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Freitag, 5. November 2010

6.11.10 Neumond Skorpion

Neumond im Skorpion 6.11.2010

Es gibt heute nur eine kurze Vorstellung des Neumonds, da ich gerade mitten in der Untersuchung und Ausarbeitung zum Venus-Pentagramm (2004-2012) stecke.

Das Wichtigste:
Von den 5 rückläufigen Planeten und ihren Energien, die in den letzten Wochen noch einmal zur Klärung, Korrektur und Bereinigung vergangener Wunden, Unstimmigkeiten und Hindernisse eingesetzt werden konnten, werden vier wieder direkt laufend, beginnend mit Chiron (heute), Neptun (7.11.) und anschließend am 18.11. Venus und Jupiter gemeinsam. Uranus ist erst in einem Monat, am Nikolaustag, zur Umkehr bereit und steuert dann gemeinsam mit Jupiter mit frischer Kraft dem Widder-Punkt zu (Anfang 2011).

Es steht also wieder vermehrte Energie zur Verfügung, um den einmal begonnenen Kurs weiterhin einhalten zu können, den sich zögernd entwickelnden neuen Projekten und Plänen frische Energie hinzuzufügen, nicht mehr stimmige alte Beziehungen und Projekte auf der Formebene auch endgültig abzuschließen und sich neuen Verbindungen zuversichtlich zu öffnen.

„Stirb & Werde“ ist das Thema der Konjunktion von Pluto / Nördl. Mondknoten (exakt am 28.11.). Neue schicksalhafte Verbindungen entstehen, und wir dürfen darauf achten, dass wir auch wirklich offen sind für neue Energie und nicht den alten Mustern, Glaubenssätzen und Überzeugungen verhaftet bleiben. Wer die Abnabelung aus alten Abhängigkeitsverhältnissen wirklich will, hat nun in der betonten Skorpion-Energie (Sonne, Mond, Venus, Merkur im Skorpion sowie PL/MK) eine starke Kraft zur Verfügung. Die Themen, die es zu heilen gilt, kreisen um Verletzung, Macht, Ohnmacht, Missbrauch, Abhängigkeit und Sexualität. Wer es will, ist jetzt wirklich in der Lage, uralte karmische Bindungen aufzulösen und einen neuen Weg einzuschlagen, sich neue Lebensumstände zu schaffen und den eigenen Kurs in innerer Gewissheit fortzusetzen.

Der Neumond (Sonne Konjunktion Mond) befindet sich auf 14° Skorpion.
Das Sabische Symbol hierfür lautet:

Fernmeldetechniker stellen neue Verbindungen her.
Schlüssel: Die Notwendigkeit, neue Kommunikationswege zu eröffnen.


Ein Boom für die Telefonanbieter?
Allerdings sind Telefonieren oder neue Telefonanschlüsse sind keine neuen Wege der Kommunikation. Ein neuer, uralter Weg zum Eingehen von Verbindungen ist ein Lächeln, ein offenes (furchtloses) Herz, ein offener (vorurteilsfreier) Geist. Gemeinsame Projekte und Rituale, der gemeinsame Einsatz für die Verwirklichung eines Ziels stärken den Gemeinschaftssinn und ermöglichen einen intensiven Austausch von Empfindungen, Gedanken und Vorstellungen. Für diesen Austausch und das Gefühl der wirklichen Kommunion, nämlich dem Willen zur Vereinigung, ist Kommunikation eine Grundvoraussetzung und Notwendigkeit.

Alle Arten von Beziehungen, Bezügen und Begegnungen, materiell-wirtschaftlich, persönlich, sozial, seelisch, mental, stehen unter den Einflussbereich der VENUS. Betrachten wir den Tierkreisgrad, an dem die Venus (scheinbar) stehen bleibt und wieder umkehrt auf ihren rechten Kurs, können wir die Essenz ihrer Erfahrungen als Erkenntnisfrüchte mitnehmen auf unseren Weg.

Venus direkt am 18.11. auf 28° Waage:
Ein Mensch wird sich spiritueller Kräfte bewusst, die ihn umgeben und ihm helfen.
Schlüssel:
Die Erkenntnis – auf irgendeiner Ebene des Daseins –, dass man nie allein ist, und dass die Gemeinschaft, sichtbar oder unsichtbar, die menschlichen Anstrengungen unterstützt.

Jedes Organ ist Teil eines größeren organisierten Ganzen, jedes Wesen ist Teil einer größeren Gemeinschaft, und jede Gemeinschaft – wie die Gemeinschaft aller Menschen – ist eingebettet in eine „größere“ / übergeordnete, spirituelle Gemeinschaft. Für jeden gibt es eine Zugehörigkeit. Für viele ist es die Nation, der Stamm, die Herde, die Familie, die Dorfgemeinschaft, ein Verein – für einige andere ist es eine unsichtbare geistige Gemeinschaft, eine Religionsgemeinschaft, eine Gemeinschaft des Lichts, der Heiligen, von feinstofflichen Energie- und Engelwesen. Aus der inneren Gewissheit der Zugehörigkeit zieht der Einzelne Stärke, Selbstwert und Selbstvertrauen, die ihm Kraft geben und bei der Erfüllung seiner Aufgaben unterstützen.

Möge ein jeder die rechten Beziehungen zu erkennen und sich seiner größeren Gemeinschaft bewusst sein.

Sundra Kanigowski

Mittwoch, 27. Oktober 2010

29.10.10 Venus Konj. Sonne - mit vermehrtem Venusplasma


Bild: Werner Neuner: Venus Plasmaausstoß und kornkreis

Die Schwingungserhöhung auf der Erde ist in vollem Gange, erkennbar u. A. auch an der vermehrten Ausstoßung des Venusplasmas - eine Erhöhung um 60.000 % in den vergangenen 40 Jahren lt. Quelle von New Scientist 31.5.1997 basierend auf NASA-Daten).

Am Freitag, 29.10.10 wird aufgrund der unteren Konjunktion von VENUS und SONNE die Erdatmosphäre wieder mit einer Extra-Portion Venusplasma angereichert. Dieser dreitägige Beschuss (28. – 30.10.) mit venusischen Liebes-Ionen wird die alten Festplatten unserer Denk- und Gefühlssysteme verändern. Ob wir auch in der Lage sind, unser Verhalten und unsere Werte zu ändern, uns vom geldgierigen Materialisten in einen bedingslos Liebenden zu verwandeln, wird sich zeigen. Wir befinden uns weiterhin in einer Phase intensivster Transformationen.

Wir können uns in den Tagen bewusst diesen intensivierten Venusschwingungen aussetzen, uns in die Sonne setzen, Steine und Kristalle in der Sonne aufladen und am Körper tragen oder uns in der Meditation auf die ursprüngliche Einheit der Drei(Sonne-Venus-Erde) konzentrieren.

Bei einer unteren Venus-Konjunktion stehen Sonne-Venus-Erde stehen in einer Reihe - siehe folgender Link Phasen der Venus

Das Pentagramm der Venus am Himmel

Beobachtet man den Lauf der VENUS durch den Tierkreis, fallen ihre „Schleifen“ der Rückläufkeitsphasen auf, die innerhalb von 8 Jahren ein Fünfeck – ein Pentagramm ergeben. Von der Erde aus betrachtet wird die Venus alle 19 Monate rückläufig (es erscheint uns so wegen der unterschiedlichen Umlaufgeschwindigkeiten).

Innerhalb von 8 Jahren hat die Venus 5 Umläufe von jeweils 584 Tagen vollzogen.
In der Formel entsprechen 8 Erdenjahre 5 kompletten Venusdurchgängen (einschließlich der Rückläufigkeitsphase) – von der Erde aus zu beobachten:

8 x 365 Tage = 2920 Tage
5 x 584 Tage = 2920 Tage

Das Verhältnis von 5:3 (=1,666) entspricht dem Goldenen Schnitt (1,618). Im Tierkreis entspricht die Teilung des 360° Kreises durch die Zahl 5 dem schöpferischen Aspekt des Quintils von 72°, was für Dane Rudhyar auch der Grund war, den Tierkreis mit den Sabischen Symbolen in eine innere, inhaltliche Struktur von 5 x 3 x 24 Sequenzen zu strukturieren und zu verstehen.

Eine weitere Besonderheit ergibt sich bei den Venus-Konjunktionen: Etwa einmal pro Jahrhundert findet innerhalb von 8 Jahren ein doppelter VENUSTRANSIT statt, wenn nämlich die Venus direkt vor der Sonnenscheibe vorbeizieht. Und dieser doppelte Transit geschah /geschieht in unserem Jahrhundert in den Jahren 2004 und 2012. Wir befinden uns also in der Zeit zwischen diesen Transiten, die von starken Transformationen begleitet wird.

Ich habe nun die 5 Horoskope der fünf unteren Venus-Sonne-Konjunktionen vorliegen – ausgehend vom besonderen Venustransit am 8.6.2004. Hier der gegenwärtige Pentragramm-Zyklus:

1. Venustransit 8.6.2004
2. einfache Konj. 13.1.2006
3. einfache Konj. 18.8.2007
4. einfach Konj. 27.3.2009
5. einfache Konj. 29.10.2010

1. Venustransit am 6.6.2012

Mit dem noch folgenden Venustransit 2012 beginnt also ein neuer Fünfer-Zyklus der Venus. Soviel zur Technik.

Das Sabische Symbol für diesen Grad der SONNE-VENUS-Konjunktion
6° Skorpion:
Der Goldrausch zieht Menschen von ihrer Heimat fort.

Schlüssel: Die leidenschaftliche Suche nach neuen Werten, die in jeder Hinsicht ein reicheres leben versprechen.

Look at Mother Nature on the run in the 21st century… (Neil Young: after the goldrush).
Regieren Gold und Geld die Welt oder ist es die Liebe? Habsucht, Gier, Begierde sind eine verzerrte Form der reinen Liebesenergie, hinter der Furcht steht. Ist es in dieser Zeit unter diesen Bedingungen möglich und lebbar für uns, bedingungslose Liebe zu sein? Wir haben in dieser Zeit die Chance, uns nach neuen Werten umzusehen und uns nach ihnen zu richten, ihnen zu folgen.

Vielleicht ist es auch nicht gerade der „Goldrausch“, der uns aus Bekanntem und Vertrautem fortreißt, sondern es sind eher Träume, Ideale, Visionen, denen wir leidenschaftlich folgen und für die wir bereit sind, alles hinter uns zu lassen. In jeden Fall treibt uns die Sehnsucht nach noch intensiveren Erfahrungen und einer allumfassenden Einheit mit einem Menschen oder einer Gruppe von Menschen. Wir befinden uns hier im fixen Wasserzeichen Skorpion, wo es um den Aufbau von intensiven Gefühlsgemeinschaften und intensiven Gefühlsübereinstimmungen geht – bis zur Besessenheit und zum Fanatismus.

Wir alle - die Bewohner eines Planeten sind betroffen. Welchen Werten folgen wir? Und wohin? Flying Mother Nature’s silver seed to a new home in the sun?

Ich halte mich an meine Vision von der Einheit der Drei: Sonne - Venus – Erde. Und von der Einheit der anderen Drei: Vergangenheit – Gegenwart – Zukunft. Was wir sein wollen, sind wir jetzt. Was wir sein können, sind wir jetzt. Was wir immer waren, sind wir jetzt.

In einer stillen Stunde werde ich mich den 5 Sabischen Symbolen des Venus-Pentagramms von 2004 - 2012 in einem separaten Artikel widmen.

Weitere Infos zu der vermehrten Venusseinstrahlung auf der Seite von Werner Neuner
sowie auf der Webseite Kristallmensch.net

im Auftrag von Venus Urania,
Sundra
;-)

Freitag, 22. Oktober 2010

23.10.10 WAAGE-VOLLMOND - noch einmal kardinal



VOLLMOND am 23.10.2010 3.37 h MESZ
Lg. 8°34’ O Br. 51°24’ N
SONNE 30° Waage – MOND 30° Widder


Es ist der zweite Vollmond in diesem Jahr auf der WIDDER-WAAGE-Achse (siehe 23.9.10 Vollmond zur Tagundnachtgleiche), da der erste sich auf dem 1. Grad der beiden Zeichen und dieser Vollmond 28 Tage später sich auf dem letzten Grad ereignet.

Die SONNE befindet sich in Konjunktion mit MERKUR im SKORPION, wodurch nun alle merkurischen Angelegenheiten ins helle Licht der Erkenntnis und Klarheit gestellt werden: Verkehr, Vermittlung und Verbindung, innere und äußere Kommunikation, Übermittlung von Wissen, Lernen, Schreiben, Networking. Der Verstand bzw. das intellektuelle Verständnis (Merkur) ist Brückenbauer und Mittler zwischen Sonne und Mond, Persönlichkeit und Seele. Die Leichtigkeit und Neutralität des Denkens wandelt sich im fixen Wasserzeichen zu einem tiefgründigen Forschen, Bohren und Sezieren, zum Hinterfragen und Offenlegen von geheimen Machenschaften (z.B. Wissen als Machtfaktor), im eigenen Denken wie im Außen. Mit zäher Ausdauer und ehrgeizigem Streben können Spannungen ausgeglichen, Konflikte und Widersprüche gelöst und harmonische Beziehungs-Strukturen aufgebaut werden. Die SATURN-Stellung bringt Licht in diese Angelegenheiten.

SATURN in der Waage sei hier vorweg erwähnt, da er in einer besonderen Stellung als einziger Planet auf der Ich-Hälfte des Horoskopbilds steht. Er ist der Strukturgeber, bestimmt und erhält die Strukturen – so auch unseren kleinen Ententeich. Und er zeigt mit dem Finger auf unseren derzeitigen schwachen Punkt: Es sind Probleme zu erwarten bei der Übermittlung von Wissen in den dafür vorgesehenen Bildungseinrichtungen (sprich Schulen, Universitäten). Das Verhältnis von Lehrenden und Lernenden ist unausgeglichen und destruktiv. Es gibt Überlegene und Unterlegene.
Ein Professor oder Lehrender sollte fähig sein, der jüngeren Generation das angesammelte Wissen der Vergangenheit zu übermitteln. Doch um den Erfordernissen der unruhigen oder turbulenten Jugend gerecht zu werden, muss der Lehrende auch gleichzeitig in der Lage sein, über sein Wissen hinweg zu blicken und seine Studenten als Menschen zu sehen. Junge Menschen brauchen ANLEITUNG und sie brauchen menschliche VORBILDER. Sie brauchen keine Lehrfachspezialisten, die ihnen reines Buchwissen eintrichtern. Wahre überlegene Mittler von Wissen und Erfahrung (die Lehrenden) sind in der Lage, mit weniger weit entwickelten Wesen zusammen zu arbeiten, ihnen gütig zu begegnen, sie anzuleiten und zu schützen – auch vor Stress und Leistungsdruck.
In diesem gesellschaftlich-kulturellen Bereich liegt die derzeit größte Lernaufgabe.

Mit diesem Vollmond begrüßen wir die neue Chance, die Energien und Qualitäten der kardinalen Feuer- und Luftzeichen in ein harmonisches Verhältnis zueinander zu bringen und für unsere Aufgabenbewältigung weise zu nutzen. Hier noch einmal die Thematik der Widder-Waage-Achse.
Es ergänzen sich der Macher und der Denker, Ich und Du, männlich und weiblich, spontanes Handeln und abwägendes Denken, die Handlungsfreude und die nötige Weisheit. Im Buch der Wandlungen findet sich das entsprechende Zeichen 55 Fong, die Fülle: innen Klarheit und außen energische Bewegung. Ein starker Wille setzt sich durch und macht durch gezieltes Handeln auf sich aufmerksam. Selbstbeherrschung ist nötig, um den blinden Aktionismus zu zähmen. Mit kleinen taktischen Schritten wirken, denen auch die anderen folgen können, denn das gemeinsame Gehen ist wichtig. Auf das Demonstrieren von Macht und Stärke darf verzichtet werden, denn es hinterlässt immer Opfer, Leid und einen Teufelskreis an bindenden emotionalen Beziehungen. Die Stärke der überzeugenden Wahrheit liegt in ihrer Sanftmut und wird auch vom Schwächsten ohne Furcht akzeptiert und geschätzt. Erst dann können die größten Ziele und Visionen realisiert und Wirklichkeiten erfolgreich umgestaltet werden.
Bei einem derart ausgewogenen Kräftepotenzial (Widder-Waage und deren Herrscher Venus-Mars) fließen die kosmischen Energien ungehindert der konkreten Materiewelt zu (Erdezeichen, Saturn), finden Anerkennung und Würdigung, wodurch die Grundlage für eine Umgestaltung und Veredelung der Welt gegeben ist.
Wenn wir uns das Sabische Symbol des Widder-Monds ansehen, finden wir diese Aussage bestätigt.

MOND auf 30° Widder:
Ein Ententeich mit kleinen Entchen.
Schlüssel: Erkenntnis der natürlichen Grenzen.



Der Lebensspielraum „kleiner Ententeich“ (oder ist es ein Goldfischglas?) symbolisiert unseren „kleinen“, überschaubaren, begrenzten Handlungs- und Wirkungskreis, für den wir verantwortlich sind, der unserem Schicksal und Dharma entspricht. Auch wenn wir bereits für eine begrenzte Zeit in die Harmonie der Sphären eintauchen oder transzendente Erlebnisse und Einblicke in eine höhere Ordnung haben durften, müssen wir immer wieder zurückkehren auf die Erde, zu unserer irdischen Aufgabe in einem bestimmten gesellschaftlichen Rahmen und Umfeld (like „two lost souls swimming in a fish bowl …“).

Gemessen am galaktischen Weltenmeer erscheint unser Aktionsradius so winzig wie ein Ententeich. Und doch muss genau hier – in dem Raum, in den das Schicksal (Geschick) uns hineingestellt hat – die Substanz zum konkreten Handeln gefunden werden. In unserem begrenzten Lebensspielraum erfahren wir Ursache und Wirkung, säen und ernten, haben unsere Vision von einer höheren Harmonie auf unser eigenes karmisches Wirkungsfeld herunter zu bringen und zu verwirklichen.
Wir haben die Möglichkeit, den Mikrokosmos nach unseren Bedürfnissen zu gestalten und in Übereinstimmung mit unseren Begabungen zu handeln. Denken und handeln wir authentisch, vor allem unter Berücksichtigung unserer natürlichen Grenzen, erreicht uns auch die Harmonie der großen kosmischen Ordnung (des Makrokosmos), schenkt uns Frieden, innere Zufriedenheit und Fülle und großes Vertrauen in unser Schicksal.

Auf der gegenüber liegenden Seite im Tierkreis befindet sich die Sonne auf dem letzten Grad des Luftzeichens Waage.

SONNE auf 30° Waage:
Drei Wissenshügel auf dem Kopf eines Philosophen
Schlüssel: Die Erfüllung der menschlichen Kraft des Verstehens, ganz gleich auf welcher Daseinsebene die Person tätig ist.



Etwas für Schädelforscher (Phrenologen)? Ich denke dabei gleich an Trismegistos (den „dreimal Großen“), den griechischen Gott Hermes in seiner Verschmelzung mit dem alt-ägyptischen Thoth. Er soll zugleich der größte der Philosophen, der größte Priester und größte König gewesen sein (Wikipedia)*. Auch im Denken finden wir eine dreifache Funktion: abstraktes Denken, materiell konkretes Denken und die Intuition. Die Zahl Drei zeugt von Spannung, Dynamik, Rhythmus und bringt Schöpferkraft zum Ausdruck. Die Dreiheit deutet auf Vollständigkeit und Vollendung hin, bringt Lösung und neues Strömen. Vor allem ist sie das Element unseres Willens, der Idee, und die Frucht (das Kind) der Vereinigung der Zwei (Mann & Frau, Sonne & Mond).
Auf diese Einheit der Drei weist auch die Vollmond-Konstellation hin: Sonne – Mond – Merkur als Vater – Mutter – Kind. Die Gottheit erscheint häufig in dreifacher Gestalt, als Trinität. Wo die DREI auftaucht, geschieht etwas, kommt die Energie in Fluss, gewinnt das Leben Richtung, wird wie beim Dreieck etwas auf den Punkt gebracht.

Ein Philosoph („Freund der Wahrheit“) ist ein Denker, der die Wahrheit, das Schöne und Gute liebt und begehrt (so Platon in seinem Symposium / Gastmahl). Sein Kopf ist kein Speicherplatz für Lexikon-Wissen sondern zeigt „drei Wissenshügel“, die auf ein reifes, vollendetes Verstehen hindeuten. Erfahrene Lebensprozesse werden von zwei Seiten angeschaut und durchleuchtet, bis sich im schöpferischen Prozess die Frucht des reifen Verstehens zeigt - als Weisheit, gepaart mit Liebe und Güte. Ein Philosoph ist ein Mensch der Weisheit, seine Einstellung zum Wissen ist holistisch - im Unterschied zum Menschen der Wissenschaft, der sein Wissen vermehren und erweitern will. Philosophisches Verstehen ist an keine akademischen Titel und erfolgreiche Lehr-Abhandlungen gebunden. Weisheit und Güte sind die Früchte reifer Erkenntnis aller Beziehungen im Universum.
In dieser Erkenntnis liegt der Sinn der Vollmond-Konstellation auf dem letzten Grad von Widder und Waage. Aufgrund des Transzendierens von Widerspruch und Gegensatz und mit der Erkenntnis der geistigen Verbundenheit von allem ist der Mensch reif für die wirkliche Kommunion, für die Vereinigung mit dem Nicht-Ich oder einem größeren Selbst.

MERKUR auf 4° Skorpion
Ein Jugendlicher trägt eine brennende Kerze (zu einem frommen Ritual).
Schlüssel: Die erzieherische Kraft von Zeremonien, die die großen Bilder einer Kultur auf die versammelten Teilnehmer übertragen.


Wir befinden uns im fixen Wasserzeichen Skorpion, wo die Ichgrenzen zugunsten kollektiver Verbindungen und Gruppen teilweise oder ganz überschritten werden. Mit leidenschaftlichem Engagement stellt der Mensch seine Kraft in den Dienst der Gemeinschaft, erfährt ein Eingebundensein und tiefe emotionale Verbundenheit, die durch gemeinsame Rituale immer wieder aufs Neue gestärkt und gepflegt wird – bis zu einem Zeitpunkt, wo der Mensch einen Anspruch auf Individualität geltend macht und alle traditionellen Rituale, die ihn an die bisherige Gemeinschaft gebunden haben, von sich weist… als ein Akt der Befreiung und Loslösung… vielleicht auch nur zu dem Zweck, sich anderen Vereinigungen und ihren Ritualen zuzuwenden.

Das Ritual wird hier als eine Methode zum Aufbau einer Gefühlsgemeinschaft gezeigt. Jeder von uns kennt die emotionale Kraft von Symbolen und kollektiven Zeremonien, kennt ihren erzieherischen und prägenden Einfluss auf das Leben des Einzelnen, ganz gleich, ob es sich um die sonntägliche Zeremonie von Gottesdiensten oder Fußballspielen handelt, um eine Parade und Ehrung für Kriegshelden oder die großen zyklischen Jahresfeste. Das gemeinschaftliche Tun stärkt sowohl den Einzelnen als auch die ganze Gruppe. In gemeinsam gestalteten und erlebten Rituale fühlen sich alle Teilnehmer eins. Kinder und Jugendliche zeigen meist großes Interesse an den Demonstrationen kollektiver Wertvorstellungen. Sie werden im Denken und Fühlen von den Symbolen geprägt, füllen mit Begeisterung ihren Platz aus, werden selbst angefüllt mit großen, erhabenen Bildern, fungieren als Bild- und Lichtträger im Dienst eines größeren Ganzen.

Unser Leben ist von Übergängen und ihren Ritualen geprägt: Geburt, Taufe, Schuleintritt/ Austritt, Erwachsenwerden, Eingehen und Lösen von Verpflichtungen / Aufgaben, Hochzeit, Jubiläum, Initiationen und Weihen aller Art, Berufswechsel, Identitäts- und Rollenwechsel, Pensionierung, Trennung, Abschied. Die meisten dieser Rituale werden in der Gemeinschaft mit anderen gefeiert und gestaltet, sie helfen dem Einzelnen beim Loslassen des alten Lebensabschnitts, bei der Neu-Orientierung, geben Kraft für den neuen Zyklus, den nächsten Schritt. Sinn und Kraft von Ritualen / verwendeten Symbolen / rituellen Objekten liegen darin, eine tiefe Glaubens- oder Gefühlsgemeinschaft aufzubauen, die alle Teilhabenden an der Wurzel ihres Wesens eint.


Es ist an der Zeit, in Schulen und Universitäten neue Strukturen und Rituale einzuführen, die vom guten Willen zu harmonischen Beziehungen zwischen Lehrenden und Lernenden zeugen. Es ist auch an der Zeit, dass in den neuen Bildungs-Strukturen Raum ist für gütige, weise und lebenserfahrene Menschen, die den ihnen anvertrauten heranwachsenden Menschen neben Wissen auch menschliche Werte vermitteln können - durch ihre reine Anwesenheit und Authentizität.

Brilon, 22. Okt. 2010
Sundra Kanigowski

Auf 30° Widder befindet sich mein Dharma-Punkt (Halbsumme SO/MK)mit dem Symbol des Ententeichs.
;-)