EX - PAN - VISION

DIE KUNST ALLES SEIN ZU LASSEN
SABISCHE SYMBOLE
SYMBOLSPRACHE
ASTRO-ORAKEL
ASTRO-SCHAU
EX-PAN-SION
TRÄUME
VISION
MUSIK
TAO
OM

kunst(ett)sundra.eu

Posts mit dem Label Symbolsprache werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Symbolsprache werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Donnerstag, 3. Dezember 2015

Isis und ihre Symbolik in den Tarotkarten



Entsprechung von Sterben und Einweihung

 „Ich bin Isis, alles, was gewesen ist,
und alles, was ist und sein wird;
meinen Schleier hat keiner der Sterblichen je gehoben …“

Plutarch, Schriftsteller und Philosoph der Antike,  schreibt:

"Im Sterben widerfährt der Seele dasselbe wie denen, welche in die großen Weihen eingeführt werden, weshalb auch das Wort von der Tatsache des Sterbens (teleustan) dem Wort des Eingeweihtwerdens (teleistai) entspricht."

Das heißt, der Tod ist ein essenzieller Moment und die Werte und Erfahrungen von “Tod“ und „Initiation“ (Einweihung) sind austauschbar. Initiation ist im Normalfall vom Individuum  frei wählbar. Doch der Tod ist das unvermeidbare Ende eines individuellen Zyklus. Im Extremfall ist der Tod sogar das Medium, das dem Einzelnen die Erfahrung des Übergangs in andere Dimensionen ermöglicht.

Der NEUMOND vom 11.11. hat auf sehr intensive Weise die unbewussten Wünsche des Menschen in dieser Zeit enthüllt. Als dunkler Mond offenbart er mit aller Macht das noch ungeborene und archetypische Potenzial des Neuen Menschen, was im Mythos und auch in dem auseinander gefächerten Lebensspiel des Tarot als Geburt des (Isis-)Sohnes Horus bezeichnet wird.

Was kann es bedeuten, wenn der Name der uralten ägyptischen Muttergöttin (Isis) plötzlich im 21. Jahrhundert wieder auftaucht – als Name einer islamischen Terrorormiliz, die im Namen Gottes Menschen tötet? Alle organisierten Religionen und alle nationalen Staatenbündnisse halten die Spaltung des gemeinsamen Ursprungs aller Menschen aufrecht durch ihr Beharren auf „mein und dein“ (klick!) – meine Religion gegen deine Religion, mein Glaube gegen deinen Glauben, mein Gott und dein Gott… unser Land und euer Land, unsere Kultur und die der anderen. Das ist der Zustand dieser Welt, der Menschheit und jedes einzelnen Menschen. Jeder erforsche sich selbst, inwieweit er sich der Tatsache einer geistigen Verbundenheit und Wesensgleichheit, eines gemeinsamen Ursprungs bewusst ist und jeden Menschen als Bruder und Schwester einer gemeinsamen kosmischen Mutter anerkennt.

Von dieser Zersplitterung ist im ägyptischen Mythos von Isis und Osiris die Rede, wenn OSIRIS, der das Ganze repräsentiert (die Einheit des Geistes), vom Widersacher SETH zerstückelt wird, der seine Teile über die ganze Welt verstreut. Nur ISIS, die trauernde Witwe und ursprüngliche Muttergöttin, ist aufgrund ihrer Liebe und ihrer magischen Fähigkeiten in der Lage, die Teile wieder zusammenzufügen und auf den einen heiligen Weg zum Ursprung zurückzuführen.

Schauen wir einmal hinter den Vorhang der Isis, der das Sichtbare vom Unsichtbaren, das Äußere vom Inneren trennt. Doch wo Trennung ist, ist auch Verbindung. – Wer will nicht hinter den Vorhang schauen, wenn es denn schon einen gibt?

Der Archetyp des Weiblichen wird von uns im Zusammenhang mit der Mutter, dem Mond und der Nacht, dem Meer und der Erde gesehen. Das Weibliche gebiert das Leben und nimmt es wieder auf in seinen mütterlichen Schoß. Die Vorgänge im mütterlichen Schoß entsprechen unseren inneren Erfahrungen, unseren verborgenen Wünschen, Träumen und Ahnungen. Wir
ahnen, dass sich tief in uns in der Dunkelheit des Unbewussten ein Leben im Verborgenen abspielt. Manche wollen es ergründen, andere fürchten sich davor, ignorieren und verdrängen es. 

Das Weibliche im Tarot

Die Frau, die einen Vorhang zu einem heiligen Pfad aufzieht (Symbol 20° Skorpion), stellt über ihre Funktion (Öffnen, Enthüllen, Zusammenfügen) eine Verbindung zur ägyptischen Muttergöttin Isis in ihrer Rolle als Priesterin des inneren Tempels her. Wir kennen sie aus dem zweiundzwanzigstufigen Tarot, wo sie als Hohepriesterin (II) mit einem Buch oder einer Schriftrolle vor dem Vorhang zwischen den Säulen der Polarität sitzt. Auf dieser zweiten Bewusstseinsstufe wird der Mensch zum Suchenden nach der Heiligen Lehre und dem Heiligen Pfad.

Karte III zeigt sie als Große Mutter, Herrscherin oder Kaiserin ohne Schleier. Die zwei Welten Geist und Stoff sind in ihr vereint. Darum erscheint sie sowohl als Sternengöttin als auch als Erdgöttin. Sie hat die Macht, die beiden Welten zu trennen und zu verbinden. Es hängt von ihr und ihren Gesetzen (siehe Karte VIII Maat) ab, ob ein Geist sich in dieser Welt verkörpert oder ob ein verkörperter Geist sich wieder von der materiellen Welt ablöst und für diese Welt „stirbt“. Sie erscheint im Bild der Isis-Hathor, als Dementer und Kore, als geflügelte Jungfrau und Stella Maris. Auf der dritten Bewusstseinsstufe erforscht der Suchende die Geheimnisse der Natur und entdeckt die Einheit von Körper-Seele-Geist.

Auf der achten Bewusstseinsstufe zeigt sich der Archetyp des Weiblichen im Bild der Schicksalsgöttin (VIII) und des karmischen Ausgleichs, auch Göttin der Gerechtigkeit und ägyptische Maat mit dem Schwert in der Hand. Der Mensch ist aufgefordert, in seinem Inneren eine endgültige Ordnung zu schaffen, die aus dem Unbewussten aufsteigenden Inhalte zu ordnen und zu analysieren, das Unrechte vom Rechten zu trennen, zwischen Freund und Feind zu unterscheiden sowie einen Ausgleich für seine schmerzhaften Erinnerungen zu schaffen. Er wendet sich seinen eigenen Fehlern zu und erkennt, dass es für jede Handlung eine gleiche und entsprechende Reaktion gibt (karmisches Gesetz von Ursache-Wirkung).

Nach dem Erreichen eines objektiven Bewusstseins (VIII), der stillen, doch intensiven Arbeit an sich selbst (IX) und  dem Kampf mit den Schicksalsmächten (X) erfährt der Mensch die Kraft des Weiblichen als innere geistige Stärke (XI). Er wandelt seine niedere, triebhafte Natur, die mächtige Kraft des Körpers und der beiden sexuellen Ströme durch liebevolle Annahme – nicht durch Gewalt, wie es die unerlöste männliche Kraft gewohnt ist zu tun. Sieger ist die schöne Frau, die den Löwen besiegt hat. Sie steht für die LIEBE. Die Liebe im Menschen ist nun zur größten Kraft der Welt gewachsen. Sie ist das Leben, die schöpferische Lebenskraft (Kundalini) und die Kraft des Seins. Liebe ist ab jetzt der innere Drang nach Einheit.

Ab dieser Stufe ist alles anders. Der Tod (XIII) zerstört alle Scheinwelten und Schein-Ichs, erschüttert das alte Weltbild und befreit die Seele. Der Zusammenbruch des Alten ist die notwendige Bedingung für den Durchbruch des Neuen, Ursprünglichen.

Die alchemistische, verschmelzende Kraft der Liebe beginnt zu wirken, zeigt sich im Bild eines androgynen Wesens oder Engels der Mäßigkeit (XIV), der die beiden kosmischen Hauptströme männlicher und weiblicher Energie mischt bzw. – was noch wesentlich schwieriger ist – im Zustand einer ständigen Ausgewogenheit hält. Auf dieser vierzehnten Stufe ist der Mensch in der Lage, die beiden schöpferischen Kräfte nach seinem Willen zu lenken und damit große Transformationen in sich selbst hervorzurufen. Körperkräfte können in geistige Kräfte umgewandelt und höhere Bewusstseinsstufen erreicht werden.

Im nächsten Bild der Sterne (XVII) wird Isis zur Quelle der Lebenswasser für alle Seelen. Wieder ist sie die Himmels- und Sternenkönigin, die die kosmischen Lebensströme, die universelle Liebe, auf die Erde leitet – diesmal ist sie nackt, ein reines, göttliches Urbild (Archetyp), und völlig offen. Die himmlischen Qualitäten der Seele sind voll erblüht und entfaltet. Alle unbewussten Inhalte sind bewusst und geklärt. Die Göttin verbirgt nichts. Sie ist ein Urbild der reinen und strahlenden menschlichen Seele, die mit dem Kosmos verbunden ist. Nach dem Zusammenbruch, dem Tod seiner Persönlichkeit und dem Wegnehmen aller Schleier, ist vom Menschen nichts anderes mehr übrig, als das, was er in der absoluten Wirklichkeit ist, ER SELBST – lebendiger Geist. Auf dieser Stufe besitzt er zwar noch nicht die beiden kosmischen Lebensströme, doch er kann sie beherrschen und lenken. Seine Erfahrungen des langen Weges und seine gesammelten Weisheitsschätze gibt er nun andere weiter, spendet positiv-männliche Kraft, wie Mut, Begeisterung und geistige Anstöße, und schenkt negativ-weibliche Kraft in Form von Trost, Verständnis und Liebe.

Isis als große Einweiherin an der Schwelle

Karte XVIII, der Mond zeigt den endgültigen Übergang über die Schwelle, den Zustand zwischen Tod und Geburt ins geistige Leben. Das hier im Bild Dargestellte entspricht einer Schwellenerfahrung und einem Bewusstseinswandel. Der Durchgang zwischen den hohen Zwillingstürmen (Säulen von Karte II) ist sehr eng (das „Nadelöhr“) und wird von den tierischen Hütern der Schwelle bewacht. Der Mensch ist bereit, endgültig mit seinem Leben in der äußeren Welt abzuschließen. Wünsche und Neigungen werden abgelegt und überwunden. Jegliche Art von Anhaftung und Besitz muss zurückbleiben. Umso lauter begehren noch einmal Ängste und Triebe auf, vor allem der Trieb der Selbsterhaltung und Arterhaltung, Wolf und Hund. Bilder von geliebten Menschen tauchen auf, wollen den Menschen auf dieser Einweihungsstufe bei der persönlichen Liebe packen…

Viele gehen den Illusionen und Trugbildern in die Falle. An dieser Schwelle, wo sie die Möglichkeit haben, in ihrem irdischen, lebendigen Körper ins geistige Leben hinüberzutreten, packt sie blanke Todesangst, jetzt wirklich sterben zu müssen und sie klammern sich verzweifelt an die materielle Welt der Erscheinungen, fallen wieder tief zurück ins materielle Bewusstsein. Für sie ist die Konfrontation mit ihren Urängsten das Stadium einer großen Prüfung. Durch wiederholte Stirb-und-werde-Erfahrungen werden sie lernen müssen, den Tod zu verachten. Notwendig für sie wird der Weg zurück aus der äußeren Scheinwirklichkeit in ihr inneres Selbst (den Teich mit dem großen Krebs): Sie ziehen sich in sich selbst zurück und haben die Chance, ihre seelischen Inhalte und ihr ganzes irdisches Leben zu bearbeiten, zu verdauen und dann eines Tages hinter sich zu lassen.

Der Mensch, der bis hierhin keine der Bewusstseinsstufen ausgelassen hat, weiß, dass es keinen Tod und keine Trennung von Diesseits und Jenseits gibt, sondern nur e i n  Leben, das unsterblich und ewig ist. Wie der strahlende Mond steht dieser Mensch (als reine Seele) hoch über der irdischen Landschaft, über den heulenden Trieben und Ängsten, die ihn nicht mehr beißen können, und über seinem alten persönlichen Leben.
Er befindet sich in einem Zustand, da Geburt und Tod zusammenfallen. Nackt ist er zur Welt gekommen, war einfach da, hatte in seinem Bewusstsein weder Eltern, Freunde noch Besitz. Er erfuhr die Welt als ein zusammenhängendes Ganzes. Ebenso ist es im Moment des Sterbens. Nichts gehört uns und wir gehören niemandem. Nur mit diesem Bewusstsein kann die Schwelle übertreten werden.
Wo die irdische Geburt hineinführt in die Materie und für den herabsteigenden Geist den Tod bedeutet, so führt das Verlassen der irdischen Welt zu einer Geburt in der geistigen Welt, zur  Auferstehung in ein ewiges Leben. Aus irdisch-materieller Sicht scheint es ein Leben vor und hinter der Schwelle zu geben. Ist die Schwelle überschritten, ist die vordergründige Welt des Scheins gestorben und es existiert nur ein ewiges Leben in Gott – das ewige Sein. In allem, was ist, wird das Bleibende, Unvergängliche erkannt.



Isis – die richtende Seele

Auf der nächsten Karte mit dem Titel Gericht oder Auferstehung (XX) ist die Trennung aufgehoben. Es gibt keinen Schuldigen, keinen Ankläger und keinen Richter. Der Mensch hat sich selbst neu ausgerichtet. Er ist im Geiste und im Körper neu geboren und auferstanden. Der neue Archetyp Mensch, der hier zwischen „Vater“ und „Mutter“ aus dem Sarkophag der körperlichen Gefangenschaft aufersteht, ist das „göttliche Kind“, das die Erlösung in sich trägt. Mit dem Todeserlebnis und dem abgestreiften Körper-Ich befreit sich die göttliche Seele gleichzeitig von allen Eindrücken, die sie im Laufe ihres Erdenlebens gesammelt hat. Der Mensch sieht nun ganz klar seine Beweggründe, Taten und die Auswirkungen seiner Taten – ungeschminkt, hüllenlos, ohne Ausreden, Beschönigungen und Schuldzuweisungen. Er richtet sich selbst – und stellt fest, dass er alle Schulden schon bezahlt hat.

Aus der Perspektive des großen Engels, der die Posaune bläst, überblickt er sein Leben und die Welt von oben, aus geistiger Sicht. Er ist leibhaftig in dieser Welt, doch nicht von dieser Welt. Er ist hier wie dort: ER SELBST. Es gibt keine Instanz mehr außerhalb von ihm. Die Posaune ist seine innere Stimme, der Ruf, die Berufung. Er ist sein eigenes Wissen und Gewissen, kennt den Grund seines Daseins auf der Erde. Der Vorhang zwischen den Polaritäten ist verschwunden. Die göttliche Seele offenbart sich als „Neuer Mensch“, als Kind von ISIS und dem wieder zusammengefügten OSIRIS. Der Archetyp SOHN – und ihm ebenbürtig der Archetyp TOCHTER – ist das Kind des Neuen Zeitalters (HORUS). Sohn und Tochter sind das göttliche Kind, der neue im Geiste geborene Mensch, der eins mit dem Weltgeist ist.


Bleibt zuletzt noch das Universum oder die Welt (XXI), die sich als junge, tanzende, nackte Göttin im grünen Kranz der Natur offenbart: Ein Urbild (Archetyp) des ganzen Menschen in seiner Einheit mit dem Universum. Er ist eins mit dem Sein. In allem, was er sieht, schaut er Gott. Die Frau stellt hier den weiblichen Aspekt Gottes dar, Gott als „Mutter“, als sichtbare Schöpfung und Natur (Isis). Sie tanzt im unendlichen Kreis der Zyklen. Untrennbar verbunden mit dem unsichtbaren göttlichen Geist offenbart sie im Tanzen und Kreisen die Einheit des Schöpfers mit seiner Schöpfung.


Bildquellen: (C) Sundra Kanigowski
Tarotkarten nach Oskar Wirth, Crowley/Harris
TAROT, Die 22 Bewusstseinsstufen des Menschen, erläutert von Elisabeth Haich, Drei Eichen Verlag

Sonntag, 29. November 2015

Verbindung von I und S (IS) führt zu Isis und Osiris



Islam und Isis  - etymologisch

Eine männliche Formulierung für den Begriff Islam heißt: „sich Gott unterwerfen“ – eine weibliche Formulierung könnte heißen „sich Gott hingeben“ oder „Frieden finden in Gott“, denn das Wort Islam stammt von der arabischen Wurzel Salam, Frieden, ab. Der göttliche Buchstabe „I“, erinnert an den erhobenen Zeigefinger und den „Fingerzeig Gottes“; das „I“ vor Salam (Frieden) deutet an, dass der Friede ursprünglich aus Gott kommt. Es zeugt von innerer Größe und Aufrichtigkeit, wenn das persönliche Ich des Menschen oder auch der eigene Wille sich in Demut dem transzendenten Willen Gottes und dem kosmischen Grundgesetz übergibt und darin seinen Frieden findet. Es ist ein Eingehen in Gott, der ein Ort und Zustand des Friedens ist.  

I und S, Stab und Schlange,

sind das uralte Symbol der Einheit von Geist und Materie. Die Symbolik von I und S zeigt die schöpferische Zusammenarbeit von männlich-geistiger Zeugungskraft (Phallus, Shiva, Osiris, Djed-Pfeiler, I), die vom Himmel auf die Erde steigt und den Stoff befruchtet, das in ihm ruhende seelische „Schlangenfeuer“, die schöpferisch-weibliche Kraft Gottes (Shakti, Isis, Shekinah, S) erweckt und im subtilen Energiekanal der Wirbelsäule aufsteigen lässt (IS bzw. $). Aus der waagrecht kriechenden Schlange wird eine aufsteigende Schlange der Weisheit (S), die sich mit Osiris, dem Geist der Einheit ($) vereint. In heiligen Schriften ist von der „Aufrichtung“ oder „Erhöhung der Schlange“ oder dem „Aufrichten des Djed-Pfeilers des Osiris die Rede. Dieser Pfeiler steht für die Weltachse (axis mundi), einem Symbol für die Beständigkeit und Dauer des Lebens. Sie steht auch für die menschliche Wirbelsäule, die die verschiedenen Welten, Körper und Bewusstseinsstufen eint. Durch diesen mittleren „Stab“ fließt das vitale feinstoffliche Fluidum, die schöpferische Schlangenkraft.

Vereint und in aufrechter Stellung beschreiben die beiden Buchstaben IS die „Heilige Lehre“, den Abstieg des Geistes über die Seele und die Energie des mittleren Energiekanals zur Materie (I) und den Aufstieg der Materie über die Seele und den Wirbelsäulenkanal zum Geist (S).

Die IS-Rune

Aus der überlieferten germanischen Runenschrift kennen wir die IS-Rune, den magischen Stab mit zwei Polen, der auch zu den Werkzeugen des Magiers auf der ersten Tarotkarte gehört. Der Umgang mit dem Stab der Polarität kann zur Erhaltung und Bewahrung des Individuums beitragen, aber auch zu dessen Isolierung, Verhärtung und Vereisung (Eiszapfen). IS kann bei entsprechender Selbsterkenntnis zu Selbstbeherrschung und einer beständigen inneren Aufrichtigkeit und Zentriertheit führen – dem „bei der Stange bleiben“, wenn der Mikrokosmos Mensch sich in die makrokosmische Weltordnung einfügt.

Somit beinhaltet die Symbolik von IS in entsprechenden Stirb- und Werdezeiten auch das Errichten einer neuen Weltordnung und dem vehementen Widerstand der alten Ordnung. Die Benutzung von Symbolen und Namen – wie dem der Isis – führt bei rechter Anwendung und rechter Motivation, z.B. im Gebet in der Stille und Meditation, zu einer umfassenden inneren Reinigung, zu Selbsterkenntnis und notwendigen Transformationen und einem Entwicklungsdrang. Doch wer sich der Symbole bedient für ein Mehr an Macht und Einfluss in der Außenwelt oder um eine neue Weltordnung mit den alten Mitteln von Gewalt und Terror zu errichten (siehe Dollarzeichen $, allsehendes Auge oder ISIS als Name für eine Terrormiliz), wird den notwendigen Reinigungs- und Transformationsprozess nur beschleunigen.

Isis, Osiris und Sirius

Isis ist eine Verdoppelung der Silbe. Es besteht ein auffälliger Zusammenhang zum Namen Sirius, in dem sich auch die Buchstabenfolge IRI-SUS und UR-IS-IS verbergen. Sirius, unser hellster Fixstern, ist ein Zweisterne- bzw. Zweisonnensystem. Der dunkle Begleiter des hell strahlenden Sirius A wird Sirius B genannt. Er umkreist die strahlende Brudersonne in 50 Jahren und dreht sich dabei einmal um sich selbst. Der Mondkalender und die Sothis-Periode wurden von den Ägyptern nach dem dunklen Sirius-Begleiter berechnet. Sirius wurde in Babylonien sir oder shir, “Bogenstern” genannt und durch alle Zeiten symbolisch als ein nach unten oder oben offener Bogen ∩, als kleiner Fünfstern « und als spitz zulaufendes Dreieck („Drachenzahn“) abgebildet. Der U-Bogen stellt den Zusammenhang mit der Ur-Isis, der Urmutter her. Im alten Ägypten war Sirius von herausragender Bedeutung, taucht im Zusammenhang mit dem Mythos von Osiris und Isis auf und trug auch den Namen Sothis.

Der Autor von Robert K.G. Temple („Das Sirius-Rätsel“) sieht die helle Siriussonne als eine Verkörperung der Isis an und die umkreisende dunkle Siriussonne (B) als Nephtys, Schwester von Isis /Osiris, als Verkörperung des Dunklen, Unsichtbaren.

Der Mythos erzählt, dass Osiris mit Nephtys ein Kind zeugt: den pechschwarzen Anubis-Hund, den Hüter der Schwelle im Totenreich des Westens und das erste Wesen, das den Göttern und Menschen die magischen Mittel für die Wiedergeburt offenbar hat. Anubis überwacht als Priester und „Wegeöffner“ im inneren Tempel die Mumifizierung der Gestorbenen, die Seelenwägung und Mundöffnung sowie den geheimen Ritus des Wiege-Fells. Die dunklen Geheimnisse der ägyptischen Einweihungszeremonien um Tod und Wiedergeburt finden sich auch in der Symbolik der Tarotkarten wieder – zwischen dem Tod (XIII) und der Auferstehung (XX), der Vollendung des alchemistischen Großen Werkes.


Wer ist Isis?

Isis ist sowohl kosmische Sternenmutter als auch Erdmutter, die den durch Seth zerstückelten Körper des Osiris wieder zusammensetzt – dank ihrer Liebe, ihrer magischen Fähigkeiten und der Unterstützung von Anubis. Der Körper des Osiris stellt das Ganze dar, die kosmische Einheit des Geistes, die durch die widerstreitenden, polaren Kräfte zerstreut wird und die jeder Mensch in sich selbst wieder neu strukturieren muss. Sie bringt Leben im Sichtbaren und im Unsichtbaren hervor. Sie entscheidet auch, wann der Schleier zwischen den beiden Welten fallen darf.


Ihre unsichtbaren Formen stehen mit ihrem Bruder-Gemahl Osiris in Verbindung und ihre sichtbaren Formen mit ihrem Sohn Horus, den sie mit dem verstorbenen Osiris zeugte, indem sie dessen unauffindbaren Phallus nachbildet und ihn heiligt. Isis steht als aktive, weiblich-schöpferische Kraft immer hinter Osiris (in der passiven Rolle) und schützt ihn; sie aktiviert mit ihren Flügeln die Vitalität des Gottes. Sie kennt die Mittel der Verjüngung und bringt alle Dinge zu ihrem Ursprung und zur Wiedergeburt zurück. Sie ist der Thron, auf den sich jede Macht stützt. Als Göttin der Ordnung und Gerechtigkeit (Maat) repräsentiert sie die Intelligenz der Materie und das Wissen um die Weltordnung (Kosmos).

Isis offenbart die hermetische Weisheit und die Lehren des THOT, führt in die Geheimnisse der Mysterien ein, lehrt die Menschen, heiliges Wissen zu erlangen, profane Dinge zu heiligen und die individuelle Seele mit dem Osiris, dem Ganzen, zu vereinen. 


Es geht nun weiter mit der Isis und ihrer Symbolik im Tarot.
Sundra




Bildquelle: (C) sundra
Verwendete Literatur: 
Fernand Schwarz ""Ägypten - Die Kraft der Symbole"VErlag Filosofica, Graz 2010
Gabriele Quinque "Tempelschlaf - Grundlagen der Trance-Arbeit", param Verlag, 2003
Elisabeth Haich "Tarot" Drei Eichen Verlag, München, 1971



Montag, 18. Mai 2015

Traumdeutung online ab 7 Uhr morgens



„Ein Traum ist die kleine verborgene Tür
zum tiefsten und intimsten Heiligtum der Seele.“
                                                                     (C. G. Jung)



Träume deuten – Lebenshilfe und Sinnfindung
Seit 35 Jahren widme ich mich der Traum- und Horoskopdeutung, erforsche Träume und Horoskope. Beide Methoden ergänzen einander, dienen der Selbsterkenntnis, Selbsterziehung und Selbstverwirklichung. Beide befassen sich mit Symbolen und Archetypen. Das Geburtshoroskop und die Träume sind individuelle Geschenke des Lebens an uns – verpackt in eine zeitlose Symbol- und Bildersprache.

Wenn Sie Hilfe beim »Auswickeln« und »Entschlüsseln« Ihrer Traumgeschenke benötigen, biete ich Ihnen meine Erfahrungen und Kenntnisse an.

Ich bin für Sie da – jeden Tag ab 7 Uhr morgens.

Sie können mich anrufen, wenn
- Sie einen beunruhigenden Traum haben,
- ein bestimmter Traum immer wieder kommt,
- Sie Albträume haben,
- Ihnen ein Traum besonders am Herzen liegt.

Für die Deutung Ihres Traums am Telefon brauche ich kein Horoskop – wohl aber ein paar Informationen zu Ihrer Person und Ihren Lebensumständen.

Wenn der Traum Sie innerlich berührt
Sie sollten wissen: Jeder Traum liefert Ihnen genau die Symbole, die jetzt für Sie von Bedeutung sind. Sie stehen stellvertretend für bestimmte Gefühle und Qualitäten. Freuen Sie sich über Ihren Traum, denn er zeigt Ihre Durchlässigkeit und Bereitschaft zur Wandlung. Die Tatsache, dass Sie sich an den Traum erinnern, zeugt von einer guten Verbindung zu Ihrer Seele und zum schöpferischen Unbewussten.

Ganz gleich, welche Gefühle der Traum in Ihnen auslöst – Sie werden durch Ihre emotionale und seelische Betroffenheit auf eine innere Disposition aufmerksam gemacht, die der Bewusstwerdung oder Korrektur bedarf. Manchmal reicht es, genauer hinzuschauen, sich mehr auf die Symbole und Gefühle einzulassen.  

Es ist hilfreich, sich gegenseitig die Träume zu erzählen, sie regelmäßig aufzuschreiben und sie auf eine kreative Art wiederzuerleben. Auf diese Weise üben wir uns darin, die Verbindung mit dem schöpferischen Unbewussten aufrechtzuerhalten, aus der die Träume zu uns kommen. So wie der Traum selbst eine Brücke zwischen Nacht- und Tagwelt, zwischen Schlaf und Wachsein ist.

Nutzen Sie meinen Beraterservice im Wengo-Team und wählen Sie aus zwischen schriftlicher und telefonischer Beratung. Als Neukunde erhalten Sie von mir einen Gutschein von 10 EURO. Geben Sie einfach mit Ihrer Registrierung den Aktionscode »sunka« ein. 

Feedbacks und Testimonals meiner Kunden finden Sieauf meiner Seite ASTRO-VITA.

Ich freue mich auf unsere Kommunikation.
Sternengrüße von Ihrer 
Sundra

Mittwoch, 13. Mai 2015

Orakel und Synchronizität






Eine wesentliche Rolle beim Orakeln spielt die Synchronizität. So zeigen die Bilder des I Ging zum Beispiel an, was im Zusammenhang mit der Frage und unseres Gedankens gleichzeitig / analog geschieht. Nach dem hermetischen Gesetz »wie oben, so unten« und auch »wie innen, so außen« stehen alle Dinge und Ereignisse miteinander in Verbindung. Beziehungskonstellationen am Himmel (Makrokosmos) entsprechen Ereignissen und Beziehungstrukturen in unserer inneren und äußeren Welt.


Lineares Denken und Denken in Feldern
Orakeln ist eine irrationale Wahrsagetechnik und beruht auf dem »Denken in Feldern«, wie es den Chinesen eigen ist  – im ergänzenden Gegensatz zum linear-kausalen und »wissenschaftlichem Denken« des Abendlands. Für die Deutung von Symbolen, Bildern und archetypischen Strukturen ist die rechte Gehirnhälfte zuständig. Sie wirkt als eine Art »weiblicher Logos«, auch Intuition genannt. Im kausalen Denken orientieren wir uns an einer Folge von Ereignissen A-B-C-D. Wir denken zurück, verfolgen die Ursachen von D, fragen uns, warum sich D aufgrund von C ereignet, warum C aufgrund von B geschieht und B wegen A. Doch mit dieser kausalen Denkweise erfassen wir lediglich wahrscheinliche Möglichkeiten, dringen jedoch nicht zum Wesentlichen eines Ereignisses vor.

Marie-Louise von Franz, eine Schülerin von C.G. Jung, schlägt vor, synchronistisches Denken als eine Art »Feld-Denken« zu bezeichnen, dessen Zentrum Zeit ist. Auch im linearen Denken gibt es die Vorstellung von Zeit: Nach der Ursache kommt die Wirkung. Jedes Ereignis hat eine Ursache, ein Vorher, einen Auslöser. Im chinesischen Denken und in der synchronistischen Denkweise des TAO geht es nicht um die Frage nach dem Warum, sondern um die Dinge, die gleichzeitig im Zusammenhang mit dem Ereignis geschehen. Es ist die Frage nach den Entsprechungen, nach dem Bündel von Ereignissen und Signaturen, nach einem bestimmten Komplex. Im Zentrum des synchronistischen Denkens oder »Feld-Denkens« steht ein Ereigniskomplex, der zu einem bestimmten Zeitmoment gehört.

Das Unbewusste ist ein untrennbares Ganzes
Im westlichen Denken werden wir geschult, zwischen äußerer und innerer Welt zu trennen, zwischen physischen und psychischen Ereignissen. Das heißt, die rechte Hand (das Bewusste) weiß nicht, was die linke (das Unbewusste) tut. Die Negierung und Missachtung des unbewussten oder auch seine Degradierung zum Pathologischen hat katastrophale Folgen. Das Unbewusste ist die schöpferische Quelle allen Lebens, und in ihm gibt es keine Trennung von Körper und Seele-Geist.

Die synchronistische Antwort des Orakels

Wenn wir ein Orakel befragen, wird uns dieser gebündelte Komplex von mehreren Faktoren in Form von Bildern, Symbolen, Zahlen und Strukturen gegeben. Bei der I Ging-Befragung erhalten wir ein Hexagramm, das sowohl aus einer Kombination eines unteren und oberen Trigramms besteht als auch aus zwei inneren Trigrammen, die erst bei einer tieferen Erforschung zutage treten. Beim ASTRO-ORAKEL erhalten wir die Antwort in Form von Planet, Zeichen und Haus. Dieser Komplex darf dann gedeutet werden - auf mehreren Ebenen gleichzeitig, den unsichtbaren und sichtbaren.

Qualität und den Sinn der Bilder
Bei der Antwort eines Orakels und beim synchronistischen Denken geht es nicht um die Quantität von Zahlen, Mustern und Bildern, sondern um die Qualität und den Sinn der Bilder. Darum sind »Symbole« auch Sinnbilder, denen bestimmte lebendige und dynamische Eigenschaften innewohnen. Die Symbole stehen in Verbindung mit unserem innersten Wesen und Kern, über den wir mit allem, was ist, in Verbindung stehen. Sie können in diesem Sinne auch als ein Energiestrom bezeichnet werden, ein Feld von fließender Energie. Wir geben und nehmen gleichzeitig - nicht linear. Kein Ursache-Wirkungs-Denken.

In der hebräischen Kaballa ist dieses Phänomen des gleichzeitigen »Nimm-Gib!« als Liebe (Ahawa 1-5-2-5) bekannt. Mit dem Gesamtwert 13 (1+5+2+5) entspricht das Prinzip Liebe dem Prinzip der Eins und der Einheit (Echad 1-8-4), die denselben Zahlenwert (13) hat.

Das ASTRO-ORAKEL als Spiel
 In der Bhagavadgita sagt Krishna (eine Entsprechung des Christus-Bewusstseins) von sich:

»Ich bin das Würfelspiel. Ich bin das Selbst, das im Herzen alles Seienden sitzt. Ich bin Anfang und Mitte und Ende aller Lebewesen. ich bin Vishnu, die Strahlende Sonne unter den glänzenden Leibern.«

Spielen wir doch wieder. Lassen wir den »Zufall« geschehen. Zufall ist das, was uns zufällt, wenn wir offen sind für den Strom der Ereignisse und Energien. Im Orakelspiel nehmen wir leicht und spielerisch Kontakt auf mit den archetypischen Strukturen in uns und außerhalb von uns. Auch das Lesen und Deuten der Symbole ist ein spielerisches Tun, das leicht ist und Freude macht. Im Orakel werden der Fragende, das Orakel und die Antwort des Orakels ein lebendiges Ganzes. Diese Leidenschaft kennt jeder Spieler, das Mitgerissenwerden von der Energie des Spiels. Es ist wie das Mitgerissenwerden vom Strom des Lebens.

In meiner Beratung (tel./E-Mail) mit dem ASTRO-ORAKEL bringen Sie sich selbst und Ihre Lebenssituation ein. Wenn Sie nach dem Sinn von Ereignissen, nach Ihrem Potenzial oder der Qualität der Zeit forschen, bietet sich das ASTRO-ORAKEL als unpersönlicher Mittler an. Mit jedem Orakel wird eine höhere Instanz als die menschliche Persönllichkeit um Rat und Entscheidungshilfe gebeten. Als Antwort kommen Bilder, Zahlen und Symbole oder auch ein Spruch, wobei die Würfel, Münzen, Steine und Stäbchen lediglich Mittler zur Weisheitsquelle in uns selbst sind.


Testen Sie das Orakel. Als NEUKUNDE erhalten Sie von mir einen Aktionskode. Wenn Sie bei Ihrer Registrierung den Code »sunka« eingeben, erhalten Sie eine Gutschrift von 10 EURO auf meine Angebote. Ich freue mich auf Sie!

http://www.wengo.de/astro/sundra-astrologin-2053053.htm

Weitere Artikel zum Orakeln und der I Ging-Befragung auf meinen Pagewizz-Seiten.







Mittwoch, 29. Mai 2013

Archetypisch träumen und denken





Mein Traumbuch befindet sich in der Korrekturphase und hat einen neuen Titel bekommen Archetypisch träumen und denken.

Ein Verleger hat schon einen Blick in das Manuskript geworfen und meint, dass es vom Umfang her (1,8 Millionen Anschläge) das siebenfache Volumen eines normalen Buches habe. Zum jetzigen Zeitpunkt ist noch offen, ob es in mehreren Bänden erscheint oder in einem. Es liegt noch viel Arbeit vor mir - Korrektur, neue Strukturierung (Inhaltsverzeichnis) und Klären der verwendeten Terminologie - die sich wohl über einige Monate hinziehen wird.

Was ich bis jetzt darüber sagen kann:
Es ist ein umfangreiches und eigenwilliges Handbuch / Lehrbuch über die Arbeit mit inneren Bildern  und Archetypen, über den Umgang mit Träumen, ein Grundlagenwerk zum Erlernen der Symbolsprache  - angereichert mit Deutungsbeispielen aus der eigenen Praxis und einem großen Schatz an Traumsymbolen, nach Gruppen geordnet.

Ob sich meine Haupt-Intentionen in einem Band zusammenfassen lassen, kann nur ein Fachmann beurteilen. Einerseits soll es ein Grundlagenwerk zum Erlernen der Symbolsprache sein, andererseits ein Übungsbuch zum kreativen und angstfreien Umgang mit den Archetypen, das den Leser auf seinem Weg zu sich selbst bestärkt, und hauptsächlich ein praktisches Nachschlagewerk für die Traumdeutung. 




Freitag, 12. Oktober 2012

Webseite Traumdeutung und Traumsymbole


Die neue Domain ist da!
www.traumdeutung-traumsymbole.com

Es wird aber noch ca. einen Monat dauern, bis die Seite bestückt ist mit Texten, Deutungshilfen und Bildern und veröffentlichungsreif ist.
Hier schon mal ein kleiner Einblick in die Philosophie, die hinter der Seite steht:


Träume kommen im Schlaf zu uns, aus der Welt des Ewigen, in der alles untrennbar miteinander verwoben ist, Vergangenes und Zukünftiges, Persönliches und Kollektives, Irdisches und Kosmisches. Traumleben und Wachleben sind eine untrennbare Einheit, auch wenn sie uns getrennt erscheinen. Wie die Erfahrung des Menschseins von Licht und Schatten, Innen- und Außenwelt, ist auch das Leben doppelt. Was im Außen erscheint, ist die Spiegelung aus der Welt des Seins. Wir selbst sind die Schöpfer unserer Wirklichkeit, erschaffen sie nach den inneren Bildern und fügen sie zu einem Ganzen zusammen.

Für die Entschlüsselung der Traumsymbole gibt es keine fertigen Patentrezepte, da jedes Symbol bei jedem Menschen andere Erinnerungen und Assoziationen frei gibt. Und doch gibt es in der Symbolsprache allgemeingültige Entsprechungen auf der inneren Ebene, die den noch Ungeübten zu einem Verstehen ihrer Träume und zur Ordnung ihrer inneren Angelegenheiten dienen können – wenigstens so lange, bis sie sich auf ihre Intuition, ihr Bauchgefühl und ihre kreative Fantasie verlassen können.

Es ist hilfreich, sich gegenseitig die Träume zu erzählen, sie regelmäßig aufzuschreiben und sie auf eine kreative Art wiederzuerleben. Auf diese Weise üben wir uns darin, die Verbindung mit der Welt des Seins aufrechtzuerhalten, aus der die Träume zu uns kommen. So wie der Traum selbst eine Brücke zwischen Nacht- und Tagwelt, zwischen Schlaf und Wachsein ist.

Gewisse Eigenschaften und Motivationen sind hilfreiche Voraussetzungen für das Erlernen der Symbolsprache und ein befriedigendes Übersetzen der inneren Traumbilder in sinnvolle Botschaften:
-          der Wille, sich vom einseitigen Zwang der kausalen Welt zu befreien,
-          eine offene, vorurteilsfreie Einstellung zu den Traumbotschaften,
-          eine tiefe Sehnsucht nach dem Erleben von Einheit, Ganzheit und Synthese.  

Mit dieser inneren Einstellung öffnen wir uns gleichzeitig für die Intuition, stärken das Vertrauen in unser Bauchgefühl und geben dem größeren Selbst die Möglichkeit, über die Träume ein Gespräch mit uns zu führen. Träume sind nichts anderes als Selbstgespräche. Erzähler, Zuhörer und Deuter sind wir selbst. Wo der Traumschöpfer es für notwendig hält, wird er uns mit Symbolen aus anderen Kulturen konfrontieren.
Es kann nur zu unserem Vorteil sein, wenn wir diesem Hinweis folgen und uns mit der Zeit ein breit gefächertes Kulturwissen und Symbolverständnis aneignen. 

I have a dream ...

 Bis zum nächsten Traum,
Sundra






Samstag, 18. Februar 2012

Der Traum vom eBook

Am Morgen des Wassermann-Neumonds am 23.1.2012 träumte ich, dass ich ein Buch über „Stern- und Traum-Kulinarisches“ schreiben sollte – ein Kindle eBook. Es sei jetzt Zeit, mit dem Schreiben auch Geld zu verdienen (ich solle etwas schreiben, für das ich auch bezahlt werde).

Na ja, geplant ist das Traumbuch schon seit über 10 Jahren, die Traumdatei mit den Traumsymbolen und Kommentaren dazu ist prall gefüllt. Es gibt auch schon mehrere fertige Kapitel, doch gedrängt hat es nie trotz mehrmaliger Zaunpfahlwinke im Traum. Diesmal ist es anders. Die Sonne-Mond-Konjunktion des Neumonds befindet sich an diesem Morgen auf 3° im Wassermann in meinem 9. Haus und damit in exakter Opposition zu meinem Radix-Saturn 3° im Löwen im 3. Haus (Lernen, Schreiben und Lehren als innerer Auftrag oder Bestimmung). Der Aszendent des Neumond-Horoskops für meinen Wohnort liegt 9° im Wassermann und damit exakt auf meiner Radix-Venus im Wassermann in Konjunktion zum Radix-MC. Diesmal bin ich inspiriert – und lege SOFORT los. Bis jetzt fließt es gut – fast wie von selbst.

Der Grad meines Radix-Saturn ist 3° Löwe.  
Das Sabische Symbol für diesen Tierkreisgrad ist:

„Eine Frau mittleren Alters, das lange Haar fließt über ihre Schultern und ein jugendliches, trägerloses Kleid.“

In den ersten Tierkreisgraden von LÖWE ist der Mensch auf dem Weg zu sich selbst, zu einem individualisierten Bewusstsein, und hat sich damit aus der Masse des kollektiven Bewusstseins „herauszuheben“. Das Bewusstsein weigert sich, die Vorstellungen der Gesellschaft vom Alter anzunehmen. Auch das biologische Alter wird nicht als bindend betrachtet. Saturn fordert hier so eine Art Quintessenz von Leben und Bewusstsein, das alchemistische „Große Werk“, eine Veredelung und Erneuerung des Wesens ähnlich dem „Stein der Weisen“.

Mit einem Saturn im 3. Haus (aus dem 8. und 9. Haus kommend) muss ich sehr tief graben, um die Werte zu finden, die meinem Leben eine dauernde, innere Festigkeit und eine kristallklare Struktur geben. Lange Phasen der Einsamkeit, des inneren Kampfes und Ringens waren und sind notwendig. Alle Erfahrungen, alle Kämpfe und alle Lösungen sind seit Jahrzehnten aufgeschrieben und gesammelt und von verschiedenen Seiten und Systemen her beleuchtet worden. Meine Erfahrungen liegen vor in Form von Träumen und Traumdeutungen, in Form von Horoskopen und Deutungen und in der Form meines Lebens. Meine Träume sind Zeugnisse einer inneren fließenden Struktur und einer ewigen Wandlung. Niemand springt zweimal in denselben Fluss!

Durch den Wassermann-Neumond (23.1.12) in der exakten Gegenüberstellung erhalte ich nun die Chance, mein „Lebensbündel“ zu öffnen, den gesammelten Erfahrungs- und Erkenntnisschatz (den Hort, das Gehortete) in eine Buchform zu bringen (Saturn) und anderen Suchenden auf dem Weg anzubieten. Die Zeit ist reif.

Das Sabische Symbol von 3° Wassermann:

„Ein Deserteur der Marine“
Die Selbstverwirklichung des Einzelnen durch die entschiedene Ablehnung eines kollektiven Status, der unerträglich geworden ist.

Da ich bisher nur meiner eigenen Bestimmung gefolgt und meinem Weg treu geblieben bin, die erarbeiteten Werte und inneren Güter weder verraten noch verkauft habe, kann ich das Bild voll und ganz bestätigen. Selbstverwirklichung und die Ausbildung des Selbst sind nur möglich, wenn der Einzelne „desertiert“ und den Gehorsam verweigert, wenn er sich nicht vor den Karren der kollektiven Werte der Gesellschaft spannen lässt. Nur dadurch, dass er sich weigert, die kulturellen Ideale und Muster der Gesellschaft anzunehmen und zu allem ja und Amen zu sagen, individualisiert er sich und sein Bewusstsein. Der Status des Ausgestoßenen und Desozialisierten ist das Zeichen seiner Freiheit, seiner kosmischen Zugehörigkeit.
Er befindet sich nicht in Kriegsabsichten auf dem Meer des Unbewussten, entzieht sich auch dem Auftrag, das Meer auszubeuten und zu verunreinigen, um die Machtansprüche oder Ängste einer Nation abzusichern. Er ist frei und nur seinem eigenen Dharma, dem inneren Gesetz gegenüber verpflichtet.

Vielleicht ist der ungewöhnliche Weg des eBooks für mich eine Möglichkeit der erfolgreichen Buchveröffentlichung. Vor 25 Jahren habe ich versucht, ein Buch zu veröffentlichen und habe ganze drei Jahre mit Bittgängen bei den Verlagen verbracht. Der innere Traumgestalter weist mich nun direkt auf die Kindle eBooks hin. Diese Art der Veröffentlichung kostet mich zuerst einmal nichts, und ich kann prüfen, welche Resonanz das Buch hat.

Ich habe inzwischen selbst die Vorzüge eines eBooks für die Traumarbeit erfahren und prüfen können und werde demnächst mehr dazu schreiben.


Sonntag, 22. Januar 2012

Traumsymbole und Traumdeutungen


In meinem neuen Artikel über Traumdeutung werden die vier großen Elemente als Traumsymbole der Energie beschrieben, die für unser äußeres und inneres Leben von elementarer Bedeutung sind. Eine Fragen-Liste zum jeweiligen Element dient Ihnen als Hilfestellung bei der Deutung. Feuer und Luft, Wasser und Erde sind die Grundbausteine der materiellen Schöpfung. Als Symbole transportieren sie archetypische Seeleninhalte und Erfahrungen aller Menschen, die im Unbewussten gespeichert sind. Alle Lebensformen und die Natur selbst sind aus diesen energetischen Elementen erschaffen, die sich gegenseitig ergänzen und harmonisch zusammenwirken.

o    Feuer – individuale Energie der Lebenskraft
o    Luft – kollektive Energie der Gedanken
o    Wasser - fließende Energie der Gefühle
o    Erde – wirksame Energie des Handelns

Der Traum teilt uns in Symbolsprache mit, welche Elemente gerade unsere besondere Aufmerksamkeit erfordern. Die folgende Ausarbeitung zu den vier Elementen kann Ihnen eine Hilfe beim Deuten Ihrer Feuer-Luft-Wasser-Erde – Träume sein.
   
   Lesen Sie den vollständigen Text in meinem Pagewizz-Artikel.