unserem inneren Reich.
Die richtige Sichtweise, das rechte Urteilsvermögen und Maß werden allerdings empfindlich gestört und irritiert, wenn sich Jupiter in der Gegenüberstellung zu Neptun befindet. Das ist zwischen August und Oktober 2015 der Fall. Der geistige Planet Neptun befindet sich seit vier Jahren in seinem eigenen Zeichen Fische (2011-2026). Sein Ziel ist das Auflösen der Isolation und des Getrenntseins – sei es als Gefühl, als Vorstellung oder Idee. Wir werden in dieser Zeit erfahren, was es heißt, wenn Landesgrenzen, persönliche Grenzen und Grenzen im Bewusstsein der Menschheit als Ganzes aufgelöst und überschritten werden. Der Fokus liegt auf der Allverbundenheit. Es geht nicht um das, was uns trennt, sondern um das, was alle Menschen und alle Lebewesen auf diesem Planeten verbindet.

Wir werden aber auch erfahren, welchem Irrglauben wir selbst verfallen sind, wo wir zu idealistisch oder nihilistisch eingestimmt sind und nun desillusioniert werden. Lügen, Betrug und Täuschungen sind ebenso an der Tagesordnung wie Versprechungen und „göttliche“ Eingebungen. Wie wir diese Zeit erfahren, hängt also nur von unserem Standpunkt ab.

Wer die Wachstumsenergie von Jupiter in der Jungfrau missversteht und missbraucht, indem er mit den Kräften von Mutter Erde Raubbau treibt, indem er andere Menschen oder Länder ausbeutet und nur in die eigene Tasche wirtschaftet, dem wird Neptun in den Fischen alles nehmen, was er für sein Eigen hält. Es geht darum, mit unseren körperlichen, seelischen und geistigen Energien so verantwortlich umzugehen, dass sie dem Ganzen zugute kommen – dem Team, der Gruppe, dem Volk und letztendlich der ganzen Menschheit und dem Planeten.

Bilderflut und Menschenflut –
     Wasser- und Flüchtlingsströme

Neptun herrscht über das Meer, während Jupiter über die Erde und den Himmel herrscht. In der Mythologie gibt es Ähnlichkeiten zwischen dem Himmelsgott Jupiter und dem Gott der Meere (Neptun). Beide können Blitze schleudern, Erdbeben verursachen und sorgen für reiche Vermehrung, indem sie die Zeugungskraft anregen. Man denke nur an die Fischschwärme und den Samenerguss.

Erde und Wasserenergie (Jungfrau und Fische) ergänzen, vermischen und befruchten sich. Rationale, nüchterne Gedanken- und Unterscheidungskraft (Jungfrau) kanalisiert den chaotischen Gefühlsstrom der Fische, und die Wasserströme (Fische) befruchten die harte, trockene Erde und Rationalität (Jungfrau). Allumfassende Liebe und grenzenloses Mitgefühl, die Wasserqualitäten des Zeichens Fische, sind für die vertrocknete Erde bzw. das analytische Denken der Jungfrau wie ein Jungbrunnen oder ein frischer, heilsamer Fluss.

Wir haben die Bilder täglich vor Augen, wie Wasser- und Gefühlsströme und nun auch Flüchtlingsströme den Planeten überziehen. Und auch die Bilder erscheinen nicht mehr vereinzelt, sondern gleich als Bilderflut in den Medien. Hinzu kommt der Gedanken-, Rede- und Meinungstrom aus dem Internt. Die Vereinzelung und das zweckorientierte Nützlichkeitsdenken, die im Zeichen Jungfrau am weitesten fortgeschritten sind, erfahren nun durch den Einfluss von Jupiter und Neptun den Impuls zur Synthese. Statt analytisch-wissenschaftlicher Beobachtung von Einzelheiten wird man nun tiefer und zugleich höher schauen müssen, um die ganzheitlichen Zusammenhänge erkennen zu können.


Unzufriedenheit mit dem Istzustand

Die Sonnenfinsternis in der Jungfrau und die Jupiter-Neptun-Opposition auf der Jungfrau-Fische- Achse sind ein Zeichen dafür, dass wir durch eine existenzielle Krise gehen, sowohl der Einzelne als auch die Menschheit, der einzelne Staat und die Staatenbündnisse, besonders Europa und Amerika. Dazu gehört auch die Krise der Sinnfindung (Saturn im Schützen). Wir mögen mit einer inneren Leere und Sinnlosigkeit konfrontiert werden, der wir zu entfliehen suchen  - z.B. durch Überbeschäftigung und Ablenkung, durch Bespaßung oder durch Wegschauen und Vogel-Strauß-Politik.

Es geht uns etwas an, wenn in China ein Sack Reis umfällt, wenn die Meere verseucht werden, Menschen Krieg führen mit unseren Waffen und unseren Geldern, wenn Länder und Menschen ausgebeutet werden, weil wir bequem im Luxus leben wollen. Wir, die wir glauben, den Wohlstand verdient zu  haben, weil wir so "fleißig und hart gearbeitet" haben, werden nun Opfer bringen und den Gürtel enger schnallen müssen. Jeder Einzelne ist für den Istzustand seines eigenen kleinen Lebens und des größeren Lebens auf diesem Planeten mitverantwortlich. Und jeder kann etwas ändern, z.B. seine Lebens- und Denkweise, oder sein Konsumverhalten mal genauer durchleuchten.

Die zwei Seiten gehören zu einer Münze

Die Jungfrau-Fische-Energie lehrt uns, dass alles seine Zeit hat, seinen Anfang und sein Ende – auch der Wohlstand. Sie lehrt uns, dass wir säen müssen, wenn wir ernten wollen und dass die vielen persönlichen Alltagsdinge, mit denen wir beschäftigt sind, niemandem nützen, wenn sie nicht in einer Beziehung zum größeren Ganzen stehen.

Wir sind in unseren Vorstellungen von Gut und Böse gefangen, möchten nur gut sein und alles Böse in uns beseitigen oder von uns wegschieben. Am bequemsten erscheint es, das Fremde, das Unbequeme und Böse anderen in die Schuhe zu schieben. Doch Frieden ist nur möglich, weil es auch Krieg gibt. Erfolg und Gewinn des einen sind nur möglich, weil ein anderer dafür verliert und versagt. Der Wohlstand auf der einen Seite der Welt basiert auf Armut und Mangel auf der anderen Seite.

Ganz egal, auf welcher Seite wir stehen und wofür wir Partei ergreifen – wir fordern damit die Opposition heraus. Sobald wir Partei ergreifen (für etwas und damit gleichzeitig gegen etwas sind), schließen wir die andere Hälfte der Wirklichkeit aus. Und dann kann es geschehen, dass diese Energien der ausgeschlossenen, ins Exil geschickten Minderheit zurückschlägt, um ihre Rechte kämpft oder sich auf andere Art wieder in unser Leben schleicht. So entsteht auf jeder Seite der Irrglaube, ohne die andere Seite viel besser leben zu können. 

Mit dieser alten, längst überfälligen dualistischen Betrachtungsweise spalten wir die Welt in Gut und Böse, spalten die Menschheit in Freunde und Feinde, schauen optimistisch oder pessimistisch drein. Jede Seite gibt vor, die gute zu sein und das Gute zu wollen. Wir sind heute an dem Punkt unserer Entwicklung angekommen, wo die Menschheit nur als Ganzes überleben kann. Und das Individuum hat nur als ganzheitliches Selbst eine Bedeutung. Kann der Süden nicht überleben, muss auch der Norden zugrunde gehen. Das Leid der Dritten Welt ist auch das Leid der Ersten und Zweiten Welt.

Im Staatenbündnis zeugen die Schulden eines Landes von der Schuld und dem Versäumnis der anderen Länder. Jeder, der mit dem Finger auf einen anderen zeigt, hat selbst Dreck am Stecken und will von sich ablenken. Auch wenn wir als Einzelner das Böse und Schlechte in uns verbergen und die Augen davor schließen, ist es doch da. Es ist ein Teil von uns, Teil unserer Realität.

Wenn wir Entscheidungen zu treffen haben, sollten wir unser Herz fragen und in unserer eigenen Mitte zentriert bleiben. Die Erfahrungen unter dem Einfluss von Jupiter und Neptun wollen uns innerlich reifen und wachsen lassen und uns die Weisheit des großen Zusammenhangs und der Allverbundenheit lehren.

Was können wir angesichts der Verwirrung, der Glaubens- und Sinnkrise tun?

Wir können untersuchen oder erkennen, wo wir stehen und welchen Teil der Realität oder des Ganzen wir aufgrund unserer Stellung wahrnehmen.
Wir können uns einstimmen auf die Menschen der andere Seite, auch ihre Stellung, Sichtweise und Nöte verstehen, Mitgefühl für sie empfinden, ihnen das geben, was ihnen fehlt und wovon wir genug haben.
Wir können uns öffnen für die andere Seite, unsere Grenze öffnen, das Verbindende sehen statt des Trennenden, das andere einladen, akzeptieren und integrieren und die Anforderungen der Realität nun gemeinsam meistern.
Dann können wir zurücktreten und das Ganze sehen, die ganze Welt, die Menschheit, den Planeten und seinen Zustand.
Und wir können unsere Sicht von außen nach innen wenden und dort unsere eigene verborgene oder verdrängte Hälfte der Wirklichkeit entdecken – vielleicht die seelische oder geistige Welt. Wir können die versprengten, zerteilten und teilweise auseinander strebenden Energien wieder zusammenfügen und auf diese Weise erste Schritte zu unserer Heilung (Integration) tun.

Wir können uns um Antworten bemühen auf die Fragen:

- Mit welchen irdischen Umständen sind wir unzufrieden?
- Welchen Sinn und welche Bedeutung geben wir unserem Leben? Woran glauben wir? Wer sollte unserer Meinung nach diese Situation (für uns) verändern?
- Worunter leiden wir? Woran sind wir erkrankt?
- Wie versuchen wir dieser leidvollen Realität zu entfliehen?
- Womit kompensieren wir unseren Frust, die innere Leere oder unser Schuldgefühl? Stürzen wir uns in die Arbeit oder ins Vergnügen, lenke wir uns ab mit Äußerlichkeiten oder sammeln wir Informationen und ordnen sie in Schubkästchen?
- Überlassen wir uns der großen Kicksuche durch Drogen, Rauschmittel und Abenteuer am laufenden Meter? Oder driften wir ab in eine Vorstellung vom Jenseits und vom Paradies, wo alle eins sind, alle gleich sind und es Friede-Freude-Eierkuchen zum Frühstück, zu Mittag und zum Abendessen gibt?  
- Und was bringt uns DAS alles in einer existenziellen Krise wie dieser?

Was lösen Worte wie »Grenzenlosigkeit… grenzenlose Entfaltung… Allverbundenheit … Mystik und Spiritualität… Verlust des Glaubens, der Heimat, des Besitzes… Haltlosigkeit… Heimatlosigkeit… Entwurzelung… Verlassenheit… Verfolgung… Flucht… Suche… Sucht und Sehnsucht« in uns aus?

Nur Werte wie Allverbundenheit in Freiheit, Barmherzigkeit, Mitgefühl und Nächstenliebe entscheiden über den Reifegrad und die evolutionären Entwicklungsschritte eines Menschen – weder sein Bankkonto noch sein Glaube noch seine gesellschaftliche Machtstellung. Auch Länder, Staatenbündnisse und Volksgruppen dürfen Farbe bekennen und zeigen, inwieweit sie dem Idealbild des Wassermanns und damit dem Bild des Neuen Menschen entsprechen. 

In Verbundenheit
Sundra 

Bildnachweis: Jungfrau- und Fische-Poster von Johfra
alle anderen Bilder: (C) Sundra Kanigowski

Donnerstag, 10. September 2015

Saturn im Zeichen Schütze




Saturn trat am 23.12.2014 ins Zeichen Schütze ein – stattet dann am 15.6. im Rahmen seiner Rückläufigkeit dem Skorpion noch einmal einen Besuch ab und befindet sich ab dem 18.9.2015 nun endgültig im Feuerzeichen Schütze. Dort verweilt er für die nächsten zwei Jahre bis zum 20.12.2017.

Wer ist betroffen?
Vom Saturn-Transit betroffen sind zuerst einmal alle Schütze-Geborenen mit einer Sonne auf 1° bis 5° im Schützen. Zeitlich sind es die Geburtstage vom 22. bis 26. November. Ebenso betroffen sind die Geburtssonnen der frühen Zwillinge, Jungfrauen und Fischegeborenen. Die beiden anderen Feuerzeichen Widder und Löwe profitieren vom stabilisierenden Saturneinfluss. Natürlich erfährt jeder die Einwirkung des "Hüters der Schwelle" in einem anderen Lebensbereich – in dem Haus, wo die Schütze-Sonne steht und in dem Bereich, wo sich Saturn aufhält. Die später geborenen Schützen erfahren den Saturneinfluss entsprechend später.
Neben der Sonne können auch der Mond und andere Planeten auf den ersten fünf Tierkreisgraden der beweglichen Zeichen stehen und die strukturierende, Grenzen setzende Kraft Saturns spüren.

Während Saturns Besuch im Zeichen Skorpion (2012-2015) wurden wir auf unbarmherzige Weise mit unseren Schwachstellen, Schattenthemen und Grenzen konfrontiert: mit inneren und äußeren Missständen, wie Schulden, Versäumnissen, Arbeits- oder Geldmangel oder mit karmischen Verwicklungen und Krankheiten aufgrund tief sitzender Ängste. Manches Opfer wurde gebracht, unangenehme Erfahrungen mussten noch einmal in aller Schärfe und Härte durchlitten werden. Wir hatten und haben auch weiterhin die Gelegenheit, uns von altem Ballast zu befreien, unsere projizierten Ängste anzuschauen wieder zurückzunehmen, unerledigte Dinge oder schwierige Abhängigkeitsverhältnisse zu beenden.

  Die Sinnsuche

Was bedeuten diese Erfahrungen für uns?
Welchen SINN geben wir ihnen?
Sind wir daran gereift und gewachsen?
Sind wir stärker, selbstbewusster und weiser geworden?
Welche EINSICHTEN haben wir gewonnen?
Wie steht es um unsere TOLERANZ, um Verständnis und Mitgefühl?
Welcher VISION und welchem Ideal folgen wir?
Wer ist uns ein VORBILD und wem folgen wir?

Antworten auf diese Fragen werden wir finden, während Saturn die geistige Feuerenergie des Schützen unter die Lupe nimmt und prüft.


Die Schütze-Themen

Wichtige Schütze-Themen, die vor unserer Nase auf dem Tisch liegen und die jetzt von uns im Hinblick auf ihre Tauglichkeit in der Realität überprüft werden dürfen (Saturn), sind:

Glaubens- und Religionsfragen, Bildung und Weiterbildung, Kult- Kultur- und Multikulti, SINNSUCHE, geistiges Streben, gebremstes/ verzögertes Wachstum, Umgang mit moralischen Werten, Suche nach höherem Wissen und Erkenntnis, Verständnis und Toleranz für alles Fremde und Andersartige, Schützen der Schwächeren, Verwirklichen von Idealen und Visionen durch begeistertes Mit-Hand-Anlegen… 

Bundes- und landesweit brennen die Flüchtlings- und Einwanderungsfragen unter den Nägeln… der Umgang mit den Grenzen …. inwieweit der Migrantenstrom per Gesetz geregelt wird (Öffnen/ Schließen der Grenzen innerhalb des eurasischen Kontinents)…  Integration der Migranten.

Im persönlichen Bereich wird der Einzelne geprüft, in welchem Maße er Mitgefühl und Verständnis für andere Menschen hat, wie viel FREIHEIT und individuellen Raum zur Entfaltung er sich selbst und anderen zugesteht und mit welchem Maß er andere Menschen misst, bewertet und urteilt.


Gute und schlechte Zeiten

Saturn in Schütze – dem Zeichen des Guten Hirten (Jupiter) – bringt eine gute Zeit, eine gute Entwicklung und neue Einsichten für alle ernsthaften Wahrheitssucher, für die kämpferischen Geister, Visionäre und Himmelsstürmer, die JETZT ihren Traum realisieren und ihre hohen Ideale von Freundschaft leben wollen. Es ist eine gute Zeit für alle, die lernen und sich weiterentwickeln wollen, die höhere Ziele anstreben als materiellen Erfolg und Reichtum, die nicht das Goldene Kalb anbeten, sondern den schenkenden Nikolaus spielen.

Es ist eine Zeit, wo die Seher nicht nur von ihren Visionen sprechen, sondern auch handeln sollten. Was wir als gut und wertvoll für unser Leben erkannt haben, soll nun auch gelebt, in den Alltag integriert und als Einsicht oder Lehre an andere weitergegeben werden. Ist der Glaube in uns stark, gewachsen und gereift, wird er nun Früchte zeigen. Dagegen werden Lippenbekenntnisse und Lauheiten öffentlich entlarvt und getadelt.  

Saturn in Schütze bringt vor allem denjenigen schwierige oder schlechte Zeiten, die sich weiterhin von ihren Ängsten leiten lassen, die auf Panikmacher hören, ungeprüft die Glaubensvorstellungen anderer übernehmen und diesen nach dem Mund reden. Schlechte Zeiten ebenso für Moralapostel, Dogmatiker und Fremdenhasser, für Korinthenkacker und Erbsenzähler, für Leichtgläubige, Heuchler und Hochstapler. Auch Theoretiker ohne qualifizierte Erfahrungen werden vom »Hüter der Schwelle« abgewiesen.

Wer in dieser Zeit den Hals nicht voll kriegt, wer weiterhin mit fremden Energien wild wuchert, andere Menschen und Länder ausbeutet und unterdrückt, wird physisch unter Wucherungen, Geschwülsten, eitrigen Entzündungen und Ansteckungen leiden und für einen weiteren Zyklus an die Materie gefesselt bleiben. So will es das Gesetz der Analogie.

„Schütze“ sein heißt nicht, mit dem Finger (oder gar mit dem Gewehr) auf andere zeigen und sie zu treffen, sondern heißt auch „Schützer“ sein, schwächeren oder weniger entwickelten Menschen / Ländern zu helfen, sie unter ihre Obhut zu nehmen wie ein guter Hirte ans Wasser zu führen.

Wer Angst vor Überfremdung, Vermischung und Multikultur hat, wird sich in Zeiten wie dieser wohl oder übel mit der großen SYNTHESE schaffenden Kraft Jupiters arrangieren müssen, wenn er nicht in eine tiefe Sinnkrise fallen und an der eigenen Bedeutungslosigkeit verzweifeln will. Der eigene Glaube und die eigene Lebenseinstellung stehen auf dem Prüfstand.

Der Bespaßung und Verdummung ganzer Volksmassen wird erst einmal ein Riegel vorgeschoben. Die Zeitqualität erfordert eine ernste, verantwortungsvolle und gewissenhafte Auseinandersetzung, sowohl mit Glaubens- und Sinnfragen als auch der Integration von Fremden und Migranten. Wer in der Gesellschaft eine scheinbare Vorbildfunktion hat, wie die fünf großsprecherischen „P“-Autoritäten – Prediger, Politiker, Professoren, Pädagogen, Psychos – wird von Saturn geröntgt und auf Herz und Nieren geprüft werden. Wessen Weisheit nur Einbildung, wessen Gerechtigkeit nur Rechthaberei ist, wer äußerlich mit Größe und Gelehrtentum glänzt, doch nur großspurig, leer und innen hohl ist, wird aussortiert und fällt aus der Rolle. Er gehört zu den Lauen, die aus dem Munde des Großen Hirten ausgespuckt werden… oder zu denen, die zu leicht befunden werden von der ausgleichenden Waage der Göttin Maat.
 
»Glaube nicht an die Macht von Traditionen, auch wenn sie über viele Generationen hinweg und an vielen Orten in Ehren gehalten wurden. Glaube an nichts, nur weil viele Leute davon sprechen. Glaube nicht an die Weisheiten aus alter Zeit. Glaube nicht an deine eigenen Vorstellungen und meine, sie seien dir von Gott eingegeben worden. Glaube nichts, was nur auf der Autorität deiner Lehrer und Priester basiert. Glaube das, was du durch Nachforschungen selbst geprüft und für richtig befunden hast und was gut ist für dich und andere.«
(Buddha, Kalama Sutra)

Wer für einen Rat empfänglich ist, kann mich beim Vidensus-Team erreichen
eure Sundra


Bildquellen:
Johfra-Poster "Schütze"
alle anderen Bilder: (C) Copyright Sundra Kanigowski

Mittwoch, 25. März 2015

Horoskop Flugzeugabsturz am 24.3.2015 in Frankreich

Offiziell sollte der Flug Nr. 4U9525 von Germanwings um 9:35 Uhr ab Barcelona starten. Er verspätete sich aber und startete erst um 10.01 Uhr.
Das Horoskop von 9.35 Uhr kann die möglichen Ursachen für diese Verspätung anzeigen.
Hier ist das Horoskop des verhinderten Abflugs um 9:35 Uhr.


Es fällt gleich auf, dass SATURN am Deszendenten steht. Der Löwe-Jupiter steht nahe am IC. Beim Untersuchen des Tiekreisgrades 13° Löwe stelle ich fest, dass bei dieser Jupiterstellung die CONCORDE am 25.7.2000 in Paris abgestürzt ist. Weiterhin fällt auf, dass zwei Planeten ohne Aspekte sind und damit eine labile, gefährliche Größe anzeigen: Mars im Widder und Mond im Stier (Mond-Saturn-Opposition = 7°36'; ich arbeite mit einem Orbis von bis zu 7°).


Der Aszendent, die Anlage, zeigt das zur Verfügung stehende Potenzial, um das es geht:
Das Sabische Symbol dazu heißt:
AS 5° Zwillinge „Eine revolutionäre Zeitung ruft zum Handeln auf“:
Es ist eine Aufforderung zur notwendigen Veränderung. Die Zeit ist reif dafür ("Zeit-Schrift"). Es liegt ein noch unverwirklichtes, explosives Potenzial bereit - zurückgedrängte Gefühle, Triebe, Aggressionen, mit denen sich der Mensch auseinandersetzen muss. Im Inneren herrscht ein Zustand wie vor einer Revolution. Es besteht ein Zwang zu handeln und den bestehenden Status quo anzugreifen. Was zu starr an Formen und Konventionen gebunden ist, neigt dazu, eines Tages in die Formlosigkeit zu explodieren. So geschieht es bei einer Revolution, bei einer Psychose oder auch beim Rückzug nach innen in einen mystischen Zustand, wo das Denken plötzlich transparent wird (explodiert) und das Wirkliche durchscheinen lässt.
Wohin führt dieses umstürzlerische Potenzial des Unbewussten?

DS / Saturn 5° Schütze: „Eine alte Eule sitzt allein auf dem Ast eines großen Baumes“
Ein Symbol der Weisheit und der klaren, alles durchdringenden Wahrnehmung – auch der unbewussten Faktoren und Wirkweisen. Hier ist es Weisheit, sich zurückzuhalten und nicht zu fliegen, sondern genau hinzuschauen - mit einem Ganzheitsblick.
SATURN auf dem Deszendenten 5° Schütze verhindert den Start. Was steckt dahinter? Saturn kommt aus dem 8. Haus der notwendigen Krisen und Wandlungen, in denen sich ein Einzelner, ein Unternehmen, ein System befindet.

Saturn steht drei Jahre im Feuerzeichen Schütze: Der Vorstellung vom wirtschaftlichen Wachstum wird in den nächsten Monaten der Riegel vorgeschoben bzw. die Vorstellung wird als Illusion enttarnt. Für Wirtschaft und Finanzwelt verheißt Saturn nichts Gutes, denn Saturn in Schütze wird wohl endlich die Lüge vom materiellen Wachstum platzen lassen. Es wird vorläufig nix mehr mit Risiken eingehen, Spekulieren…  Die Lust auf Fernreisen dürfte in der nächstenZeit ebenfalls abklingen …Auch "deutsche Flügel" und Flüge müssen immer wieder auf den Boden der Tatsachen zurück. 
Schütze ist ein Feuerzeichen der höheren und geistigen Bildung, Ideale und Visionen, der Wahrheit, Gerechtigkeit und Lehrtätigkeit. Hier sollte es keine Alleingänge und allmächtigen egomanischen Höhenflüge geben. Alle, die nach höherer oder geistiger Erkenntnis streben, wirken zusammen, bereichern sich gegenseitig mit ihren Erfahrungen, streben nach Weisheit und Synthese zum Wohl des Ganzen. Konkurrenzgeist ist hier fehl am Platz. Eher Kameradschaft und der Wille zur Synthese.

Das langjährige Quadrat zwischen Pluto und Uranus, das seit 2010 aktiv ist und mit großen Umbrüchen und Wandlungen aufwartet, ist vor ein paar Tagen, am 17.3.2015, zum letzten Mal exakt geworden und holt damit zum letzten Schlag aus. Die innere Spannung ist auf dem Höhepunkt und auch auf dem Schlusspunkt. Die SONNENFINSTERNIS vom 20.3.15 setzte diesen Schlusspunkt und bezeichnet das Ende eines großen Zyklus. Sie ereignete sich auf 30° in den Fischen, dem letzten Grad im Tierkreis. Ihre verdunkelnde Energie hält ca. 6 Monate an. Ihre Botschaft für die Menschheit lautet, jeder möge mit diesem abschließenden Zyklus seine transzendenten, ewigen Anlagen zur Entfaltung bringen. Der in uns liegende Same für dieses Potenzial sollte als Vision für den neuen Zyklus angesehen werden. Einen Tag später tritt die Sonne in den WIDDER, setzt den Impuls für das neue Sonnenjahr und heizt die innere Anspannung weiter auf. Der aggressive Mars ist im Widder in seinem eigenen Zeichen. Wir sehen weltweit, er will unbedingt Krieg führen, dominieren und erobern. Machtansprüche, Putschversuche, Aggression, Terror und Gewaltanschläge sind seit langem an der Tagesordnung

Saturn Quadrat Neptun - die "Sündenbock-Konstellation"
Der Schütze-Saturn hat ein Quadrat zum Neptun in den Fischen. Hier fehlt der Durchblick. Es wird im Trüben gefischt, auf Deubel komm raus gelogen und hinters Licht geführt. Weltweit herrscht die "Allgemeine Verunsicherung" und Unklarheit, die in den nächsten Monaten noch zunimmt und bis November 2015 anhält. Es handelt sich nicht nur um ein wirtschaftliches Tief, sondern vor allem um ein "seelisches Tief" mit einer Disposition zu Ängsten, Depressionen und Panikattacken. Bei der Konstellation Saturn-Neptun geht es um eine Entgiftung und Reinigung des kollketiven Unbewussten, die viele Menschen weltweit in die Depression führen kann. Unzulänglichkeits- und Schuldgefühle und Zweifel kommen hoch, dazu vermehrte wirtschafliche Niederlagen und Konkurse aufgrund einer Über- oder Unterschätzung. Es ist eine Konstellation der Täuschung und Lüge, der Schuldgefühle und der Abladung des eigenen verdrängten Materials auf einen "Sündenbock". Der Sündenbock übernimmt dann die für die Gemeinschaft zuständige Problematik der Erkrankung und geht ein, da er sich nicht dagegen wehren kann. Der Sündenbock übernimmt immer sämtliche Schicksale und das Unglück aller anderen. Er übernimmt den Untergang der andern.

Neptun hoch oben im 10. Haus der Bestimmung hat als Sabisches Symbol 9° Fische und zeigt einen "Jockey, der sein Pferd zu Höchstleistungen anspornt, um seine Konkurrenten zu überholen". Also auch hier: ein Zu-hoch-hinaus-Wollen, vielleicht mit German Wings?  Dazu die Vorstellung, der größte, schnellste und höchste sein zu wollen .... dazu der laxe Umgang mit dem Thema Sicherheit. Der Konkurrenzgeist verhindert das klare Sehen. Er setzt Menschen unter Druck. Irgendetwas wird übersehen. Vielleicht geht es um den rechten Zeitpunkt für den Ausstieg oder fürs Kürzertreten?

Was sagt das Venus Quadrat Jupiter?
MOND und VENUS befinden sich im Zeichen Stier (materielle Sicherheit). Das Thema SICHERHEIT weist Mängel und Schwächen auf. Die Verantwortlichen haben ein falsches Bild vom tatsächlichen Istzustand, haben möglicherweise überhöhte Ansprüche oder ein übertriebenes Geltungs- und Machtbedürfnis (Jupiter Löwe) nach einer Vorrangstellung auf dem Markt der Fernreiseflüge. Venus im Stier Quadrat Jupiter zeigt mangelndes Verantwortungs- und Pflichtbewusstsein, auch Imagedenken, Angeberei und Standesdünkel. Das Quadrat zeigt auf jeden Fall einen sehr leichtsinnigen Umgang mit den Themen Sicherheit, Schutz und Verantwortung für Menschenleben. … Oder es sind persönliche Interessen im Spiel, die den Blick für die eigenen Pflichten verstellen. 

Nachfolgend das Horoskop des tatsächlichen Abflugs um 10.01 h ab Barcelona.



Mond und Mars bleiben weiterhin ohne Aspekte - ein seelisches Potenzial (an Gefühlen) und ein aggressives Potenzial, die keine Ausdrucksmöglichkeit finden. Saturn ist ins 6. Haus abgetaucht und bildet zusammen mit Jupiter das einzige Gegengewicht zu den anderen Planeten über dem Horizont, die alle hoch hinaus wollen. Jupiter und Saturn ziehen herunter.
Niemand kommt am Bestimmungsort Düsseldorf an.
Die Herrscher vom 10., vom 11. und vom 12. Haus bleiben im IV. Quadranten und auch der Herr des Aszendenten - Merkur - kommt nicht in die Zeit, sondern verbirgt sich zwischen den Falten der Zeit.

In einem Geburtshoroskop zeigt der IV. Quadrantdie überpersönlichen, transzendenten Anlagen des Menschen, solche, die zu seinem "Selbst" gehören, die ihn schon vor seiner Geburt beeinflusst haben. In diesem Bereich finden wir auch die Bedeutung, die unser Leben für andere Menschen oder die ganze Menschheit hat und unseren ureigensten Beitrag für das Wohl des Ganzen.
Auch im Ereignishoroskop geht es bei Planeten des IV. Quadranten um Anlagen und Themen, die die ganze Menschheit betreffen und deren Ursachen weit in die Vergangenheit und auch in das größere Umfeld führen. Es geht um die Faktoren, die dazu beigetragen haben, dass dieses Flugzeug mit 160 Menschen an Bord abgestürzt ist. Und es geht um die Bedeutung, die dieses Ereignis für uns hat, für jeden Einzelnen und für die Menschheit als Ganzes. Welchen Sinn geben wir diesem Ereignis?

Der Aszendent befindet sich auf 12° Zwillinge:
"Ein farbiges Mädchen kämpft um seine Unabhängigkeit in der Stadt"
Dane Rudhyar schreibt hierzu, dass es um die Befreiung von der Gespenstern der Vergangenheit geht. Das Thema der rassischen Vorurteile kann auch auf kollektive soziale Muster und auf Gruppenkarma bezogen werden. Selbst wenn die Gleichheit aller Menschen in den Menschenrechten gesetzlich verankert sind, schleppt jeder von uns immer noch seine alten, mit Ängsten und Vorurteilen beladenen Vorstellungen und Bilder mit sich herum. Wir hängen an den alten Selbstbildern, an unseren Privilegien und unserem Besitz. Wir hängen an Meinungen, Gedanken und Erwartungen.
Doch in dieser Zeit eines neuen Anfangs MUSS DAS ALTE zurückgelassen werden. Jeder Mensch und die ganze Menschheit müssen sich von der Vergangenheit befreien.

Sind diese Menschen aus dem geflügelten motherwomb ein Opfer unseres Wachstumswahns geworden? Ein Opfer unserer Vorstellung von "immer schneller... immer höher ... immer größer"?
Wurden diese Menschen zu Opfern, damit ein Einzelner oder eine Gesellschaft oder wir alle unsere wachsenden Flügel erproben können?

Brauchen wir für die BEFREIUNG vom Alten die OPFER SO VIELER MENSCHEN aus Kriegen, Katastrophen, Atomunfällen und Verkehrsunfällen? Der Mensch hat aus den vielen Kriegen und den unzähligen Toten gar nichts gelernt. Er macht so weiter wie bisher. Es sind immer nur wenige, die das äußere Geschehen hinterfragen und nach dem Sinn fragen. Es sind wenige, die AUSSTEIGEN aus dem kollektiven Wahnfahrzeug und lieber zufuß gehen.

MERKUR, Herr des Aszendenten, steht im 10. Haus der Bestimmung unter starkem Neptun-Einfluss und in Konjunktion mit dem Heiler-Archetyp CHIRON.


MERKUR 18° Fische: „In einem gigantischen Zelt werden Dorfbewohner Zeugen einer aufsehenerregenden Vorstellung“ – 
Schauen wir auf die öffentlichen Bilder von dem Unfallort in den französischen Alpen. Um wessen Vorstellung oder Selbstdarstellung geht es hier? Was ist zu sehen: Ein Trümmerhaufen und eine trauernde Menschheit. Sieht es so aus, wenn eine Vorstellung am Boden der Tatsachen zerschellt? Brauchen wir dieses Bild, um in die Realität zu kommen?

Was sagt Chiron, der verletzte Heiler, im Haus der Bestimmung?
CHIRON 19° Fische = „Ein Meister unterrichtet seinen Schüler“
Ich komme zurück auf die Frage: Was hat der Mensch aus den ganzen tragischen Kriegen und den unzähligen Toten gelernt?
Diese Konstellation zeigt, dass wir alle immer noch Schüler in dieser Planetenschule sind und dass uns ein Ereignis wie dieses eine heilsame Erfahrung sein kann. Jeder Mensch ist mit einem Potenzial ausgerüstet, das ihn zu einer abgerundeten Persönlichkeit macht. Jeder wählt seinen Weg und entscheidet, wem oder was er folgt. Jeden Tag aufs Neue. Hört er auf die innere Stimme und seinen inneren Meister oder folgt er den Versprechungen aus Werbung, Politik und Wirtschaft? Bildet er sich eigene Ansichten oder folgt er nichtssagenden Lehrsätzen und Vorstellungen, lässt sich von den Medien blenden oder gar nur unterhalten?
In jedem Augenblick ist es möglich, den eigenen Weg zu gehen, sein Schicksal in die Hand zu nehmen und Kraft und Wissen aus geistigen Ebenen anzuzapfen.