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Donnerstag, 3. Dezember 2015

Isis und ihre Symbolik in den Tarotkarten



Entsprechung von Sterben und Einweihung

 „Ich bin Isis, alles, was gewesen ist,
und alles, was ist und sein wird;
meinen Schleier hat keiner der Sterblichen je gehoben …“

Plutarch, Schriftsteller und Philosoph der Antike,  schreibt:

"Im Sterben widerfährt der Seele dasselbe wie denen, welche in die großen Weihen eingeführt werden, weshalb auch das Wort von der Tatsache des Sterbens (teleustan) dem Wort des Eingeweihtwerdens (teleistai) entspricht."

Das heißt, der Tod ist ein essenzieller Moment und die Werte und Erfahrungen von “Tod“ und „Initiation“ (Einweihung) sind austauschbar. Initiation ist im Normalfall vom Individuum  frei wählbar. Doch der Tod ist das unvermeidbare Ende eines individuellen Zyklus. Im Extremfall ist der Tod sogar das Medium, das dem Einzelnen die Erfahrung des Übergangs in andere Dimensionen ermöglicht.

Der NEUMOND vom 11.11. hat auf sehr intensive Weise die unbewussten Wünsche des Menschen in dieser Zeit enthüllt. Als dunkler Mond offenbart er mit aller Macht das noch ungeborene und archetypische Potenzial des Neuen Menschen, was im Mythos und auch in dem auseinander gefächerten Lebensspiel des Tarot als Geburt des (Isis-)Sohnes Horus bezeichnet wird.

Was kann es bedeuten, wenn der Name der uralten ägyptischen Muttergöttin (Isis) plötzlich im 21. Jahrhundert wieder auftaucht – als Name einer islamischen Terrorormiliz, die im Namen Gottes Menschen tötet? Alle organisierten Religionen und alle nationalen Staatenbündnisse halten die Spaltung des gemeinsamen Ursprungs aller Menschen aufrecht durch ihr Beharren auf „mein und dein“ (klick!) – meine Religion gegen deine Religion, mein Glaube gegen deinen Glauben, mein Gott und dein Gott… unser Land und euer Land, unsere Kultur und die der anderen. Das ist der Zustand dieser Welt, der Menschheit und jedes einzelnen Menschen. Jeder erforsche sich selbst, inwieweit er sich der Tatsache einer geistigen Verbundenheit und Wesensgleichheit, eines gemeinsamen Ursprungs bewusst ist und jeden Menschen als Bruder und Schwester einer gemeinsamen kosmischen Mutter anerkennt.

Von dieser Zersplitterung ist im ägyptischen Mythos von Isis und Osiris die Rede, wenn OSIRIS, der das Ganze repräsentiert (die Einheit des Geistes), vom Widersacher SETH zerstückelt wird, der seine Teile über die ganze Welt verstreut. Nur ISIS, die trauernde Witwe und ursprüngliche Muttergöttin, ist aufgrund ihrer Liebe und ihrer magischen Fähigkeiten in der Lage, die Teile wieder zusammenzufügen und auf den einen heiligen Weg zum Ursprung zurückzuführen.

Schauen wir einmal hinter den Vorhang der Isis, der das Sichtbare vom Unsichtbaren, das Äußere vom Inneren trennt. Doch wo Trennung ist, ist auch Verbindung. – Wer will nicht hinter den Vorhang schauen, wenn es denn schon einen gibt?

Der Archetyp des Weiblichen wird von uns im Zusammenhang mit der Mutter, dem Mond und der Nacht, dem Meer und der Erde gesehen. Das Weibliche gebiert das Leben und nimmt es wieder auf in seinen mütterlichen Schoß. Die Vorgänge im mütterlichen Schoß entsprechen unseren inneren Erfahrungen, unseren verborgenen Wünschen, Träumen und Ahnungen. Wir
ahnen, dass sich tief in uns in der Dunkelheit des Unbewussten ein Leben im Verborgenen abspielt. Manche wollen es ergründen, andere fürchten sich davor, ignorieren und verdrängen es. 

Das Weibliche im Tarot

Die Frau, die einen Vorhang zu einem heiligen Pfad aufzieht (Symbol 20° Skorpion), stellt über ihre Funktion (Öffnen, Enthüllen, Zusammenfügen) eine Verbindung zur ägyptischen Muttergöttin Isis in ihrer Rolle als Priesterin des inneren Tempels her. Wir kennen sie aus dem zweiundzwanzigstufigen Tarot, wo sie als Hohepriesterin (II) mit einem Buch oder einer Schriftrolle vor dem Vorhang zwischen den Säulen der Polarität sitzt. Auf dieser zweiten Bewusstseinsstufe wird der Mensch zum Suchenden nach der Heiligen Lehre und dem Heiligen Pfad.

Karte III zeigt sie als Große Mutter, Herrscherin oder Kaiserin ohne Schleier. Die zwei Welten Geist und Stoff sind in ihr vereint. Darum erscheint sie sowohl als Sternengöttin als auch als Erdgöttin. Sie hat die Macht, die beiden Welten zu trennen und zu verbinden. Es hängt von ihr und ihren Gesetzen (siehe Karte VIII Maat) ab, ob ein Geist sich in dieser Welt verkörpert oder ob ein verkörperter Geist sich wieder von der materiellen Welt ablöst und für diese Welt „stirbt“. Sie erscheint im Bild der Isis-Hathor, als Dementer und Kore, als geflügelte Jungfrau und Stella Maris. Auf der dritten Bewusstseinsstufe erforscht der Suchende die Geheimnisse der Natur und entdeckt die Einheit von Körper-Seele-Geist.

Auf der achten Bewusstseinsstufe zeigt sich der Archetyp des Weiblichen im Bild der Schicksalsgöttin (VIII) und des karmischen Ausgleichs, auch Göttin der Gerechtigkeit und ägyptische Maat mit dem Schwert in der Hand. Der Mensch ist aufgefordert, in seinem Inneren eine endgültige Ordnung zu schaffen, die aus dem Unbewussten aufsteigenden Inhalte zu ordnen und zu analysieren, das Unrechte vom Rechten zu trennen, zwischen Freund und Feind zu unterscheiden sowie einen Ausgleich für seine schmerzhaften Erinnerungen zu schaffen. Er wendet sich seinen eigenen Fehlern zu und erkennt, dass es für jede Handlung eine gleiche und entsprechende Reaktion gibt (karmisches Gesetz von Ursache-Wirkung).

Nach dem Erreichen eines objektiven Bewusstseins (VIII), der stillen, doch intensiven Arbeit an sich selbst (IX) und  dem Kampf mit den Schicksalsmächten (X) erfährt der Mensch die Kraft des Weiblichen als innere geistige Stärke (XI). Er wandelt seine niedere, triebhafte Natur, die mächtige Kraft des Körpers und der beiden sexuellen Ströme durch liebevolle Annahme – nicht durch Gewalt, wie es die unerlöste männliche Kraft gewohnt ist zu tun. Sieger ist die schöne Frau, die den Löwen besiegt hat. Sie steht für die LIEBE. Die Liebe im Menschen ist nun zur größten Kraft der Welt gewachsen. Sie ist das Leben, die schöpferische Lebenskraft (Kundalini) und die Kraft des Seins. Liebe ist ab jetzt der innere Drang nach Einheit.

Ab dieser Stufe ist alles anders. Der Tod (XIII) zerstört alle Scheinwelten und Schein-Ichs, erschüttert das alte Weltbild und befreit die Seele. Der Zusammenbruch des Alten ist die notwendige Bedingung für den Durchbruch des Neuen, Ursprünglichen.

Die alchemistische, verschmelzende Kraft der Liebe beginnt zu wirken, zeigt sich im Bild eines androgynen Wesens oder Engels der Mäßigkeit (XIV), der die beiden kosmischen Hauptströme männlicher und weiblicher Energie mischt bzw. – was noch wesentlich schwieriger ist – im Zustand einer ständigen Ausgewogenheit hält. Auf dieser vierzehnten Stufe ist der Mensch in der Lage, die beiden schöpferischen Kräfte nach seinem Willen zu lenken und damit große Transformationen in sich selbst hervorzurufen. Körperkräfte können in geistige Kräfte umgewandelt und höhere Bewusstseinsstufen erreicht werden.

Im nächsten Bild der Sterne (XVII) wird Isis zur Quelle der Lebenswasser für alle Seelen. Wieder ist sie die Himmels- und Sternenkönigin, die die kosmischen Lebensströme, die universelle Liebe, auf die Erde leitet – diesmal ist sie nackt, ein reines, göttliches Urbild (Archetyp), und völlig offen. Die himmlischen Qualitäten der Seele sind voll erblüht und entfaltet. Alle unbewussten Inhalte sind bewusst und geklärt. Die Göttin verbirgt nichts. Sie ist ein Urbild der reinen und strahlenden menschlichen Seele, die mit dem Kosmos verbunden ist. Nach dem Zusammenbruch, dem Tod seiner Persönlichkeit und dem Wegnehmen aller Schleier, ist vom Menschen nichts anderes mehr übrig, als das, was er in der absoluten Wirklichkeit ist, ER SELBST – lebendiger Geist. Auf dieser Stufe besitzt er zwar noch nicht die beiden kosmischen Lebensströme, doch er kann sie beherrschen und lenken. Seine Erfahrungen des langen Weges und seine gesammelten Weisheitsschätze gibt er nun andere weiter, spendet positiv-männliche Kraft, wie Mut, Begeisterung und geistige Anstöße, und schenkt negativ-weibliche Kraft in Form von Trost, Verständnis und Liebe.

Isis als große Einweiherin an der Schwelle

Karte XVIII, der Mond zeigt den endgültigen Übergang über die Schwelle, den Zustand zwischen Tod und Geburt ins geistige Leben. Das hier im Bild Dargestellte entspricht einer Schwellenerfahrung und einem Bewusstseinswandel. Der Durchgang zwischen den hohen Zwillingstürmen (Säulen von Karte II) ist sehr eng (das „Nadelöhr“) und wird von den tierischen Hütern der Schwelle bewacht. Der Mensch ist bereit, endgültig mit seinem Leben in der äußeren Welt abzuschließen. Wünsche und Neigungen werden abgelegt und überwunden. Jegliche Art von Anhaftung und Besitz muss zurückbleiben. Umso lauter begehren noch einmal Ängste und Triebe auf, vor allem der Trieb der Selbsterhaltung und Arterhaltung, Wolf und Hund. Bilder von geliebten Menschen tauchen auf, wollen den Menschen auf dieser Einweihungsstufe bei der persönlichen Liebe packen…

Viele gehen den Illusionen und Trugbildern in die Falle. An dieser Schwelle, wo sie die Möglichkeit haben, in ihrem irdischen, lebendigen Körper ins geistige Leben hinüberzutreten, packt sie blanke Todesangst, jetzt wirklich sterben zu müssen und sie klammern sich verzweifelt an die materielle Welt der Erscheinungen, fallen wieder tief zurück ins materielle Bewusstsein. Für sie ist die Konfrontation mit ihren Urängsten das Stadium einer großen Prüfung. Durch wiederholte Stirb-und-werde-Erfahrungen werden sie lernen müssen, den Tod zu verachten. Notwendig für sie wird der Weg zurück aus der äußeren Scheinwirklichkeit in ihr inneres Selbst (den Teich mit dem großen Krebs): Sie ziehen sich in sich selbst zurück und haben die Chance, ihre seelischen Inhalte und ihr ganzes irdisches Leben zu bearbeiten, zu verdauen und dann eines Tages hinter sich zu lassen.

Der Mensch, der bis hierhin keine der Bewusstseinsstufen ausgelassen hat, weiß, dass es keinen Tod und keine Trennung von Diesseits und Jenseits gibt, sondern nur e i n  Leben, das unsterblich und ewig ist. Wie der strahlende Mond steht dieser Mensch (als reine Seele) hoch über der irdischen Landschaft, über den heulenden Trieben und Ängsten, die ihn nicht mehr beißen können, und über seinem alten persönlichen Leben.
Er befindet sich in einem Zustand, da Geburt und Tod zusammenfallen. Nackt ist er zur Welt gekommen, war einfach da, hatte in seinem Bewusstsein weder Eltern, Freunde noch Besitz. Er erfuhr die Welt als ein zusammenhängendes Ganzes. Ebenso ist es im Moment des Sterbens. Nichts gehört uns und wir gehören niemandem. Nur mit diesem Bewusstsein kann die Schwelle übertreten werden.
Wo die irdische Geburt hineinführt in die Materie und für den herabsteigenden Geist den Tod bedeutet, so führt das Verlassen der irdischen Welt zu einer Geburt in der geistigen Welt, zur  Auferstehung in ein ewiges Leben. Aus irdisch-materieller Sicht scheint es ein Leben vor und hinter der Schwelle zu geben. Ist die Schwelle überschritten, ist die vordergründige Welt des Scheins gestorben und es existiert nur ein ewiges Leben in Gott – das ewige Sein. In allem, was ist, wird das Bleibende, Unvergängliche erkannt.



Isis – die richtende Seele

Auf der nächsten Karte mit dem Titel Gericht oder Auferstehung (XX) ist die Trennung aufgehoben. Es gibt keinen Schuldigen, keinen Ankläger und keinen Richter. Der Mensch hat sich selbst neu ausgerichtet. Er ist im Geiste und im Körper neu geboren und auferstanden. Der neue Archetyp Mensch, der hier zwischen „Vater“ und „Mutter“ aus dem Sarkophag der körperlichen Gefangenschaft aufersteht, ist das „göttliche Kind“, das die Erlösung in sich trägt. Mit dem Todeserlebnis und dem abgestreiften Körper-Ich befreit sich die göttliche Seele gleichzeitig von allen Eindrücken, die sie im Laufe ihres Erdenlebens gesammelt hat. Der Mensch sieht nun ganz klar seine Beweggründe, Taten und die Auswirkungen seiner Taten – ungeschminkt, hüllenlos, ohne Ausreden, Beschönigungen und Schuldzuweisungen. Er richtet sich selbst – und stellt fest, dass er alle Schulden schon bezahlt hat.

Aus der Perspektive des großen Engels, der die Posaune bläst, überblickt er sein Leben und die Welt von oben, aus geistiger Sicht. Er ist leibhaftig in dieser Welt, doch nicht von dieser Welt. Er ist hier wie dort: ER SELBST. Es gibt keine Instanz mehr außerhalb von ihm. Die Posaune ist seine innere Stimme, der Ruf, die Berufung. Er ist sein eigenes Wissen und Gewissen, kennt den Grund seines Daseins auf der Erde. Der Vorhang zwischen den Polaritäten ist verschwunden. Die göttliche Seele offenbart sich als „Neuer Mensch“, als Kind von ISIS und dem wieder zusammengefügten OSIRIS. Der Archetyp SOHN – und ihm ebenbürtig der Archetyp TOCHTER – ist das Kind des Neuen Zeitalters (HORUS). Sohn und Tochter sind das göttliche Kind, der neue im Geiste geborene Mensch, der eins mit dem Weltgeist ist.


Bleibt zuletzt noch das Universum oder die Welt (XXI), die sich als junge, tanzende, nackte Göttin im grünen Kranz der Natur offenbart: Ein Urbild (Archetyp) des ganzen Menschen in seiner Einheit mit dem Universum. Er ist eins mit dem Sein. In allem, was er sieht, schaut er Gott. Die Frau stellt hier den weiblichen Aspekt Gottes dar, Gott als „Mutter“, als sichtbare Schöpfung und Natur (Isis). Sie tanzt im unendlichen Kreis der Zyklen. Untrennbar verbunden mit dem unsichtbaren göttlichen Geist offenbart sie im Tanzen und Kreisen die Einheit des Schöpfers mit seiner Schöpfung.


Bildquellen: (C) Sundra Kanigowski
Tarotkarten nach Oskar Wirth, Crowley/Harris
TAROT, Die 22 Bewusstseinsstufen des Menschen, erläutert von Elisabeth Haich, Drei Eichen Verlag

Dienstag, 31. Mai 2011

1.6.2011 Neumond in Zwillinge


Neumond in Zwillinge
1.6.2011 23:03 h MESZ für Kassel
mit partieller Sonnenfinsternis für die Polarregion und Ostasien

Es offenbart sich eine sehr dynamische Energiestruktur mit großem Wandlungspotenzial, wobei das Neumond-Potenzial stabilisierende und strukturierende Unterstützung von Saturn in der Waage erhält. Zum Waage-Saturn siehe meinen letzten Blogeintrag (Konstellationen im Juni).

Bei jedem Neuen Mond (Dunkelmond) melden sich die neuen Energien ja zuerst als unbewusste Antriebe und intuitive Impulse, als Drängen, Streben und Sehnen nach einer neuen Ausrichtung, einem neuen Betätigungsfeld oder Vorhaben. Wir freunden uns innerlich (oder innenpolitisch) mit neuen Ideen an, probieren Neues aus, gehen freudig auf Herausforderungen zu,  sind allgemein zu dieser Zeit offen und empfänglich für Eingebungen, die sich in unserer psycho-mentalen Struktur (Mond) verankern wollen. Denn die dunkle Mondin ist zu dieser Zeit das Gefäß (der See, die See-le), in das sich geistige Inhalte ergießen, die dann an den ganzen Organismus und besonders an die Teile des Ganzen weiter geleitet werde, die dieser Kraft bedürfen.

Sinn und Bedeutung aller Erfahrungen der Menschheit sind in den einzelnen Abschnitten und Graden der Tierkreis-Struktur als einem organischen Ganzen gespeichert. Es sind die aus dem Sinn von Erfahrungen extrahierten Erfahrungswerte (Sinn-Gehalte), die sich als geistige Erfahrungswerte im Denken der Menschen niederschlagen. Die jeweiligen Sinn-Inhalte werden durch die Aktivierung der einzelnen Grade durch Planetenübergänge er-innert , der Mensch besinnt sich auf die Inhalte. Wie er zu gegebener Zeit damit umgeht, ist eine andere Sache.

Um welchen Sinn-Gehalt und welches astroenergetische Geschenkpotenzial geht es bei diesem Zwillinge-Neumond auf 12° Zwillinge? Auf welche Erfahrungswerte dürfen wir uns be-sinnen?
Das Sabische Symbol* für diesen Tierkreisgrad :

Sonne / Mond auf 12° Zwillinge
Ein Negermädchen kämpft um seine Unabhängigkeit in der Stadt.
Schlüssel:
Befreiung von den Gespenstern der Vergangenheit.

Die ersten 15 Grade von Zwillinge werden von Dane Rudhyar* als „Szene der Entdeckung“ bezeichnet. Das Bewusstsein entdeckt Existenzmöglichkeiten, die ihm bis dahin verborgen waren. Die Erfahrungsmöglichkeiten sind unbegrenzt, und das menschliche Bewusstsein oder die Gehirnkapazität wird bekanntlich nur in einem ganz geringen Maße genutzt – der größte Teil ist unbekanntes Neuland oder Brachland. In dieser Zwillings-Phase ist der Drang nach Erlebnissen und Wissen aller Art sehr stark. Der Geist ist hellwach und gut ausgerüstet für die Wahrnehmung und Deutung des Wahrgenommenen, für Assoziationen, das Herstellen von Verbindungen und für die Erinnerung an frühere Ideen (Gedächtnis).
Mit dem vorhergehenden Symbol 11° Zwillinge („Neue erschlossene Länder bieten dem Pionier neue Gelegenheiten zu Erfahrungen“) beginnt ein neuer Aktivitätszyklus auf der individuell-mentalen Ebene: Ein potenziell unberührtes, jungfräuliches Feld von Bewusstsein und Aktivität ist erreicht worden. Der erste Schritt ist getan, ein Entdecker / Pionier betritt ein ihm völlig unbekanntes Terrain.
ALLES IST MÖGLICH. Alles könnte geschehen. Doch was geschieht erst einmal?

Mensch schleppt die alten Gespenster der Vergangenheit, die in seinem Denken und seinen Empfindungen wurzeln, mit ein. Sein Bewusstsein (von sich und der Welt) bzw. sein Denken ist vorbelastet und geprägt von Erfahrungen und Wissen.
Welchen Sinngehalt und Erfahrungswert schleppt der Denkende / die denkende Menschheit hier mit sich herum? „Ich bin ein Negermädchen und muss um meine Rechte kämpfen.“
Die Erfahrung einer sozialen und menschlichen Benachteiligung aufgrund von Herkunft, Rasse, Geschlecht, Andersartigkeit sitzt tief. Ich schleppe vielleicht einen ausgeprägten Minderwertigkeitskomplex, Unzulänglichkeitsgefühle und eine Grundunsicherheit mit mir herum, die mir suggerieren, ich müsse um meine Unabhängigkeit und um meine Rechte als Mensch / Frau / Angehöriger einer Rasse kämpfen. Fakt ist in diesem Fall: Ich identifiziere mich ausschließlich mit einem Teil (dem unterdrückten) und nicht mit dem Ganzen.

  Wenn es diesen gespeicherten Erfahrungswert in uns nicht gäbe, gäbe es auch keine Kriege. Spuken diese alten Gespenster in unseren Hirnen herum, manifestieren sie sich schließlich im Außen als Hindernis, das uns den Weg versperrt, uns am Weitergehen hindert. In Wahrheit befindet sich das Hemmnis als Hemmung in unserem Inneren, im Denken, im Gedächtnis, als Erfahrung und Prägung, und dieses Bild kann so stark und allgegenwärtig werden, dass sich der Feind oder die Grundschwäche als konkretes Ereignis oder eine Person manifestiert – so wie sich ein Herr OSAMA für Herrn OBAMA (und vice versa) als Feind manifestiert hat, als eine schöpferische Projektion des Geistes. Darin – im schöpferischen Projizieren – sind wir alle ganz groß. Zum Zurückholen der Projektionen fühlen sich nur wenige verantwortlich.

In dieser Zwillings-Phase des Tierkreises spielen die Dualitäts-Erfahrungen der Kindheit eine gravierende Rolle. Die Erfahrungen von sozialer Benachteiligung lassen die Kluft der Gegensätze (z.B. arm und reich) immer größer werden und diejenige Gruppe mit dem Erfahrungswert der Benachteiligung und Unterdrückung für ihre menschlichen, sozialen und gesellschaftlichen Rechte kämpfen. Manche kämpfen mit legalen manche mit illegalen Mitteln, um auf diese Art soziale Ungerechtigkeiten und Unterschiede auszugleichen oder aufzuheben.

Rudhyar bezeichnet den Kampf um Gleichberechtigung, um gleiche Rechte und Bildungschancen als Gespensterspuk, als eine Erinnerung an kollektive soziale Muster oder auch frühere Existenzerfahrungen, mit denen sich das Ego einst identifizierte. So dualistisch betrachtet spaltet sich die ganze Menschheit in Reiche und Arme, Unterdrücker und Unterdrückte, Täter und Opfer auf, wozu auch die unterschiedlichen Erfahrungen / Prägungen von Männlein und Weiblein gehören. Selbst wenn Chancengleichheit und Menschenrechte gesetzlich verankert sind (die Aufgabe von Saturn), wird der Kampf auf der Rassenebene bzw. der sozialen Ebene weiter gehen, solange Vorurteile, Privilegien  und Erwartungen unser Denken verunreinigen und das Ganze spalten..

Der wahre Kampf findet im Innern statt. Der „Feind“ sitzt im eigenen Inneren als Angst, Unsicherheit, Besitz- und Machtgier und mangelndes Vertrauen zum Leben, wodurch wir nicht in der Lage sind, uns vom Fluss des Lebens tragen zu lassen. Wir selbst sind der Spuk, die Vergangenheit, das kämpfende Mädchen mit all seinen Unsicherheiten, Schwächen und  (oft unbewussten) Forderungen nach Recht, Wahrheit, Gleichberechtigung.

Wirklich empfangsbereit zu sein für das NEUE und somit auch für den „neuen“ Mondzyklus, ist also mit diesem ZWILLINGE-NEUMOND eine Lernaufgabe und Herausforderung. Das ganze kollektive Informations- und Wissensgut – Bildung genannt – das die Menschheit sich angeeignet hat, ist ohne Bedeutung und sogar belastend und schädlich, wenn die Wissensübermittler, Professoren und Lehrer nur die Schüler und Studenten sehen und darüber den Menschen aus dem Auge verlieren. Die Gesellschaft braucht Individuen, die es verstehen, eine heranwachsende, frustrierte und suchende Generation anzuleiten aufgrund des eigenen Vorbilds – Menschen, die in der Lage sind, ihr Bücherwissen einmal zu vergessen und auf die wirklichen Bedürfnisse der Jugend einzugehen, ihr zuzuhören, was sie zu sagen und zu fragen hat. Chancen- und Bildungsgleichheit – diese sollte es auch für die Polaritäten Lehrer-Schüler bzw. Professor-Student gelten und vor allem für die Schwarz-Weiß-Gedanken in uns selbst.

Niemand kann durch Erwerb von Wissen, Geld oder Macht mehr werden als er ist. Niemand kann durch Hinzufügen von noch mehr Gliedern (Erfahrungen, Wissen, Erwartungen, Vorstellungen, Idealen) eines Tages dieses oder jenes erreichen oder sein. Jedes Ich ist eine endlose Gedankenschleife, eine ununterbrochene Kette von Gedanken, Ideen, Erinnerungen, Wissen, Erfahrung und Emotionen, wobei die Summe aller vorheriger Glieder (Vergangenheit) die Gegenwart bildet (aufgrund meiner Vergangenheit bin ich jetzt so) und durch Weiterspinnen und Modulieren auch die Zukunft dieses Selbstgefüges kreiert.

Jeder Kampf – auch der Kampf um Unabhängigkeit – ist ein Kampf der Gegensätze, den Menschen denken, in dem sie sich befinden und als Ich wieder finden, als zersplitterte Ich-Fragmente, die miteinander im Clinch liegen, gestern, heute und morgen. Der Kampf um Unabhängigkeit ist gleichzeitig ein Kampf zur Erhaltung der Abhängigkeit von Dingen, Ideen oder Zuständen, die mir angenehm und sicher erscheinen. Der Gedanke der Befreiung von irgendetwas ist Illusion und ein Teufelskreis, ein ständiges Herumlaufen in Ketten um den selbst erschaffenen Ich-Mittelpunkt. Das Ich löscht keine Vergangenheit aus, denn das Ich ist die Vergangenheit, die jetzt Gegenwart geworden ist und leicht abgeändert als Zukunft erscheint.

All diese Muster, Gedanken, Prägungen und Vorstellungen können wir infrage stellen einschließlich uns selbst und der Gedanken, was wir alles sein oder werden könnten.
Ich bin diese Illusion.
ICH BIN DER GESPENSTERKAMPF, an den ich mich halte und der meine Identität erhält. Mit dieser tiefen Einsicht und bei äußerster Wachsamkeit laden wir etwas völlig Neues in unser Leben ein, eine unbekannte Seins-Qualität, einen neuen unberührten Raum… vielleicht ein ungefurchtes, unbearbeitetes, jungfräuliches Bewusstseinsfeld… ein bisher niemals aufgetauchter Gedanke… eine Erkenntnis… eine Inspiration… eine wunderbare Gelegenheit und einen spontanen Impuls zu handeln.

Indem wir den alten Prägungen, Erfahrungswerten und Zwängen keinerlei Wert mehr beimessen und ihnen keine Nahrung mehr geben, reinigen wir unsere Bewusstseinsfeld,  halten es frei und rein – gewinnen zunehmend Neuland unter den Füßen, ein reines Feld für unschuldig spontanes Handeln, das durch uns geschieht. Weil wir durchlässig sind und das Ich mit seinen Vorstellungen, Meinungen, Ansprüchen, Erwartungen zurück tritt und einer größeren ganzheitlichen Kraft erlaubt zu wirken.

Hängen wir das schwere glänzende Lametta ab, mit dem wir uns selbst geschmückt haben, und erfahren wieder Leichtigkeit.

Und jetzt vergesse ich den Schreibkram und gebe mich dem Nichtstun hin.
;-)
Sundra

* Sabische Symbole:
Dane Rudhyar „Astrologischer Tierkreis und Bewusstsein“ – eine Interpretation der 360 Tierkreisgrade, Kailash-Hugendubel Verlag

Donnerstag, 3. März 2011

4.3.2011 Neumond in den Fischen


4. März 2011 21:47 Uhr für Kassel / Brilon
Sonne/Mond auf 13°55’ in Fische

Wir sehen ein kleines Aspektbild (2 kleine Lern-Dreiecke) mit einer Planetenballung im Zeichen Fische. Die Neumond-Konstellation befindet sich mitten im Zeichen Fische und exakt in der Halbsumme von vier Planeten – Mars/Merkur und Uranus/Neptun. Ein langer grüner Aspekt (Quinkunx = „großer Denkschritt“) führt von Sonne/Mond zu Saturn in der Waage.

Aufgrund einer starken inneren Unruhe, Unsicherheit und Unzufriedenheit mit der äußeren Situation entstehen wiederholt und permanent Konfliktsituationen, die eine Entscheidung erfordern. Die Ursache des Konflikts sind ins Unbewusste verdrängte Energien oder auf der kollektiven Ebene verdrängte unterdrückte Menschenmassen, die nun die Steuerung übernehmen und aus ihrem unsicheren Revier ausbrechen und flüchten. Das ist möglich, weil die einstmals idealisierten „Führer“ oder Machthaber derzeit in ihrem Einfluss geschwächt sind. Für das jeweilige Land, Volk, religiöse Gruppe oder den betroffenen Einzelnen bedeutet dieser Aufbruch eine Reinigung, ein Gang durchs Wasser „zu neuen Ufern“.
Angst, Schwäche, Unsicherheit sind die Auslöser für den Fluchtmechanismus, der zurzeit bei vielen Menschengruppen im Nahen Osten ausgelöst wird. Einzelne Menschen und Menschengruppen erfahren eine große existenzielle Unsicherheit in ihren Heimatländern, die von korrupten Herrschern und deren Helfershelfern aus anderen Staaten beherrscht werden, Diese schicksalhaften Ereignisse gehen alle Länder an, denn durch sie ist der Weltfriede gefährdet.
Individuell und kollektiv ist es eine Zeit der spirituellen Suche und Befreiung, der Unzufriedenheit mit dem bisherigen Gottesbild bzw. der jeweiligen orthodoxen Religion.

Wir werden im März noch mit den Auswirkungen des Jupiter-Pluto-Quadrats konfrontiert:
„Religiöse Vorstellungen können sich schlagartig verändern. Tiefes Urvertrauen wechselt sich mit Sinnlosigkeitsgefühlen ab“. Bisherige zu einseitige oder zwanghaft fixierte Anschauungen / Sichtweisen gehen durch eine Bewährungszeit und müssen sich einer Wandlung unterziehen. Weiterentwicklung und Fortschritt auf Kosten von anderen, Maßlosigkeit, Größenwahn, Ausbeutung, Rechthaberei werden in die Schranken verwiesen. Extreme Einstellungen und beharrliches Festhalten an Zwangsvorstellungen und Ideologien müssen durch extreme Wandlungen gehen. Es ist ein Kampf um Gerechtigkeit und Wahrheit, gegen Fanatiker, Dogmatiker, Autokraten, Diktatoren und Betrüger im großen Stil. Diese Konstellation ist Teil der mehrjährigen kardinalen Wandlungsphase (Kardinalen Klimax). Die Energien der kardinalen Zeichen sind allesamt nach außen gerichtet und führen in der Welt zu Erneuerungen und Veränderungen.

Die Neumond-Konstellation – die Mitte der Halbsummen-Planeten - hält die Chancen zur Lösung der gegenwärtigen Spannungen bereit und trägt hier in den Fischen zur Bereinigung der unsicheren Lage und dem unerträglich gewordenen Druck bei.

Was sagt das SABISCHE SYMBOL der aktuellen NEUMOND-Konstellation?
Um welchen neuen Saatgedanken geht es bei diesem Neumond, der von solcher Kraft sein muss, dass er nicht nur die persönlich erfahrbaren Energien von Merkur/Mars sondern auch die spirituellen überpersönlich und kollektiv wirkenden Kräfte von Uranus/Neptun fassen, bündeln und in transformierter Energie der Erde zur Verfügung stellen kann?

Sonne / Mond 14° Fische:
Eine Dame, eingehüllt in eine große Fuchspelzstola.

Der Gebrauch von Intelligenz und Scharfsinn als Schutz vor Stürmen und Versuchungen.

Tarnung ist das erste, woran ich bei diesem Bild denke. Der Fuchs hat die Gabe, sich jeder Situation und jeder Umgebung anzupassen. Ausgesprochen stark um den Schutz und die Sicherheit seiner Familieneinheit bedacht, ist er sofort zur Stelle, wo er Gefahr spürt, beobachtet geduldig und unerkannt die Situation, bis er Gewissheit hat. Er verhält sich unauffällig bei höchster Wachsamkeit und Aufmerksamkeit, kann sich auf seinen Instinkt verlassen.
Natürlich ist der Fuchs ein Krafttier, das mit dem MERKUR assoziiert ist und steht für Intelligenz, Beobachtungsgabe, Achtsamkeit, Klugheit, Unterscheidungskraft und im Besonderen noch die Kraft der Anpassung und Tarnung. Wir befinden uns im veränderlichen Wasserzeichen FISCHE, und ein Merkur in den Fischen erspürt und erfühlt eine Situation in ihrer Ganzheit, holt sich seine Informationen mittels Gespür, Ahnung, Instinkt oder Intuition und trifft aufgrund dieser „Witterung“ die richtigen Entscheidungen.

Es handelt sich bei der INTUITION um eine weibliche Intelligenz („Dame im Fuchspelz“), die sich jeder Lebenslage anzupassen versteht, die selbst unsichtbar im Verborgenen bleibt, da sie sich mit dem „Laubwerk“ der jeweiligen Umgebung tarnend schützt. So kann eine nahende Gefahr schon im Vorfeld erspürt und beobachtet werden.

So pirsche ich auch schon seit Tagen um dieses Neumond-Symbol herum in der Hoffnung, einen „Fuchs zu erlegen“, Klarheit über die gegenwärtige Situation als Ganzes zu bekommen und zu schauen, wo und wann die schützende Tarnung notwendig ist, um sich und die Seinen zu schützen. Denn es geht im veränderlichen Wasserzeichen FISCHE nicht um den Einzelnen sondern um das Wohl des Ganzen, um die Sicherheit einer Gruppe, eines Volkes, der Bruderschaft, der Menschheit.

So wird dieses Symbol für jeden eine Botschaft und einen Rat haben im Sinne von:
Sei wach und aufmerksam und schütze deinen starken Willen im Inneren. Gehe keine unnötigen Risiken ein, die dich und andere Menschen oder auch ein wichtiges Projekt gefährden. Protze nicht mit deinem Besitz oder Wissen (Fuchspelz), bleibe unauffällig in deiner Umgebung aber dafür FREI und UNABHÄNGIG, denn sonst wird man dir deinen Reichtum (den inneren wie den äußeren) neiden. Erspüre und erforsche intuitiv und gründlich, wem du über den Weg trauen kannst und wem nicht. Lerne von der Intelligenz der Füchsin, dich unbemerkt zu bewegen, dich unsichtbar zu machen im Schutzmantel deiner natürlichen Umgebung, mit deiner Umgebung zu einer Einheit zu verschmelzen.

Zum Verständnis dieses Symbols hatte ich einen Traum (mein rückläufiger Radix-Merkur befindet sich auf 14° Fische): Eine Füchsin ist Ton in Ton mit ihrer Umgebung verschmolzen (goldbraun bis apricotfarben). Erst als sie sich bewegt, ist sie für mich erkennbar. Die Umgebung liegt wie eine schützende Decke über ihr. In der nächsten Szene lege ich mich nach dem Bad nackt neben den Mann in einen sonnigen Lichtstreifen, der uns wie eine Bettdecke einhüllt und wärmt. Wir genießen die körperliche Nähe und Wärme (Ende des Traums).

In beiden Bildern kann die Tarnung / die Tarnkappe nachvollzogen werden. Solange sich niemand bewegt und „auffällt“ / sich aus der Umgebung herauslöst, bleibt er unsichtbar, denn er wirft keinen Schatten und hat keine scharfen Kontraste. Seine Körperform verschmilzt vollkommen mit der Farbe der Umgebung bzw. mit dem Licht. Die Trennung von einem Ich und den anderen ist aufgehoben. Die Situation ist als Ganzes wahr-nehmbar, als meine Wirklichkeit. Das ist die Wahrnehmungsweise von Neptun bzw. der Fische-Energie, um die es ja bei diesem Neumond geht.
Und zur GANZEN Situation gehören auch die unsichtbaren feineren Schwingungen, die verborgenen Hintergründe und Ursachen der aktuellen Wandlungszeit.

Betrachten wir SATURN, der hier als prüfende und ausgleichende Gerechtigkeit (Nemesis) mit der fischeflitschigen weiblichen Intelligenzia der Neumond-Energie verbunden ist:

Saturn 17° Waage:
Ein pensionierter Kapitän beobachtet, wie Schiffe in den Hafen ein- und auslaufen.


Zum zweiten Mal passiert Saturn diesen Grad – erstmalig beim Dezember-Vollmond am 21.10.2010, hier & jetzt in seiner Rückläufigkeit und ein letztes Mal direkt laufend im September 2011. Es zeigt sich uns eine reife Einstellung von Objektivität und Gelassenheit, ein wissendes Verstehen aufgrund eigener durchlebter Erfahrungen, die Seele und Geist einst erschüttert haben. In einer akuten Phase der Überlebenskrise und chaotischen Seelenstürme ist dies ein großer Bewusstseinsschritt, der von der Menschheit in dieser Zeit abverlangt wird. Und doch ist die Menschheit als Ganzes in der Lage, diesen großen Denkschritt zu vollziehen – aber es wird dauern… wird ein längerer Gedanken- und Bewusstseinsprozess (Quninkunx-Aspekt 150°) in mehreren Stufen, ausgehend von physischer Unzufriedenheit und Unsicherheit über die Glaubenskrise mit den dazugehörigen Zweifeln und Sehnsüchten (psychische Ebene) bis zur mentalen Ebene mit ihren Entscheidungskrisen, wo sich Unterscheidungsfähigkeit und Willenskraft im Menschen herausbilden und der Mensch sich bewusst entscheidet, was er für sein will.

Dieses SABISCHE SYMBOL betont die Notwendigkeit des Schutzes und der Tarnung durch den Gebrauch von Intelligenz, Klugheit, intuitiven Einfühlens in die Situation (sich in einen Fuchspelz hüllen), empfiehlt ein vorsichtiges, unauffälliges Zurückziehen (aktiver Rückzug bei Gefahr), um aus der „Schusslinie“ heraus zu kommen und vor allem auch keinen Kräfteverschleiß um bloßer Effekte willen. Mit diesem Bild wird uns gleichzeitig eine TECHNIK und Vorgehensweise gezeigt, wie wir uns in Zeiten schwerer Prüfungen oder Herausforderungen rein instinkthaft (animalisch) schützen, abschirmen und am Leben erhalten können.
In diesem Sinne werden auch die eingangs erwähnten Inhalte des Aspektbilds verständlich (Fluchtmechanismus) und vor allem die Ereignisse in den Ländern des Nahen Ostens – doch nicht nur dort, auch in unserem eigenen Leben… dort, wo die Neumond-Konstellation in den Fischen unseren Lebensbereich kennzeichnet (das entsprechende Haus im Horoskop).

Sundra