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Donnerstag, 17. September 2015

Jupiter-Neptun-Opposition am 17. September




Jupiter, der größte Planet unseres Sonnensystems, befindet sich seit August im Erdzeichen Jungfrau. Durch die Sinnesfunktionen von Jupiter können wir die Welt wahrnehmen und bewerten. Als Herrscher des feurigen Schütze-Zeichens steht Jupiter in unserem Horoskop für die Suche nach dem Sinn des Lebens, für Mitmenschlichkeit und das Erkennen von ganzheitlichen Zusammenhängen.

Steht er in der Jungfrau, schenkt uns Jupiter einen Sinn für Gerechtigkeit und das rechte Maß. Er sorgt dafür, dass wir uns nicht in den Details verzetteln und in der Vereinzelung stecken bleiben, sondern immer das Wohl des Ganzen im Auge haben. Jupiter strebt im Zeichen Jungfrau die Heilung, Synthese und Integration an. Als alter Herrscher des Fische-Zeichens bringt er eine allumfassende Güte, Gnade und Barmherzigkeit mit. Er ist der „Gute Hirte“, der seine Herde (die Menschheit) beschützt und zum frischen Wasser führt, der sich um jedes verlorene Schaf, um Minderheiten, Kranke und Ausgestoßene kümmert und sie dem Ganzen wieder zufügt. Als „Gerechter“ und „König“ ist er das zentrierende Prinzip in unserer Mitte, unserem inneren Reich.
Die richtige Sichtweise, das rechte Urteilsvermögen und Maß werden allerdings empfindlich gestört und irritiert, wenn sich Jupiter in der Gegenüberstellung zu Neptun befindet. Das ist zwischen August und Oktober 2015 der Fall. Der geistige Planet Neptun befindet sich seit vier Jahren in seinem eigenen Zeichen Fische (2011-2026). Sein Ziel ist das Auflösen der Isolation und des Getrenntseins – sei es als Gefühl, als Vorstellung oder Idee. Wir werden in dieser Zeit erfahren, was es heißt, wenn Landesgrenzen, persönliche Grenzen und Grenzen im Bewusstsein der Menschheit als Ganzes aufgelöst und überschritten werden. Der Fokus liegt auf der Allverbundenheit. Es geht nicht um das, was uns trennt, sondern um das, was alle Menschen und alle Lebewesen auf diesem Planeten verbindet.

Wir werden aber auch erfahren, welchem Irrglauben wir selbst verfallen sind, wo wir zu idealistisch oder nihilistisch eingestimmt sind und nun desillusioniert werden. Lügen, Betrug und Täuschungen sind ebenso an der Tagesordnung wie Versprechungen und „göttliche“ Eingebungen. Wie wir diese Zeit erfahren, hängt also nur von unserem Standpunkt ab.

Wer die Wachstumsenergie von Jupiter in der Jungfrau missversteht und missbraucht, indem er mit den Kräften von Mutter Erde Raubbau treibt, indem er andere Menschen oder Länder ausbeutet und nur in die eigene Tasche wirtschaftet, dem wird Neptun in den Fischen alles nehmen, was er für sein Eigen hält. Es geht darum, mit unseren körperlichen, seelischen und geistigen Energien so verantwortlich umzugehen, dass sie dem Ganzen zugute kommen – dem Team, der Gruppe, dem Volk und letztendlich der ganzen Menschheit und dem Planeten.

Bilderflut und Menschenflut –
     Wasser- und Flüchtlingsströme

Neptun herrscht über das Meer, während Jupiter über die Erde und den Himmel herrscht. In der Mythologie gibt es Ähnlichkeiten zwischen dem Himmelsgott Jupiter und dem Gott der Meere (Neptun). Beide können Blitze schleudern, Erdbeben verursachen und sorgen für reiche Vermehrung, indem sie die Zeugungskraft anregen. Man denke nur an die Fischschwärme und den Samenerguss.

Erde und Wasserenergie (Jungfrau und Fische) ergänzen, vermischen und befruchten sich. Rationale, nüchterne Gedanken- und Unterscheidungskraft (Jungfrau) kanalisiert den chaotischen Gefühlsstrom der Fische, und die Wasserströme (Fische) befruchten die harte, trockene Erde und Rationalität (Jungfrau). Allumfassende Liebe und grenzenloses Mitgefühl, die Wasserqualitäten des Zeichens Fische, sind für die vertrocknete Erde bzw. das analytische Denken der Jungfrau wie ein Jungbrunnen oder ein frischer, heilsamer Fluss.

Wir haben die Bilder täglich vor Augen, wie Wasser- und Gefühlsströme und nun auch Flüchtlingsströme den Planeten überziehen. Und auch die Bilder erscheinen nicht mehr vereinzelt, sondern gleich als Bilderflut in den Medien. Hinzu kommt der Gedanken-, Rede- und Meinungstrom aus dem Internt. Die Vereinzelung und das zweckorientierte Nützlichkeitsdenken, die im Zeichen Jungfrau am weitesten fortgeschritten sind, erfahren nun durch den Einfluss von Jupiter und Neptun den Impuls zur Synthese. Statt analytisch-wissenschaftlicher Beobachtung von Einzelheiten wird man nun tiefer und zugleich höher schauen müssen, um die ganzheitlichen Zusammenhänge erkennen zu können.


Unzufriedenheit mit dem Istzustand

Die Sonnenfinsternis in der Jungfrau und die Jupiter-Neptun-Opposition auf der Jungfrau-Fische- Achse sind ein Zeichen dafür, dass wir durch eine existenzielle Krise gehen, sowohl der Einzelne als auch die Menschheit, der einzelne Staat und die Staatenbündnisse, besonders Europa und Amerika. Dazu gehört auch die Krise der Sinnfindung (Saturn im Schützen). Wir mögen mit einer inneren Leere und Sinnlosigkeit konfrontiert werden, der wir zu entfliehen suchen  - z.B. durch Überbeschäftigung und Ablenkung, durch Bespaßung oder durch Wegschauen und Vogel-Strauß-Politik.

Es geht uns etwas an, wenn in China ein Sack Reis umfällt, wenn die Meere verseucht werden, Menschen Krieg führen mit unseren Waffen und unseren Geldern, wenn Länder und Menschen ausgebeutet werden, weil wir bequem im Luxus leben wollen. Wir, die wir glauben, den Wohlstand verdient zu  haben, weil wir so "fleißig und hart gearbeitet" haben, werden nun Opfer bringen und den Gürtel enger schnallen müssen. Jeder Einzelne ist für den Istzustand seines eigenen kleinen Lebens und des größeren Lebens auf diesem Planeten mitverantwortlich. Und jeder kann etwas ändern, z.B. seine Lebens- und Denkweise, oder sein Konsumverhalten mal genauer durchleuchten.

Die zwei Seiten gehören zu einer Münze

Die Jungfrau-Fische-Energie lehrt uns, dass alles seine Zeit hat, seinen Anfang und sein Ende – auch der Wohlstand. Sie lehrt uns, dass wir säen müssen, wenn wir ernten wollen und dass die vielen persönlichen Alltagsdinge, mit denen wir beschäftigt sind, niemandem nützen, wenn sie nicht in einer Beziehung zum größeren Ganzen stehen.

Wir sind in unseren Vorstellungen von Gut und Böse gefangen, möchten nur gut sein und alles Böse in uns beseitigen oder von uns wegschieben. Am bequemsten erscheint es, das Fremde, das Unbequeme und Böse anderen in die Schuhe zu schieben. Doch Frieden ist nur möglich, weil es auch Krieg gibt. Erfolg und Gewinn des einen sind nur möglich, weil ein anderer dafür verliert und versagt. Der Wohlstand auf der einen Seite der Welt basiert auf Armut und Mangel auf der anderen Seite.

Ganz egal, auf welcher Seite wir stehen und wofür wir Partei ergreifen – wir fordern damit die Opposition heraus. Sobald wir Partei ergreifen (für etwas und damit gleichzeitig gegen etwas sind), schließen wir die andere Hälfte der Wirklichkeit aus. Und dann kann es geschehen, dass diese Energien der ausgeschlossenen, ins Exil geschickten Minderheit zurückschlägt, um ihre Rechte kämpft oder sich auf andere Art wieder in unser Leben schleicht. So entsteht auf jeder Seite der Irrglaube, ohne die andere Seite viel besser leben zu können. 

Mit dieser alten, längst überfälligen dualistischen Betrachtungsweise spalten wir die Welt in Gut und Böse, spalten die Menschheit in Freunde und Feinde, schauen optimistisch oder pessimistisch drein. Jede Seite gibt vor, die gute zu sein und das Gute zu wollen. Wir sind heute an dem Punkt unserer Entwicklung angekommen, wo die Menschheit nur als Ganzes überleben kann. Und das Individuum hat nur als ganzheitliches Selbst eine Bedeutung. Kann der Süden nicht überleben, muss auch der Norden zugrunde gehen. Das Leid der Dritten Welt ist auch das Leid der Ersten und Zweiten Welt.

Im Staatenbündnis zeugen die Schulden eines Landes von der Schuld und dem Versäumnis der anderen Länder. Jeder, der mit dem Finger auf einen anderen zeigt, hat selbst Dreck am Stecken und will von sich ablenken. Auch wenn wir als Einzelner das Böse und Schlechte in uns verbergen und die Augen davor schließen, ist es doch da. Es ist ein Teil von uns, Teil unserer Realität.

Wenn wir Entscheidungen zu treffen haben, sollten wir unser Herz fragen und in unserer eigenen Mitte zentriert bleiben. Die Erfahrungen unter dem Einfluss von Jupiter und Neptun wollen uns innerlich reifen und wachsen lassen und uns die Weisheit des großen Zusammenhangs und der Allverbundenheit lehren.

Was können wir angesichts der Verwirrung, der Glaubens- und Sinnkrise tun?

Wir können untersuchen oder erkennen, wo wir stehen und welchen Teil der Realität oder des Ganzen wir aufgrund unserer Stellung wahrnehmen.
Wir können uns einstimmen auf die Menschen der andere Seite, auch ihre Stellung, Sichtweise und Nöte verstehen, Mitgefühl für sie empfinden, ihnen das geben, was ihnen fehlt und wovon wir genug haben.
Wir können uns öffnen für die andere Seite, unsere Grenze öffnen, das Verbindende sehen statt des Trennenden, das andere einladen, akzeptieren und integrieren und die Anforderungen der Realität nun gemeinsam meistern.
Dann können wir zurücktreten und das Ganze sehen, die ganze Welt, die Menschheit, den Planeten und seinen Zustand.
Und wir können unsere Sicht von außen nach innen wenden und dort unsere eigene verborgene oder verdrängte Hälfte der Wirklichkeit entdecken – vielleicht die seelische oder geistige Welt. Wir können die versprengten, zerteilten und teilweise auseinander strebenden Energien wieder zusammenfügen und auf diese Weise erste Schritte zu unserer Heilung (Integration) tun.

Wir können uns um Antworten bemühen auf die Fragen:

- Mit welchen irdischen Umständen sind wir unzufrieden?
- Welchen Sinn und welche Bedeutung geben wir unserem Leben? Woran glauben wir? Wer sollte unserer Meinung nach diese Situation (für uns) verändern?
- Worunter leiden wir? Woran sind wir erkrankt?
- Wie versuchen wir dieser leidvollen Realität zu entfliehen?
- Womit kompensieren wir unseren Frust, die innere Leere oder unser Schuldgefühl? Stürzen wir uns in die Arbeit oder ins Vergnügen, lenke wir uns ab mit Äußerlichkeiten oder sammeln wir Informationen und ordnen sie in Schubkästchen?
- Überlassen wir uns der großen Kicksuche durch Drogen, Rauschmittel und Abenteuer am laufenden Meter? Oder driften wir ab in eine Vorstellung vom Jenseits und vom Paradies, wo alle eins sind, alle gleich sind und es Friede-Freude-Eierkuchen zum Frühstück, zu Mittag und zum Abendessen gibt?  
- Und was bringt uns DAS alles in einer existenziellen Krise wie dieser?

Was lösen Worte wie »Grenzenlosigkeit… grenzenlose Entfaltung… Allverbundenheit … Mystik und Spiritualität… Verlust des Glaubens, der Heimat, des Besitzes… Haltlosigkeit… Heimatlosigkeit… Entwurzelung… Verlassenheit… Verfolgung… Flucht… Suche… Sucht und Sehnsucht« in uns aus?

Nur Werte wie Allverbundenheit in Freiheit, Barmherzigkeit, Mitgefühl und Nächstenliebe entscheiden über den Reifegrad und die evolutionären Entwicklungsschritte eines Menschen – weder sein Bankkonto noch sein Glaube noch seine gesellschaftliche Machtstellung. Auch Länder, Staatenbündnisse und Volksgruppen dürfen Farbe bekennen und zeigen, inwieweit sie dem Idealbild des Wassermanns und damit dem Bild des Neuen Menschen entsprechen. 

In Verbundenheit
Sundra 

Bildnachweis: Jungfrau- und Fische-Poster von Johfra
alle anderen Bilder: (C) Sundra Kanigowski

Sonntag, 13. September 2015

Neumond Jungfrau am 13.9.2015



     Neumond oder Schwarzmond – das ist die Hochzeit von Sonne & Mond am Himmel. Die dunkle Mondin ist nun wieder einmal zum Gefäß geworden, in das sich die geistigen Inhalte der Sonne ergießen – in aller Stille im Verborgenen. Neumond ist eine Zeit innerer Neuorientierung, eine Zeit, neue Kräfte in sich zu entdecken, sie auszuprobieren und auszubilden. Diese Energie ist vorerst unbewusst. Die Idee des neuen Samens liegt noch im Dunkeln, doch im Unsichtbaren wird der Boden für das Neue vorbereitet. 

     Die Zeit ist günstig, sich auf Herausforderungen und neue Beziehungen einzulassen, Projekte zu initiieren und neue Impulse zu setzen. Doch es sollte mit vermehrter Behutsamkeit und Achtsamkeit geschehen, denn die Neumond-Stellung ist aus mehreren Gründen unberechenbar und mag uns mit unerwarteten Turbulenzen überraschen.

  1. Der Jungfrau-Neumond im 12. Haus (für Europa)
Das Fische-Haus wird allgemein als „Ort des Rückzugs“, des „Exils“ oder als „Isolation“ erfahren, ein Ort und Moment der Stille… zugleich ein Zeit-Raum des Endes und des Neuanfangs, an dem alles möglich ist… wo alles miteinander verbunden ist… der Bereich des kollektiven Unbewussten… ein finsterer Ort in uns, ähnlich dem vorgeburtlichen Chaos im Mutterleib, wo das ungeborene Kind noch mit der Mutter verbunden ist… Und es ist ein Ort der „verborgenen Feinde“ in uns selbst, an den wir „die Bösen“, „die Anderen“, „die Schlechten“ und generell alles Fremde und Angstmachende abschieben.

     Bei Sonne und Mond im 12. Haus sind Geist und Seele, Kopf und Herz, im Unsichtbaren vereint, schwingen in Übereinstimung und halten Hochzeit…  Die Welt kann als ein Ganzes wahrgenommen oder zumindest geahnt werden – von einem Bewusstsein, das „Welt“ ist… Der Einzelne ist aufgehoben in einem größeren Ganzen… die Grenzen zwischen Ich und Du, mein und dein, sind aufgelöst, es gibt sie noch nicht oder nicht mehr… Darüber mag sich jeder Einzelne seine eigenen Gedanken machen, mag dieses oder jenes wollen und fühlen (Erleichterung und Freude, Sorge, Angst oder Hass…). 

     Ein Strom von kollektiven und gemischten Gefühlen (und Flüchtlingen) überflutet und überwältigt den Einzelnen, der Lebensstrom löst Mauern und Grenzen auf… der Einzelne ist hilflos… Einige versinken in den Tiefen des Ozeans und der Dunkelheit, andere werden vom Fluss des Lebens getragen und irgendwo an Land gespült…  Die einen fühlen sich und ihre Existenz bedroht – die anderen erhoffen sich einen Ort des Friedens und Überlebens… die einen fühlen sich wohl genährt, gut versorgt und leben im Überfluss – die anderen sind aus lebensfeindlichen Gebieten geflohen, haben eine qualvolle Odyssee hinter sich, Hab und Gut und Heimat hinter sich gelassen, brauchen Asyl, eine neue Existenzgrundlage.
          

 Das 12. Haus - ein Ort der Isolation, des Exils, des Verdrängten
     Seit August 2015 befindet sich auch der Planet Jupiter (der Gute Hirte) im „Exil“, nämlich im Erdzeichen Jungfrau, denn er ist ja der alte Herrscher des gegenüber liegenden Fische-Zeichens und gleichzeitig Regent des nach Entwicklung drängenden Schütze-Zeichens. Alle trennenden polaren Vorstellungen, die von Zwillinge-Schütze (Inland - Ausland, bekannt - fremd, meine Sicht-deine Sicht), von Widder-Waage (ich - du), von Stier-Skorpion (meine Werte - deine Werte), von Löwe-Wassermann (Individuum - Menschheit, Ich-Bewusstsein und Wir-Bewusstsein) und die von Krebs-Steinbock (privat – öffentlich, Anfang bzw. Ende des Lebens) sind im 12. Haus aufgehoben und führen zur Quintessenz und Großen Synthese der geeinten Jungfrau-Fische-Polarität (meine = deine = unsere Existenz). Aus spiritueller Erfahrung entspricht das 12. Haus der dreifachen wahren Natur des Menschen: Sat-Chit-Ananda, d.h. reinem Sein (sat), Bewusstsein (chit) und Glückseligkeit (ananda).

      Die „verborgenen Feinde“, von denen wir sozusagen „von hinten durch die Brust ins Knie“ angegriffen werden, sind nichts anderes als unbewusste Projektionen, die wir ins Exil geschickt haben, mit denen sich „die anderen“ rumschlagen sollen, für die andere verantwortlich sind. So glauben wir. Das ist eine Selbsttäuschung. Auch wenn Europa jetzt nicht auf dem „moonshadow“ der Sonnenfinsternis herumhüpfen kann, da der Schatten nur in Südafrika und Südindien etc. sichtbar ist, so reichen die Wurzeln für die Ängste der Menschen viel tiefer, sind archaischer und archetypischer Natur.

  1. Neumond auf 21° Jungfrau
     Im 12. Haus ist alles und nichts ist möglich. Alles ist mit allem verbunden. Das Kollektive macht dem Individuellen angst. Die Welt ist ein Ganzes. Menschen begegnen sich. Menschen sind füreinander da. Es geht nicht um das Trennende, um Arme und Reiche, um Inländer und Ausländer, um Schwarze oder Weiße, um unser Land und euer Land. Es geht um das Verbindende, um das, was alle eint.
Das globale Leid der Menschen und auch der Weltschmerz von Mutter Erde (Sonne/Mond Opposition Chiron in Fische) findet nun in Europa ein „öffentliches Aufbrucherlebnis“. 

     So nennt Wolfgang Döbereiner den Gruppenschicksalspunkt von Sonne-Uranus auf 22° Jungfrau/Fische. Es ist eine Konstellation zur Befreiung aus einer unechten und fremden Lebenssituation. Hungersnot, Kriege und Unterdrückung sind das Resultat menschlichen Handelns, das Resultat von Ausbeutung, Ehrgeiz und Gier nach ausschließlich materiellem Reichtum und Wohlstand. Menschen, Staaten und Gruppen, die sich durch Ausbeutung schwächerer Menschen, Staaten und Minderheiten bereichert haben oder entwickeln konnten, haben nun die Gelegenheit, ihr Bewusstsein auszuweiten, ihre Verantwortung zu erkennen, „global zu denken und lokal zu handeln“.

Das so genannte Wirtschaftswachstum in Europa und der westlichen Industriestaaten beruht eindeutig auf dem Diebstahl fremder Identitäten, Lebensformen, Werte und Bedeutungen, um ja selbst keinen Mangel erfahren und die eigenen Grenzen bzw. das eigene Schicksal (Saturn) akzeptieren zu müssen. Jetzt MUSS der Gürtel enger geschnallt werden. Wir dürfen abgeben und teilen!

    Ein anderer für das Flüchtingsthema hoch aktueller Gruppenschicksalspunkt der Münchner Rhythmenlehre ist Mars-Uranus auf 17,5 ° = 18° Widder mit seinem Spiegelpunkt auf 13° Fische. URANUS hat im Jahr 2015 zweimal diesen Punkt aktiviert: im April/Mai und im Oktober/November und wird ihn letztmalig im Februar 2016 aktivieren. Und CHIRON hat den Spiegelpunkt 12,5° = 13° Fische bereits im April/Mai 2013 und im Februar 2014 passiert.

           
3. MC 14° Krebs für das Neumond-Horoskop in Europa

     Gemästet und satt gegessen an den geraubten Lebensmitteln der Entwicklungsländer sitzt Europa mit seinen Gästen „in einem prächtigen Speisesaal“, ruht sich nach einem „üppigen Bankett“ aus. So erzählt es der Tierkreisgrad mit dem Sabischen Symbol von 15° Krebs. Ein Bild für das wirtschaftlich gesättigte bis übersättigte Europa, das nur für sein materielles Wachstum gesorgt hat und dabei die menschlichen Herzensqualitäten, wie die Nächstenliebe und das Teilen völlig ignoriert hat.

     Jupiter, der für Mehrung, Wachstums- und Entwicklungsprozesse steht, ist im Krebs (15°) erhöht, drängt nach Fülle und Fruchtbarkeit: Seid fruchtbar und mehret euch! Er steht allerdings im Neumond-Horoskop im „Exil“ (Jungfrau) und sorgt dort als „Gerechter“ (Zadik) für karmische Gerechtigkeit, führt die Heimatlosen, Entrechteten und Ausgestoßenen nun zum frischen Wasser … zwar nicht ins „Paradies“, doch in ein Land, wo Milch und Honig fließen, wo es Menschen gibt, die „willkommen!“ rufen und ihre Herzen öffnen… wo es Menschen gibt, die bereit sind, den Gürtel enger zu schnallen und den Migrantenstrom als Heilmittel für ihre Ignoranz, Übersättigung und Bedeutungslosigkeit begrüßen – wenn auch noch unbewusst oder unfreiwillig.  

     Der trennende Verstand kommt an seine Grenzen…Nun darf das Herz sprechen. Nur das Herz ist groß genug, um alles, was ist (oder nicht ist) in Liebe zu erfassen. Europa hat nun die Chance, etwas gut zu machen und darf den riesigen Flüchtlingsstrom, der sich bei ihm im Exil befindet, nun an seine Tafel lassen, ihm für die geraubten Entwicklungsmöglichkeiten neue anbieten.

4. Denebola in Konjunktion mit Neumond /Sonnenfinsternis

     Eine weitere Besonderheit ergibt sich durch die Konjunktion von Sonne/Mond mit dem Fixstern Denebola (Beta Leonis im Sternbild Löwe), der sich im Neumond-Horoskop auf 21°50’ in der Jungfrau befindet. Er kennzeichnet den „Schwanz des Löwen“. Aufgrund seiner uranischen Natur wird er mit plötzlichen, unberechenbaren Energien gleich einer Sprengkraft in Verbindung gebracht. Wer sich selbst erhöht hat und zu Ruhm aufgestiegen ist, kann ebenso plötzlich wieder zu Fall kommen. und erniedrigt werden.

     Denebola wird auch mit ungewöhnlichen Vorgehensweisen assoziiert, mit einem Verhalten, das außerhalb der Norm liegt, das alles Bekannte sprengt und etwas noch nicht Dagewesenes ins Leben bringt. Außergewöhnliche Zustände verlangen außergewöhnliche Lösungen. Uranusenergie ist angesagt. Das Sabische Symbol für den Uranus-Grad lautet „Ein junges Mädchen füttert im Winter Vögel“ und zeigt, dass die winterliche Krise – die Gefühlskälte – durch Mitgefühl überwunden werden kann. Während im Winter die Zugvögel nach Süden fliegen, erreichen Europa nun andere Zugvögel, die Hilfe brauchen. Sie konnten sich dem drohenden Tod und dem Verlust ihres Heims nur durch Flucht entziehen und sind auf die Partnerschaft und Teilhaberschaft anderer Geschöpfe angewiesen.

     Die Schwärme von Zugvögeln sind ein treffender Vergleich für den Strom der Flüchtlinge auf der geistigen Ebene (Vögel). Das heißt übersetzt für Europa: Durch das Willkommenheißen der Migranten und durch den Aufbau einer Partnerschaft mit ihnen wird Europa gleichzeitig den schöpferischen Geist willkommen heißen, ihn erhalten und nähren – durch alle weiteren Krisen hindurch. Wenn Europa sein Schicksal und seine Bestimmung annimmt, wird es gegen alle Anfeindungen und Bedrohungen geschützt sein, da es mit der geistigen Kraft auch seinen Ursprung annimmt und eine unangreifbare Identität erhält.

5. Neumond plus Sonnenfinsternis

     Gleichzeitig mit dem Jungfrau-Neumond findet auch eine partielle Sonnenfinsternis statt (in Europa nicht sichtbar) mit der Opposition zu Chiron in den Fischen, dazu eine Opposition von Jupiter in der Jungfrau zu Neptun in den Fischen, und last but not least wird Merkur wird mal wieder rückläufig (17.9.-9.10.15) und gibt allen Zeit und Raum, die aktuellen Gedanken, Herausforderungen und Entscheidungen zu prüfen, zu besprechen und zu überarbeiten.

     Mit der Sonnenfinsternis verdunkelt sich das Licht. Aus irdischer Sicht schiebt sich der Mond vor die Sonne – Gefühle und emotionale Bedürfnisse überschatten das Bewusstsein (Sonne). Jede Finsternis ist ein globales Ereignis und betrifft die eine Weltseele, die Gemüter aller Menschen, die ganze Menschheit. Es geht um das Bewusstsein der Menschheit als ein ganzes energetisches Kraftzentrum. Jeder Einzelne ringt hier & jetzt um Bewusstsein, um Kontrolle, um Licht und Klarheit.
Umso mehr werden die reifen, also geeinten Jungfrau- und Fischequalitäten benötigt, das Unterscheidungsvermögen ebenso wie Verständnis und Mitgefühl. Die Opposition zu Chiron

Die Jungfrau-Fische-Energie

     Die Skala jungfräulicher Entsprechungen in der menschlichen Persönlichkeit reicht von ängstlicher Vorsorge um die eigene Existenz und einem Nützlichkeitsdenken für die persönliche Befriedigung (Niveau des unbewussten Massenbewusstseins) über die Fähigkeit zur Selbstanalyse und kritischen Innenschau (innere Reife und Bewusstsein) bis zur bewussten Wahrnehmung der einen Seele, dem verschmolzenen Bewusstsein von Jungfrau-Fische, das zwischen eigenem Erleben und dem der anderen keinen Unterschied macht (allumfassende Weisheit auf der Grundlage von Liebe).

     Auf dieser höchsten Ebene erkennt der Jungfrau-Mensch die innere Verbundenheit mit allen Wesen und widmet sein Leben ausschließlich dem Dienst an der Menschheit und Welt. Mit diesem Bewusstsein, das auch bereit ist für das "Einsammeln der Ernte" (karmischer Ausgleich) hat er auch das Potenzial des gegenüber liegenden Fische-Zeichens integriert.


       Die Kraft und Freude des Neuanfangs – aber adagio

Das Neumond-Horoskop zeigt Sonne und Mond im 12. Haus und einen Waage-Aszendent. VENUS als Regentin dieser 14-tägigen Neumond-Periode beherrscht auch den Zeitraum der Sonnenfinsternis-Auswirkung von ca. 6 Monaten. Die Venus steht im Zeichen Löwe im 10. Haus der Bestimmung und öffentlichen Berufung. Nun wird es sich zeigen, ob wir die vorbereitende Venus-Löwe-Lektion ihrer rückläufigen Phase in unseren Charakter und unser Bewusstsein integriert haben.

     In der Neumond-Venus-Stellung in der Mitte des Löwezeichens (16°) beginnt ein neuer Zyklus. Die Zeichen stehen auf „Befreiung“. All denen, die den schweren Sturm einer persönlichen Krise überwunden haben, die sich ihre Freiheit wieder erkämpft oder erhungert haben, winken ein neues Leben und eine neue Liebe. Trotz vieler Verletzungen und Enttäuschungen auf der emotionalen Ebene ist das Bewusstsein wieder klar und der Geist erfrischt. Wir kennen unsere Stärken und Schwächen - zumindest sollten wir sie kennen.

     Bei aller Freude und Kraft des Neubeginns sollten wir allerdings nicht gleich blind vorwärts stürmen, denn die Sonnenfinsternis mahnt zur Vorsicht. Zu viele Energien sind noch unbewusst und wollen erst noch von uns erkannt, bewusst erfasst und integriert sein (vor allem die „verborgenen Feinde“). Jede Art von emotionaler Einengung und Verstrickung will erkannt und gelöst sein. Ebenso verhält es sich mit der Neumond-Energie. Sie kann zuerst auf der inneren Ebene, in der Innenwelt, erfahren werden (12. Haus). Wir gehen nach innen, meditieren, er-innern uns an das Wesentliche, an das wir wirklich wollen und schließen bewusst mit dem Alten ab. Über Träume, Ahnungen und Visionen erhalten wir Hinweise über den neuen Weg und die einzuschlagende Richtung.

       Ambivalenz von Nähe oder Distanz

     Der Zustand von Selbstsicherheit und Selbstbewusstheit ist noch schwankend und erfordert ein sorgfältiges Auspendeln unserer Bedürfnisse. Die Verbindung von Venus mit Uranus zeigt einen Konflikt zwischen dem Bedürfnis nach Partnerschaft und dem Wunsch nach mehr Autonomie. Jeder möge sich fragen und prüfen, was ihm lebenswerter erscheint, das Bedürfnis nach Nähe und Zusammensein (Venus) oder der Drang nach Freiheit (Uranus). Wer diesen Konflikt in sich kennt, wird auch erkennen, dass er den nicht gelebten Part auf den Partner projiziert. Dieser nimmt ihm entweder die Luft zum Atmen oder er ist nicht da, wenn man ihn braucht.

     Für ein ausgewogenes Verhältnis von Freiheit und Nähe ist es notwendig, dass wir uns selbst von einschränkenden Gedanken und Ängsten (Angst vor Verlassensein, vor Bindung, vor Unsicherheit) befreien. Dann können wir uns da, wo es uns wichtig ist, auf Nähe einlassen oder uns distanzieren und abgrenzen. Wir haben es in der Hand, diese Bedürfnisse zu erkennen und zu steuern – ebenso, sie mit den jeweiligen Bedürfnissen des anderen in Einklang zu bringen. Wenn wir innerlich frei, d.h. ohne Vorurteile und Ängste sind, können wir auch für andere Menschen offen sein und ihnen mit mehr Verständnis begegnen.

     MERKUR, die alles verbindende Kraft der Kommunikation, steht am Aszendenten in einer sehr herausfordernden, spannungsgeladenen Verbindung zu Uranus und Pluto. Hier müssen zwingend und dringend große Veränderungen vorgenommen werden. Alle Ungleichgewichte müssen ausgeglichen werden – zwischen ich und dem anderen, zwischen arm und reich, Ost und West, vertraut und fremd. Die Standpunkte von Fremden wollen ebenso verstanden sein wie des Partners und der Kinder! Das beginnt im Denken. Das Projizierte darf integriert werden!

     Uranus wird für unvorhergesehne Wendungen sorgen, wird uns radikal aus zu engen oder nicht stimmigen Bindungen herausreißen, und uns damit mehr Freiraum für die individuelle Entwicklung und Eigenständigkeit schenken. Wir erhalten eine neue Gelegenheit zu völlig neuen und andersartigen Beziehungen, zu mehr Freiraum, zu einem Orts- oder Jobwechsel, zu einer neuen Aus- oder Fortbildung.

Lesen Sie mehr zur gegenwärtigen Aufgabe in meinem Text „Saturn im Schütze“
und der noch folgenden aktuellen Jupiter-Neptun-Schwingung.

Ich wünsche Ihnen Licht auf Ihrem Weg
Sundra

alle Bildquellen: (C) Sundra Kanigowski
Horoskopformular von www.astro.com

Sonntag, 2. Januar 2011

4.1.2011 Neumond im Steinbock mit Sonnenfinsternis

Neumond im Steinbock mit Sonnenfinsternis
4.1.2011 10:04 h MEZ für Kassel

Partielle Sonnenfinsternis (Bedeckung um 80 %), sichtbar in Deutschland und fast ganz Europa, in Nordafrika und Westasien


Vorab die aktuellen Konstellationen für Januar 2011

4.1. Neumond 14° Steinbock mit Sonnenfinsternis
4.1. letzte Konjunktion von Jupiter und Uranus auf 28° Fische
7.1. Venus wechselt von Skorpion nach Schütze
13.1. Merkur wechselt von Schütze nach Steinbock
15.1. Mars wechselt von Steinbock nach Wassermann

19.1. Vollmond 30° Steinbock/ Krebs
20.1. Sonne wechselt von Steinbock nach Wassermann
22.1. Jupiter wechselt endgültig von Fische nach Widder
26.1. Saturn wird auf 18° Waage rückläufig (bis 11° Waage am 13.6.)

Während der Dezember-Vollmond mit der Mondfinsternis auf dem letzten SCHÜTZE-Grad weiterhin eine Auseinandersetzung mit Sinn- und Glaubensfragen forciert – vor allem im Februar 2011, wenn sich der Mondknoten aufgrund seines Zeichenwechsels auf diesem Tierkreisgrad („Der Papst segnet die Gläubigen“) befindet - bringt dieser STEINBOCK– Neumond plus Sonnenfinsternis den großen Härte- und Realitätstest mit sich. Alle für die Zukunft geplanten Projekte und Maßnahmen werden auf ihre Substanz, Glaubwürdigkeit und Nachhaltigkeit hin geprüft.

Das Bild zeigt ein Quadrat von Sonne/ Mond im 11. Haus (für Mitteleuropa) zum Saturn im 8. Haus der tiefgründigsten Wandlungen („Stirb und Werde“). Saturn als exoterischer Herrscher des kardinalen Erdzeichens Steinbock prüft und richtet nach dem Maßstab der Gerechtigkeit (Waage), sorgt für einen Ausgleich der Konten. Saturn-Energie ist unbestechlich und zwingt uns unausweichlich zum Überprüfen und Verändern von Fixierungen, überholten Bekenntnissen, erstarrten Strukturen und Doktrinen, denen wir unser Leben und jegliche Lebendigkeit geopfert haben. Geistige, kulturelle Werte und Beziehungen (11. Haus) werden aufs Korn genommen, Lebens bestimmende Ideale, Statussymbole und unser Selbstbild. Eigentlich „alles“. Was bleibt übrig nach dem Lossagen von falschen Freunden und illusionären Hoffnungen, von spekulativen und traumhaften Visionen, von wertlosen Images? Was bleibt?

Eine weitere Besonderheit: Mit dem Neumond in der Halbsumme (Mitte) von Mars/Pluto stehen schier übermenschliche Kräfte zur Verfügung, großer Ehrgeiz, starkes Selbstvertrauen, unermüdlicher Arbeitseinsatz, auch Waghalsigkeit und Risikobereitschaft. Die Schwierigkeiten und Hindernisse, die Saturn in den Weg legt, sowie die sich dadurch ergebenden Möglichkeiten zur Beendigung und Lösung alter Zustände/ Beziehungen/ Sichtweisen erfordern konzentrierte Kraft und ungeteilte Aufmerksamkeit.

Was ist die Substanz dieser neuen Ideen-Saat, die ins Bewusstsein und Leben integriert sein will, die hier und jetzt benötigt wird – unsere Empfänglichkeit vorausgesetzt? Die Sabischen Symbole der Tierkreisgrade der am Neumond beteiligten Planeten geben Hinweise hierzu.

SONNE / MOND auf 14° Steinbock
Ein uraltes, in Granit gehauenes Flachrelief bleibt als Zeugnis einer längst vergessenen Kultur.

Schlüssel: Der Wille – in unserer Kultur ebenso wie in jeder anderen – das auszugraben, was von dauerhaftem Wert ist, und alles Unwesentliche gehen zu lassen.

Ein geeignetes Bild für den fest sitzenden Konflikt zwischen den Kräften / Werten des 8. und 11. Hauses. Mit dem Bild von einer „besseren“, humanitären oder idealen Gesellschaft vor Augen (11. Haus) müssen wir als Einzelner wie auch als Staat, Nation oder Gruppe immer wieder kapitulieren vor den tief verwurzelten Inhalten und Komplexen unseres selbst erschaffenen Unterbewusstseins (8. Haus). Humanitäre, reformerische gesellschaftliche Bewegungen (11.Haus) bleiben im Schlamm stecken wegen fanatischen Festhaltens an Dogmen, Prinzipien, Überzeugungen und Vorstellungen (8. Haus). Freie, geistige Wahlverwandtschaften (11. Haus) können zum Bruch persönlicher oder familiärer Beziehungen führen, die lediglich auf Emotionen und Bindungen beruhen (8. Haus), usw.

Welche Werte überdauern wirklich und nachhaltig (ein Schlüsselwort, das zurzeit in aller Munde ist) alle Moden, Gesellschaftsformen, Kulturen und Zivilisationen? Welches unvergängliche Kapital überlebt uns, die vergängliche Daseinsform Mensch?
Was ist die letzte und höchste Wirklichkeit meines Daseins, die über das Wechselspiel von Leben und Tod hinaus geht?
Auf der Webseite vom Hatschepsut-Tempel (Bild)in Ägypten sind Flachreliefs in Granit zu sehen , die von einer vergangenen Kultur zeugen. Beim Relief heben sich die Darstellungen mehr oder weniger plastisch vom Hintergrund ab. Es handelt sich also um erhabene Formen (Darstellungen, Bilder), die bei einer unüberschaubaren Fülle von vergangenen Kulturen, Zivilisationen und Errungenschaften hier und da noch herausragen. Ähnlich einem Steinrelief ist auch die Bewusstseinsform Mensch erschaffen mit ihren vielen unüberschaubaren vergänglichen Lebensspuren, Prägungen, Einritzungen und Konditionierungen neben dem Einen herausragenden ursprünglichen Zustand von etwas Erhabenem. Dieser allein ist von Wert, ausgegraben und erhalten zu werden. Nur: von wem? ;-)

Mit diesem Bild wird uns eine Methode gezeigt, soziokulturelle Prozesse in ihrer ausdauerndsten Form erkennen und hoch einschätzen zu können. Eine mutige und tiefe Einsicht in den prägenden und geprägten Hintergrund ist vonnöten, für den Einzelnen ebenso wie für Gruppen und Nationen.

Menschen sind dabei, Überliefertes und Traditionelles zu hinterfragen und neu einzuschätzen, Glaubensinhalte, Denkgewohnheiten, Beziehungs- und Gesellschaftsformen, ihre bisherigen Rollen, Identitäten, Wertschätzungen usw. Der Mensch kennt sowohl das innere und äußere Gerangel um vergängliche Werte, Status- und Machtsymbole als auch den inneren und äußeren Frieden (die Befriedigung) aufgrund seines wahren Kapitals und natürlichen Seins.

Was ist wesentlich, was ist unwesentlich? Wo ist Sein, wo ist Schein?
Was wird hier & jetzt als unvergängliche Saat und Ernte erlebt jenseits von Name und Form?
Im Rückblick auf die Geschichte der Menschheit und aller Lebensformen auf diesem Planeten: Was ist von unverändertem Wert erhalten geblieben durch alle Zeiten und Formen hindurch? Was ragt ‚wirklich’ als 'erhaben' hervor, ist gegenwärtig, präsent – erreichbar, erfahrbar für jeden, der guten Willens ist?

Treten wir zurück und lassen das Erhabene sein.

SATURN auf 17° Waage
Ein pensionierter Kapitän beobachtet, wie Schiffe in den Hafen ein- und auslaufen.

Schlüssel: Die Fähigkeit, ein objektives und gelassenes Verständnis menschlicher Erlebnisse zu gewinnen, die einen dereinst sehr stark betrafen.


Auch in diesem Bild ist der Hinweis auf Vergangenheit und Vergänglichkeit. Ein capitano, Anführer und Haupt einer Mannschaft, hat sein Schiff sicher durch alle Stürme des Lebens in den Hafen geführt. Er ist kein Teilnehmender mehr, nur noch stiller Beobachter. Das Ego ist in Pension gegangen, was unabhängig von Alter und Zeit möglich ist. Das Ich tritt zurück, Frieden und Gelassenheit breiten sich aus. Auch dieser Zustand „erhebt“ sich über andere Erlebnisse, über die Sturmböen im Denken, die Meuterei von Ichbesatzung und Persönlichkeitsanteilen, die vielen psychischen Krisen und Erschütterungen.

Ein Haupt, ein Kapital, das herausragt, sich erhebt – ein ruhiger Geist jenseits von Kampf und Sieg, ein stiller See im Bewusstsein, in dem sich der Mond spiegelt.

Vielleicht widmen wir uns im Bewusstsein dieses Kapitals gerne den anstehenden Herausforderungen unseres Welttheaters, spielen unseren Part darin und bleiben gelassen im Angesicht der Ergebnisse. Vielleicht haben wir auch ein unwiderruflich starkes Verlangen nach neuen Erfahrungen, seien sie konstruktiv oder destruktiv. Der Wille, sich selbst zu bewähren und zu bewahren, ist enorm. Ebenso der Wille, über sich selbst hinaus zu wachsen.

Ich wünsche allen Lesern ein gutes Ende und einen guten Anfang.

Herzlichst,
Sundra

E-Mail: astrologie@sundra.eu
Webseite: www.sundra.eu

Sonntag, 11. Juli 2010

11.07.2010 Neumond im Krebs mit Eklipse


11.07.2010 NEUMOND im KREBS
mit totaler Sonnenfinsternis
(südl. Pazifik, Neuseeland, südl. Südamerka)

Diese totale Sonnenfinsternis ist für 22 Monate die letzte und sie fällt zum größten Teil ins Wasser, in den südlichen Pazifik, ist z.B. von der Osterinsel und der Tonga-Insel aus zu beobachten. Nun gilt für die Astrologie der Lehrsatz WIE OBEN – SO UNTEN. Während ein Teil der Erdbewohner die letzten beiden Finsternisse der Lichter am Himmel verfolgen, werfen sie gleichzeitig auch ihre Schatten über bestimmte Zonen der Erdoberfläche.

Die oben am Himmel sichtbaren Schatten und Verfinsterungen haben auch mit dem Geschehen unten auf der Erde eine Verbindung, stehen für die psychologischen Schatten und Schattenthemen von Einzelnen, von Völkergruppen und Staaten, d.h. für ungeklärte, unbewusste Inhalte. Und jede Sonnenfinsternis wirft ihre Schatten schon um Monate voraus. Diesmal finden wir im irdischen Geschehen eine gut nachvollziehbare Entsprechung der wandernden Finsternis am Himmel: den wandernden schwarzen Ölteppich im Golf von Mexiko (entstanden durch die Tiefseebohrungen und die Explosion von Deepwater Horizon), der unsere kostbarste Lebensgrundlage bedroht, das Wasser.

Schon immer wurden Finsternisse am Himmel mit Katastrophen und großen Veränderungen auf der Erde in Verbindung gebracht. Anhand von Ereignishoroskopen (von Staats- und Städtegründungen, von Politikern, etc.) und umfassender Information können eigentlich schon im Voraus die persönlichen, staatlichen und kollektiven Betroffenheiten durch Finsternisse erkannt und entsprechende Maßnahmen, z.B. Vorbereitungen für Veränderungen und Alternativen ergriffen werden.

Finsternisse bergen aber auch positive neue Möglichkeiten in sich, wenn einmal Licht auf die dunklen Bereiche gefallen ist… wenn etwas ans Licht kommt, mit dem wir gar nicht gerechnet haben. Schließlich werden alle Geschehen hier auf der Erde – von den Klimakatastrophen bis zu Kriegen und Entdeckungen - vom Handeln des Menschen verursacht und beeinflusst. Was davon gut oder schlecht, vorübergehend oder nachhaltig und prägend war, stellt sich oft erst Jahrhunderte später heraus.

Neumond und Finsternis im Wasserzeichen KREBS

Finsternisse finden immer an Neumond oder Vollmond statt, wenn sich die Mondknoten in der Nähe dieser Konstellation befinden. Die jetzige totale Sonnenfinsternis findet am NEUMOND im Wasserzeichen KREBS statt, in der Nähe des südlichen Mondknotens. Die durch die Finsternis aktivierten Schattenthemen betreffen also global und kollektiv die WASSER-Ebene, die Gesundheit / Reinheit der Meere, der Fische und Wassertiere, sowie die Schiff-Fahrt. Persönlich betroffen sind unsere Rückzugsorte, das Heim, die Wohnung, unsere Familien, Wurzeln, Abstammung, Ahnen, die traditionelle Kultur, Themen von Fürsorge, Schutz, Ernährung und Unterstützung. Kollektiv wie persönlich ist der Archetyp der GROSSEN MUTTER angesprochen, z.B. Mutter Kirche und ihre Repräsentanten, die Stadt, das Land, die Erde, Höhlen, Meere, etc., ebenso Schattenthemen wie Fürsorge & Abhängigkeit, Machtmissbrauch von Abhängigen bzw. Anvertrauten (Kinder / Schützlinge), persönliche Besitzansprüche an Menschen.

WASSER ist die elementare und tragende Lebensgrundlage aller Lebewesen, die notwendige Kraft, um alles zu ernähren, zu erhalten und in ein größeres Ganzes zu integrieren. Die Symbolik des Wassers ist umfangreich und tiefgründig:

Wasser steht für das UNBEWUSSTE, für das Wesen und die Inhalte der Psyche und allgemein für Gefühle. Das „Wasser des Lebens“ - eigentlich ein flüssiges Licht - ist Lebensquell und Lebensfluss, ein Ort des Geheimnisses, der Gefahren und der Entrückung, der tiefgründigen Wandlung, Erneuerung und Verdrängung. Es hat ungeahnte Tiefen, kann wegreißen, überfluten, reinigen, heilen, erneuern und integrieren. Die Weisheit des Wassers liegt in spiegelgleicher Erkenntnis. Wer ins Wasser steigt, geht zu sich selbst, auf den Lebensgrund, ins Ur-Wissen. Die Kraft des Wassers besteht in der Fähigkeit, als ORGANISCHES GANZES zu empfinden und zu reagieren.

Schauen wir uns den Tierkreisgrad dieses Neumonds an und nehmen das SABISCHE SYMBOL zu Hilfe, das entsprechende Bild zu diesem Tierkreisgrad.

SONNE / MOND auf 20° KREBS
Venezianische Gondolieri spielen eine Serenade.

Das Symbol spricht von einem glücklichen Erlebnis, einem Gefühl von Erfüllung und Annahme des Liebesverlangens, wenn die Stimme des vom Wasser getragenen Lebensantriebs (Gondoliere) bewirkt, dass sich die Geliebte (die „Blüte des Bewusstseins“) auf dem Balkon zeigt. Das heitere Abendständchen (lat. sereno = heiter) ist der Ausdruck einer bereits gefestigten und strukturierten Persönlichkeit, die aufgrund ihrer Verwurzelung und Zugehörigkeit in einem sozialen Gefüge (der Stadt im Meer) auch teilhat an der Ritualisierung dieses sozialen Integrationsprozesses.

Was kann / könnte dieses Symbol für den Einzelnen im Zusammenhang mit der gleichzeitigen Sonnenfinsternis und den Zeichen der Zeit – der „kardinalen Klimax“ - bedeuten?


Zuerst einmal tut es einfach gut, um dieses gefühlsschwangere glückliche Vorzeichen zu wissen – bei all den Katastrophen-Botschaften, die oft bei einer Sonnenfinsternis assoziiert werden. Wo die Seele aufgrund von Übereinstimmung und harmonischer Ergänzung klingt und schwingt, ist MUSIK im Spiel. Welche Freude bereitet es dem Einzelnen, wenn seine Aktionen, die auf der Grundlage von Emotionen beruhen, von der jeweiligen Gesellschaft und Kultur anerkannt werden! Man denke neben den Gondolieri auch an die Bänkelsänger des Mittelalters, die Straßenmusikanten und Leierkasten-Spieler, die bis in die Fußgängerzonen und Hinterhöfe vorgedrungen sind.

Es ist nicht jedermanns Sache oder Berufung, auf der Straße ein Lied für das Geliebte zu singen – doch gibt es viele Möglichkeiten und anerkannte Rollen in der Gesellschaft, seinen Gefühlen in aller Öffentlichkeit Ausdruck zu verleihen, eben „Farbe zu bekennen“ und für die Erfüllung seines Herzenstraums aktiv zu werden. Ich kann mich z.B. für eine karitative oder soziale Sache einsetzen, da ich mich emotional davon angesprochen fühle.
Die Zeichen der Zeit stehen auf Wandlung, Veränderung und dem Erproben von alternativen und neuen Möglichkeiten! Sich nur ständig die alten Wunden zu lecken, bringt keine Erlösung und Heilung. Für eine glückliche und erfolgreiche Veränderung auf nahezu allen Gebieten werden mutige Menschen gebraucht, die sich trauen, einfache Wege zu gehen, die sich das Glücklichsein zutrauen und der Musik ihres Herzens folgen.

Es gibt derzeit viele unzufriedene, frustrierte, unglückliche Menschen, die auf eine Besserung der Bedingungen und Verhältnisse harren, die aber die Verantwortung dafür an den Staat, die Kommunen, die Politiker oder irgendwelche Gurus, Übermütter und Überväter abgegeben haben. Es gehen jedoch auch immer mehr neue Bewusstseins-Sonnen am Morgenhimmel auf von Menschen, die zwar ebenso frustriert, verletzt, geschwächt und desillusioniert sind von der sozialen und gesellschaftlichen Struktur, jedoch die Verantwortung für das persönliche Glück und Leben wieder selbst in die Hand nehmen – vor allem vor dem Hintergrund des nachhaltigen Wohlergehens für die folgenden Generationen.

Gerade die derzeitige Konstellation von JUPITER/URANUS in den ersten Graden von WIDDER, dem feurigen kardinalen Zeichen des Anfangs, verleiht uns allen Mut mit einer gehörigen Portion Wildheit und irrationaler Verrücktheit, um das scheinbar Unmögliche zu wagen, nämlich den bestehenden oft erstarrten Lebens- und Überlebenssituationen trotz erheblicher Widerstände den Rücken zu kehren und…

ins UNGEWISSE und scheinbar UNSICHERE zu springen…
einfach… allein… oder gemeinsam mit anderen Enttäuschten…

Es sind viele, die in den LEEREN RAUM eintreten und dort ÜBEREINSTIMMUNG feststellen – ein kostbares Gut, das die vorhandenen Kräfte potenziert. Der mutige Eintritt in diesen leeren Raum ist ein SCHÖPFERISCHER AKT, der plötzlich und unmittelbar ganz neue Sichtweisen und Möglichkeiten zum Handeln freisetzt.

Unglückliche, Frustrierte, Jammernde und Gelangweilte gibt es nun wirklich genug! Wie wäre es mal mit einer glücklichen Rolle in der Gesellschaft? Jeder möge seine Lage überdenken, überprüfen und erfühlen und sich entscheiden.

Mit dieser frohen Botschaft der neuen MOND-SAAT für die Menschheit möchte ich schließen und allen, die sich angesprochen fühlen, Mut machen für einen Neuanfang mit einer GLÜCKLICHEN ROLLE in der Gesellschaft. Wir haben es in der Hand, die „Büchse der Pandora“ in den GRAL zu wandeln und mit unserer Entscheidung den nachfolgenden Generationen eine glückliche stabile Lebensgrundlage auf der Basis einer heiteren und freudigen Grundstimmung anzubieten. Indem wir für unser kleines persönliches Glück sorgen und die Verantwortung dafür übernehmen, zeigen wir anderen, wie es geht und dass es geht.

Sind wir es!

Sternengrüße von Sundra

Den vollständigen ARtikel findet ihr wie immer unter den ASTRO NEWS auf meiner Webseite.