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Mittwoch, 29. Juni 2011

1.7.2011 Neumond im Krebs

Diesmal findet der Neumond wieder einmal in den Tierkreisgraden der kardinalen Klimax statt, befindet sich  im exakten Quadrat zu Saturn in der Waage, zu Uranus im Widder und in der Opposition zu Pluto im Steinbock. Ein geschlossenes Quadrat von vier Planeten bzw. Planetengruppen wird gebildet, die im gegenseitigen Winkel von 90° stehen und das Grosse oder Kosmische Kreuz bilden, den Freimaurern bekannt als Zeichen des „vollkommenen Würfels“ oder „vollkommenen Steins“(das Freimaurerideal). Es darf also nun kräftig am Stein geschliffen werden zur vollkommenen Manifestation einer Idee, einer Absicht oder des Selbst in seiner vollkommenen Form.
 
Bei den Schweizer Astrologen wird diese Figur Leistungsviereck und Magisches Viereck genannt, denn der ungeheure Druck der extremen Energiespannung schenkt enorme Leistungskraft, Ausdauer, Zähigkeit und Tatkraft, um seine Ziele zu verwirklichen. Wille und Tat, gekoppelt mit großer Verantwortung, Gewissenhaftigkeit und Selbstbeherrschung können zum Erreichen von Zielen führen. Im negativen Sinne jedoch wird diese energetische Konstellation zum „Karmischen Kreuz“, zwingt in die Verfestigung und spirituelle Knechtschaft in der Materie, zum „Schleifen am Stein“, zur schmerzhaften Bearbeitung durch karmische Kräfte und Energien, die die Menschheit selbst hervorgerufen hat, z.B. die Atomkraft (die ich rief, die Geister werd ich nun nicht los... Zur Erinnerung siehe unten: Goethe’s Ballade vom Zauberlehrling). In den kardinalen Zeichen wird eine so große Menge an Initialzündkraft freigesetzt, dass dieses Kreuz sich leicht zu einem sich schnell drehenden Feuerrad entwickeln kann, das enorme Energie freisetzt, die gehandhabt oder durchlitten werden müssen.


  Feuerrad von Agni Tara 
(Foto: Sundra Kanigowski)
Wir alle können diese frei werdende Energie für unsere „Arbeit am Stein“ nutzen, d.h. zur eigenen Vervollkommnung. Das Sabische Symbol desTierkreisgrads des Neumonds unterstützt diese Aufgabe:

Sonne / Mond auf 10° Krebs:
Ein großer Diamant in den ersten Stadien des Schleifprozesses.

In diesem Krebs-Stadium der Evolution des Bewusstseins und der Persönlichkeit befindet sich der Einzelne oder die Menschheit in einem Anfangsstadium. Bei O° Krebs, dem Krisen- und Wendepunkt der Sommersonnenwende, hat er eine Entscheidung getroffen und einen radikalen Wechsel der Zugehörigkeit vorgenommen. Er ist beglückt von der Erfahrung, als ein Wesen handeln zu können, das in der Lage ist, freie Entscheidungen treffen zu können, sich selbst sein Ziel und seine Zugehörigkeit im Leben auswählen zu können – mit allen karmischen Konsequenzen.

Auf 10° Krebs geht es um die mühsame Ausbildung und Arbeit des Bewusstsein – auch Selbstverwirklichung genannt. Das Potenzial eines vollendet gebildeten Geistes offenbart sich, wird bewusst, und drängt nach Verwirklichung. Für den „rohen unbehauenen Stein“ steht eine schmerzhafte Operation an, das Schleifen zu einem kristallklaren festen Diamanten. Der Schliff ist an dieser Stelle der Bewusstseinsentfaltung keinesfalls beendet, er beginnt gerade. Das DENKEN  muss erst Festigkeit erlangen, damit es von höheren Kräften bearbeitet werden kann. Und wieder ruft diese kardinale Konstellation nach Lehrern und Ausbildern für diesen Bewusstseinsprozess der Menschheit!! Diese Lehrer und Anleiter wissen, um welchen Prozess es sich handelt, welche Arbeit anliegt und an welcher Stelle angesetzt werden muss. Sie wissen um das Leiden und die Schmerzen dieser Operation (des Grossen Werkes), durch den die Menschheit gerade geht… die Hitze… das Geräusch beim Schleifen. Sie selbst haben bei ihrem Streben und Mühen um Vollkommenheit diese Kunstfertigkeit entwickelt.


 Doppelvajra (Zeichnung Sundra)

Auf dem Weg der geistigen Verwirklichung ist der Diamant (Vajra) der Inbegriff höchster geistiger Macht, einer Macht, der nichts widerstehen kann und die selbst unangreifbar und unüberwindlich ist wie der Diamant, der härteste aller Substanzen. Der Diamant kann alle anderen Materialien zerschneiden, ohne selbst von irgendetwas zerschnitten zu werden. Er ist imstande, alle Farben hervorzubringen und von seiner eigenen Natur her farblos zu bleiben (Zustand der Leere oder Abwesenheit aller Bestimmungen). Die Eigenschaften der Kostbarkeit, des höchsten Wertes, der Unvergänglichkeit, Reinheit, Strahlkraft und Klarheit trugen dazu bei, dass im Buddhismus der Vajra (früher einfach nur „Donnerkeil“ genannt) als Diamant und Symbol des Erleuchtungsbewusstseins aufgefasst wurde.

Im Höchsten Yoga Tantra verkörpert der Diamant das diamantene feste Bewusstsein, die untrennbare Einheit von Methode (Glückseligkeit) und Weisheit (Erkenntnis der Leerheit) auf dem Weg zur Vollkommenheit. Ein Vjradhara ist ein „Diamantträger“ oder „Diamanthalter“ , jemand, der einen Vajra in seinem Geistesstrom trägt, ein Mensch, der die Buddhaschaft verwirklicht hat, die Stufe des vollkommenen Lichts… ein Vollendeter, ein Vajrasattva („Diamantgeist“), ein transzendenter Buddha. Dieser Weg steht allen Menschen offen.

Dieser Krebs-Neumond mit dem Symbolgehalt des Diamanten setzt ein Zeichen der  Hoffnung für unsere apokalyptische Zeit! Die Menschen sind jetzt bereit und aufgerufen, bewusst ihren unzerstörbaren zeitlosen Diamantkörper (subtle body, Hauchkörper, Ewigkeitsleib, Lichtkörper) aufzubauen – aus ihrem vegetativen Nervensystem heraus.


Sundra

Der Zauberlehrling

Hat der alte Hexenmeister
sich doch einmal weg begeben!
Und nun sollen seine Geister
auch nach meinem Willen leben.
Seine Wort und Werke
merkt ich und den Brauch,
und mit Geistesstärke
tu ich Wunder auch.

Walle! walle
Manche Strecke,
daß, zum Zwecke,
Wasser fließe
und mit reichem, vollem Schwalle
zu dem Bade sich ergieße.

Und nun komm, du alter Besen!
Nimm die schlechten Lumpenhüllen;
bist schon lange Knecht gewesen:
nun erfülle meinen Willen!
Auf zwei Beinen stehe,
oben sei ein Kopf,
eile nun und gehe
mit dem Wassertopf!

Walle! walle
manche Strecke,
dass zum Zwecke,
Wasser fließe
und mit reichem, vollem Schwalle
zu dem Bade sich ergieße.

Seht, er läuft zum Ufer nieder,
Wahrlich! ist schon an dem Flusse,
und mit Blitzesschnelle wieder
ist er hier mit raschem Gusse.
Schon zum zweiten Male!
Wie das Becken schwillt!
Wie sich jede Schale
voll mit Wasser füllt!

Stehe! stehe!
denn wir haben
deiner Gaben
voll gemessen! -
Ach, ich merk es! Wehe! wehe!
Hab ich doch das Wort vergessen!

Ach, das Wort, worauf am Ende
er das wird, was er gewesen.
Ach, er läuft und bringt behände!
Wärst du doch der alte Besen!
Immer neue Güsse
bringt er schnell herein,
Ach! und hundert Flüsse
stürzen auf mich ein.

Nein, nicht länger
kann ichs lassen;
will ihn fassen.
Das ist Tücke!
Ach! nun wird mir immer bänger!
Welche Mine! welche Blicke!

O du Ausgeburt der Hölle!
Soll das ganze Haus ersaufen?
Seh ich über jede Schwelle
doch schon Wasserströme laufen.
Ein verruchter Besen,
der nicht hören will!
Stock, der du gewesen,
steh doch wieder still!

Willst am Ende
gar nicht lassen?
Will dich fassen,
will dich halten
und das alte Holz behände
mit dem scharfen Beile spalten.

Seht da kommt er schleppend wieder!

Wie ich mich nur auf dich werfe,
gleich, o Kobold, liegst du nieder;
krachend trifft die glatte Schärfe.
Wahrlich, brav getroffen!
Seht, er ist entzwei!
Und nun kann ich hoffen,
und ich atme frei!

Wehe! wehe!
Beide Teile
stehn in Eile
schon als Knechte
völlig fertig in die Höhe!
Helft mir, ach! ihr hohen Mächte!

Und sie laufen! Nass und nässer
wirds im Saal und auf den Stufen.
Welch entsetzliches Gewässer!
Herr und Meister! hör mich rufen! -
Ach, da kommt der Meister!
Herr, die Not ist groß!
Die ich rief, die Geister
werd ich nun nicht los.

"In die Ecke,
Besen, Besen!
Seids gewesen.
Denn als Geister
ruft euch nur zu diesem Zwecke,
erst hervor der alte Meister."

(Johann Wolfgang von Goethe)

 

Eine weitere Empfehlung von mir: die Seite des Schweizer Psychologen Remo F. Roth mit einem Traumbeispiel vom Diamanten


Dienstag, 14. Juni 2011

15.6.2011 Vollmond mit totaler Mondfinsternis

 

 15.6.20     22:15 h MESZ  für 9°29’ östl. Länge 51°19’ nördl. Breite
Mit totaler Mondfinsternis – in Deutschland, Griechenland, Südafrika, der Antarktis sichtbar. Bereits bei Mondaufgang ca. 21.30 h in D befindet sich der Mond schon im Kernschatten der Erde.

Sonne 24°23’ Zwillinge – Mond 24°23’ Schütze
Mond Konjunktion Nördl. Mondknoten 23°31’ Schütze
Merkur Konj. Sonne 27°55’ Zwillinge

Das T-Quadrat der kardinalen Klimax zwischen Saturn-Uranus-Pluto ist weiterhin aktiviert, der laufende Merkur aktiviert kurzfristig ein zweites T-Quadrat (18. - 23.6.) und vollendet die Konstellation mit einem Großen Kreuz (20. – 23.6.). Es kommen MERKUR-Schattenthemen auf den Tisch im Zusammenhang mit Kommunikation, Verkehr, Handel, Schulwesen, Bildung, Übermittlung von Wissen und merkurischen Zielgruppen wie Jugendliche, Schüler, Studenten, Lehrende und Lernende, Schlauköpfe, Informatiker, Journalisten, Vermittler, Rhetoriker, Lügner, Betrüger, Trickster und Händler.
  
Saturn verharrt noch auf dem 11. Grad Waage (Professor und Studenten) und wird hier am 13.6. wieder direktläufig. Die Direktläufigkeit von Saturn wird mit Sicherheit persönlich wie auch politisch / mundan zu spüren sein. Nach einer fast fünfmonatigen Phase des Reflektierens, der Überprüfung und notwendigen Selbsteinschätzung bezüglich unserer Pflichten und Aufgaben in der Gemeinschaft – persönlich wie gesellschaftlich – sind jetzt die aus dem Gleichgewicht geratenen Angelegenheiten wieder ins rechte Lot zu bringen, können aufgrund der neu erkannten Verantwortung und Zuständigkeit nun auch ganz konkret umstrukturiert und stabilisiert werden, z.B. durch Gesetze und verbindliche Maßnahmen.

Die Besonderheiten dieses Vollmonds im Zwillinge-Monat Juni

Da ist zunächst die totale Mondfinsternis, die ihre Schatten schon seit Wochen voraus wirft und die Konfrontation mit den eigenen persönlichen bzw. kollektiven Schattenthemen beschert.

Wie beim Neumond-Horoskop vom 1. Juni  (mit part. Sonnenfinsternis) steht auch im aktuellen Vollmond-Horoskop vom 15.6. (mit totaler Mondfinsternis) der Pluto am Aszendent im Zeichen Steinbock (wenigstens für den deutschsprachigen Raum) mit einem MC im Skorpion. Das verheißt weiterhin  eine intensive Krisenzeit mit großem Wandlungspotenzial, wo die Menschheit lernen darf, sich von alten Einstellungen zu lösen und neue Wege im Denken wie im Handeln zu gehen. Plutonische Schattenthemen im Steinbock sind besonders hartnäckig und bedürfen wiederholter beständiger Konfrontation: Macht-Ohnmachts-Erfahrungen, Opfer-Täter-Beziehungen, Kontrollzwänge, Abhängigkeiten und Verstrickungen (sexueller und finanzieller Art), Unterdrückungen, Ängste – all die Gespenster der Vergangenheit (siehe letzter Neumond-Beitrag), die uns von der Erfahrung des freien Flusses der Lebensenergie abhalten.

  Der Zwillinge-Vollmond im Monat Juni (Sonne Zwillinge - Mond Schütze) ist ein Vollmond der Menschheit, denn die luftige, gedankliche Zwillingsenergie fördert die guten Beziehungen untereinander und verhilft bei entsprechender Einsicht zur Einheit jenseits der Dualität. Beim Zwillinge-Vollmond erhält die Menschheit als Ganzes die Chance, sich zu einem höheren Bewusstsein aufzuschwingen, sich von der Fixierung auf die Persönlichkeit im Bereich des Solar Plexus zu lösen (persönlicher Wille, Machtstreben, Kontrolle etc.) und die Energien des höher gelegenen Sprach- und Kehlzentrums zu entfalten, wo das Gleichgewicht zwischen Fühlen und Denken hergestellt wird und das Bewusstsein konstant im Herzen verankert bleibt. Sind Gedanken wie Gefühle rein, wahrhaftig und offen für höhere Einsichten, kann sich der Mensch mit Leichtigkeit auf feinstoffliche Seinsebenen einschwingen.

Die höhere Erkenntnis der Zwillinge-Schütze-Energie dieses Vollmonds liegt in der Synthesemöglichkeit aller scheinbaren Gegensätze, die durch den verbindenden Bogen über den Gegensätzen, den beiden Zwillings-Säulen, angezeigt wird: Brücken schlagen, den unsichtbaren Bogen spannen über alle scheinbaren Gegensätzlichkeiten, entspannt und offen in der eigenen Mitte verweilen, sich empfangsbereit halten für intuitive Wahrnehmungen, um größere SinnZusammenhänge zu erfahren. Ein Mensch, der das Bewusstsein von Integration / Synthese / Einheit der Gegensätze auch lebt, praktiziert und für andere nachvollziehbar verkörpert, kann für viele Menschen Vorbild und Lehrer sein und dürfte bald Nachahmer  gefunden haben.

Die dritte Besonderheit: Dieser Vollmond befindet sich auf 25° Schütze, dem Tierkreisgrad des Entdeckungshoroskops von Uranus am 13.3.1781 um 22.30 h (Bath, England).

Die Sabischen Symbole von Sonne und Mond.

Sonne 24°23’ = 25° Zwillinge
Ein Gärtner beschneidet große Palmen

Ein Bild für die Fähigkeit des Individuums, die zur Ausuferung neigenden Gedanken unter Kontrolle zu bringen, den Expansions- und Wachstumstrieb zu lenken und nach (s)einem Idealbild zurechtzustutzen. Es ist der Prozess, den wir im weitesten Sinne als Kultur und Kultivierung verstehen, die Pflege und Bearbeitung des eigenen oder anvertrauten Gutes. Es ist die gestaltende schöpferische Kraft, mittels derer der Mensch in der Lage ist, den Wachstumstrieb zu lenken und natürlich Wachsendes in eine bestimmte Form zu bringen. Ich denke da an die verschiedenen Formen von Buchsbäumen von kugelig über Wellenformen bis zu dreieckig spitz, die unter der gestaltenden Hand des Gärtners wachsen.
Warum gerade die Palme an dieser Stelle im Tierkreis? Der Intellekt des Menschen ist wie eine tropische Pflanze, wuchert wild in alle Richtungen, strebt nach direktem Kontakt mit den Sonnenstrahlen. Die Palme zeigt den Expansionstrieb in der Superlative: In der Familie der Palmen findet sich das längste Blatt (bis zu 25 m Länge), der größte Same (die Kokosnuss) und der größte Blütenstand (ca. 10 Millionen Blüten pro Blütenstand).

Es geht hier darum, dem wild wachsenden Wissens- und Wachstumsdrang des Intellekts bewusst entgegen zu wirken, ihn zu formen, zu lenken und damit zu verändern. Es geht um die Pflege von Kulturgütern, um Erziehung, um die Weitergabe von Wissen und Bildung für die heranwachsende Jugend. Die alten menschlichen VorBilder für EinBildung und VerBildung werden nicht mehr benötigt. Die ausschließlich mathematische und naturwissenschaftliche Denk- und Erziehungsweise ist nur eine Seite des Ganzen, eben die intellektuelle. Es gibt noch eine andere Seite – die Gnade, das Wunder, den Durchbruch des Unerwarteten und Neuen, die aus der Kraft des Ganzen (des Runden) erwächst.

Für die Anleitung und Bildung der heranwachsenden Generationen werden jetzt eher Seelengärtner gebraucht als von Buchwissen verbildete oder eingebildete Professoren. Siehe auch das Sabische Symbol von Saturn auf 11° Waage, wo der Professor über seine Brille (und sein Buchwissen) hinweg auf seine Studenten sieht, sie von Mensch zu Mensch ansieht und es versteht, sie in allem wirklich anzuleiten - durch sein Vorbild und seine Taten.

Ergänzend hierzu das Symbol für den Merkur-Grad 28° Zwillinge:
„Durch seinen Konkurs erhält ein überlastetes Individuum von der Gesellschaft die Gelegenheit, neu anzufangen“.
Das Thema heißt: BANKROTT – mit Schulden überlastet sein. Nun, eine Gesellschaft, die den rücksichtslosen Wettbewerb verehrt, sollte auch dem Prinzip des Mitgefühls die Möglichkeit zur Äußerung geben. Das ist eben die andere Seite der Münze, der unsichtbare, verbindende Bogen über den scheinbaren Gegensätzen. Wo einer Erfolg hat, muss dafür ein anderer versagen. Reichtum gibt es nur auf Kosten von Armut… etc.

Mond 25° Schütze   
Ein rundlicher Knabe auf seinem Schaukelpferd

Hier  erscheint gleich zweimal der Hinweis auf das Ganze, Runde: das kleine Runde als heranwachsender Knabe, der erst noch zum reifen Mann heranwächst und die gebogenen Hölzer (Kufen) des Schaukelpferdes, die auf einen Abschnitt des Kreises, den Kreisbogen, hindeuten.
In diesem Erfahrungszyklus des feurigen, beweglichen Zeichens Schütze befinden wir uns in einer Zeit des Übergangs, lernen die Notwendigkeit einer Anpassung an neue Lebens-, Denk- und Handlungsweisen, lernen bei aller sozialen Anpassung unsere Integrität zu bewahren und  wachsen durch spielerisches und vorgestelltes Nachahmen. Ein junger, angehender Bogenschütze lernt aus den Erfahrungen der rhythmischen Vor- und Zurück-Bewegung auf seinem Holzpferd. Durch die energetische Erfahrung eines begrenzten Entwicklungs- und Kreisabschnitts (Bogen, Kufen) empfindet er wohl halb-bewusst eine Vorahnung und Vorfreude auf Kräfte im reifen Mannesalter: den Geschlechtsakt, den Aufbruch zu Freiheit und Unabhängigkeit und die schöpferische Kraft des Ganzen.

Der Bogenschütze und das Schießen des Samens

Das Hin und Her und Auf und Ab lässt an den Geschlechtsakt denken. Kescheth, hebr. der Bogen, das 9. Zeichen des Bogenschützen, symbolisiert in der Astrologie der jüdischen Mystik auch das „Schießen des Samens“, weist auf die Fruchtbarkeit, die zur Frucht führen kann. Es ist die dem Schützen innewohnende Hoffnung und Sehnsucht, dass aus diesem Schießen die Frucht (das Kind, das Neue) kommt – als Resultat seines Tuns. Denn es kann und darf nicht sein, dass der Mensch in den Widersprüchen und Dualitäten des Lebens (These-Antithese, Mann-Frau, Licht-Dunkelheit) stecken bleibt. Der BOGEN verbindet auch hier wieder die scheinbaren Gegensätze, überbrückt die Kluft zwischen ihnen. Jeder Bogen verweist auf das Ganze, den Kreis.

Bild: Der unsterbliche Zhang schießt mit einem Bogen auf den göttlichen Hund – auch hier steht der Bogenschütze als Metapher für Fruchtbarkeit und Zeugungsfähigkeit.
 
Das Pferd ist zugleich Dynamis (Lebenskraft) und Vehikel; es trägt einen dahin wie ein Trieb.
Als Symbol stellt das Pferd vor allem die disziplinierte, gezähmte Triebhaftigkeit des Menschen dar, die bereit ist, den Menschen seinen Zielen zuzutragen. Das Pferd gehört zu unserem „Unter-Leib“ und der daraus aufsteigenden Triebwelt. Der rundliche Knabe auf dem Schaukelpferd weiß noch nichts von dieser Triebwelt, vom Hin und Herschwanken der Neigungen, Bedürfnisse, Wünsche und Möglichkeiten. Das Sitzen und Schaukeln auf dem Holzpferd erfordert noch keine Kunst des Zügelns und Lenkens der Triebe. Er fühlt sich von seinem Holzpferd getragen und ähnlich sicher wie im Mutterleib oder in der Wiege. Unbewusst mag beim rhythmischen Schaukeln die Hoffnung mitschwingen, sich eines Tages wirklich aufs Pferd zu setzen und im Galopp die Welt erobern und die Schwere der Erdkraft überwinden zu können.

Wie schön wäe es, wenn diese heranwachsenden Menschen von den wahren VorFormen eines Seelengärtners  angeleitet würden! Wie schön ist ein Lernen aus freien Stücken  - ohne Zwang, ohne Druck, ohne Bewertung durch Systeme und Systemanhänger!

Ein Lichtstrahl reicht schon, um die Finsternis von Jahrtausenden zu vertreiben!

Sundra

Sonntag, 30. Januar 2011

Konstellationen im Februar 2011

Die aktuellen Konstellationen im Februar 2011

03.02. Neumond 3.31 h SO/MO 14° Wassermann
03.02. Merkur Eintritt in den Wassermann
04.02. Venus Eintritt in Steinbock
08.02. Chiron Eintritt in die Fische
10.02. Venus Konjunktion Pluto
13.02. Nördl. Mondknoten Übergang von Steinbock nach Schütze
18.02. Vollmond 9.36 h 30° Wassermann/ Löwe
19.02. Sonne Eintritt in die Fische
21.02. Merkur Eintritt in die Fische
23.02. Mars Eintritt in die Fische
25.02. Jupiter Quadrat Pluto exakt

Die VENUS in den ersten Graden von Steinbock aktiviert für ein paar Tage die kardinale Klimax durch die Konjunktion mit dem Nördl. Mondknoten und Pluto und das Quadrat zu Jupiter im Widder.

Die MONDKNOTEN MK erscheinen immer rückläufig im Tierkreis. Der Nördliche Knoten verlässt nun langsam den Bereich der Kardinalen Klimax in den ersten 5 Graden der kardinalen Zeichen und tritt nun „von hinten“ in das Tierkreiszeichen Schütze ein.

Der Planetoid CHIRON ‚tauchte’ bereits am 20.4.2010 erstmalig ins Zeichen Fische ein (gleichzeitig mit der Opposition von SA/UR) – an dem Tag, als die Bohrplattform ‚Deepwater Horizon’ explodierte und zwei Tage später im Meer versank. Am 20.7.10 wanderte Chiron in seiner rückläufigen Phase wieder zurück in den Wassermann und tritt nun am 8. Februar 2011 endgültig in dieses Zeichen des Anfangs und Endes ein - hält sich bis 2019 darin auf. Chiron, der Zentaur – Heiler, Befreier, Einzelgänger, Individualist… Wendepunkt, Möglichkeit der Ganzwerdung, Individuation oder Einweihung, Erfahrung des Jetzt.
In den Fischen: Überwinden / Aufgeben der Vorstellung des Eigenen, der getrennten Ichs und Dus. Erfahrung des Eingehens in ein größeres Ganzes, des mystischen Verschmelzens. Rauschhafte, ekstatische Zustände können sich ebenso heilsam wie destruktiv erweisen. Erfahrung des All-Ein-Seins (AllEinsEins), der ewigen zyklischen Wiederkehr oder Erfahrung des getrennt seins, ausgesperrt oder eingesperrt seins – unser aller Wunde, die auf Jahrtausende alten Prägungen und Konditionierungen beruht. Auch die Erfahrung von Chaos, Wahnsinn, Leid und Schmerz sowie das Überwinden derselben durch Erkennen des illusionshaften Charakters aller Phänomene sind Möglichkeiten der Heilung.
Jede Art von Integration und Verschmelzung polarer Energien ist heilsam, sei es das Opfer-Täter-Thema oder Mann-Frau-Thema ("Jeder Mann und jede Frau ist ein Stern"). Die ganz machende Kraft Chirons, des Heilers, entfaltet sich durch Taten (!) allumfassenden Mitgefühls, durch Hören auf die innere Stimme, den Einen Klang, das Ein-Stimmen in die Harmonie des Ganzen, durch eine holistische, universelle Lebenseinstellung.
Erfahrungsgemäß werden Einzelne wie das Kollektiv im Tierkreiszeichen FISCHE mit der Ernte ihrer bisherigen Taten, z.B. einer „Schließung der Konten“ konfrontiert. Eine schlechte Ernte führt zum Bankrott, eine vorzeitige Revolte kann den Rebellen ins Gefängnis bringen, der Ausschweifende und Maßlose kann im Krankenhaus landen oder auf andere Art aus dem Verkehr gezogen werden (zurzeit unterstützt von Saturn auf 18° Waage). Auch die Menschheit als Ganzes wird mit den Folgen ihrer Taten an der Natur ihres Mutterplaneten konfrontiert, z.B. durch vermehrte Naturkatastrophen (verschmutzte Meere, Gewässer). Alle Faktoren und Energien (auch frühere Traumata) kommen in den Erfahrungen des letzten Zeichens auf den Tisch (bzw. sitzen um den runden Tisch), werden integriert, einbezogen, abgewogen, ausgetauscht zu einer letzten Erfahrung der Gemeinschaft. Es hängt von uns ab, wie wir diese karmischen Energien, die zu uns gehören, jetzt handhaben, ob wir uns und anderen verzeihen können und bereit sind, die Verantwortung für unsere Taten zu übernehmen.

In dem Maße wie alles als Spiegelung oder Illusion erkannt wird, lösen sich begrenzende Raumzeitvorstellungen auf, verschwinden Fehlidentifikationen und existenzielle Bedrohungen ebenso wie scheinbare Hindernisse - nehmen Mitgefühl, Hilfsbereitschaft, Durchlässigkeit, Verfeinerung und Medialität zu.

"Der Mystiker ist ein Revolutionär, und zwar der radikalste; denn er will (...) nicht die menschlichen Verhältnisse ändern, sondern den Menschen, sich selbst. Für ihn sind alle Erscheinungsformen, historischer, ethischer, technischer oder ideologischer Art nur Masken und Larven, hinter denender Mensch seine wahre und eigentliche, ins Transzendente weisende Bestimmung versteckt."
(R. Gelpke)

Sonntag, 19. Dezember 2010

21.12.2010 Vollmond mit Mondfinsternis

Vollmond am 21.12.2010 um 9:14 h MEZ für Kassel



Welch eine gewaltige Energieballung am Punkt des Übergangs von den veränderlichen zu den kardinalen Zeichen! Alpha & Omega gleichzeitig. Eine Zeit der Erfüllung, des Abschlusses und Neuanfangs, der Überprüfung der Konten, der Soll- und Habenseite – einige mögen es Dharma und Karma nennen.

Mehrere Faktoren kommen zusammen und sorgen für einen kräftigen Energieschub: Vollmond & totale Mondfinsternis & Wintersonnenwende & Stellium am Nordknoten am Punkt der Kardinalen Klimax-Konstellation (Anfang der kardinalen Zeichen). Für unsere Breiten (Mitteleuropa) kommt ein Steinbock-Aszendent hinzu. Merkur ist seit dem 10. Dezember rückläufig und bleibt es exakt bis zum Jahresende.

Die totale Mondfinsternis vom 21. Dezember 2010 gehört zum Saros-Zyklus Nr. 125, der am 17. Juni 1704 begann (Großer Nordischer Krieg in Nord-, Mittel- und Osteuropa, Französische Revolution, Amerikanischer Unabhängigkeitskrieg). Die letzte Finsternis aus diesem Zyklus war am 9.12.1992 und die nächste wird am 19.3.2155 sein. Die Finsternisse aus den Saros-Zyklen erscheinen immer im Abstand von ca. 18 Jahren (Mondknoten-Zyklus).

Die veränderlichen Zeichen (Zwillinge, Jungfrau, Schütze, Fische) stehen in Beziehung zur Formwelt, zur Persönlichkeit des Menschen und zur Intelligenz der Materie. Die kardinalen Zeichen (Widder, Krebs, Waage, Steinbock) beziehen sich auf geistiges Bewusstsein und schöpferische Willenskraft.

SONNE und MOND befinden sich auf dem letzten Grad von Schütze und Zwillinge im T-Quadrat zu Jupiter/Uranus am Ende der Fische und spiegeln diesen Konflikt zwischen Formnatur (Mond) und Bewusstsein (Sonne), zwischen Intellekt (Zwillinge) und Intuition (Schütze) oder Wissen und Glauben.

Der reifen Schütze-Energie geht um höhere (geistige) Bildung, höheres Streben, Erweiterung des Bewusstseins, um neue umfassende Einsichten, Toleranz, Weitsicht und ein sinnerfülltes Leben. Die Schwächen des Zeichens sind geistige Überheblichkeit, Fanatismus in Glaubensangelegenheiten, Bekehrungswahn und Selbstüberschätzung.

Die entwickelte ZWILLINGS-Energie ist offen, lern- und wissbegierig, fähig zur Aufnahme, Sammlung und Weitergabe von kollektivem Wissen und Werten, fähig zur Erkenntnis, Unterscheidung, Interpretation und Assoziation. Die Neutralität dieses Luftzeichens ermöglicht eine wertfreie Annahme der unterschiedlichsten Standpunkte. Die Schwäche liegt im Theoretisieren, im Hängen bleiben an der Oberfläche, Überbewerten von Einzelheiten und einem ständigen Wechseln des Standpunkts. Es fehlt an Tiefgründigkeit und persönlichen Erfahrungen.

Es folgt nun eine Betrachtung der einzelnen Tierkreisgrade nach den Sabischen Symbolen.

MOND 30° ZWILLINGE
Eine Parade von Badeschönheiten vor großem Strandpublikum.
Schlüssel: Die Bildung sozialer Standards durch persönliche Leistung und Wettbewerb.



Mit diesem Bild endet in unserem Erfahrungsraum des natürlichen Jahres der Frühling, denn bei einer Sonnenstellung von 1° Krebs ist die Sommersonnenwende erreicht, ein Punkt des radikalen Wechsels der Zugehörigkeit ohne Rückkehr. Die Stunde der Entscheidung/ Bekenntnis/ Bestimmung des eigenen Standorts steht an – in Übereinstimmung mit dem eigenen Dharma. Dane Rudhyar schreibt hierzu: „Die VORSTELLUNG, die Show ist vorbei.“
Ich denke bei diesem Grad an den schönen Schein, von dem wir uns so gerne blenden lassen: die verschiedenen Statussymbole unserer Gesellschaft und Kulturen, vom Autokult, Badekult, Körperkult (Bräunungsstudios, Fitnesswahn), Urlaubskult zu den von uns gemachten und hoch gepäppelten Schönheitsidealen, Luxusgütern und oberflächlichen Werten. Hinzu kommen die von der Gesellschaft verliehenen Belohnungen für die Erfüllung der kollektiven Maßstäbe an Personen, die diese Standard-Ideale, Statussymbole und kulturellen Werte repräsentieren – in Form von Ruhm, Prestige, Geld und Titel. Die Medienindustrie hält dem Esel tagtäglich diese Statussymbole, Ideale und Werte als Karotte vor die Nase. Die Masse eifert diesen Idealen nach, will sie manifestiert sehen, erbringt große Leistungen und hofft auf die gesellschaftliche Anerkennung, Bewunderung und Belohnung, sei es auch nur im Guinness-Buch der Rekorde.
Die ZWILLINGE-Phase der Äußerung und Veräußerlichung ist hier abgeschlossen und hat ihre Erfüllung gefunden. Der Mensch möchte vielleicht in seiner Entwicklung hier stehen bleiben und sich Zeit nehmen für den Genuss der Statussymbole und sozialen Standards, doch seine evolutionären Kräfte lassen dies JETZT nicht zu. Eine NeuOrientierung und neue Ausrichtung seiner Gedanken und Energien liegt an. Was ist sein Zuhause, seine Grundlage, zu der er sich bekennt?

SONNE 30° SCHÜTZE
Der Papst segnet die Gläubigen.
Schlüssel: Das Bedürfnis, traditionellen Werten die Ehre zu erweisen, auf denen die unsichtbare Gemeinschaft des Geistes aufbaut.


Gegenüber im Zeichen Schütze endet in der Natur der Herbst, bei 1° Steinbock ist die Wintersonnenwende erreicht, ein Punkt der radikalen Umkehr, Entscheidung und Machtübernahme.

Die SCHÜTZE-Phase findet in gesellschaftlichen Kulturen und Zivilisationen ihre Erfüllung in der Verkörperung eines geistigen Oberhaupts über eine geistige Gemeinschaft. Ein Kollektiv gläubiger Menschen überträgt sein spirituelles Wertgefühl auf eine Person, die ihre Ideale verkörpert und als „Stellvertreter Gottes“ angebetet wird. Jeder Mensch mit einer Besetzung dieses Tierkreisgrads durch einen Planeten mag sich fragen, ob er bereit sei, ein überpersönliches Leben als Symbol oder Archetyp zu leben. Doch diese Rolle kann ebenso ein Segen wie ein Fluch sein.

Das Symbol dürfte sich auch auf die traditionelle Stellung und die mehr oder weniger mächtige Position diverser weltlicher Kircheninstitutionen und ihrer Repräsentanten beziehen. Wir dürfen die Grundschwingung der Kardinalen Klimax-Konstellation nicht aus den Augen verlieren,
einerseits das Gerangel um den Fortbestand der alten traditionellen Werte und Ideale (Beispiel Glaubenskriege), die auch in der Zukunft den Menschen noch zu Höchstleistungen antreiben sollen, und andererseits den stetig wachsenden Werte- und Bewusstseinswandel – symbolisiert durch den PLUTO am Nordknoten im kardinalen Erdezeichen Steinbock, gerade aktiviert durch den transitierenden Merkur und Mars.
Die Stühle, Sessel und Throne der Inhaber der alten Macht – der spirituellen wie der weltlichen - beginnen zu wackeln, das Volk (MOND am Südknoten) spielt nicht mehr mit, hat genug vom politischen, kirchlichen und kulturellen Theater, den Vorstellungen, Versprechungen, Moralpredigten, Gesetzen und Vorschriften. Öffentliche Machthaber, die ihre Macht und Stellung für persönliche Ziele und Zwecke missbrauchen, werden für ihre Taten zur Rechenschaft gezogen (Beispiel Erich Honecker, dessen Pluto auf 30° in den Zwillingen stand, dessen SHOW auch nicht weiterging).

JUPITER, der am 22. Januar 2011 endgültig in den Widder eintritt, läuft durch die letzten Grade des veränderlichen Fische-Zeichens, schenkt uns Mut und Zuversicht, und mit neuen Vorhaben auf den Weg zu machen, nachdem wir uns von alten Glaubenssätzen, Lebensmustern und Lebensweisen verabschiedet haben. Die Spannung zwischen den beiden Erfahrungen oder Phasen kurz vor den Sonnenwenden (siehe 30° Zwillinge – 30° Schütze), die zu einer Entscheidung zwingen, findet ihre Lösung in der JU/UR Konjunktion.
Bild: Sternenreise (C) Sundra Kanigowski

JUPITER 26° Fische:
Während sie die sehr schmale Mondsichel beobachten, die beim Sonnenuntergang erscheint, erkennen verschiedene Menschen, dass die Zeit gekommen ist, sich mit ihren unterschiedlichen Vorhaben aufzumachen.


Die sehr schmale Mondsichel, die bei Sonnenuntergang im Westen erscheint, ist das erste Zeichen des jungen Mondes (Neumonds). Jupiterkraft – die Fähigkeit zur Expansion, Vision (Ex-Pan-Vision!) und Erforschung neuer Dimensionen – steht auf diesem Grad der Mondfinsternis und des Horoskops der Wintersonnenwende für einen kosmisch-spirituellen Grundimpuls, der alle Menschen dieses Planeten mit der Botschaft erreicht „Mach dich auf den Weg – Es ist an der Zeit!“
Das I GING weist in diesem Zusammenhang auf das Hexagramms 49 GO, die Umwälzung hin: „Am eigenen Tag, da findest du Glauben.“ Es wird empfohlen, die Zeiten (Zeitrechnung) zu ordnen und zu klären, sich auf die erkennbaren Zeiterfordernisse einzustellen und so Herr über den Wechsel der Natur zu werden.
Der Übergang von Fische zu Widder heißt hier Abschied nehmen von lieb gewonnenen EinBildungen, Gefühlen, VorStellungen und Träumen, wenn diese keine konkrete Bedeutung und Berechtigung für unser weiteres Leben haben. In unserem individuellen Leben führt diese Zeit der BeReinigung und LosLösung zu einer Befreiung von lange brachliegenden oder angestauten passiven Kräften, zu einer fruchtbaren Aktivität unter neuen Gesichtspunkten und veränderten klareren Perspektiven.

Der Impuls des „Sich auf den Weg Machens“ kann von innen kommen oder durch andere Menschen. Mutig und stark dürfen wir jetzt die Dinge unseres Lebens neu ordnen, nach Gewicht und Bedeutung. Was ohne Bedeutung ist, zerfällt von selbst, das Wertvolle zeigt sich von einer neuen Seite. Lediglich die physische Realität zu verändern, bewirkt allerdings nichts. Zuerst müssen die zugrunde liegenden alten Haltungen, Einstellungen und Vorstellungen erkannt und geändert werden, die zu den alten, unerträglich gewordenen Zuständen und Bedingungen geführt haben. Die neu gewonnene EINSICHT wird dann ganz von selbst die Grundlage zu einer neuen Wirklichkeit schaffen.

Zum Abschied und Neuanfang möchte ich euch diese Zeilen mit auf den Weg geben, aus Hermann Hesses Gedicht „Stufen“:

…
Wir sollen heiter Raum um Raum durchschreiten,
An keinem wie an einer Heimat hängen,
Der Weltgeist will nicht fesseln uns engen,
Er will uns Stuf’ um Stufe heben, weiten.
Kaum sind wir heimisch einem Lebenskreise
Und traulich eingewohnt, so droht Erschlaffen,
Nur wer bereit zu Aufbruch ist und Reise,
Mag lähmender Gewöhnung sich entraffen.
…

Brilon, 20. Dez. 2010
Sundra

Mittwoch, 6. Oktober 2010

7.10.10 Waage-Neumond - dynamisch - rotundrisch

Neumond in der Waage 7.10.10 20:45 h MESZ für Brilon (NRW)
Und wieder bereiten wir im Unsichtbaren den Boden vor für eine neue Saat-Idee und die Ausbildung neuer Kräfte in uns. Durch diesen NEUMOND im kardinalen Luftzeichen WAAGE wird die siebenjährige Kardinale Klimax - Konstellation (2008-2015) erneut aktiviert. Die Opposition zwischen den Widder-Waage-Planeten hat sich vorübergehend gelockert, da Jupiter und Uranus noch einmal in die Gewässer der Fische abgetaucht sind, um bis Anfang 2011 die letzten karmischen Reste (den Sog des Alten) aufzulösen und dann mit neuem Schwung die neue Energie über den Widder-Punkt zu initiieren. Es lohnt sich also, mit den neuen Vorhaben und Projekten noch gut drei Monate zu warten, in dieser Zeit für das Wohl des Ganzen zu beten und den eigenen Weg noch einmal von allen Seiten zu beleuchten.

Die beiden Quadrate (rote Linien) zwischen den langsam laufen Planeten in drei kardinalen Zeichen bleiben allerdings bestehen – und das sind auch die beiden einzigen „Striche“ oder Verbindungen zwischen den Planeten. Das ergibt eine sehr dynamische und unruhige Energiestruktur, die uns in Bewegung hält – auch wenn das Ziel noch unbekannt ist. Die rote Spitze weist auf Pluto und den Nördlichen Mondknoten im Erdezeichen Steinbock: das bekannte Thema der tief greifenden Wandlung aller verhärteter und veralteter Strukturen, Gesetze, Formen. Der Ballast, den wir mit uns rumschleppen und der uns Sicherheit vortäuscht, wird sich vermindern und in Nichts auflösen. Uns wird die Möglichkeit geschenkt, leicht und leer zu werden, um eine neue Kraft und Vision in uns aufnehmen zu können für einen neuen Zyklus.

Das Sabische Symbol des Neumonds auf 15° WAAGE lautet:

Kreisförmige Wege.
Schlüssel: Die Unvermeidbarkeit annehmen, feste Rhythmen sozialer Aktivität einzurichten.

Schon seit drei Tagen und Nächten bewegt und inspiriert mich das Symbol des Kreises und des Gehens im Kreis. Als Symbol der Ganzheit ist der KREIS die Figur, die am vollkommensten auf eine Mitte bezogen ist. Was sich in einem Kreis befindet, gehört zusammen. Alle Personen eines Kreises, einer Gruppe von Menschen, richten ihr Interesse und damit ihre psychische Energie auf den gleichen Gegenstand, konzentrieren sich auf einen gemeinsamen Mittelpunkt, ein zentrales Thema, um das sich alles „dreht“ (ich denke an die Sufis).

Die Frage ist:
In welchem Kreis befinde und bewege ich mich?
Es ist eine Frage der Einstellung, des Standorts, der Ansicht und Einsicht.
Hier folgt eine kleine Auswahl an Kreisen und Kreiserlebnissen, die mir spontan einfallen:

Sternenkreis, Sonnenkreis, Tierkreis, Erdkreis, Wendekreis, Stundenkreis,
Landkreis, Umkreis, Wahlkreis, Familienkreis, Freundeskreis,
Personenkreis, Fachkreis, Singkreis, Themenkreis,
Stromkreis, Schaltkreis, Regelkreis, Halbkreis,
Wendekreis, Polarkreis, Kornkreis,
Teufelskreis, Bannkreis
Gesichtskreis.

Ich kann mich in einem Kreis gefangen oder aufgehoben, geborgen fühlen.
Ich kann mich in einem Kreis in Beziehungen verwickeln, in gespannten Verhältnissen leben oder in Frieden meine Kreise ziehen in der Gewissheit der Verbindung mit allem.
Ich kann im Stundenkreis der Uhr meine Kreise ziehen und jede Minute zählen. Ich kann um den Pol kreisen und mein Leben und Denken nach ihm ausrichten, im Singkreis mit meiner Stimme einen Beitrag leisten, mich im Bannkreis eines Menschen oder einer fixen Idee befinden, mein Leben als Teufelskreis empfinden, orientierungslos und sinnlos umherirren.

Der KREISLAUF steht für eine wiederkehrende Abfolge von Ereignissen, Stoffen, Energien und Erfahrungen. Räumlich begegnen wir beim mehrmaligen Durchmessen unserer (runden) Welt wiederholt den gleichen Formen innerer und äußerer Landschaften – auch wenn wir bei jeder Begegnung anders auf sie reagieren. Auch zeitlich erleben wir die zyklische Abfolge von Anfang, Höhepunkt und Ende, um dann wieder dem Wachstumsimpuls eines neuen Zyklus’ zu folgen. Und die Planeten stehen gerade so, dass wir uns alle in genau so einem Prozess der Erschaffung einer „Neuen Welt“ befinden. Und wer im Besitz der Vision und Grundformel ist, hilft mit, diese zu projizieren und zu verwirklichen. Unser Erleben ist zyklischer Natur. Es liegt nun an uns, der Aneinanderreihung von Ereignissen und Erlebtem einen Sinn zu geben, eine sinnvolle Ordnung und Struktur darin zu erkennen.

SYMBOLE, die ja über das Faktische und Rationale von Zeichen hinausreichen, enthalten Botschaften für uns und tauchen dann auf, wenn wir ihrer bedürfen. Sie überbringen uns Mitteilungen über einen bestimmten Umstand soziologischer, psychologischer oder physiologischer Art. So darf auch dieses Symbol der Kreisförmigen Wege als eine Antwort auf ein Problem gesehen werden, das wir vielleicht in seiner Tiefe noch nicht erfasst haben. Mir fallen sogleich die zyklischen Symbolserien des Tarot, des I GING,der Sabischen Symbole und des Tierkreises mit ihren archetypischen Bedeutungen ein. Wenn wir im Leben auch eine Vielfältigkeit von Gedanken und Erlebnissen haben, so mag uns diese Tatsache allein eines Tages nicht vollkommen ausfüllen. Aus geistiger Sichtweise geht es um die „Sinn-Ernte“ (Dane Rudhyar), den Extrakt aus all diesen Erfahrungen. Wir dürfen uns der sinnvollen Aufgabe und Möglichkeit widmen, als Honigbienen den Nektar aus unseren gemachten Erfahrungen zu saugen, ihn in unserer inneren Waben-Struktur zu sammeln und zu lebenswichtigem Honig zu verarbeiten, der reichen geistigen Frucht. Es ist das, worüber ich im letzten Astro-Artikel über die Venus geschrieben habe.

Welche Möglichkeiten habe ich, im Kreislauf des Lebens meinen Weg zu finden und zu gehen?
Dazu möge jeder erst einmal feststellen, ob er sich in seinem Kreis gebunden oder frei fühlt und sich fragen: Habe ich mir diesen Kreis bewusst erwählt oder wurde ich durch Geburt, Erbe, Schicksal in ihn hineingestellt?
Befinde ich mich in einem Kreis mit vorgegebenen kollektiven und sozialen Mustern, die meinem inneren Wesen und Weg (dharma) widersprechen, werde ich den mächtigen Drang verspüren, dem Weg der Individuation zu folgen und bei Gelegenheit aus dem Kreis der Begrenzung ausbrechen, um eine tiefere Quelle von Leben und Bewusstsein anzuzapfen. Ich kann es, denn dieser Weg des Ausbruchs aus dem natürlichen „Bannkreis“ ist in mir und jedem anderen Menschen angelegt – und er offenbart sich zur rechten Zeit.
Erlebe ich in dem kreisförmigen Ablauf des Alltags mit seinen festen Rhythmen jedoch innere Stabilität, Ruhe und einen schöpferischen Lebenssinn erleben, mag ich statt Langeweile und Beziehungsstress einen überpersönlichen Frieden finden aufgrund meines Eingebundenseins und meiner Identifikation mit einem größeren planetaren oder kosmischen Zyklus. Das heißt, mit einem äonischen oder zyklischen Bewusstsein bin ich in der Lage, völlig gelassen, losgelöst und in Frieden „kreisförmige Wege“ zu gehen. Ohne Druck und ohne Stress tue ich das, was gerade anliegt und vor mir liegt – in freier Entscheidung nach reifer Überlegung und weiser Einsicht.

Wer also eingebunden ist in einen Kreis von Pflichten, Aufgaben, Aktivitäten oder in einen Bannkreis von alten Verhaltens- und Tätigkeitsmustern oder gar in einen Teufelskreis von Funktions- und Sachzwängen, Zwangsneurosen und Zwangsvorstellungen (Merkur/Saturn/Pluto), prüfe sich selbst und entscheide dann oder lasse das Schicksal, das ihm Geschick-te, entscheiden.

Die reifen Seelen oder bewussten Menschen haben im Zeichen WAAGE die Chance, sich NEU ZU ORIENTIEREN und auszurichten, ihre Zugehörigkeiten („Kreise“) und Wertvorstellungen sorgfältig abzuwägen. Durch bewusste Wahl werden die inneren Gegensätze ausgeglichen. Der Mensch ist reif und bereit, sich für den Weg der Seele zu entscheiden, sich nach geistigen Werten zu richten und von den materiellen Wünschen der Persönlichkeit zu lösen. Die Wende wird hier von Uranus vollzogen, dem esoterischen Herrscher der Waage, der bei den Ägyptern „Mutter der Revolutionen“ oder Mutter der Zyklen genannt wurde. Revolution ist ein astronomisches Fachwort für den Umlauf der Planeten um die Sonne. Beispiel: Die Revolution der Erde (Umdrehung um die Sonne) geschieht im Zyklus von einem Jahr; bei Pluto sind es 247 Jahre, bei Saturn 29 Jahre. Ein Zyklus ist vollendet. Eine kreisförmige Be-Weg-ung hat sich vollendet.
(Und auf dem Planeten des kleinen Prinzen geht die Sonne in 24 Stunden gleich 43-mal unter und auf!) Auch wenn astronomisch der „Widderpunkt“ (Frühlingspunkt) längst in den Fischen liegt, bleibt er in der astrologischen Deutung das Symbol für das Hervorbrechen neuer Daseinsmöglichkeiten.

In einem meiner zahlreichen Kreis-Träume erhielt ich im Stück „Traum-Weisheit“ den Hinweis, dass die Psyche sich „rotundrische“ Situationen schafft , das heißt kreisrunde Zustände à la Uroboros, wo Anfang und Ende zusammen fallen… wo der letzte Buchstabe des Welten-Wortes zugleich die Initiale des neuen Wortes ist… wo die Tonsur auf dem Kopf exakt den gleichen Durchmesser hat wie der Sonnenkreis…
Kreis, Rad und Kopf sind Symbole Vairocanas, des Dhyani-Buddha in der zentralen Position (Mitte) der allumfassenden Weisheit. Er hält das Rad des Gesetzes, macht mit seinen Händen die Gesetzesrad-Geste; sein Element ist Akasha (der Raum), seine Farbe Weiß, sein Thron und Reittier sind Drache oder Löwe. Er ist der "Sonnengleich Strahlende", der Überwinder des Nicht-Wissens (avidya).

Wenn wir von hoch aufgetürmten Frisuren, Haaren, von Kopfschmuck (Haupt-Ausstrahlung), sprießenden Hörnern, Zweigen etc. träumen oder uns die Symbole von Rad, Kreis, Kopf, Kugel, Mitte und die Farbe Weiß erscheinen, so sind das Botschaften aus unserer Wesensmitte, wo die allumfassende Weisheit wohnt. Diese Träume sind sehr wichtig, geben einen Hinweis zu unserer geistigen Lage /Verfassung und den Fluss des Energiestroms. Denkt an den Kopfschmuck der ägyptischen Göttinnen (Isis, Hathor…), genannt Ideogramme, die ein Ausdruck der Qualitäten ist, die die Göttin verkörpert. Im Raume entspricht die Kugel dem Kreis; eine Lebensdimension mehr ist zum flächigen Kreis hinzugekommen (Tiefe, Räumlichkeit, innere Ausdehnung, die Sphäre). Kreis und Kugel, die sich um ihr Zentrum drehen, sind Symbole psychischer Dynamik.

So let’s go the circuit!
Abschließend eines meiner Lieblingsgedichte – mit Widderpunkt-Dynamik, zyklisch, äonisch und rotundrisch:

Ich lebe mein Leben in wachsenden Ringen,
die sich über die Dinge ziehn.
Ich werde den letzten wohl nicht vollbringen
aber versuchen will ich ihn.

Ich kreise um Gott, den uralten Turm,
und ich kreise jahrtausendelang;
und ich weiß noch nicht: bin ich ein Falke, ein Sturm
oder ein großer Gesang.

Rainer Maria Rilke
Aus dem Stundenbuch, erschienen 1905

Brilon, 6. Okt. 2010 12:50 h
Sundra rotundrisch

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Quellen:
Dane Rudhyar Astrologischer Tierkreis und Bewusstsein, Kailash Hugendubel Verlag, 2 Aufl. 1993
Dane Rudhyar / Leyla Rael-Rudhyar Der Sonne/Mond Zyklus, Edition Astrodata, 3. Auflage 1999
Dane Rudhyar Astrologie der Persönlichkeit, Kailash Hugendubel, 1979
Marc Edmund Jones Die sabischen Symbole in der Astrologie, Edition Astrodata, 2. Auflage 1996
Gunda Scholdt Praxisbuch der Esoterischen Astrologie, Ebertin Verlag, 2. Auflage 1998
AAB Esoterische Astrologie, Verlag Lucis, Genf, 1970

Sonntag, 11. Juli 2010

11.07.2010 Neumond im Krebs mit Eklipse


11.07.2010 NEUMOND im KREBS
mit totaler Sonnenfinsternis
(südl. Pazifik, Neuseeland, südl. Südamerka)

Diese totale Sonnenfinsternis ist für 22 Monate die letzte und sie fällt zum größten Teil ins Wasser, in den südlichen Pazifik, ist z.B. von der Osterinsel und der Tonga-Insel aus zu beobachten. Nun gilt für die Astrologie der Lehrsatz WIE OBEN – SO UNTEN. Während ein Teil der Erdbewohner die letzten beiden Finsternisse der Lichter am Himmel verfolgen, werfen sie gleichzeitig auch ihre Schatten über bestimmte Zonen der Erdoberfläche.

Die oben am Himmel sichtbaren Schatten und Verfinsterungen haben auch mit dem Geschehen unten auf der Erde eine Verbindung, stehen für die psychologischen Schatten und Schattenthemen von Einzelnen, von Völkergruppen und Staaten, d.h. für ungeklärte, unbewusste Inhalte. Und jede Sonnenfinsternis wirft ihre Schatten schon um Monate voraus. Diesmal finden wir im irdischen Geschehen eine gut nachvollziehbare Entsprechung der wandernden Finsternis am Himmel: den wandernden schwarzen Ölteppich im Golf von Mexiko (entstanden durch die Tiefseebohrungen und die Explosion von Deepwater Horizon), der unsere kostbarste Lebensgrundlage bedroht, das Wasser.

Schon immer wurden Finsternisse am Himmel mit Katastrophen und großen Veränderungen auf der Erde in Verbindung gebracht. Anhand von Ereignishoroskopen (von Staats- und Städtegründungen, von Politikern, etc.) und umfassender Information können eigentlich schon im Voraus die persönlichen, staatlichen und kollektiven Betroffenheiten durch Finsternisse erkannt und entsprechende Maßnahmen, z.B. Vorbereitungen für Veränderungen und Alternativen ergriffen werden.

Finsternisse bergen aber auch positive neue Möglichkeiten in sich, wenn einmal Licht auf die dunklen Bereiche gefallen ist… wenn etwas ans Licht kommt, mit dem wir gar nicht gerechnet haben. Schließlich werden alle Geschehen hier auf der Erde – von den Klimakatastrophen bis zu Kriegen und Entdeckungen - vom Handeln des Menschen verursacht und beeinflusst. Was davon gut oder schlecht, vorübergehend oder nachhaltig und prägend war, stellt sich oft erst Jahrhunderte später heraus.

Neumond und Finsternis im Wasserzeichen KREBS

Finsternisse finden immer an Neumond oder Vollmond statt, wenn sich die Mondknoten in der Nähe dieser Konstellation befinden. Die jetzige totale Sonnenfinsternis findet am NEUMOND im Wasserzeichen KREBS statt, in der Nähe des südlichen Mondknotens. Die durch die Finsternis aktivierten Schattenthemen betreffen also global und kollektiv die WASSER-Ebene, die Gesundheit / Reinheit der Meere, der Fische und Wassertiere, sowie die Schiff-Fahrt. Persönlich betroffen sind unsere Rückzugsorte, das Heim, die Wohnung, unsere Familien, Wurzeln, Abstammung, Ahnen, die traditionelle Kultur, Themen von Fürsorge, Schutz, Ernährung und Unterstützung. Kollektiv wie persönlich ist der Archetyp der GROSSEN MUTTER angesprochen, z.B. Mutter Kirche und ihre Repräsentanten, die Stadt, das Land, die Erde, Höhlen, Meere, etc., ebenso Schattenthemen wie Fürsorge & Abhängigkeit, Machtmissbrauch von Abhängigen bzw. Anvertrauten (Kinder / Schützlinge), persönliche Besitzansprüche an Menschen.

WASSER ist die elementare und tragende Lebensgrundlage aller Lebewesen, die notwendige Kraft, um alles zu ernähren, zu erhalten und in ein größeres Ganzes zu integrieren. Die Symbolik des Wassers ist umfangreich und tiefgründig:

Wasser steht für das UNBEWUSSTE, für das Wesen und die Inhalte der Psyche und allgemein für Gefühle. Das „Wasser des Lebens“ - eigentlich ein flüssiges Licht - ist Lebensquell und Lebensfluss, ein Ort des Geheimnisses, der Gefahren und der Entrückung, der tiefgründigen Wandlung, Erneuerung und Verdrängung. Es hat ungeahnte Tiefen, kann wegreißen, überfluten, reinigen, heilen, erneuern und integrieren. Die Weisheit des Wassers liegt in spiegelgleicher Erkenntnis. Wer ins Wasser steigt, geht zu sich selbst, auf den Lebensgrund, ins Ur-Wissen. Die Kraft des Wassers besteht in der Fähigkeit, als ORGANISCHES GANZES zu empfinden und zu reagieren.

Schauen wir uns den Tierkreisgrad dieses Neumonds an und nehmen das SABISCHE SYMBOL zu Hilfe, das entsprechende Bild zu diesem Tierkreisgrad.

SONNE / MOND auf 20° KREBS
Venezianische Gondolieri spielen eine Serenade.

Das Symbol spricht von einem glücklichen Erlebnis, einem Gefühl von Erfüllung und Annahme des Liebesverlangens, wenn die Stimme des vom Wasser getragenen Lebensantriebs (Gondoliere) bewirkt, dass sich die Geliebte (die „Blüte des Bewusstseins“) auf dem Balkon zeigt. Das heitere Abendständchen (lat. sereno = heiter) ist der Ausdruck einer bereits gefestigten und strukturierten Persönlichkeit, die aufgrund ihrer Verwurzelung und Zugehörigkeit in einem sozialen Gefüge (der Stadt im Meer) auch teilhat an der Ritualisierung dieses sozialen Integrationsprozesses.

Was kann / könnte dieses Symbol für den Einzelnen im Zusammenhang mit der gleichzeitigen Sonnenfinsternis und den Zeichen der Zeit – der „kardinalen Klimax“ - bedeuten?


Zuerst einmal tut es einfach gut, um dieses gefühlsschwangere glückliche Vorzeichen zu wissen – bei all den Katastrophen-Botschaften, die oft bei einer Sonnenfinsternis assoziiert werden. Wo die Seele aufgrund von Übereinstimmung und harmonischer Ergänzung klingt und schwingt, ist MUSIK im Spiel. Welche Freude bereitet es dem Einzelnen, wenn seine Aktionen, die auf der Grundlage von Emotionen beruhen, von der jeweiligen Gesellschaft und Kultur anerkannt werden! Man denke neben den Gondolieri auch an die Bänkelsänger des Mittelalters, die Straßenmusikanten und Leierkasten-Spieler, die bis in die Fußgängerzonen und Hinterhöfe vorgedrungen sind.

Es ist nicht jedermanns Sache oder Berufung, auf der Straße ein Lied für das Geliebte zu singen – doch gibt es viele Möglichkeiten und anerkannte Rollen in der Gesellschaft, seinen Gefühlen in aller Öffentlichkeit Ausdruck zu verleihen, eben „Farbe zu bekennen“ und für die Erfüllung seines Herzenstraums aktiv zu werden. Ich kann mich z.B. für eine karitative oder soziale Sache einsetzen, da ich mich emotional davon angesprochen fühle.
Die Zeichen der Zeit stehen auf Wandlung, Veränderung und dem Erproben von alternativen und neuen Möglichkeiten! Sich nur ständig die alten Wunden zu lecken, bringt keine Erlösung und Heilung. Für eine glückliche und erfolgreiche Veränderung auf nahezu allen Gebieten werden mutige Menschen gebraucht, die sich trauen, einfache Wege zu gehen, die sich das Glücklichsein zutrauen und der Musik ihres Herzens folgen.

Es gibt derzeit viele unzufriedene, frustrierte, unglückliche Menschen, die auf eine Besserung der Bedingungen und Verhältnisse harren, die aber die Verantwortung dafür an den Staat, die Kommunen, die Politiker oder irgendwelche Gurus, Übermütter und Überväter abgegeben haben. Es gehen jedoch auch immer mehr neue Bewusstseins-Sonnen am Morgenhimmel auf von Menschen, die zwar ebenso frustriert, verletzt, geschwächt und desillusioniert sind von der sozialen und gesellschaftlichen Struktur, jedoch die Verantwortung für das persönliche Glück und Leben wieder selbst in die Hand nehmen – vor allem vor dem Hintergrund des nachhaltigen Wohlergehens für die folgenden Generationen.

Gerade die derzeitige Konstellation von JUPITER/URANUS in den ersten Graden von WIDDER, dem feurigen kardinalen Zeichen des Anfangs, verleiht uns allen Mut mit einer gehörigen Portion Wildheit und irrationaler Verrücktheit, um das scheinbar Unmögliche zu wagen, nämlich den bestehenden oft erstarrten Lebens- und Überlebenssituationen trotz erheblicher Widerstände den Rücken zu kehren und…

ins UNGEWISSE und scheinbar UNSICHERE zu springen…
einfach… allein… oder gemeinsam mit anderen Enttäuschten…

Es sind viele, die in den LEEREN RAUM eintreten und dort ÜBEREINSTIMMUNG feststellen – ein kostbares Gut, das die vorhandenen Kräfte potenziert. Der mutige Eintritt in diesen leeren Raum ist ein SCHÖPFERISCHER AKT, der plötzlich und unmittelbar ganz neue Sichtweisen und Möglichkeiten zum Handeln freisetzt.

Unglückliche, Frustrierte, Jammernde und Gelangweilte gibt es nun wirklich genug! Wie wäre es mal mit einer glücklichen Rolle in der Gesellschaft? Jeder möge seine Lage überdenken, überprüfen und erfühlen und sich entscheiden.

Mit dieser frohen Botschaft der neuen MOND-SAAT für die Menschheit möchte ich schließen und allen, die sich angesprochen fühlen, Mut machen für einen Neuanfang mit einer GLÜCKLICHEN ROLLE in der Gesellschaft. Wir haben es in der Hand, die „Büchse der Pandora“ in den GRAL zu wandeln und mit unserer Entscheidung den nachfolgenden Generationen eine glückliche stabile Lebensgrundlage auf der Basis einer heiteren und freudigen Grundstimmung anzubieten. Indem wir für unser kleines persönliches Glück sorgen und die Verantwortung dafür übernehmen, zeigen wir anderen, wie es geht und dass es geht.

Sind wir es!

Sternengrüße von Sundra

Den vollständigen ARtikel findet ihr wie immer unter den ASTRO NEWS auf meiner Webseite.

Freitag, 25. Juni 2010

Vollmond im Steinbock mit part. Mondfinsternis


Der von Astrologen geprägte Ausdruck „Kardinale Klimax“ (Quelle in „Astrologie Heute“) wird für die Phase von 2008 – 2015 verwendet, in der sich die langsam laufenden Planeten SATURN, URANUS und PLUTO in den ersten Graden der drei Kardinalzeichen Waage, Widder und Steinbock befinden und untereinander harte, d.h. schwierige, herausfordernde Aspekte bilden. Die heiße Phase dieses Sommers zeigt sich nun darin, dass ab Juni der JUPITER als 4. Planet diese kardinale Aufbruchstimmung mit anheizt und SONNE /MERKUR im Krebs und der MOND im Steinbock (Vollmond-Stellung und Mondfinsternis) das KARDINALE KREUZ vollenden.
Der Ordnung halber muss ich erwähnen, dass Saturn sich aufgrund vorheriger Rückläufigkeit noch auf den letzten beiden Graden in der Jungfrau befindet und erst am 21. Juli den kardinalen Nullpunkt in der Waage erreicht, sein Einfluss ist jedoch bereits spürbar. Somit sind die 4 kardinalen Eckpunkte des Tierkreises (Widder, Krebs, Waage, Steinbock) von insgesamt 7 Planeten besetzt und forcieren mit großer Macht und Spannung Initiation, Aufbruch, Veränderung, Erneuerung im persönlichen wie gesellschaftlichen Bereich. Bei einer Konstellation wie dieser – der Betonung und Aktivierung der kardinalen Zeichen in ihren ersten fünf Graden, vor allem durch die langsam laufenden Planeten – ist die WELT ALS GANZES betroffen, die ganze Menschheit, das globale Bewusstsein, die Energie und Weltwirtschaft mit ihren Ressourcen, das Klima, Natur und Umwelt, die gesellschaftliche Struktur etc.

Es geht jetzt wirklich ‚Schlag auf Schlag’ weiter - mit herausfordernden Krisen, Umbrüchen, Zusammenbrüchen, da die Kräfte des Alten, Verhärteten und Starren (Saturn, Mond und Pluto im Steinbock) erst gebrochen werden müssen durch Mobilisierung aller Energien – aber auch mit Erkenntnissen, Durchbrüchen, großen, mutigen und zukunftsweisenden Taten. Diese Mondfinsternis aktiviert die kardinale Höhepunkts--Konstellation schon spürbar einen Monat vor der exakten Stellung und hält von der Wirkung her auch noch bis November 2010 an. Im nächsten Monat (Juli) folgt eine Sonnenfinsternis. Die USA, besonders die Region von Mittelamerika und der Golf von Mexiko (Ölkatastrophe), fallen in den Bereich der Sichtbarkeit … ebenso China, Burma, Thailand, Malaysia, Singapur und der östliche Teil Indonesiens (Sumatra). Auch in Europa sind die Spannungskonstellationen der Mondfinsternis zu spüren. Ich verweise hier weiter an die großen Astrologieschulen /Zeitschriften und ihre Seiten im Netz. Ein weiterer Höhepunkt ist Ende Juli erreicht, wenn MARS und SATURN sich auf 1° Waage treffen und das kardinale T-Quadrat exakt wird. Es ist mit großen Machtkonflikten und unerwarteten Einbrüchen / Ereignissen zu rechnen.

Wer sich für den ganzen Artikel interessiert, lese bitte weiter auf meiner Webseite unter ASTRO AKTUELL



SonneMondundSternengrüße
Sundra