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Donnerstag, 17. September 2015

Jupiter-Neptun-Opposition am 17. September




Jupiter, der größte Planet unseres Sonnensystems, befindet sich seit August im Erdzeichen Jungfrau. Durch die Sinnesfunktionen von Jupiter können wir die Welt wahrnehmen und bewerten. Als Herrscher des feurigen Schütze-Zeichens steht Jupiter in unserem Horoskop für die Suche nach dem Sinn des Lebens, für Mitmenschlichkeit und das Erkennen von ganzheitlichen Zusammenhängen.

Steht er in der Jungfrau, schenkt uns Jupiter einen Sinn für Gerechtigkeit und das rechte Maß. Er sorgt dafür, dass wir uns nicht in den Details verzetteln und in der Vereinzelung stecken bleiben, sondern immer das Wohl des Ganzen im Auge haben. Jupiter strebt im Zeichen Jungfrau die Heilung, Synthese und Integration an. Als alter Herrscher des Fische-Zeichens bringt er eine allumfassende Güte, Gnade und Barmherzigkeit mit. Er ist der „Gute Hirte“, der seine Herde (die Menschheit) beschützt und zum frischen Wasser führt, der sich um jedes verlorene Schaf, um Minderheiten, Kranke und Ausgestoßene kümmert und sie dem Ganzen wieder zufügt. Als „Gerechter“ und „König“ ist er das zentrierende Prinzip in unserer Mitte, unserem inneren Reich.
Die richtige Sichtweise, das rechte Urteilsvermögen und Maß werden allerdings empfindlich gestört und irritiert, wenn sich Jupiter in der Gegenüberstellung zu Neptun befindet. Das ist zwischen August und Oktober 2015 der Fall. Der geistige Planet Neptun befindet sich seit vier Jahren in seinem eigenen Zeichen Fische (2011-2026). Sein Ziel ist das Auflösen der Isolation und des Getrenntseins – sei es als Gefühl, als Vorstellung oder Idee. Wir werden in dieser Zeit erfahren, was es heißt, wenn Landesgrenzen, persönliche Grenzen und Grenzen im Bewusstsein der Menschheit als Ganzes aufgelöst und überschritten werden. Der Fokus liegt auf der Allverbundenheit. Es geht nicht um das, was uns trennt, sondern um das, was alle Menschen und alle Lebewesen auf diesem Planeten verbindet.

Wir werden aber auch erfahren, welchem Irrglauben wir selbst verfallen sind, wo wir zu idealistisch oder nihilistisch eingestimmt sind und nun desillusioniert werden. Lügen, Betrug und Täuschungen sind ebenso an der Tagesordnung wie Versprechungen und „göttliche“ Eingebungen. Wie wir diese Zeit erfahren, hängt also nur von unserem Standpunkt ab.

Wer die Wachstumsenergie von Jupiter in der Jungfrau missversteht und missbraucht, indem er mit den Kräften von Mutter Erde Raubbau treibt, indem er andere Menschen oder Länder ausbeutet und nur in die eigene Tasche wirtschaftet, dem wird Neptun in den Fischen alles nehmen, was er für sein Eigen hält. Es geht darum, mit unseren körperlichen, seelischen und geistigen Energien so verantwortlich umzugehen, dass sie dem Ganzen zugute kommen – dem Team, der Gruppe, dem Volk und letztendlich der ganzen Menschheit und dem Planeten.

Bilderflut und Menschenflut –
     Wasser- und Flüchtlingsströme

Neptun herrscht über das Meer, während Jupiter über die Erde und den Himmel herrscht. In der Mythologie gibt es Ähnlichkeiten zwischen dem Himmelsgott Jupiter und dem Gott der Meere (Neptun). Beide können Blitze schleudern, Erdbeben verursachen und sorgen für reiche Vermehrung, indem sie die Zeugungskraft anregen. Man denke nur an die Fischschwärme und den Samenerguss.

Erde und Wasserenergie (Jungfrau und Fische) ergänzen, vermischen und befruchten sich. Rationale, nüchterne Gedanken- und Unterscheidungskraft (Jungfrau) kanalisiert den chaotischen Gefühlsstrom der Fische, und die Wasserströme (Fische) befruchten die harte, trockene Erde und Rationalität (Jungfrau). Allumfassende Liebe und grenzenloses Mitgefühl, die Wasserqualitäten des Zeichens Fische, sind für die vertrocknete Erde bzw. das analytische Denken der Jungfrau wie ein Jungbrunnen oder ein frischer, heilsamer Fluss.

Wir haben die Bilder täglich vor Augen, wie Wasser- und Gefühlsströme und nun auch Flüchtlingsströme den Planeten überziehen. Und auch die Bilder erscheinen nicht mehr vereinzelt, sondern gleich als Bilderflut in den Medien. Hinzu kommt der Gedanken-, Rede- und Meinungstrom aus dem Internt. Die Vereinzelung und das zweckorientierte Nützlichkeitsdenken, die im Zeichen Jungfrau am weitesten fortgeschritten sind, erfahren nun durch den Einfluss von Jupiter und Neptun den Impuls zur Synthese. Statt analytisch-wissenschaftlicher Beobachtung von Einzelheiten wird man nun tiefer und zugleich höher schauen müssen, um die ganzheitlichen Zusammenhänge erkennen zu können.


Unzufriedenheit mit dem Istzustand

Die Sonnenfinsternis in der Jungfrau und die Jupiter-Neptun-Opposition auf der Jungfrau-Fische- Achse sind ein Zeichen dafür, dass wir durch eine existenzielle Krise gehen, sowohl der Einzelne als auch die Menschheit, der einzelne Staat und die Staatenbündnisse, besonders Europa und Amerika. Dazu gehört auch die Krise der Sinnfindung (Saturn im Schützen). Wir mögen mit einer inneren Leere und Sinnlosigkeit konfrontiert werden, der wir zu entfliehen suchen  - z.B. durch Überbeschäftigung und Ablenkung, durch Bespaßung oder durch Wegschauen und Vogel-Strauß-Politik.

Es geht uns etwas an, wenn in China ein Sack Reis umfällt, wenn die Meere verseucht werden, Menschen Krieg führen mit unseren Waffen und unseren Geldern, wenn Länder und Menschen ausgebeutet werden, weil wir bequem im Luxus leben wollen. Wir, die wir glauben, den Wohlstand verdient zu  haben, weil wir so "fleißig und hart gearbeitet" haben, werden nun Opfer bringen und den Gürtel enger schnallen müssen. Jeder Einzelne ist für den Istzustand seines eigenen kleinen Lebens und des größeren Lebens auf diesem Planeten mitverantwortlich. Und jeder kann etwas ändern, z.B. seine Lebens- und Denkweise, oder sein Konsumverhalten mal genauer durchleuchten.

Die zwei Seiten gehören zu einer Münze

Die Jungfrau-Fische-Energie lehrt uns, dass alles seine Zeit hat, seinen Anfang und sein Ende – auch der Wohlstand. Sie lehrt uns, dass wir säen müssen, wenn wir ernten wollen und dass die vielen persönlichen Alltagsdinge, mit denen wir beschäftigt sind, niemandem nützen, wenn sie nicht in einer Beziehung zum größeren Ganzen stehen.

Wir sind in unseren Vorstellungen von Gut und Böse gefangen, möchten nur gut sein und alles Böse in uns beseitigen oder von uns wegschieben. Am bequemsten erscheint es, das Fremde, das Unbequeme und Böse anderen in die Schuhe zu schieben. Doch Frieden ist nur möglich, weil es auch Krieg gibt. Erfolg und Gewinn des einen sind nur möglich, weil ein anderer dafür verliert und versagt. Der Wohlstand auf der einen Seite der Welt basiert auf Armut und Mangel auf der anderen Seite.

Ganz egal, auf welcher Seite wir stehen und wofür wir Partei ergreifen – wir fordern damit die Opposition heraus. Sobald wir Partei ergreifen (für etwas und damit gleichzeitig gegen etwas sind), schließen wir die andere Hälfte der Wirklichkeit aus. Und dann kann es geschehen, dass diese Energien der ausgeschlossenen, ins Exil geschickten Minderheit zurückschlägt, um ihre Rechte kämpft oder sich auf andere Art wieder in unser Leben schleicht. So entsteht auf jeder Seite der Irrglaube, ohne die andere Seite viel besser leben zu können. 

Mit dieser alten, längst überfälligen dualistischen Betrachtungsweise spalten wir die Welt in Gut und Böse, spalten die Menschheit in Freunde und Feinde, schauen optimistisch oder pessimistisch drein. Jede Seite gibt vor, die gute zu sein und das Gute zu wollen. Wir sind heute an dem Punkt unserer Entwicklung angekommen, wo die Menschheit nur als Ganzes überleben kann. Und das Individuum hat nur als ganzheitliches Selbst eine Bedeutung. Kann der Süden nicht überleben, muss auch der Norden zugrunde gehen. Das Leid der Dritten Welt ist auch das Leid der Ersten und Zweiten Welt.

Im Staatenbündnis zeugen die Schulden eines Landes von der Schuld und dem Versäumnis der anderen Länder. Jeder, der mit dem Finger auf einen anderen zeigt, hat selbst Dreck am Stecken und will von sich ablenken. Auch wenn wir als Einzelner das Böse und Schlechte in uns verbergen und die Augen davor schließen, ist es doch da. Es ist ein Teil von uns, Teil unserer Realität.

Wenn wir Entscheidungen zu treffen haben, sollten wir unser Herz fragen und in unserer eigenen Mitte zentriert bleiben. Die Erfahrungen unter dem Einfluss von Jupiter und Neptun wollen uns innerlich reifen und wachsen lassen und uns die Weisheit des großen Zusammenhangs und der Allverbundenheit lehren.

Was können wir angesichts der Verwirrung, der Glaubens- und Sinnkrise tun?

Wir können untersuchen oder erkennen, wo wir stehen und welchen Teil der Realität oder des Ganzen wir aufgrund unserer Stellung wahrnehmen.
Wir können uns einstimmen auf die Menschen der andere Seite, auch ihre Stellung, Sichtweise und Nöte verstehen, Mitgefühl für sie empfinden, ihnen das geben, was ihnen fehlt und wovon wir genug haben.
Wir können uns öffnen für die andere Seite, unsere Grenze öffnen, das Verbindende sehen statt des Trennenden, das andere einladen, akzeptieren und integrieren und die Anforderungen der Realität nun gemeinsam meistern.
Dann können wir zurücktreten und das Ganze sehen, die ganze Welt, die Menschheit, den Planeten und seinen Zustand.
Und wir können unsere Sicht von außen nach innen wenden und dort unsere eigene verborgene oder verdrängte Hälfte der Wirklichkeit entdecken – vielleicht die seelische oder geistige Welt. Wir können die versprengten, zerteilten und teilweise auseinander strebenden Energien wieder zusammenfügen und auf diese Weise erste Schritte zu unserer Heilung (Integration) tun.

Wir können uns um Antworten bemühen auf die Fragen:

- Mit welchen irdischen Umständen sind wir unzufrieden?
- Welchen Sinn und welche Bedeutung geben wir unserem Leben? Woran glauben wir? Wer sollte unserer Meinung nach diese Situation (für uns) verändern?
- Worunter leiden wir? Woran sind wir erkrankt?
- Wie versuchen wir dieser leidvollen Realität zu entfliehen?
- Womit kompensieren wir unseren Frust, die innere Leere oder unser Schuldgefühl? Stürzen wir uns in die Arbeit oder ins Vergnügen, lenke wir uns ab mit Äußerlichkeiten oder sammeln wir Informationen und ordnen sie in Schubkästchen?
- Überlassen wir uns der großen Kicksuche durch Drogen, Rauschmittel und Abenteuer am laufenden Meter? Oder driften wir ab in eine Vorstellung vom Jenseits und vom Paradies, wo alle eins sind, alle gleich sind und es Friede-Freude-Eierkuchen zum Frühstück, zu Mittag und zum Abendessen gibt?  
- Und was bringt uns DAS alles in einer existenziellen Krise wie dieser?

Was lösen Worte wie »Grenzenlosigkeit… grenzenlose Entfaltung… Allverbundenheit … Mystik und Spiritualität… Verlust des Glaubens, der Heimat, des Besitzes… Haltlosigkeit… Heimatlosigkeit… Entwurzelung… Verlassenheit… Verfolgung… Flucht… Suche… Sucht und Sehnsucht« in uns aus?

Nur Werte wie Allverbundenheit in Freiheit, Barmherzigkeit, Mitgefühl und Nächstenliebe entscheiden über den Reifegrad und die evolutionären Entwicklungsschritte eines Menschen – weder sein Bankkonto noch sein Glaube noch seine gesellschaftliche Machtstellung. Auch Länder, Staatenbündnisse und Volksgruppen dürfen Farbe bekennen und zeigen, inwieweit sie dem Idealbild des Wassermanns und damit dem Bild des Neuen Menschen entsprechen. 

In Verbundenheit
Sundra 

Bildnachweis: Jungfrau- und Fische-Poster von Johfra
alle anderen Bilder: (C) Sundra Kanigowski

Donnerstag, 17. Februar 2011

Vollmond 30° Löwe - Sonne 30° Wassermann

VOLLMOND 18. Febr. 2011
9:37 h MEZ für Kassel / Brilon

Sonne 30° Wasserman
Mond 30° Löwe


Es fällt auf, dass die letzten 5 Vollmonde (Okt. 2010 bis einschl. Febr. 2011) auf dem 30. Grad der Tierkreiszeichen liegen. So erscheint auch bei den Monden wieder die Venus-Zahl 5 für den vollkommenen Menschen (s. Blog-Eintrag über den Venus-Fünfstern von Nov. 2010

Die 5 Vollmonde auf dem 30. Grad von Widder bis Löwe

23.10.2010 Mond 30° Widder – Sonne 30° Waage
21.11.2010 Mond 30° Stier – Sonne 30° Skorpion
21.12.2010 Mond 30° Zwillinge – Sonne 30° Schütze
19.01.2011 Mond 30° Krebs – Sonne 30° Steinbock
18.02.2011 Mond 30° Löwe – Sonne 30° Wassermann
19.03.2011 Mond 29° Jungfrau – Sonne 29° Fische

Wir befinden uns in einer bewegten Zeit des Übergangs – wie in einem Tunnel mitten durch die Materie – sei es über den markanten Punkt des Übergangs von Fische nach Wassermann, der neuen Zeitgeistströmung von 2100 Jahren im Zeichen des Menschen (Wassermann) - als auch über den Frühlingspunkt 1° Widder und die anderen Kardinalpunkte. Jupiter in Konjunktion mit Uranus bringt gute „Gott sei Dank“ - Lösungen und „sanfte Revolutionen“, was wir in den letzten Tagen miterleben durften.

Beispiel Ägypten: Im Unabhängigkeits-Horoskop von Ägypten (15.3.1922) befindet sich die Venus auf 2° Widder am IC in Opposition zum Waage-Saturn am MC und im Quadrat zu Pluto im 7. Haus. Dieses T-Quadrat von VE/SA/PL wird sowohl von der kardinalen Klimax-Konstellation als auch durch den Saturn-Umlauf (29 Jahre) aktiviert und wird dem Volk der Ägypter eine neue Regierung und den ersehnten nationalen Wohlstand schenken; den Selbstwert haben sich die Ägypter selbst zurück erobert.

Das Aspektbild für den Februar-Vollmond weist wie auch im letzten Monat wieder eine „Strömer“ - Figur auf (Huber-Schule), einer perspektivisch verschobenen Drachenfigur ähnelt. Eine neue Strömung / Entwicklung kündigt sich mit großer Macht an, die von 9 Planeten erzeugt, getragen und gesteuert wird, doch es ziehen noch nicht alle an einem Strang, da die Einsicht in die Notwendigkeit dieser neuen Entwicklung fehlt. Das Quadrat von Venus-Saturn auf der Du-Seite des Horoskops wirkt wie eine Blockade oder Sperre. Frieden, Gerechtigkeit und Wohlstand für alle sind noch gefährdet durch Doktrinen und verhärtete Gedankenstrukturen. Die Institutionen, die unsere Gelder und Güter verwalten, tun dies immer noch zum Eigennutz und nicht zum Wohle des Ganzen. Menschen werden immer noch als Arbeitstiere und in der Abhängigkeit gehalten, es zählt nur ihr Arbeitswert, nicht ihr individueller Wert. Das ist die kranke Stelle in der Gesellschaft, die von der neuen Strömung, einem neuen ganzheitlichen Bewusstsein, gereinigt und geheilt werden will. Das ist auch die schwache Stelle beim Einzelnen, der auf seine eigene Wirklichkeit und seinen Selbstwert verzichtet zugunsten einer Schein-Integration in der Herde, wo er seine soziale Brauchbarkeit und Arbeitskraft ständig unter Beweis stellen muss. Das macht krank. Der ganze III. Quadrant des Denkens und der Begegnungen ist davon betroffen: blockiert, nicht offen für die neue Strömung, das neue ganzheitliche Denken und Handeln.

Erinnern wir uns an die neue Saat des letzten Neumonds – als Symbol Ein Zug fährt in einen Tunnel. Ich weiß nicht, welche Erfahrungen ihr gemacht habt, doch ich werde täglich mit Inhalten aus dem Unbewussten (Dunkelheit, Tunnel) konfrontiert. Eine Menge an Informationen und Bildern strömt ins Licht, darf angeschaut, gewandelt, ausgeschieden oder integriert werden. Eine Menge Seelenstoff liegt zur Bearbeitung an. Und alle Symbole weisen auf die innere Alchemie und ihre Wandlungen hin. Eine Botschaft lautet V.I.T.R.I.O.L.

Visita Interiora Terrae Rectificando Invenies Occultum Lapidem
„Besuche das Innere der Erde, durch Läuterung wirst du den verborgenen Stein finden.“

Dieser alte Lehrsatz der Alchemisten hat bis heute nicht an Aktualität verloren. Auf dem Weg zur Vervollkommnung oder der Individuation - wie CG Jung es nennt - ist dieser Weg nach innen eine notwendige Station. Die Formel Vitriol ist ein alchemistisches Symbol für die Stoffumwandlung und Läuterung der Seele, für den Prozess der Wandlung vom Dunklen, Unbewussten, Kranken zu Licht, Bewusstsein und einer harmonisch ausgewogenen Ganzheit.

Die Sabischen Symbole dieses Vollmonds geben Aufschluss über das Erreichte in diesem Prozess.

Mond 30° Löwe
Ein unversiegelter Brief


Auch dieses Symbol sollte nicht isoliert vom Ganzen betrachtet werden, denn es bildet den Abschluss des Tierkreiszeichens LÖWE mit dem Geschenk des Selbstausdrucks für den Menschen als einer bewusst gewollten und zielgerichteten Konzentration, die Ebene des schöpferischen Geistes zu erreichen. Mit dem MOND in diesem Sonnenzeichen muss sich der Mensch jedoch vor dem Stolz und der Hybris hüten, selbst ein Gott-König oder Schöpfer zu sein mit einer Menge von Privilegien, Besitzrechten, Copyrights für Ideen, Erkenntnisse und Wortschöpfungen.
Der Brief ist nicht versiegelt. Sein Inhalt ist weder geheim noch für eine bestimmte Person bestimmt sondern er ist öffentlich. Jeder darf den Inhalt lesen. Die Botschaft an dieser Stelle des Tierkreises lautet einfach: Du bist es. Tat Twam Asi. Du bist ein Teil, du bist Teil-Haber des Einen Geistes der Menschheit. Alle Gedanken und Erkenntnisse, alles, was im Denken eines Menschen Gestalt annimmt, ist das geistige Eigentum aller Menschen. Wenn die Zeit reif ist, kommen vorübergehend verborgene Erkenntnisse und Gedanken an die Oberfläche, Wer in dieser mentalen Entwicklungsphase auf Besitzrechten im Bereich der Ideen beharrt, hat nichts verstanden. Wir haben alle teil am göttlichen Geist und die göttliche Stimme spricht durch jeden von uns und in jedem von uns. Unversiegelt. Mit-Teilung hat Vorrang vor dem persönlichen Willen der Selbsterhöhung.

Sonne 30° Wassermann
Tief verwurzelt in der Vergangenheit einer uralten Kultur wird einem, der mit Erfolg seine Metamorphose hinter sich gebracht hat, eine geistige Bruderschaft offenbart, in der viele Menschengeister verschmolzen sind zu einem schimmernden Licht einmütigen Bewusstseins.


Hier weht der Geist der Wassermann-Energie, auch wieder als Essenz und Errungenschaft der Bewusstseinsarbeit vieler Menschen, einer universalen Gemeinschaft von Menschen. Voraussetzung für diese Offenbarung ist jedoch die Metamorphose, der Verwandlungsprozess an der Wurzel des Seins, eine radikale Änderung des Bewusstseins, des Denkens und aller damit zusammen hängenden Strukturen, Muster und Beziehungen im Leben. Das ist auch das Ergebnis des alchemistischen Werkes, von dem ich eingangs schrieb. Das persönliche Bewusstsein (der Animus) verschmilzt mit dem göttlichen oder kosmischen Bewusstsein des Ganzen; die Individualseele (die Anima) verschmilzt mit der Weltseele, der anima mundi. Aus dem Blickwinkel der Persönlichkeit bleibt die individuelle Gestalt als Phänomen erhalten und unterscheidet sich von anderen Personen, doch aus der Entfernung oder als geistige Vision erscheinen die Lichter der Vielen als ein einziger Ort strahlenden Lichts, als „einmütiges“ und einstimmiges Bewusstsein.

Um diesen letzten Wassermann-Grad mit der Sonne versammeln sich noch vier weitere Planeten. Mit dem nächsten Neumond wird dieser Punkt für weitere fünf Wochen aktiviert – durch Neptun.

Lichtgrüße aus der Dunkelheit
Sundra
astrologie(at)sundra.eu

Dienstag, 1. Februar 2011

3.2.2011 Neumond im Wassermann



NEUMOND Wassermann 
am 3.2.2011 3:31 h MEZ
(für Kassel, Brilon)

Sonne und Mond 14° Wassermann
Mars 15° Wassermann
Saturn (rückl.) 18° Waage


Mit dem abnehmenden Licht der schwindenden Mondsichel verabschieden wir uns vom letzten Vollmond-Konzept in unseren Köpfen und bereiten den Boden für den neuen „Ideen-Samen“ vor, JETZT – in diesen drei Tagen vor der Freisetzung des neuen Samens. Es ist eine Zeit der inneren Einkehr und Einstimmung auf die Zeichenqualität des Wassermanns, denn nur auf diesem Boden wird die neue Saat keimen, sich verwurzeln und entfalten.

In jedem individuellen Horoskop aktiviert der Neumond einen bestimmten Lebensbereich (Häuserthematik), öffnet bisher verschlossene Tore und wirkt wie ein Kanal direkt in unseren Wesenskern. Dieser Vorgang ist anfangs unbewusst und das neue Thema wird uns erst mit dem wachsenden Licht allmählich bewusst. Wir können jetzt schon für guten Boden und gute Wachstumsbedingungen in dem Lebensbereich sorgen, der von diesem Wassermann-Neumond aktiviert wird.
Beim jetzigen Neumond steht der Mars in enger Konjunktion mit Sonne und Mond, die dynamische Lebenskraft, der persönliche Willensimpuls, das Ego, das der Motor jeder Handlung ist, aber auch Kampfgeist, Aggression und Durchsetzungskraft, sofern die reine Antriebsenergie auf Hindernisse stößt. Und dazu hat sie im Zeichen Wassermann genug Gelegenheit.

Im fixen Luftzeichen Wassermann geht es um verfestigte, verdichtete Gedankenenergie, um Gedankenkonstrukte, Gedankengebäude (Luftschlösser?), Konzepte, die auf dem Prinzip der Gleichberichtigung aller Menschen beruhen. Auf dem Boden der Wassermann-Energie wachsen die menschheitsverbindenden Ideen-Samen von sozialer Gerechtigkeit und menschlichem Fortschritt, von Emanzipation, Freiheit und Menschrechten. Hier wächst die Saat von geistig kreativen Humanisten, Reformern, Revolutionären, Träumern, Visionären und Zukunftspioniere. Zur guten Verwurzelung der progressiven Ideen (Uranus) gehören jedoch gereifte Saturn-Qualitäten wie permanente Konsequenz im Denken und Handeln, Kontinuität, Tiefgang und persönlich gelebte Mitverantwortung mitten unter den Menschen, sonst bleibt das Denken sprunghaft, instabil, abgehoben und oberflächlich, und der Mensch „bleibt in der Revolte stecken“ (Döbereiner), in der explosiven Spannung der Unvereinbarkeit von alter und neuer Ordnung (Saturn/Uranus-Thematik), begnügt sich mit dem Image des Sonderlings, Extravaganten und Abgehobenen bis überheblich Distanzierten im Elfenbeinturm. Erst wenn die nötige geistige Reife da ist, Bruderliebe tatsächlich gelebt wird (nicht nur als Konzept oder in der Theorie) und das eigene Leben wirklich in den Dienst der Menschheit / Gesellschaft gestellt wird, kann die im Herzen wie im Alltag gelebte geistige Verbundenheit die nötige Kraft für konkrete Veränderungen bereit stellen.


 Zum Aspektbild:
Wir sehen eine kleine geschlossene Trapezfigur, die im 1. Quadranten gelagert ist, mit einer substanziellen Verbindung zu Saturn. Die Grundmotivation ist Sicherheit, Halt und Stabilität, die Ruhe und Harmonie eines geordneten, harmonischen Lebens – für das Ich (alle Planeten bis auf Jupiter auf der linken Ich-Seite). Der persönliche Trieb (Mars) wird aber unter der Wassermann-Energie zur Mutation gedrängt, zum befreienden Durchbruch aus den alten scheinbaren Sicherheiten heraus, wenn der Einzelne entgegen seiner inneren Notwendigkeit in der Fremdbestimmung ausharrt.

Dieses kleine Aspektbild wird von der Huber-Schule „Tarnkappe“ genannt. Man kann sich dahinter verstecken und unsichtbar bleiben. Die Neumond-Konstellation mit Mars befindet sich auf dem Grund – steckt dahinter, ist schwerlich zu erkennen und zu erfassen. Auf mich wirkt die umgekehrte Tarnkappe eher wie ein Trampolin, auf dem ein starker innerer, aber unbewusster Impuls zum ständigen Hochspringen antreibt, um dort oben das ‚Erwirkte’ (Saturn) zu schauen und gegebenenfalls auch zu be-greifen und festzuhalten. Das ‚Erwirkte’ (persönlich Erreichte) kann aber in diesem Fall auch das ‚Verwirkte’ sein. Doch gerade das Erkennen und Annehmen dieser karmischen Ernte kann befreiend und entlastend sein.

Das kleine Trapez erinnert auch eine sich schnell drehende, schillernde Frisby-Scheibe, die aufgrund ihrer Schnelligkeit und der vielen Spieglungen schwer zu fassen / zu be-greifen ist, es sei denn, der Einzelne ist geübt in der Schau des Ganzen und erkennt sich selbst in allen äußeren Happenings. Wenn nicht, wird er sich permanent zwischen den beiden Enden / Seiten des roten Quadrats aufreiben, mal hierhin mal dorthin sausen, mal Venus mal Uranus/Jupiter. Wird’s im persönlichen nahen Kontakt zu brenzlig (Venus/Pluto/Mondknoten), schnell rein in die Abgehobenheit und Unverbindlichkeit (Uranus), wo es dann allerdings sehr einsam und kalt wird. In die Zeitspanne von Neumond bis Vollmond fallen nämlich noch die Venus-Pluto-Konjunktion (10.2.) sowie der Eintritt von Chiron ins Zeichen Fische (am 8.2.) und der Zeichenwechsel der Mondknoten.

Es erfordert also höchste Aufmerksamkeit, ganz besondere Sensitivität und Wachheit, um in diesen schnelllebigen, sich ständig verändernden Umweltereignissen den Kontakt zu sich selbst, zu seiner inneren Mitte, seinem Wesenskern nicht zu verlieren. Denn die Aspektfigur ist so klein, beschränkt sich nur auf einen kleinen Lebensraum, berührt nicht die Wesensmitte (innerer Kreis). Hilfreich ist ganz allein die Konzentration auf die Saturn-Qualität, die uns unsere Grenzen zeigt und damit auch unsere Lebensform und Bestimmung definiert. Der Sinn liegt darin, sich selbst anzunehmen und zu lieben und die vielen fremden Beeinflussungen (Fremdbestimmung) zu erkennen und von sich abzuschütteln. Und manchmal ist dafür ein ‚Bruch’ in den sozialen und gesellschaftlichen Beziehungen not-wendig (siehe Saturn-Stellung).




Sonne und Mond 14° Wassermann:
Ein Zug fährt in einen Tunnel


Die Fähigkeit, den natürlichen Evolutionsprozess durch die Anwendung des Willens, des Denkvermögens und physischer Selbstdisziplin abzukürzen.

Dieses Aquarell habe ich „Herzensneigung“ genannt und für dieses Symbol ausgesucht. Die Fahrt in einen Tunnel symbolisiert die Reise in die Unterwelt, in die Dunkelheit unseres Unterbewusstseins. Jeden Abend, wenn wir uns zum Schlafen (dem kleinen Tod) niederlegen, betreten wir diese unbekannte Welt. Mit welchen Gefühlen treten wir die Reise an, mit welchem Rüstzeug, welcher inneren Haltung, Ein-Stellung? Fürchten wir die Konfrontation mit der Dunkelheit und den Bildern, die dann in uns aufsteigen? Eigentlich schlafen wir jeden Abend voller Vertrauen und innerer Gewissheit ein, dass wir heil, erfrischt und gestärkt aus der Konfrontation mit den Bildern der Nacht wieder auftauchen.

An dieser Stelle (14° Wassermann) im Tierkreis geht es um den Beitrag des Einzelnen zum Wohl und Fortschreiten der ganzen Gruppe. Hier wird die Betonung auf den Tunnelbau und seine Funktion gelenkt als eine Errungenschaft menschlicher Teamarbeit. Natürliche Hindernisse wie ein Berg, ein Fluss, ein Abgrund, ein Aggregatzustand (Eis, Schnee) oder selbst erschaffene Hindernisse wie eine verkehrsreiche Innenstadt, Staatsgrenzen, Bewusstseinsgrenzen etc. versperren uns den direkten Weg zu einem Ziel. Wir wollen weiterkommen, fortschreiten auf unserem Weg, schwierige Übergänge und Zustände überwinden. Die Schwellen- und Abgrenzungssymbole werden oft von Furcht begleitet, und es sind besondere Fertigkeiten und Stärken notwendig, das geeignete Fahrzeug und den besten Weg für den Übergang ‚auf die andere Seite’ oder ‚ans andere Ufer’ zu finden. Es beginnt mit der Inspiration und Vision des Ziels, der Planung und einer Aufstellung aller notwendigen Tätigkeiten (Arbeiten) und dem Herausfinden des geeigneten Zeitpunkts für den Beginn.
Das Resultat all dieser vereinigten Schritte und Disziplinen ist die Beschleunigung des evolutionären Vorgangs – sei es auf der individuell-mentalen Ebene, der psycho-biologischen (Yoga und ähnliche Disziplinen) oder sozial-gesellschaftlichen Ebene, auf der die Zivilisation in ihrem äußeren Aspekt fortschreitet.
Das Hindernis wird weder überflogen noch umgangen sondern auf direktem Wege bewusst, gezielt und mit konsequenter Disziplin durchdrungen. Auf unser Aspektbild bezogen ist der Verbindungstunnel oder Kanal das Trigon zwischen SATURN und der NEUMOND-Konstellation (Sonne-Mond-Mars-Konjunktion) – eine Warnung vor Gleichgültigkeit, mentalem Stolz und Festhalten am Bekannten in der Meinung, alles bereits erreicht zu haben und eine weitere Entwicklung / Veränderung nicht mehr nötig zu haben. Die reife und voll entwickelte Qualität dieser Verbindung liegt aber darin, die persönlichen Ambitionen (Ehrgeiz, Machtstreben, Wohlstand) zu transzendieren und die überpersönlichen Zusammenhänge zu erkennen, seine gereiften Früchte und entwickelten Fähigkeiten der Menschheit zur Verfügung zu stellen, genau dort, wo sie gerade zum Fortschritt benötigt werden. Erst dann ist ein Zustand des Optimums, der harmonischen Ausgeglichenheit und Zufriedenheit erreicht – so wie es Saturn in der Waage JETZT erfordert.





Mars 15° Wassermann:
Zwei Sperlingspapageien sitzen auf einem Zaun und singen glücklich.

Der Segen, der persönlichen Leistungen vom spirituell erfüllten Bewusstsein der Seele gegeben wird.

Dieser Tierkreisgrad wird unter Okkultisten Engelpunkt genannt und gehört zu den vier ‚avatarischen Punkten’, die sich exakt zwischen Äquinoktien und Solstitien befinden (jeweils auf 15° der fixen Zeichen). Es sind Punkte oder Tore maximaler Freisetzung kosmischer Energien. Während Stier und Löwe eine individuierende Kraft repräsentieren, die im Planeten bzw. in konkreter Selbstheit wurzelt, stellen Adler und Engel (Skorpion und Wassermann) die kollektivierende Kraft dar, eine Kraft, „die das Individuum in das Kollektive und das Universale weitet“ (Dane Rudhyar). Die Sonne befindet sich jedes Jahr am 5. Februar auf diesem Punkt. Durch den zusätzlichen Mars- und Mond-Transit über diesen Punkt verstärken sich Freisetzung und Erkenntnisse dieser an den Äquinoktien und Solstitien gesammelten Energien und Erkenntnisse zwischen dem 3. und 5. Februar und imprägnieren den ganzen Zyklus des wachsenden Lichts bis zum Vollmond am 18. Februar.

In diesem Symbol erscheint wieder ein Schwellensymbol der Abgrenzung. Der Zaun markiert eine vom Menschen erschaffene Grenze, grenzt sein Territorium ab. Ein zusammen gehörendes Ganzes – ein Feld, ein Grundstück, ein Land, ein Planet - wird durch einen Zaun halbiert, geteilt. Nun gibt es die vor dem Zaun und die anderen hinter dem Zaun. Ähnlich ist es mit dem Schwellensymbol des Gitters (Käfig, Gefängnis) – bei jedem Standpunkt gibt es die ‚Anderen’, die Lebewesen oder Zustände hinter dem Schwellensymbol.
Die ZWEI Vögel (geistige Kräfte) sitzen vereint auf EINEM Zaun und singen glücklich, denn sie SIND glücklich. Sie sind aufgrund ihrer Vereinigung ananda, Glückseligkeit. Auf diesem besonderen Punkt kosmischer Energiefreisetzung ist die Möglichkeit gegeben, dass das trennende Bewusstsein menschlicher Egos sich in einem Seinszustand reinen Glücks auflöst. Von solcher Art ist das innere Glück, das jene Menschen erfahren, die mit ihren Fähigkeiten zum Wohl ihrer Gruppe oder der ganzen Menschheit beitragen.




Saturn 18° Waage
Zwei unter Arrest gestellt Menschen
Ein Zusammenbruch in der konstruktiven Beziehung zwischen Individuum und Gesellschaft, und das voraussehbare Resultat.


Schon seit dem 11.1.11 befindet sich Saturn auf diesem Tierkreisgrad in der Waage und seine rückläufige Phase vom 26.1. – 13.6. steht ebenfalls unter diesem Symbol der Gefangenschaft. Wer oder was wird unter Arrest gestellt, inhaftiert und außer Landes bzw. in die Verbannung geschickt, eingesperrt in einen bestimmten inneren Raum, ein Gefängnis? Und von wem?
Sowohl die von Menschen geschaffenen Formen von Ordnung als auch die des persönlichen Egos beinhalten zu ihrem eigenen Schutz und ihrer Erhaltung die Verhängung von Sanktionen. Wer sich den Regeln und Gesetzen der herrschenden Gesellschaftsordnung nicht unterordnet, wird von der konstruktiven Beziehung mit dem Ganzen ausgeschlossen, wird eingeschlossenen und isoliert, zum Zweck der UmErziehung, ReFormation und anschließender ReIntegration in die Gemeinschaft.

Es ist eine Tatsache, dass das Leben eines Individuums in der Gemeinschaft mit gewissen Risiken und Gefahren verbunden ist. Wer zu seinen Überzeugungen und tief verinnerlichten Werten steht und diesen auch Ausdruck verleiht – ja, ihnen aufgrund eines inneren Drucks auch Ausdruck verleihen m u s s , auch wenn die bestehende Gesellschaftsform diese Überzeugungen und Werte missbilligt – wird sich den Konsequenzen stellen müssen. Trotz seiner Bestrafung und Isolation ist dieser Mensch im Besitz einer inneren Kraft, die dem äußeren Schicksal weit überlegen ist (siehe Hexagramm 47 im I Ging).

Hinter Gittern – wieder ein Symbol der Schwelle und des Übergangs, ein Hindernis, das mit Willenskraft, einer Vision des möglichen Ziels, Disziplin und einem geeignetem Fahrzeug durchdrungen werden kann. Saturn tritt als leibhaftiger als „Hüter der Schwelle“ auf, der die eigenen Grenzen bewusst macht – selbst erschaffen durch ein Festhalten an zu engen, ichbezogenen Gedankengebäuden oder an einer ausschließlich materieller Sichtweise.

Die Einschränkung und Ausgrenzung von der Gesellschaft aufgrund der eigenen Natur und Bestimmung kann auch als Befreiung erlebt werden, als Auflösung einer Bürde und Last, die man aus Unwissenheit, aus Unkenntnis der geistigen Gesetze und aus Pflichterfüllung auf sich genommen hatte. In jedem Fall ist die Begegnung mit Saturn, dem ‚Hüter Schwelle’, klärend, desillusionierend, befreiend. Die mit ihm einhergehenden Beschränkungen sind in einem bestimmten Stadium für unsere Entwicklung not-wendig und heilsam, definieren unsere Lebens- und Schicksalsform, bewahren uns vor psychischer Inflation und Auflösung. Begrüßen wir seinen unbestechlichen Geist und helfen wir mit, das richtige Gleichgewicht zwischen Geist und Materie, zwischen individueller und kollektiver Verantwortung in unserem Leben zu wahren.

Rufen wir uns das Bild des Tunnels mit dem einfahrenden Zug in Erinnerung. Begrüßen wir die jetzige Beschleunigung des evolutionären Fortschreitens der Menschheit und lassen uns ziehen von unserer Vision... sehen durch die Tatsachen der phänomenalen Wirklichkeit hindurch, auch mithilfe unserer Traumbilder, und entdecken den größeren, tieferen, inneren, geistigen Zusammenhang einer kosmischen Wirklichkeit, die weder eine Trennung zwischen Bewusstem und Unbewusstem noch zwischen Geist und Materie kennt.
Setzen wir uns auf die Zäune unserer äußeren und inneren Welt und verbinden die Gegensätze, indem wir sind, was wir sind: Reine Glückseligkeit.
Was hindert uns eigentlich, auch vor oder hinter Gittern glückselig zu sein?

Lichtgrüße aus der Dunkelheit,
Sundra

Sonntag, 30. Januar 2011

Konstellationen im Februar 2011

Die aktuellen Konstellationen im Februar 2011

03.02. Neumond 3.31 h SO/MO 14° Wassermann
03.02. Merkur Eintritt in den Wassermann
04.02. Venus Eintritt in Steinbock
08.02. Chiron Eintritt in die Fische
10.02. Venus Konjunktion Pluto
13.02. Nördl. Mondknoten Übergang von Steinbock nach Schütze
18.02. Vollmond 9.36 h 30° Wassermann/ Löwe
19.02. Sonne Eintritt in die Fische
21.02. Merkur Eintritt in die Fische
23.02. Mars Eintritt in die Fische
25.02. Jupiter Quadrat Pluto exakt

Die VENUS in den ersten Graden von Steinbock aktiviert für ein paar Tage die kardinale Klimax durch die Konjunktion mit dem Nördl. Mondknoten und Pluto und das Quadrat zu Jupiter im Widder.

Die MONDKNOTEN MK erscheinen immer rückläufig im Tierkreis. Der Nördliche Knoten verlässt nun langsam den Bereich der Kardinalen Klimax in den ersten 5 Graden der kardinalen Zeichen und tritt nun „von hinten“ in das Tierkreiszeichen Schütze ein.

Der Planetoid CHIRON ‚tauchte’ bereits am 20.4.2010 erstmalig ins Zeichen Fische ein (gleichzeitig mit der Opposition von SA/UR) – an dem Tag, als die Bohrplattform ‚Deepwater Horizon’ explodierte und zwei Tage später im Meer versank. Am 20.7.10 wanderte Chiron in seiner rückläufigen Phase wieder zurück in den Wassermann und tritt nun am 8. Februar 2011 endgültig in dieses Zeichen des Anfangs und Endes ein - hält sich bis 2019 darin auf. Chiron, der Zentaur – Heiler, Befreier, Einzelgänger, Individualist… Wendepunkt, Möglichkeit der Ganzwerdung, Individuation oder Einweihung, Erfahrung des Jetzt.
In den Fischen: Überwinden / Aufgeben der Vorstellung des Eigenen, der getrennten Ichs und Dus. Erfahrung des Eingehens in ein größeres Ganzes, des mystischen Verschmelzens. Rauschhafte, ekstatische Zustände können sich ebenso heilsam wie destruktiv erweisen. Erfahrung des All-Ein-Seins (AllEinsEins), der ewigen zyklischen Wiederkehr oder Erfahrung des getrennt seins, ausgesperrt oder eingesperrt seins – unser aller Wunde, die auf Jahrtausende alten Prägungen und Konditionierungen beruht. Auch die Erfahrung von Chaos, Wahnsinn, Leid und Schmerz sowie das Überwinden derselben durch Erkennen des illusionshaften Charakters aller Phänomene sind Möglichkeiten der Heilung.
Jede Art von Integration und Verschmelzung polarer Energien ist heilsam, sei es das Opfer-Täter-Thema oder Mann-Frau-Thema ("Jeder Mann und jede Frau ist ein Stern"). Die ganz machende Kraft Chirons, des Heilers, entfaltet sich durch Taten (!) allumfassenden Mitgefühls, durch Hören auf die innere Stimme, den Einen Klang, das Ein-Stimmen in die Harmonie des Ganzen, durch eine holistische, universelle Lebenseinstellung.
Erfahrungsgemäß werden Einzelne wie das Kollektiv im Tierkreiszeichen FISCHE mit der Ernte ihrer bisherigen Taten, z.B. einer „Schließung der Konten“ konfrontiert. Eine schlechte Ernte führt zum Bankrott, eine vorzeitige Revolte kann den Rebellen ins Gefängnis bringen, der Ausschweifende und Maßlose kann im Krankenhaus landen oder auf andere Art aus dem Verkehr gezogen werden (zurzeit unterstützt von Saturn auf 18° Waage). Auch die Menschheit als Ganzes wird mit den Folgen ihrer Taten an der Natur ihres Mutterplaneten konfrontiert, z.B. durch vermehrte Naturkatastrophen (verschmutzte Meere, Gewässer). Alle Faktoren und Energien (auch frühere Traumata) kommen in den Erfahrungen des letzten Zeichens auf den Tisch (bzw. sitzen um den runden Tisch), werden integriert, einbezogen, abgewogen, ausgetauscht zu einer letzten Erfahrung der Gemeinschaft. Es hängt von uns ab, wie wir diese karmischen Energien, die zu uns gehören, jetzt handhaben, ob wir uns und anderen verzeihen können und bereit sind, die Verantwortung für unsere Taten zu übernehmen.

In dem Maße wie alles als Spiegelung oder Illusion erkannt wird, lösen sich begrenzende Raumzeitvorstellungen auf, verschwinden Fehlidentifikationen und existenzielle Bedrohungen ebenso wie scheinbare Hindernisse - nehmen Mitgefühl, Hilfsbereitschaft, Durchlässigkeit, Verfeinerung und Medialität zu.

"Der Mystiker ist ein Revolutionär, und zwar der radikalste; denn er will (...) nicht die menschlichen Verhältnisse ändern, sondern den Menschen, sich selbst. Für ihn sind alle Erscheinungsformen, historischer, ethischer, technischer oder ideologischer Art nur Masken und Larven, hinter denender Mensch seine wahre und eigentliche, ins Transzendente weisende Bestimmung versteckt."
(R. Gelpke)

Montag, 26. Juli 2010

26.7.2010 Vollmond im Wassermann


Der heutige Vollmond befindet sich im Luftzeichen WASSERMANN, während die SONNE sich genau gegenüber im Feuerzeichen LÖWE aufhält. Aufgrund dieser Gegenüberstellung wird das Mond-Thema erhellt und kann bewusst gemacht werden. Der Konflikt auf der WASSERMANN–LÖWE-Achse (desssen Thema KREATIVITÄT ist) ist ein Konflikt zwischen Individuum (Löwe) und Gruppe /Gesellschaft (Wassermann), zwischen eigenem Willen (Löwe) und der gesellschaftlich-sozialen Notwendigkeit nach Veränderung und Erneuerung (Wassermann), zwischen einer kreativen Leistung oder lustbetonten Rolle im System (Löwe) und einer Suche nach kreativen Lösungen, die gegen das bestehende System und seine traditionellen Werte gerichtet sind (Wassermann).

Es ist auch die Spannung zwischen Ichverwirklichung /Ausleben von Emotionen und Trieben /Lust am Leben & Lieben / „Spaßgesellschaft“ – alles im bestehenden System - (LÖWE) und dem Bedürfnis nach Ausbruch aus dem bestehenden System, nach individueller Freiheit für ALLE, nach Chancengleichheit, Emanzipation und nach freien brüderlichen und schwesterlichen Beziehungen (WASSERMANN). Der Wassermann-Mond schwemmt Themen und Probleme von Außenseitern, Randgruppen und Minderheiten hoch, die nach Beachtung und Lösung schreien. Schwer zu handhaben sind die plötzlichen emotionalen „Auskoppelungen“, das Herausspringen aus Gefühlen, der plötzliche Umschwung von vorheriger emotionaler Nähe/Bindung nach emotionaler Kühle und Distanziertheit.

Was sagen uns die SABISCHEN SYMBOLE zu dieser Vollmond-Konstellation?

MOND 3° WASSERMANN
Ein Deserteur der Marine.

Schlüssel: Die Selbstverwirklichung des Einzelnen durch die entschiedene Ablehnung eines kollektiven Status, der unerträglich geworden ist.

In diesem Bild/ Symbol hat der Konflikt zwischen dem Einzelnen und dem Kollektiv bzw. dessen Werten, Zielen und Ritualen seinen Höhepunkt erreicht. Der Einzelne trifft hier eine Entscheidung und begeht „Fahnenflucht“. Er weigert sich, den Befehlen anderer zu gehorchen und die kulturellen und gesellschaftlichen Muster des Systems anzuerkennen. Mit dieser Entscheidung hat er „Farbe bekannt“, pfeift auf einen sozialen Status, ent-bindet sich von seinen kollektiven Pflichten („Bürgerpflicht“/ „Soldatenpflicht“), wird zum Außenseiter und oft auch zum „Vogelfreien“, kann aber dadurch die Individualisierung seines Bewusstseins verwirklichen. Die Selbstfindung und Selbstverwirklichung sind ihm wichtiger geworden als ein kollektiver Status, der für ihn unerträglich geworden ist. Mit dieser nicht mehr rückgängig zu machenden Entscheidung hat er den Prozess seiner Desozialisierung eingeleitet – heute wird so ein Mensch asozial genannt und hat den Freibrief des Außenseiters oder Ausgestoßenen. Er ist frei – zumindest von den Werten und Mustern des vorherrschenden Systems - und kann seine Zugehörigkeit zu einem größeren Ganzen – dem planetarischen Bewusstsein oder dem Universum – erfahren.

SONNE 3° LÖWE
Eine Frau mittleren Alters, das lange Haar fließt über ihre Schultern und ein jugendliches trägerloses Kleid.

Schlüssel:
Der Wille, der Herausforderung des Alters im Sinne der Verherrlichung der Jugendlichkeit in unserer modernen Gesellschaft zu begegnen.


Wir befinden uns am Anfang des Feuerzeichen LÖWE, wo der Weg der Individualisierung und Bewusstseinsbildung beginnt. Dane Rudhyar überschreibt diese Szene der ersten Löwe-Hälfte mit VERBRENNUNG, denn hier steigt die Energie vom Herzen zum Kopf, psychische / biologische Energie (Triebe etc.) dringt in den ego-kontrollierten Bewusstseinsbereich ein, der schwierige und gefährliche Prozess der Mentalisierung beginnt.

3° Löwe zeigt das Bild einer unabhängigen, selbst bewussten Frau, die sich weder durch biologische (Alter) noch durch gesellschaftliche Maßstäbe und Normen binden lässt. Wer diesen Tierkreisgrad mit persönlichen Planeten belegt hat, hat vielleicht auf der körperlichen Ebene eine Bindegewebsschwäche, ist von der genetischen Anlage her bindungsschwach – auch im sozialen Bereich. Aufgrund dieser Bindungsschwäche hat der Mensch aber die Möglichkeit, unabhängig von den Maßstäben der Gesellschaft, der jeweiligen Mode oder den Gebräuchen eines bestimmten Lebensalters sich neu zu orientieren, sich neue Handlungsideale zur Ausrichtung zu suchen, sich vielleicht auch das Recht auf Jugenderfahrungen zu gönnen, die ihm früher vorenthalten worden sind.

Ebenso wie bei 3° Wassermann weigert sich auch hier bei 3° im Löwen das Individuum, mit den Maßstäben seines Systems konform zu gehen. Die Schlüsselwörter für diesen Vollmond lauten also:

Farbe bekennen… Selbstfindung und Selbstverwirklichung angehen… Mut zum Außenseitertum zeigen… die Bindungsschwäche als Chance der Unabhängigkeit und Individualisierung erkennen und begrüßen… sich das Recht auf eigene Erfahrungen nehmen… sich durch eine mutige Entscheidung oder Tat eine unerträglich gewordene gesellschaftliche Rolle (sozialen Status) vom Hals schaffen… sich weigern, wenn die Bedingungen / Pflichten / Forderungen der Umwelt unerträglich werden und mit der eigenen Bestimmung, dem Recht auf Selbstbestimmung, Selbstverwirklichung etc. kollidieren… Veränderung des bisherigen Status…
Überdenken mit eventueller neuer Sichtweise des Status des desozialisierten / asozialen Menschen…

Den vollständigen ARtikel findet ihr auf meiner Seite ASTRO AKTUELL


Sternengrüße
von einer etwas angeschlagenen
Sundra